Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.598: Johann Moser

Der Soldat Johann Moser stammte aus Gschwendt und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er las Führer in einer Fuhrpark-Kolonne Am 20.11.1918 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Reserve-Lazarett Passau, nach 48 Monaten Kriegsdienst.

Johann Moser wurde vermutlich auf einem Friedhof in Passau begraben. Sein Grab dürfte noch heute existieren.

Sterbebild von Johann Moser
Rückseite des Sterbebildes von Johann Moser

SONDERBEITRAG: Die gefallenen Offiziere des 272. Reserve-Infanterie-Regiments

Die gefallenen Offiziere des 272. Reserve-Infanterie-Regiments im Ersten Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Leutnant d. Res ARNOLD Richard 28.05.1918 Cantigny
Leutnant d. Res AXT Robert Dortmund 01.09.1915 Horodec, Bug 3. Komp.
Leutnant d. Res BAUMANN Hans, Neuruppin 09.08.1915 a.d. Ucherka 7. Komp.
Leutnant BRÜNING 06.04.1917 Putschin, Ru.
Leutnant d. Res BRUNSWIK Straßburg i. E. 16.05.1915 Radymno 9. Komp.
Leutnant d. Res DIECKMANN 09.08.1918 Arvillers
Off-Stellv. FRANKE Johann (Hans) Jeltsch, Ohlau 02.05.1915 Gorlice 2. Komp.
Leutnant GIEBELHAUSEN 22.06.1916 Lienewka
Major, Btl.-Kdr GOTTBERG Wilhelm von 23.12.1872 19.05.1915 Jaroslau vom 2. Gd.-Drag-Rgt
Leutnant d. Res GRABCZ Wohlau 03.06.1915 Przemysl 10. Komp.
Leutnant d. Res HERFORT Paul Breslau 09.03.1918 St. Mihiel
Leutnant d. Res. HORN Willi 02.05.1915 Gorlice
Leutnant d. Res KAPHUN 31.07.1915 Annapol
Leutnant d. Res KLIEGEL Otto Habelschwerdt 28.05.1918 Cantigny, Montdidier
Leutnant d. Res KLINNER Karl Zobten, Breslau 03.06.1915 Przemysl 10. Komp.
Leutnant d. Res KOLBE Willibald 03.06.1915 Przemysl 12. Komp.
Leutnant d. Res KUNSCHKE Josef 14.07.1893 Alt Lomnitz, Habelschwerdt 25.09.1918 Savy 2. Komp,
Leutnant d. Res KUNZE 28.05.1918 Cantigny, Montdidier oder Kuntze
Ass.-Arzt KUSTIN Hans Pr.-Eylau 22.05.1916 Krankheit
Leutnant d. Res LANDWEHR 13.04.1918 St. Mihiel
Leutnant d. Res MANZEL Karl Limsdorf, Beeskow-Storkow 24.05.1915 Res-Laz. 118 10. Komp. Verwundung bei Radymnow
Leutnant d. Res MARTIN Emil Zabern, Els. 02.04.1916 Iwanow Unfall
Leutnant ODENBREIT Ernst 11.03.1894 Düsseldorf 27.10.1918 a.d. Lys Rgt-Stab
Leutnant d. Res PFEIFFER Paul Gr. Wartenberg 25.05.1915 Radymno 2. Komp.
Leutnant d. Res PITTLIK Erich Hundsfeld, Oels 28.05.1918 Cantigny vermißt
Leutnant d. Res PREISS 03.09.1918 Voyennes
Leutnant d. Res PSCHELLASS 18.05.1915 Radymno
Leutnant d. Res REHKOPF 10.06.1916 Pinsk
Leutnant REICHERT Friedrich Königsberg 02.05.1915 Gorlice 4. Komp.
Zahlmstr ROSS 03.09.1918
Hauptmann a.D. SCHLOTT Walter Mainz 26.02.1916 Pinsk 2. Komp.
Leutnant d. Res SCHNEIDER Hans 25.09.1891 Guben 21.10.1918 2. Komp. 14.10.1918 s.v. bei Mont d’Origny
Leutnant d. Res SCHOBERT Franz 01.03.1895 Benzheim, Darmstadt 08.10.1918 Mt. D‘Origny 3. Komp.
Feldwebel-Leutnant SCHOLZ Friedrich Netsche, Öls 02.05.1915 Gorlice
Leutnant d. Res SCHREIBER 28.05.1918 Cantigny, Montdidier
Leutnant d. Res SCHWARZ Otto 15.10.1918 Mt. d‘Origny
Leutnant d. Res SEIDEL 28.09.1918 Savy
Leutnant d. Res SKRZIPCZYK Ludwig Tannendorf, Pleß 02.09.1918 Voyennes
Hauptmann d. Res STRAMM August Münster, Westf. 01.09.1915 Horodec, Bug 9. Komp.
Kriegs-Ass. Arzt, Dr. TRAPPE Bodo 06.10.1890 Bitterfeld 08.10.1918 II. Batl.
Leutnant d. Res UTTA Paul Schiroslawitz, Kreuzburg 27.05.1918 Cantigny, Montdidier vermißt
Leutnant d.Ld I VETTER Johannes Ober Weistritz, Schweidnitz 19.06.1916 Lienewka, Pripetsumpf 12. Komp.
Leutnant d. Res VOIGT 10.08.1915 a.d. Ucherka 1. Komp. vom IR 20
Leutnant d. Res WILBORN Hellmuth Breslau 28.05.1918 Cantigny, Montdidier

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – SONDERBEITRAG: August Stramm

Bei Recherchen für einen Gefallenen des Ersten Weltkrieges stieß ich gestern auf das Schicksal des folgenden Künstlers:

Der Soldat August Stramm wurde am 29.07.1874 in Münster im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Er war ein Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus und arbeitete als Postinspektor.

Der Dichter August Stramm

Seine militärische Dienstpflicht hatte er als Einjähriger abgeleistet und sich zum Reserveoffizier qualifiziert. 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er Kompanieführer des 110. Landwehr-Infanterie-Regiments an der Westfront, u. a. bei Chaulnes (Somme). Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach kurzer Zeit wurde er zur 9. Kompanie des 272. Reserve-Infanterie-Regiments und an die Ostfront versetzt, wo er an der Durchbruchsschlacht bei Gorlice teilnahm und des Feldzug in Galizien mitmachte. Er kämpfte in 70 Schlachten und Gefechten mit.

Am 01.09.1915 fiel er im Alter von 41 Jahren bei Horodec östlich Kobryn, heute Belarus. Er wurde bei einem Sturmangriff auf starke russische Linien in den Rokitnosümpfen (auch Prypjatsümpfe genannt) getötet. Er hatte mit seiner Truppe eine schwere Aufgabe zu bewältigen, als sie fast vollständig aufgerieben und vernichtet wurde. Er war der einzig Überlebende, als ihn ein Kopfschuss traf.

Die Regimentsgeschichte des 272. Reserve-Infanterie-Regiments berichtet über den Sterbetag und die Sterbeumstände von August Stramm:

„Nach weiteren erfolgreichen, zum Teil recht schweren Kämpfen am Dnjepr-Bug-Kanal wie bei Horodec am 01. September wurde der Vormarsch auf der Straße Kursuny – Drohiczyn fortgesetzt und westlich Drohiczyn der Feind in starker Stellung am 03. September angegriffen, leider ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen.

In den Kämpfen bei Horodec fielen Hauptmann Stramm und Leutnant Axt sowie eine Unzahl tapferer Unteroffiziere und Mannschaften. Abermals hatten todesmutige Offiziere und Mannschaften ihr Leben zur Ehre des Regiments und des Vaterlandes hergegeben.“

Man begrub August Stramm zunächst auf einem Feldfriedhof bei Horodec. Später bettete man ihn auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf um. Sein Grab existiert heute noch. Auch sein Sohn wurde dort begraben.

Als Beispiel hier ein Gedicht von August Stramm, welches mir besonders zusagt:

Siede
Meine Schwäche hält sich mühsam
An den eigenen Händen
Mit meinen Kräften
Spielen deine Knöchel
Fangeball!
In deinem Schreiten knistert
Hin
Mein Denken
Und
Dir im Auggrund
Stirbt
Mein letztes Will!
Dein Hauch zerweht mich
Schreivoll in Verlangen
Kühl
Kränzt dein Tändeln
In das Haar
Sich
Lächelnd
Meine Qual!

August Stramm

Die gefallenen Offiziere des 272. Reserve-Infanterie-Regiments
Das erste Grab von August Stramm auf einem Feldfriedhof
Der Dichter August Stramm als Hauptmann
Der Dichter und Hauptmann August Stramm 1915
August Stramm
Hauptmann August Stramm bei der Rasur
August Stramm in getarnter Stellung

Sonderbeitrag zur Geschichte der Bundeswehr – Teil 1.597: Rudolf Graf Thun, Werner Kruppa, Gerhard Knop, Willi Hartmann und Werner Schönauer

Kommandant Rudolf Graf Thun war Hauptmann in der Luftwaffe. Er war bereits im Zweiten Weltkrieg Soldat und kam am 31.07.18946 aus der Kriegsgefangenschaft. Am 24.07.1959 kam er im Alter von 41 Jahren bei einem Flugzeugabsturz des 2/Luft-Transport-Geschwaders 61 ums Leben.

Zur Zeit des tödlichen Flugunfalles lief ein Prozeß gegen Graf von Thun-Hohenstein, in dem er sich gegen den Vorwurf nicht-kameradschaftlichen Verhaltens während seiner kanadischen Kriegsgefangenschaft verantworten sollte. Dort hatten ihn mitgefangene Nazis in einem Femegericht zum Tod verurteilt, weil er angeblich mit dem Feind kooperiert habe. Dieselben Kameraden, nun wieder im Dienst der neuen Luftwaffe, strengten dann ein Verfahren gegen ihn an, nachdem er sich auf dem Dienstweg beschwert hatte, dass er trotz guter Leistungen nicht befördert wurde.

Als Unfallursache wurde offiziell technisches Versagen (Brand eines Triebwerks) der Noratlas Maschine angegeben. Etwa 17 Minuten nach dem Abflug aus Bandirma trat – wie sich aus dem technischen Befund ergab – der mit Brand verbundene Triebwerksausfall ein. Der Flugzeugführer zog das Flugzeug im Einmotorenflug von etwa 1800 Fuß (600m) hoch. In einer enger und steiler werdenden Rechtskurve erhielt das Flugzeug in dem unmittelbar rechts des Flugzeuges liegenden Gebirge Bodenberührung, die die Zerstörungdes Flugzeugs und den Tod der Besatzung herbeiführte.

Mit Graf Thun kamen ums Leben:

Kruppa Werner Leutnant, Co-Pilot
Knop Gerhard Oberfeldwebel, Bordmechaniker
Hartmann Willi Stabsunteroffizier, Bordfunker
Schönauer Werner Gefreiter, 1 Wart

 

Sterbebild von Rudolf Graf Thun

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.596: Hans Tissen

Der Leutnant Hans Tissen wurde am 12.10.1920 in Kranenburg geboren, im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einer Stabsbatterie und wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 29.11.1944 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Granatsplitter.

Zunächst wurde Hans Tissen in Bitschweiler begraben (französisch: Bitschwiller-lès-Thann). Später wurde sein Leichnam auf den Soldatenfriedhof Cernay in Block 13, Reihe 5, Grab 103 umgebettet.

Seine Heimatgemeinde Kranenburg gedenkt Hans Tissen noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kranenburg_wk1u2_nrw.htm

Sterbebild von Hans Tissen
Rückseite des Sterbebildes von Hans Tissen

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.595: Josef Schreder

Der Landwirt Josef Schreder stammte aus Bärnzell, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Zwiesel. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 1. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.09.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren in Frankreich bei Lorry-lès-Metz, St. Georg und Saulny.

Die Lage des Grabes von Josef Schreder ist heute unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fey in einem Massengrab beigesetzt wurde.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Josef Schreder auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/zwiesel_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Schreder
Rückseite des Sterbebildes von Josef Schreder

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.594: Josef Klement

Der Ersatz-Reservist Josef Klement stammte aus Blaibach in Bayern und war Steinhauer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Am 22.03.1918 fiel er im Alter von 27 Jahren in Frankreich.

Man begrub Josef Klement auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 3, Grab 875.

Sterbebild von Josef Klement
Rückseite des Sterbebildes von Josef Klement

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.593: Georg Vogler

Der Soldat Georg Vogler wurde am 21.05.1893 in Wimberg als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Während der Schlacht vor Nancy-Epinal 1914 wurde er zum Kriegsinvaliden verstümmelt, vermutlich am 25.08.1914 bei Bazien. Am 15.09.1917 verstarb er im Alter von 24 Jahren in der Heimat an den Folgen seiner Kriegsverwundung, also drei Jahre nach seiner Verwundung. Welch eine Qual muss es für ihn und seine Angehörigen gewesen sein, dieses Siechtum mit anzusehen.

Georg Vogler wurde sicherlich in seinem Heimatdorf begraben. Sein Grab dürfte heute noch existieren.

Sterbebild von Georg Vogler
Rückseite des Sterbebildes von Georg Vogler

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.592: Bartholomäus Sax

Der Landsturmmann Bartholomäus Sax wurde am 24.08.1888 in Oberharrer, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, als Sohn des Oberharrerbauers geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einem bayerischen Landsturm-Infanterie-Regiment. Am 05.09.1917 verstarb er im Alter von 29 Jahren nach fünfwöchentlicher schwerer Krankheit in Hof (Saale)

Man begrub Bartholomäus Sax auf dem Friedhof an der Plauener Straße in Hof (Saale) in Reihe 14 A, Grab 54. Sein Grab dürfte noch heute existieren.

Sterbebild von Bartholomäus Sax
Rückseite des Sterbebildes von Bartholomäus Sax

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.591: Anton Schlegel

Der Landwehrmann Anton Schlegel wurde am 03.07.1877 in der bayerischen Gemeinde Neuburg an der Kammel geboren. Er arbeitete als Kulturvorarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.12.1914 fiel er im Alter von 37 Jahren am Buchenkopf bei Münster im Elsass in den Vogesen.

Man begrub Anton Schlegel auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 2, Grab 118.

Seine Heimatgemeinde Neuburg an der Kammel gedenkt Anton Schlegel noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2008/neuburg_kammel_kirche_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2008/neuburg_kammel_frdh_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Anton Schlegel
Rückseite des Sterbebildes von Anton Schlegel