Der Landwehrmann Josef Schneider wurde am 26.09.1878 in Klessing geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 4. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren in den Vogesen.
Die Lage des Grabes von Josef Schneider ist offiziell unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er gemeinsam mit seinen Kameraden aus der 11. Kompanie anonym in einem Massengrab des Soldatenfriedhofs Avricourt begraben wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem belegten Schicksal folgender Kameraden:
Fridolin Renninger, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Avricourt in einem Massengrab;
Wehrmann Kilian Hemmelmann, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Avricourt in einem Massengrab;
Wehrmann Johann Müller, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Avricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SchneiderRückseite des Sterbebildes von Josef Schneider
Der Landwehrinfanterist Johann Evangelist Huber wurde am 03.12.1881 in Morstorf, heute ein Ortsteil des Marktes Gangkofen, als Sohn eines Landwirts geboren. Am 02.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren in den Vogesen. Über den Verbleib seiner Gebeine ist heute nichts mehr zu erfahren.
Sterbebild von Johann Evangelist HuberRückseite des Sterbebildes von Johann Evangelist Huber
Franz Kögl wurde am 15.09.1892 in Haslreit als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 18. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Kopfschuss während der Stellungskämpfe in Französisch-Flandern und Artois.
Eine Grablage ist für Franz Kögl nicht mehr zu erfahren.
Sterbebild von Franz KöglRückseite des Sterbebildes von Franz Kögl
Der Reservist Josef Diewald stammte aus Unteruttlau, Gemeinde Haarbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments. Im November 1914 wurde er schwer verwundet, im Juni 1915 leicht. Am 06.07.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Mametz (Frankreich). Er wurde durch eine Granate am Kopf getroffen.
Eine Grablage ist für Josef Diewald heute offiziell nicht bekannt. ich gehe jedoch davon aus, dass er mit anderen Kameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal folgender seiner Kameraden:
Oberleutnant Johannes Reinhold, gefallen am 10.07.1916 bei Bazenzin, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Leutnant Georg Buchleitner, gefallen am 03.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Offizierstellvertreter Ferdinand Pledl, gefallen am 05.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in Block 5 Grab 231.
Sterbebild von Josef DiewaldRückseite des Sterbebildes von Josef Diewald
Der Ersatz-Reservist Martin Rothammer stammte aus Reisachmühle, heute ein Ortsteil der Gemeinde Zachenberg in Niederbayern, und war der Sohn eines Müllers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem auch einer der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte diente: Adolf Hitler. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Fromelles während eines Sturmangriffs.
Übrigens fand in der Nähe von Fromelles der legendäre Weihnachtsfriede von 1914 statt, als einfache Soldaten, eigentlich Feinde, auf beiden Seiten der Front die Waffen für die Weihnachtsfeiertage niederlegten.
Eine Grablage ist für Martin Rothammer offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal seiner Kameraden aus der gleichen Kompanie, die im gleichen Zeitraum fielen:
Johann Piermeier, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Franz Xaver Sagstetter, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Ludwig Traurig, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Sterbebild von Martin RothammerRückseite des Sterbebildes von Martin Rothammer
Der theoretische Weg von Martin Rothammer von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:
Der Unteroffizier Johann Nöhmeier stammte aus Obergrafensee und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Krone ausgezeichnet. Am 20.09.1916 wurde er im Alter von 26 Jahren nach 25 Monaten Kriegsdienst bei den Kämpfen bei Dorna Watra (rumänisch: Vatra Dornei) am Bayernberg durch einen Kopfschuss getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Nöhmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Das III. Bataillon übergab am 20.09. seine Stellung dem III./Landwehr-Regiment Nr. 18 und rückte als Abschnittsreserve nach österreichisch Gura-Nergi. Auch dieser Tag wurde ein schwerer Gefechtstag für das II. Bataillon. Von 9.30 Uhr vormittags bis 1.40 Uhr nachmittags hielt die russische Artillerie den Bernarielul unter schwerem Vorbereitungsfeuer. Um 2.30 Uhr nachmittags brach die russische Infanterie dreimal hintereinander in vier Wellen aus der Stellung vorgelagerten Waldrändern hervor, um die tapferen Verteidiger endlich zu überwältigen. Mit hohen Verlusten mussten sie sich geschlagen wieder in den schützenden Bergwald zurückziehen. Kein Feind hatte den Graben erreicht. Die 9. und 11. Kompanie wurde dem II. Bataillon zu Hilfe geschickt, brauchte aber nicht mehr einzugreifen, ebensowenig die 10. und 12. Kompanie, die mit dem Stab des III./16. Infanterie-Regiment dem links anschließenden Abschnitt Papp zur Verfügung gestellt waren.
Die 7. und 8. Kompanie wurden am Abend, um etwas auszurasten zu können, nach Dorna Watra verlegt.“
Über den Verbleib der Leiche von Johann Nöhmeier ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen.
Der Infanterist Josef Zeiler wurde am 10.07.1897 in Dingolfing in Bayern als Sohn eines Spediteurs geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.06.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren an der Westfront.
Die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments schreibt über diesen Tag:
5.6. In den Morgenstundenstarkes Artilleriefeuer am Winterberg. Dann anschließend Streufeuer auf Abschnitt Stettin. Am Nachmittag Wirkungsfeuer mit schwerem Kaliber auf Berrieux. Feuerüberfälle auf Husarenwald, Reimserstraße und vordere Linie. Nachts lebhaftes Feuer auf Corbeny-Dorf und Wald.Der Feind schanzt und wird durch M. G.-Feuer und Granatwerfer-Überfälle gestört.“
Am Ende des Tages ist Josef Zeiler tot. Über sein Grab ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen.
Sterbebild von Josef ZeilerRückseite des Sterbebildes von Josef Zeiler
Der Soldat Johann Ortanderl war der Sohn eines Kleinbauern in Mattau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Eskadron des 2. bayerischen Schweren Reiter-Regiment. Am 26.10.1916 fiel er während des Stellungskrieges im Raum Radautz (Rumänisch: Rădăuți) im Alter von 23 Jahren durch einen Kopfschuss.
Ein Grab für Johann Ortanderl existiert heute nicht mehr.
Sterbebild von Johann OrtanderlRückseite des Sterbebildes von Johann Ortanderl
Mathias Stürzer war ein Stiefsohn in Manhart, heute ein Ortsteil der Gemeinde Reichertsheim. Später lebte er in Berging in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 13.08.1915 verstarb er im Alter von 30 Jahren im Kriegslazarett in Büren (Westfalen) an einer Krankheit.
Ich vermute, Mathias Stürzer wurde auf dem lokalen zivilen Friedhof beigesetzt worden. Eine Grablage ist für ihn allerdings nicht bekannt.
Der Wehrmann Franz Xaver Hörburger wurde am 12.11.1880 in Knottenried, früher ein Ortsteil der Gemeinde Diepolz, heute ein Teil der Stadt Immenstadt, geboren. Er war von Beruf Käser und betrieb seine Tätigkeit in Feigen, früher ein Teil der Gemeinde St. Lorenz, heute ein Teil der Stadt Kempten. Am 07.08.1914 wurde er zum 3. Landwehr-Infanterie-Regiment eingezogen. Am 03.12.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren am Bogenkopf in den Vogesen. Zunächst war er nur als vermisst gemeldet worden. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder.
Eine Grablage ist für Franz Xaver Hörburger nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab begraben wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal der am gleichen Tag gefallenen Kameraden aus der gleichen Kompanie:
Unteroffizier Franz Metz, gefallen am 03.12.1914 bei Diedolshausen, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
Landwehrmann Paul Borgenheimer, gefallen am 03.12.1914 am Buchenkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
Wehrmann Max Müller, gefallen am 03.12.1914 am Buchenkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
Landwehrmann Xaver Möst, gefallen am 03.12.1914 am Buchenkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;