Der Soldat Xaver Geishauser stammte aus Starzenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 09.09.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei einem feindlichen Angriff in Flandern durch einen Kopfschuss.
Man begrub Xaver Geishauser auf dem Soldatenfriedhof Hooglede in Grab 5.598.
Der Soldat Josef Schlagberger stammte aus Ehberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmannsquick, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Batterie des 21. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 22.03.1916 verstarb er nach einem Kopfschuss während der Schlacht um Verdun im Alter von 23 Jahren in einem Feldlazarett in Brieulles-sur-Meuse.
Man begrub Josef Schlagberger auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 2, Grab 72.
Der Soldat Wilhelm Anderl wurde am 28.07.1892 in der bayerischen Stadt Schongau geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.03.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Mühlbach im Elsass (französisch: Muhlbach-sur-Munster) im Münstertal (Vallée de Munster).
Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Anderl berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Besonders am 23.03.1915 erfolgte ein derart heftiger Feuerüberfall auf Sattelköpfle und Klängle, dass II./R. 19, damals unter Befehl von Major Veith, meldete: „Wir können uns kaum mehr halten, heftiger Angriff. Unterstützung dringend nötig.“ Die Lage war umso peinlicher, als in Tiefenbach und Umgegend auch nicht eine verfügbare Kompanie in Reserve stand und unsere Artillerie das feindliche Feuer merkwürdigerweise auch mit keinem Schuss erwiderte. In seiner Not und Besorgnis, dass die Stellungen droben nochmals verloren gehen könnten, raffte der Kommandant des R. I. R. 19 alle beim Regimentsstab, bei der Gefechtsbagage und Pionierdepots befindlichen Leute – etwa 35 Mann – zusammen und eilte 12 Uhr mittags persönlich mit ihnen von Tiefenbach über Obereck den Steilhang hinauf, um zu retten, was noch zu retten war. Fast atemlos nach etwa 35 Minuten in Nähe der Augsburger Hütte erhielt er jedoch dort die trotz Aufregung und Enttäuschung immerhin erfreuliche Meldung: „Alles in bester Ordnung, von Zurückgehen keine Rede, Verluste – 9 Tote, 25 Verwundete, – verhältnismäßig gering“.
Einer der Toten war Wilhelm Anderl.
Man begrub Wilhelm Anderl auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 3, Grab 65.
Der Soldat Franz Thaler stammte aus Vilsöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 08.04.1916 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Reserve-Lazarett in Colmar, nachdem er bei den Stellungskämpfen bei Münster (Elsass) und bei Urbeis – Eichenrain verwundet worden war.
Die Lage des Grabes von Franz Thaler ist offiziell nicht registriert. Es ist jedoch naheliegend, dass er auf dem Soldatenfriedhof Colmar beigesetzt wurde, wo man die Verstorbenen des Reserve-Lazaretts Colmar i. d. Regel begrub. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab beigesetzt. Hier wird von weiteren Soldaten berichtet, die das gleiche Schicksal erlitten, deren Grablage aber dokumentiert wurde: https://geschichte-hautnah.de/www/?tag=reserve-lazarett-colmar
Sterbebild von Franz ThalerRückseite des Sterbebildes von Franz Thaler
Der Soldat Ludwig Trager stammte aus Untermaisbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eggenfelden, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 10. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 21.09.1916 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Feldlazarett Nr. 8 nach schwerer Verwundung während der Schlacht an der Somme bei Ligny-Tilloy.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Trager berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:
„21.09.1916 Regimentsstab: Luisenhof.
Beim III. (Belowstellung) brachte Andauer und Übermacht der Handgranatenkämpfe den Verlust von Sappenköpfen und schufen ein Feindnest. Teile der 9. wurden abgeschnitten. Bataillonsstab ging nach Eaucourt-l’Abbaye. Versuch der 1. (Leutnant der Reserve Schwaiger), das Feindnest auszuheben, gelang zunächst vollkommen, erlag aber schließlich überstarkem feindlichen Gegenstoß. Große Verluste, Leutnant Schwaiger vermisst (tot). Abends wurden dem III. noch die 3. und 4. Kompanie (Leutnant der Reserve Michel und Böll) zur Verfügung gestellt; ebenso die spärlichen Reste des 1.
Beim I. blieb nurmehr 2., zur Auffüllung der Regimentsreserve kam dann noch ½ I./10. Regiments (Oberleutnant Schmaußer).
II. Kronprinzenstellung.
Maschinengewehr-Kompanie in Stellung; im Stützpunkt auch 1/3 2. Kompanie.
Bei dem Kampfe der 1. im Sachsengraben zeichnete sich bei der anfänglichen Säuberung des Grabens und dann bei der Abwehr der erneut nachdrängenden Engländers besonders aus der Turnkünstler aus Fürth, Infanterist Eduard Höllenreiner aus Miel, Bezirklsamt Köln. Er erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille.“
Man begrub Ludwig Trager auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 27, Grab 724.
Der Soldat Ludwig Osterried wurde am 25.08.1877 in der bayerischen Gemeinde Lengenwang geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.11.1914 fiel er während der Stellungskämpfe vor Arras (Ecurie) bei Maison Blanche und Vimy bei einem Sturmangriff.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Osterried berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 05.11.1914 gegen 9 Uhr vormittags beginnt die französische Artillerie unsere Stellung bei La Maison blanche mit nie vorher erlebter Tollwut zu beschießen. Im Graben der 11. Kompanie sitzen Volltreffer schweren Kalibers, einer neben dem anderen. Der Eindruck ist so furchtbar, dass 10 – 20 Leute weichen, bei der Befehlstelle aber mit Mühe aufgehalten werden. Schwer lastet die Verantwortung auf dem Führer von III./R. 12. Ein Unteroffizier meldet ihm, dass die 11. Kompanie nur noch aus 20 Mann bestehe und ganze Gruppen tot seien; in jenen kritischen Stunden zeigt der Reservist Dominikus Dauner (11.), Maurer aus Rechbergreuthen, sich als hervorragender Soldat. Obwohl verwundet, munterte er seinen linken Nebenraum mit den Worten auf: „Ich bin verwundet, das macht nichts, deswegen schieße ich doch. Wir dürfen hier nicht heraus, sonst ist die 12. Kompanie verloren!“ Und zum rechten Nebenmann sagt er: „Ich gehe nicht, wir sind ja sonst nicht mehr viele!“ Teile der 10. Kompanie weichen auf Befehl den unausgesetzt einschlagenden, schweren Granaten aus. Der Gefreite der Landwehr Ernst Stefan (9.), Landwirtschaftslehrer aus Gaishof, merkt dabei, dass vier Leute am alten Platz zurückgeblieben sind. Er will sie nicht im Stich lassen, gehtz ins heftigste Granatfeuer nochmals zurück und holt sie nach. „Aushalten“ ist der Gedanke, der den Bataillonsführer beseelt. „Aushalten!“ ruft sein Adjutant, Leutnant Leonhard der 9. Kompanie zu, indem er zu ihr in die Stellung kriecht. Erst um 11 Uhr lässt die Wut des Feuers etwas nach. Sofort führt Leutnant Boxhorn, der Führer der 10. Kompanie einige wenige entweichende Leute wieder in die vordere Stellung. Der tapfere Gefreite Götz des Bataillonsstabes, Melder der 10. Kompanie, ermuntert die Leute dabei und will eben fünf Mann vorführen, als er durchs Herz getroffen fällt. Von 1 – 5.30 Uhr setzt das feindliche Artilleriefeuer mit neuer Wucht ein. Ein Sturmversuch des Feindes gegen 3 Uhr scheitert. Minenwerfer mischen sich nun ein und man glaubt das Geräusch wie von herabfallenden Nägeln zu hören. Gegen 4.30 Uhr nachmittags steigert sich das Feuer wieder zum Vernichtungsfeuer. Als plötzlich das „en avant!“ der Franzosen zu hören ist, verlässt zwischen einfallenden Granaten der Bataillonsführer mit der Fahne und 8 Mann des Unterstabes die Befehlstelle. Rechts von La Maison blanche sieht er den Feind in hellen Haufen herankommen. Er befielt Visier 500 und bringt im Verein mit der vorderen Linie den Sturmangriff zum Stillstand. Auch die Kompanie „Mack“ und „Wenke“ hatten ihre Stellung restlos behauptet. Die Schlacken der 10. und 11. Kompanie, im ganzen etwa 40 Mann, wurden als Reserve zurückgenommen. Der Bataillonsführer stellt die Ordnung wieder her. Zwei Maschinengewehre treffen von rückwärts ein. La Maison blanche war heldenhaft erobert und mit Erfolg gehalten worden.“.
Man begrub Ludwig Osterried auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Hans Mayerhofer wurde am 10.01.1897 in der bayerischen Gemeinde Egmating geboren. Er war Schüler in einer 7. Gymnasialklasse (11. Klasse). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger Kriegsfreiwilliger in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 18.12.1914 fiel er im Alter von nur 17 Jahren bei Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Hans Mayerhofer berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 18.12.1914 lag von 9.30 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags wieder starkes Artilleriefeuer auf dem Westrand. Zur Wiedergewinnung der verlorenen Häuser wurden in der Nacht Minenwerfer in Stellung gebracht. Um 11 Uhr nachts lag Trommelfeuer auf dem Westrand von St. Laurent, das nach einer halben Stunde wieder aufhörte. Das Anbringen von Sprengladungen scheiterte an der Wachsamkeit des Gegners.“
Die Lage des Grabes von Hans Mayerhofer ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wie seine Regimentskameraden, auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wie beispielsweise
Ersatz-Reservist Michael Binder, gefallen am 24.12.1914 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Unteroffizier Anton Ebert, gefallen am 25.12.1914 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Leutnant der Reserve Kurt Pöhlitz, gefallen am 20.12.1914 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Hans MayerhoferRückseite des Sterbebildes von Hans Mayerhofer
Der Soldat Johann Hofmann stammte aus Kaitersbach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Kötzting, und war der Sohn eines Landwirts. Imk Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 3. bayerischen Fußartillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 12.11.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Johann Hofmann auf dem Soldatenfriedhof Manicourt in Block 9, Grab 50.
Sterbebild von Johann HofmannRückseite des Sterbebildes von Johann Hofmann
Der Soldat Martin Brenninger stammte aus Großstockach, einem Teil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen (Vils), und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.01.1918 verstarb er im Alter von 27 Jahren im Barackenlazarett München an einer schweren Erkrankung.
Die Lage des Grabes von Martin Brenninger ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf einem zivilen Friedhof in München im militärischen Teil begraben wurde. Sein Grab dürfte heute noch existieren.
Sterbebild von Martin BrenningerRückseite des Sterbebildes von Martin Brenninger
Der Soldat Johann Nachreiner stammte aus Oberwalchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Kleinbauern (Zenz-Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 03.10.1914 gilt er als vermisst. Ich vermute jedoch aufgrund der Datenlage, dass er am 24.09.1914 fiel. Zuletzt war er nach meinen Recherchen bei Lihons eingesetzt, rund 4 Kilometer von seinem Grab entfernt. Er wurde 22 Jahre alt.
Man begrub Johann Nachreiner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.