Der Soldat Josef Zitzelsberger stammte aus Attenkofen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Landshut, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der Maschinengewehr-Abteilung des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 14.08.1915 verstarb er im Alter von 22 Jahren bei Saint-Mihiel in Folge eines Unglücksfalls.
Man begrub Josef Zitzelsberger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 11, Grab 176.
Der Soldat Ernst Küspert wurde am 12.08.1882 in Poppenlauer geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Maßbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Kompanieführer in der 10. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Bois d’Ailly in der Nähe von Saint-Mihiel.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ernst Küspert berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 26. September steht das Regiment in der am 25. eingenommenen Stellung, und zwar mit dem I. Bataillon im Anschluss an das 11. regiment beiderseits des Sträßchens, das von der Straße Apremont – Saint-Mihiel nach Ailly führt mit Sicherung an der Maas; das III. Bataillon im Bois d‘ Ailly, von der großen Schneise bis zur Ferme Denexiéres; das II. Bataillon an der großen Straße bei Punkt 362.
1. und 8. Kompanie, die am Abend des 25. September als Brigadereserve nach Woinville gezogen worden waren, wurden dem 7. Infanterie-Regiment zu einem Feuervorstoß gegen das Bois Brûlé zur Verfügung gestellt. Der Feind hatte ohne ernstlich daran verhindert worden zu sein, von Süden her stärkere Kräfte allmählich in den Wald vorgeschoben und stand dem 7. Infanterie-Regiment im Bois Brûlé und beiderseits der Louviérestraße auf nächste Entfernung gegenüber, vor dem Abschnitt des 19. Infanterie-Regiments hielt er den Nordteil des Bois Mullot besetzt.
Da das Regiment einen Abschnitt von zirka 4 Kilometer zu decken und einen feindlichen Durchbruch unter allen Umständen zu verhindern hatte, war eine Dreiteilung nicht mehr möglich, die Ablösung der vordersten Sicherungsglieder musste von den Bataillonen bzw. Kompanien selbst durchgeführt werden.“
Dabei wurde Ernst Küspert getötet.
Man begrub Ernst Küspert auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Oskar Salffner wurde am 06.03.1884 in Breitsbronn Mittelfranken geboren. Er war königlicher Finanzassessor in Würzburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Am 27.09.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Loupmont.
Die Burschenschaft Germania Erlangen, der er als Alter Herr angehörte, veröffentlichte diese Todesanzeige. 63 Mitglieder der Burschenschaft fielen im Ersten Weltkrieg oder werden vermisst.
Man begrub Oskar Salffner auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 533.
Der Soldat Xaver Zisler wurde am 27.02.1889 in Lesmannsried als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dachselsried. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 6. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.12.1914 (Verlustlisten und Volksbund: 28.12.1914) wure er im Alter von 25 Jahren bei den ersten Kämpfen bei Saint-Mihiel an der Maas, wenige Kilometer von Verdun entfernt, schwer verwundet und verstarb.
Man begrub Xaver Zisler auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 98.
Der Soldat Norbert Vogl wurde am 02.06.1888 in der bayerischen Gemeinde Arnbruck als Sohn eines Gastwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter der Reserve in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 10.10.1914 fiel er bei einem Sturmangriff im Alter von 26 Jahren bei Vionville in der Nähe von Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Norbert Vogl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Gefreiter Reinhold Hülsz, gefallen am 10.10.1914 im Bois-Brûlés, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Leutnant Alexander Pracher, gefallen am 10.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 662;
Leutnant Julius Söder, gefallen am 10.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 1, Grab 124;
Oberjäger Abraham Kahn, gefallen am 10.10.1914 im Bois-Brûlés, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Norbert VoglRückseite des Sterbebildes von Norbert Vogl
Der Soldat Karl Bock wurde am 01.10.1880 in der bayerischen Gemeinde Wieseth geboren. Er war in Nürnberg Volksschullehrer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberleutnant der Reserve und Kompanieführer der 10. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.10.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren im Bois Brûlé bei Saint-Mihiel. Er hinterliß eine Ehefrau und einen kleinen Sohn.
Man begrub Karl Bock auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Friedrich Widmann stammte aus Ruhpolding und arbeitete für die Bahn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist im Maschinengewehr-Zug des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.04.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren im Bois d’Ailly, in der Nähe von Saint-Mihiel in Frankreich.
Man begrub Friedrich Widmann auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 247.
Der Soldat Johann Blas stammte aus Unterhöll, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weiden in der Oberpfalz. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in einem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 26.10.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Saint-Mihiel südlich Verdun.
Man begrub Johann Blas auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 80.
Der Soldat Ernst Klett wurde am 16.12.1879 in Großwalbur geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Meeder, und war Schreiner von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 10. Kompanie des 440 Reserve-Infanterie-Regiment. Am 07.11.1916 fiel er während der Schlacht Aisne im Alter von 36 Jahren im Bois des Chevaliers bei Beaulne (Chemin des Dame).
Zunächst begrub man Ernst Klett auf dem damaligen Hanseaten-Friedhof an der Oranierstraße der Combreshöhe. Später, nach der Auflösung dieses Feld-Friedhofs, bettete man die Gebeine seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Troyon in Block 6, Grab 88, um.
Während meines aktuellen Aufenthalts in Verdun stieß ich auf das Grab von Luitpold Schaller.
Der Soldat Luitpold Schaller wurde am 12.03.1893 in Konradsreuth, Oberfr. geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 3. Batterie des 3. bayerischen Fußartillerie-Regiments. Am 03.05.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Varvinay südlich Verdun. Man begrub ihn zunächst in der Nähe seines Sterbeortes in einem liebevoll gestalteten Grab (siehe unten nahe Valbois). Später bettete man ihn um.
Man begrub Luitpold Schaller letztlich auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel in Block 4, Grab 585.
Das ursprüngliche Grab von Luitpold SchallerDas heutige Grab von Luitpold Schaller auf dem Soldatenfrriedhof Saint-MihielDie Inschrift auf Luitpold Schaller GrabkreuzDer bayerische Löwe neben dem Ursprungsgrab von Luitpold Schaller