Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 884: Georg Meier

Der Pionier Georg Meier stammte aus Margarethen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bodenkirchen, und war der Sohn eines Schmieds. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der leichten Mienenwerfer-Abteilung Nr. 203 der 11. bayerischen Infanterie-Division als Pionier. Am 30.11.1915 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Lazarett in Höchst am Main in Hessen, nachdem er am 13.10.1915 in Semendria (serbisch: Smederevo) in Serbien durch Kopfschuss schwer verwundet worden war.

Sterbebild von Georg Meier
Rückseite des Sterbebildes von georg Meier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 883: Anton Huber

Der Bauerssohn Anton Huber wurde in Gassau geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehr-Unteroffizier. Am 17.04.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren an der Sillackerhöhe bei Metzeral in den Vogesen.

Man begrub Anton Huber letztlich auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach (Elsass) in einem Massengrab.

Sterbebild von Anton Huber
Rückseite des Sterbebildes von Anton Huber

Der theoretische Weg von Anton Huber von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 882: Michael Kollmann

Der Reservist Michael Kollmann wurde am 08.10.1889 in Buchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stötten am Auerberg, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.06.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Douaumont vor Verdun in Frankreich.

Man begrub Michael Kollmann auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stötten am Auerberg gedenkt Michael Kollmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/stoetten_auerberg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Michael Kollmann
Rückseite des Sterbebildes von Michael Kollmann

Der theoretische Weg von Michael Kollmann von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 881: Engelbert Bufler

Engelbert Bufler wurde am 08.04.1883 in Reinhardsried, ein Ortsteil des Marktes Unterthingau, im bayerischen Schwaben als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 06.06.1916 gilt er bei Verdun als vermisst. Er wurde 33 Jahre alt. Meine Recherchen ergaben, dass er bei Douaumont fiel.

Ein Gab von Engelbert Bufler ist nicht bekannt. Dieses Schicksal teilen alle Kameraden, die aus Engelbert Buflers Kompanie und Regiment in diesen Tagen bei Verdun gefallen sind. Vor Verdun wurden viele Soldaten beider Seiten nur provisorisch in der Nähe der Schützen- und Laufgräbern begraben, da ein ordnungsgemäßer Abtransport in den jeweiligen Hinterraum und damit zu einem ordentlichen Friedhof nicht möglich war. Durch die permanent einschlagenden Granaten und andere Geschosse wurden diese provisorischen Begräbnisstätten immer wieder aufgewühlt. Leichen wurden freigelegt, zerrissen, Leichenteile vermischt, Teile wieder begraben. So verschwanden viele Gefallene. Leichenteile, die bis heute bei Erdarbeiten gefunden wurden und werden, werden, unabhängig von ihrer Nationalität in der Gedenkstätte Douaumont beigesetzt, wo man sie durch Glasscheiben betrachten kann.

Sollte Engelbert Buflers Leiche später geborgen, jedoch nicht mehr zu identifizieren gewesen sein, so ruhen seine sterblichen Überreste auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab. Siehe hierzu den Fall seines Regimentskameraden Michael Kollmann, der einen Tag nach Engelbert Bufler fiel, und den ich morgen vorstellen werde.

Engelbert Bufler – ein schreckliches Schicksal, an dem man den Irrsinn und die Grausamkeit von Kriegen erkennen kann.

Sterbebild von Engelbert Bufler
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Bufler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 880: Lorenz Limmer

Der Unteroffizier Lorenz Limmer stammte aus Eck, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Jetzendorf, und war der Sohn eines Gütlers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments und wurde während der Kämpfe mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 23.03.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren an der Westfront in Frankreich bei Écoust-Saint-Mein.

Der Leichnam von Lorenz Limmer wurde auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Lorenz Limmer
Rückseite des Sterbebildes von Lorenz Limmer

Der theoretische Weg von Lorenz Limmer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Schlachtfeld Verdun: Der Durstgraben | Tranchée de la Soif

Gerade war ich wieder einmal in Verdun, um mich ein paar Tage auf den Schlachtfeldern umzusehen. Dabei habe ich mir auch den Durstgraben vorgenommen, französisch Tranchée de la Soif.

Der Durstgraben befindet sich im Bogen von Saint-Mihiel. Die deutschen Truppen hatten hier am 18.09.1914 mit einem großen Angriff begonnen, weil die Region um Saint-Mihiel nur schwach von den Franzosen besetzt war und man sich so den Durchbruch über die Maas nach Norden in die Argonnen erhoffte. Fünf deutsche Divisionen griffen eine erschöpfte französische Division an. Am 24.09.1914 besetzten deutsche Truppen Saint-Mihiel und überquerten die Maas. Am 25.09.1914 beschießen die Deutschen das Fort des Romains mit schwerer Artillerie. Nach etwa zwei Stunden nehmen sie das Fort im Infanterieangriff. Saint-Mihiel blieb bis zum Kriegsende in der Hand der Deutschen. Die Höhen von Les Esparges und der Priesterwald werden zwar immer wieder von den Franzosen angegriffen, um in Richtung Saint-Mihiel vorzustoßen, der Erfolg bleibt ist jedoch nicht vergönnt.

Am 12.09.1918 greifen schließlich 216.000 Amerikaner und 48.000 Franzosen unter dem Befehl von General Pershing die deutschen Truppen in Saint-Mihiel an und können diese zur Räumung der Region zwingen.

Einer der Orte dieser Gefechte war der Durstgraben. Dieser liegt im Ailly-Wald. Im September 1914 versuchen die Franzosen hier an, um eine Möglichkeit zu gewinnen, auf Saint-Mihiel und seine Zufahrtswege schießen zu können. Diese Gefechte sind erbittert und grausam. Insbesondere durch Artillerie werden viele Soldaten getötet, da sie sich nur unzureichend vor den Geschossen schützen können.

Am 20.05.1915 dringt das 172. französische Infanterie-Regiment in den Ailly-Wald vor. Dessen 7. Kompanie unter Major d’André dringt besonders weit vor, wobei andere Teile des Regimentes nicht folgen können. Der Versuch der 7. Kompanie, sich rechtzeitig zum Regiment zurückzuziehen, scheitert. Die deutschen Truppen umzingeln die Kompanie. Drei Tage halten die französischen Soldaten in großer Hitze und ohne Wasser in heftigsten Abwehrkämpfen aus. Dann ergeben sie sich. Die letzten Worte von Major d’André waren. „Vergesst nicht den Durst-Graben!“

Die Verhältnisse im Wald von Ailly waren unmenschlich. Die Gräben der Deutschen und der Franzosen waren nur wenige Meter von einander entfernt. Jede Unvorsichtigkeit im Graben bedeutete den Tod. Tag und Nacht bombadieren sich die beiden Lager mit Handgranaten, Minen und anderen Sprengmitteln.

 

Ein Teil des Durstgrabens
Ein Teil des Durstgrabens
Befestigte Unterstände im Durtsgraben
Befestigte Unterstände im Durtsgraben
Befestigte Teile im Durtsgraben
Befestigte Unterstände im Durtsgraben
Reste des Durstgrabens
Reste des Durstgrabens
Ein französisches Denkmal
Eine deutsche Befestigung

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 879: Johann Klinger

Der Wehrmann Johann Klinger stammte aus Saaldorf in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Arras in Frankreich.

Johann Klingers Gebeine ruhen auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Klinger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Klinger

Der theoretische Weg von Johann Klinger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 878: Johann Hofstetter

Der Schuhmacher und Hausbesitzer Johann Hofstätter stammte aus Eitzing  in Österreich. Im Zweiten Weltkrieg starb er als Obergefreiter der Luftwaffe am 13.09.1943 im Alter von 43 Jahren in einem Reserve-Lazarett in Wörgl (Tirol).

Sterbebild von Johann Hofstetter
Rückseite des Sterbebildes von Johann Hofstetter

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 877: Johann Perfler

Der Pionier Johann Perfler wurde am 09.09.1925 in Schalldorf-Assling in Österreich als Sohn eines Landwirts geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Jäger-Regiment. Am 19.06.1944 verstarb er im Alter von 18 Jahren am Dnjesterbogen in der Ukraine im motorisierten Feldlazarett 661 an einer schweren Verwundung.

Johann Perfler wurde auf dem Soldatenfriedhof Budaörs in Block 9, Reihe 3, Grab 109 – 278 begraben.

Sterbebild von Johann Perfler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Perfler

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 876: Anton Birkler

Der Oberschütze Anton Birkler wurde am 29.10.1920 in Agathazell geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Burgberg im Allgäu. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 28.07.1941 wurde er im Alter von 20 Jahren bei Grodek in russisch Polen im Kampf getötet.

Anton Birkler wurde auf dem Soldatenfriedhof Bartosze unter den unbekannten Toten beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Burgberg – Agathazell  gedenkt Anton Birkler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/burgberg-agathazell_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Anton Birkler
Rückseite des Sterbebildes von Anton Birkler