Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 946: Vitus Wechselberger

Der Kriegsfreiwillige Vitus Wechselberger stammte aus Mitterndorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Dachau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments als Tambour. Ende 1914 galt er zunächst einmal als im Kampf vermisst, kehrte aber zur Truppe zurück. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Fromelles in Frankreich während eines Sturmangriffs.

Man begrub Vitus Wechselberger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Vitus Wechselberger
Rückseite des Sterbebildes von Vitus Wechselberger

Der theoretische Weg von Vitus Wechselberger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

SONDERBEITRAG:

In den Sommerferien war ich an der Spicherer Höhen, wo am 06.08.1870 eine Schlacht des deutsch-französischen Krieges 1870/71 stattfand. Dort fand ich auch das folgende Grabdenkmal am Waldrand:

Sergeant A. J. H. Junker, Hauptmann Franz Mudrack, Füsilier H. vom Ende von der 7. Comp. des Niederrheinischen Füsilier-Regiments No. 39

Hier liegen Hauptmann Franz Mudrack aus Berlin – Prenzlau, Sergant Albert Johann Heinrich Junker aus Anklam (Stettin) und der Füssilier Heinrich vom Ende aus Mühlheim an der Ruhr begraben. Mudrack wurde durch einen Schuss durch die Brust getötet und in den Oberschenkel, Junker starb durch einen Kopfschuss und vom Ende erlitt einen Brustschuss. Sie wurden an ihrem Todesort begraben und dort wurde auch dieses Grabdenkmal errichtet.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 946: Johann Kittenhofer

Der Sohn eines Tagelöhners Johann Kittenhofer stammte aus Unterwachsenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neukirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Am 23.04.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren angeblich im Argonnenwald. Ich vermute, dass diese Angabe auf dem Sterbebild falsch ist. Nach meinen Recherchen fiel er im Bois d’Ailly. Folgende Kameraden Johann Kittenbergs aus der 9. Kompanie fielen am gleichen Tag wie er im Bois d’Ailly:

  • Ersatz-Reservist Konrad Eisenmeier
  • Infanterist Johann Schwemmer
  • Infanterist Xaver Franz Wagner

Auch die 5. bayerische Division, der das 10. bayerische Infanterie-Regiment angehörte, gibt für den Zeitraum des Todes von Johann Kittenhofer an, dass sie im Bois d’Ailly eingesetzt war.

Man begrub Johann Kittenhofer vermutlich anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab. Dort ruhen auch die drei zuvor genannten Kameraden von ihm.

Sterbebild von Johann Kittenhofer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Kittenhofer

Der theoretische Weg von Johann Kittenhofer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Wüstung Meilbach | Untergegangene Orte

Die Wüstung Meilbach (gelegentlich auch „Mailbach) befindet sich 5 Kilometer nördlich von Lich in der Gemarkung Meilbach. Die Gemarkung ist Bestandteil des Gemeindewaldes. Meilbach wurde erstmals 1141 erwähnt. Die Letzte Erwähnung erfolgte 1.347. Aufmerksam wurde ich auf diese Wüstung durch eine Straße in einem Ortsteil unserer Gemeinde, die den Namen „Mailbacher Straße“ trägt.

Zur Geschichte des Ortes:
1141 erweitert Gräfin Clementia von Gleiberg, Witwe von Graf Konrad I. von Luxemburg, ihre Stiftung des Kloster Schiffenberg um ihre Güter nebst einer Kapelle in Meilbach.

Um 1148 bestätigt Papst Eugen III. dem Kloster Schiffenberg seinen Besitz zu Meilbach. Um 1150 schenken die Eheleute Dieboldus und Herikint dem Kloster ihre Güter in Meilbach.

1267 schenkt Ritter Walter von Nordeck Kloster Haina seine Güter im Dorf Meilbach und eine Hufe in wüst Antreff an Kloster Haina

1293 wird der Streit zwischen Werner von Falkenstein und den Kanonikern zu Schiffenberg dahingehend geschlichtet, dass das von Werner aus dem Hof Meilbach beanspruchte Grevenrecht (das Recht eines Grafen u. a. auf Abgaben) nur geleistet werden soll bei Bebauung des Hofes durch einen am Ertrag teilhabenden Kolonen (Landwirt, der gegen Pacht das Gut bewirtschaftet), nicht aber, wenn das Stift Schiffenberg den Hof selbst bewirtschaftet.

1358 besitzt der Deutsche Orden in Marburg einen Hof mit 19 Morgen Äckern in Meilbach bei Climbach; einen weiterer Hof zahlt der Pietanz (=die tägliche, besonders die reichlichere Portion eines Klostergeistlichen an Brot und Wein) des Deutschen Ordens.

1375 hat der Deutsche Orden Einkünfte von drei Gütern in Meilbach.

1293 überläßt Werner von Bellersheim, genannt Groppe, den Kanonikern zu Schiffenberg seine Güter zu Meilbach im Austausch gegen einen Weingarten zu Obbornhofen.

1379 besteht ein Streit zwischen Werner von Münzenberg und den Kanonikern von Schiffenberg um das sogenannte Grevenrecht (Grafenrecht).

1252 überläßt Rupert von Heydersheim gegen eine lebenslange dem Rente Kloster Arnsburg seine Güter zu Allendorf/Lumda und Meilbach.

1253 wird die Übertragung von Burg und Stadt Friedberg bezeugt.

1280 wird dem Deutschen Orden Marburg seitens des Landgrafen von Hessen Güterbesitz in Meilbach zugesprochen, den Reinbodo gen. Schwendebecher dem Deutschen Orden streitig gemacht hatte.

1324 erhält Volpert Hosekin von den von Falkenstein den Hof zu Meilbach als Lehen.

1347 verpfändet das Erzstift Mainz den Zehnten zu Meilbach an Johann von Bellersheim.

1459 verkaufen Heinrich von Weitershausen und Frau, 1491 Johann von Storndorf und Frau, 1498 Kaspar von Trohe, 1502 Johann von Storndorf und Wilhelm von Weitershausen ihren erblichen Anteil an der mainzer Pfandschaft an die Antoniter zu Grünberg.

Einen sehr guten Bericht über die Wüstung möchte ich hier zitieren:

Meilbach – Auf den Spuren eines untergegangenen Dorfes
Den Bach, der zur Namensgebung hätte führen können, sucht man vergebens, es gibt dort kein fließendes Gewässer. Wir müssen vielmehr an den prähistorischen Wortstamm Milsa denken, der auch im Ortsnamen Melsungen enthalten ist. Misapa = Milpe (Ruhr) bedeutet „Sumpfwasser“.
Demnach muss unser Meilbach, schon vom Namen her ein uraltes Dorf gewesen sein. Bei der Gründung des Kloster Schiffenberg bestand es schon und hatte eine Kapelle. 1141 schenkt die Gräfin Clemtia von Gleiberg dem Schiffenberger Kloster die Güter, die sie in Milbach besitzt, zur Errichtung eines Klosterhofes. Weitere Schenkungen erfolgen, auch durch Einwohner. So schenkt 1150 ein armes Ehepaar sein Gütchen dem Kloster; es war die im Mittelalter vielgeübte Praxis, sich dadurch die Altersfürsorge zu sichern, wenn Kinder fehlten. Um 1200 scheint der Klosterhof Milbach die wichtigste landwirtschaftliche Position der Schiffenberger nach Osten hin gewesen zu sein; zu dem umfangreichen Landbesitz gehörten ausgedehnte Waldungen.

Johann von Buseck vergleicht sich in einer Schiffenberger Urkunde von 1257 mit dem Kloster darüber, dass er auf seine Besitzungen an dem Wald bei Milbach verzichtet und dafür Besitzungen der Schiffenberger in Oppenrod eintauscht. Weitere urkundliche Erwähnungen von Milbach finden wir 1293, als sich Werner von Bellerheim mit dem Kloster Schiffenberg über Güter „in campis milbach“ vergleicht. Im selben Jahr vergleicht sich auch Werner von Münzenberg und das Kloster über die strittigen Rechte auf den Milbacher Hof, wobei Mainzer Kanoniker als Schiedsrichter auftreten. In gesichertem, uneingeschränkten Besitz der Schiffenberger blieb der Besitz nun bis zur Auflösung des Ordens 1323. Zusammen mit anderem Besitz übergibt ihn nach der Aufhebung des Klosters Erzbischof Balduin von Trier dem Deutschen Orden. Zu dieser Zeit ist aber nur noch von dem Hof die Rede, ein Dorf scheint Milbach nicht mehr gewesen zu sein.

1352 wird dieser Hof noch durch Ankauf vergrößert. Das Erlöschen des Dorfes wird – wie in vielen Fällen – den Folgen des 30jährigen Krieges zugeschrieben. Das Erlöschen fällt in die zeit Landgraf Hermann II., eines harten, unglücklich agierenden Fürsten, der sich durch Rücksichtslosigkeit und üble Methoden mit allen Adligen und Städten verfeindete und so in verlustreiche, Land zerstörende Kämpfe verwickelt wurde. Eine allgemeine Verelendung und Endvölkerung des Landes war die Folge, dazu trat 1348 noch der schwarze Tod, die gefürchtete Pest. So kam es nach bisher steter Siedlungszunahme nun zu einer ersten Wüstenperiode. Milbach ist nicht der einige Ort, der in unserem Gebiet in dieser Zeit zugrunde ging.

Schon 1450 muss die Kapelle von Milbach Ruine gewesen sein. Den letzten Verwalter hat es wohl 1451 am Hofe gegeben; 1467 wird Milbach in den Rechnungen der Schiffenberger schon „vacant“, unbesetzt genannt. Als Milbach zu Solms kommt, ist es eigentlich nur noch ein Waldgebiet. Der Kaufbrief, mit dem Dieterich von Clee, Comthur der Deutschorden-Ballei Marbur die Wüstung des Hofes Milbach an Philipp Graf zu Solms im Jahr 1498 für nur 500 Gulden verkauft, ist im Fürstlichen Archiv erhalten. Aber schon 1529 kommt Milbach auf dem Tauschwege an das Kloster Arnsburg. Dieses ist an dem Erwerb höchst interessiert, da das Gebiet aine Abrundung ihres weitläufigen, vom Klosterhof Burkhardsfelden aus verwalteten Waldes ist. Graf Philipp zu Solms erhält dafür einen Waldbesitz „im hinteren Hehler“. Im Tauschvertrag spricht man von „Wald und Wüstung Milbach in seinen Steinen und mitten in dem dem Kloster Arnsburg gehörenden Buchenwald liegend“. Bei Arnsburg ist Milbach, ab etwa 1750 nun Meilbach geschrieben, bis zur Aufhebung des Klosters und kommt schließlich mit weiteren Gebieten wieder an das gräfliche Haus zu Solms-Lich.

Im 18. Jahrhundert müssen von Meilbach noch stattliche Mauerreste zu sehen gewesen sein, wie Zeitzeugen berischten; sie wurden jahrzehntelang abgebaut und zum Straßenbau verwendet. Der Platz wo Meilbach lag, ist wieder zu Wald geworden, so wie dort Wald war bevor Milbach gerodet wurde. Ein paar Vertiefungen im Boden, ein größerer Grundmauerrest – vielleicht vom früheren Klosterhof – mehr ist nicht geblieben als ein Zeugnis der Vergänglichkeit.

Aus: Geocaching.com

SONDERBEITRAG: Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Giffertwald Spichern (1870/71)

Im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 fand am 06.08.1870 die Schlacht von Spichern statt. Noch einige Relikte zeugen von diesem Krieg, einige Denkmäler in deutschen Städten und Dörfern, Denkmäler im französischen Lothringen. Der bei Saarbrücken, auf französischer Seite gelegene Hügel von Spichern ist voll von Erinnerungsstätten, so auch einem deutsch-französischen Froedhof für Gefallene dieser Schlacht.

Dieser Friedhof wurde erst 1965 angelegt, da der ursprüngliche Standort der Autobahn Metz – Saarbrücken im Weg war.

Ich finde es tröstlich und zukunftsweisend, dass hier gemeinsam der Gefallenen gedenkt. Es sind nach meiner Meinung genug Deutsche und Franzosen in Kriegen gegeneinander getötet worden. Mein Familie hat französische und deutsche Wurzeln. Hass auf Franzosen hat nie eine Rolle in unserer Familie gespielt – ganz im Gegenteil! Seit vielen Generationen sehen wir die Zukunft gemeinsam.

Übersicht über den relativ kleinen Friedhof von Spichern
Gemeinsame Gedenkplatte für die hier begrabenen 1.092 deutschen und französischen Soldaten
Grabstein für den Hauptmann und Kompaniechef Franz von Daum, geboren am 21.06.1840, gefallen am 06.06.1870 im Alter von 30 Jahren
Grabplatte für den französischen Capitaine-Adjudant Major J. M. Fontaine de Gramayel vom 12. französischen Dragoner-Regiment als Kämpfer für Forbach
Grabplatte für den Premier Leutnant Heinrich Schmidt, Kompanieführer im 77. Infanterie-Regiment, geboren am 23.07.1835, gefallen im Alter von 35 Jahren bei Spichern.
Gedenkkreuze für unbekannte deutsche und französische Soldaten, die in der Schlacht bei Spichern fielen.
Zentraler Gedenkbereich des Friedhofs
Grabplatte von Johann Peter Pütz, der aus Biebelhausen bei Saarburg stammte und Gefreiter in der 9. Kompanie des 40. Füssilier-Regiment war.
Grabplatte des Unteroffiziers Albert Hermanns vom 40. Füssilier-Regiment, der aus Neuss stammte.
Gedenktafel für den Musektier Kollmeier von der 3. Kompanie des 55. Infanterie-Regiments, gewidmet vom Kriegerverein Klein Rosseln Alt Glashütte

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 945: Johann Haslbeck

Der Unteroffizier Johann Haslbeck stammte aus Moosham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mintraching, und war Braumeister von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einem Reserve-Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse sowie dem  Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Er fiel am 03.06.1918 im Alter von 35 Jahren durch einen Minensplitter.

Man begrub Johann Haslbeck auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 3, Grab 91.

Sterbebild von Johann Haslbeck
Rückseite des Sterbebildes von Johann Haslbeck

Der theoretische Weg von Johann Haslbeck von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

SONDERBEITRAG: Frédéric Chevillon

Der Soldat Frédéric Chevillon (vollständiger Name: Frédéric Désiré Antonin Joseph Chevillon) wurde am 12.06.18.79 in Marseille geboren. 1910 wurde er Bürgermeister von Allauch. Zusätzlich war er Beamter des französischen Marineministeriums. Ab 1912 war er Abgeordneter in der französischen Abgeordnetenkammer und gehörte der Fraktion der Radikalsozialisten an.

Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst  als einfacher Soldat im 44. französischen Territorial-Infanterieregiment. Nach einem Monat wird er zum Sergeant (Unteroffizier) befördert, später zum Leutnant. Er kämpfte anschließend im 132. französischen Infanterie-Regiment aus Reims.

Er war als Ritter der Ehrenlegion und mit dem Kriegskreuz 1914 – 1918 ausgezeichnet worden.Am 21.02.1915 fiel er bei Éparges.

Gedenktafel an Frédéric Chevillon
Denkmal u. a. für Frédéric Chevillon
Hier irgendwo liegen die Gebeine von Frédéric Chevillon
Blick vom Grabhügel von Frédéric Chevillon

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 944: Johann Stockhammer

Der Landwirt Johann Stockhammer stammte aus Vilslern (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen bayerischen Gemeinde Velden (Vils). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons als Unteroffizier. Am 20.01.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren nach 17 Monate Kriegsdienst bei den Gefechten um Neuville-St. Vaast in Frankreich.

Man begrub Johann Stockhammer auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 9, Grab 457.

Sterbebild von Johann Stockhammer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Stockhammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 943: Alois Langwieder

Der Gefreite Alois Langwieder stammte aus  Abtsdorf, ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz und dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwerter ausgezeichnet. Am 15.07.1918 fiel er in Frankreich im Alter von 29 Jahren während der Stellungskämpfe in der Champagne.

Über diesen Tag und die Umstände seines Todes schreibt die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regimentes:

„Bald nach Mitternacht (15.07.) setzte starkes feindliches Artilleriefeuer ein. Das II. Bataillon hatte Verluste. Um 1 Uhr vormittags begann unser Artillerie- und Minenfeuer auf die feindlichen Stellungen niederzuprasseln. Der Gegner antwortete lebhaft. Um 4:50 Uhr vormittags trat das Regiment an. In der ersten feindlichen Stellung wurde kein Widerstand gefunden. Der Gegner hatte sich in Erwartung des Angriffs schon vor längerer Zeit in die II. Stellung zurückgezogen. Um 6 Uhr vormittags wurde die Straße SouainTahure überschritten. Vor den Hindernissen der II. Stellung brach sich der Angriff im Sperrfeuer der feindlichen Artillerie und im Feuer der feindlicher M. G. Dreimal traten die tapferen Bataillone an, um sich den Weg durch die Hindernisse zu bahnen. Vergeblich! Um 10 Uhr vormittags versuchte das III. Bataillon erneut den Angriff nach kurzer Vorbereitung durch unsere Artillerie. Auch hier blieb der Erfolg aus. Ein auf 8 Uhr abends angesetzter Sturm kam nicht zur Durchführung, da im Hin- und Hergewoge der Kämpfe der Zusammenhang zwischen den einzelnen Abteilungen verloren gegangen war. Die Verluste waren sehr hoch. Unter den Gefallenen befanden sich auch die Kommandeure des I. und II. Bataillons.“

Man begrub Alois Langwieder auf dem Soldatenfriedhof Souain in Block 1, Grab 53.

Sterbebild von Alois Langwieder
Rückseite des Sterbebildes von Alois Langwieder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 942: Josef Humpel

Der Landwirt Josef Humpel stammte aus Schillwitzhausen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Geisenfeld. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments als Landsturmmann. Am 07.04.1916 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Avocourt in Frankreich während der Kämpfe um Verdun und die Höhe 304.

Man begrub Josef Humpel auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Schillwitzhausen gedenkt noch heute Josef Humpel auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/schillwitzried_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Humpel
Rückseite des Sterbebildes von Josef Humpel

Der theoretische Weg von Josef Humpel von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: