Der Soldat Wilhelm Speier stammte aus Wißmar, einem Stadtteil der hessischen Stadt Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 88. Infanterie-Regiments. Am 03.09.1916 wurde er während der Schlacht an der Somme bei Guillemont und Ginchy schwer verwundet. Fünf Tage später, am 08.09.1916 starb er in Longueval an seinen Wunden.
Man begrub Wilhelm Speier auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 4, Grab 480.
Die Todesanzeige für Wilhelm Speier im Gießener Anzeiger
Der Soldat Willy Schermuly stammte aus Niederhausen, Oberlahnkreis. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 120. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 30.09.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Willy Schermuly auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 3, Grab 877.
Die Todesanzeige für Willy Schermuly im Gießener Anzeiger
Der Soldat Georg Frisch stammte aus der bayerischen Gemeinde Lam und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Verteidigungsschlacht bei La Folie östlich Neuville bei Vimy in Folge einer Verschüttung durch Artillerie.
Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Georg Frisch berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Die Bodenverhältnisse waren jenen bei Peronne nicht unähnlich. Der Schmutz aber, den uns der kommende Herbst und Winter bringen sollte, war einfach unbeschreiblich. Kein Kampf, auch gegen den erbittersten Gegner, lässt sich vergleichen mit dem, den unsere braven Leute gegen diesen geführt haben. Die Stellung, die wir übernommen hatten, verdiente kaum diesen Namen. Ein durchlaufender vorderer Graben, der fast nur knietief war, existierte nur teilweise, Unterstände ganz behelfsmäßig, meist nur kleine Erdlöcher, Verbindungswege größtenteils nur traciert. Und auf diese Stellungen richtete der Feind am 10. und 11.10. ein gewaltiges Artilleriefeuer, das uns nicht mehr im Unklaren darüber ließ, dass ein feindlicher Großangriff bevorstand. Endlich, nach zweitägiger stärkster Vorbereitung am 11.10. abends 6 Uhr ging der Franzose zum Angriff vor, aber er hatte sich verrechnet, wenn er glaubte, die Grabenbesatzungen durch sein Feuer unschädlich gemacht zu haben. Maschinengewehr- und Infanteriefeuer schlugen ihm entgegen und noch vor der Stellung brach der Angriff des Feindes zusammen, ein Ehrentag für das 2. Infanterie-Regiment, das an diesem Tage allerdings auch mit schweren Verlusten seine Stellung voll behauptete. Keiner von denen, die es miterlebt haben, wird vergessen, wie die Reservekompanien unseres Regimentes zur Abwehr in tadelloser Linie ausgeschwärmt die Höhen des Vimyabfalles blitzschnell erklommen; die zwei Batterieen, die auch im Feuer stunden, und an denen diese Linien vorüberkamen, begrüßten die Schwesterwaffe bei ihrem Vorgehen mit lautem Hurra. Der Feind schien nun auch erschöpft, denn die nächsten Tage und Wochen verhielt er sich ziemlich ruhig. Für das Regiment aber galt es, nun aus dem vertrommelten Trichtergelände in kurzer Zeit eine verteidigungsfähige Stellung zu bauen.“
Man begrub Georg Frisch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg FrischRückseite des Sterbebildes von Georg Frisch
Der Soldat Alois Neumeier wurde am 28.09.1882 in Lam geboren und stammte aus der bayerischen Stadt Landshut und war Schneidermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er fiel am 24.07.1916 im Alter von 23 Jahren während der Schlacht an der Somme bei der französischen Gemeinde Moislains bzw. Hardecourt-aux-Bois.
Man begrub Alois Neumeier auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois NeumeierRückseite des Sterbebildes von Alois Neumeier
Heute hätte der Soldat Johann Watermann seinen 130. Geburtstag. Er wurde am 04.05.1897 in Steele geboren. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Grenadier im 3. Grenadier-Regiment. Am 26.03.1918 fiel er bei Morlancourt.
Am Tag vor seinem Tod, schrieb er folgende Worte an seine Eltern und Geschwister:
„Ihr liebe Eltern und Geschwister!
Wenn Ihr diesen Brief bekommt, hat das Schicksal schon über mich entschieden. Die letzten Tage, wo ich in Ruhe liege, brachten mir eine bange Ahnung, dass ich Euch, meine Lieben, nicht mehr zu sehen bekomme. Heute Abend gehen wir nach vorne, das Artilleriefeuer wird schreckliche Wirkung haben. Wenn sich meine Ahnung erfüllen sollte, dann trauert nicht um mich, ich bitte nur, gedenkt meiner im Gebete. Wenn ich Euch früher Sorgen gemacht habe, so bitte verzeiht mir. Sonst habe ich nichts mehr auszurichten. Möge mein Tod kurz und schmerzlos sein. Nun, liebe Eltern und Geschwister, lebt wohl bis wir uns in der Ewigkeit wiedersehen.
Nochmals herzlichen Gruß!
Euer Sohn und Bruder Johann.“
Man begrub Johann Watermann auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in Block 2, Grab 1.011.
Gedenkstein für Johann Watermann Paderborn-Schloss Neuhaus (Waldfriedhof), Nordrhein-Westfalen
Der Soldat Peter Reichenspurner wurde am 18.09.1892 in Obergarching geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Garching an der Alz, und war der Sohn eines Landwirts (Hintermeierbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 23 Jahren bei Grandcourt auf Posten.
Über den Todestag und die Todesumstände von Peter Reichenspurner berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Durch einen Regimentsbefehl vom 06.07.1916 wurde für den nächsten Tag ein Unternehmen unter Leitung des Majors Prager gemeinsam mit Hauptmann Wurm von drei Seiten gegen den Feind angeordnet. 4 Uhr morgens begann es. Einleitung: Deutsches Feldhaubitzen-Konzert. Alsdann stürmten die Leute von Prager und Wurm schneidig vor. Handgranatentrupps der 5. und 7. Kompanie (Abschnitt Wurm) unter den Vizefeldwebel Gerber und Grobholz nebst solchen der 2. und 4. Kompanie Infanterie-Regiment 185 stießen im 2. Graben in der Nähe der Meisengasse ohne besonderen Widerstand bald auf den von Norden kommenden Trupp der 8. Kompanie und der ausgezeichnet arbeitenden 11. Kompanie Infanterie-Regiment 185 (Abschnitt Prager). Von da ging es durch Verbindungsweg Nr. 6 und 7 gegen den ersten Graben vor. Nach Gerbers Verwundung zeigten sich hauptsächlich Unteroffizier Reichert und Beckert der 7. Kompanie und Rückert und Stock der 5. Kompanie als tatkräftige Führer. Eine von Stock erbeutete englische Muskete leistete ihm beste Dienste. 4.40 Uhr morgens erwiderte die feindliche Artillerie das Feuer, durch das sich niemand stören ließ. Hauptmann Wurm war, als seine anstrengende Tätigkeit an der Befehlsstelle es einigermaßen zuließ, von 6 Uhr morgens ab mitten unter seinen Leuten vorne, regelte die Besetzung der neugewonnenen Gräben, den Austausch der Handgranatenwerfer, die Verteilung und Verwendung der ungeheuren Mengen englischer Handgranaten und gab den Antrieb zu weiterem Vordringen gegen die Engländer, die sich im ersten Graben mit einem Maschinengewehr noch verzweifelt wehrten. Aber allmählich erlahmte ihr Widerstand. Als sie schließlich über freies Gelände zurückflutete, sprang Unteroffizier Rückert mit 6 Mann der 5. Kompanie auf die Rückenwehr im Graben und nahm sie unter kräftiges Verfolgungsfeuer; Leute der 7. Kompanie brachen den letzten Widerstand durch Handgranaten. Der englische Maschinengewehr-Leutnant Lewis H. Neville Grenher (1./5. York Lancester-Regiment) geriet mit dem unbrauchbar gemachten Maschinengewehr in Hauptmann Wurms Hand; er machte ihn auf den im Graben anwesenden, verwundeten englischen Oberstleutnant F. H. G. Rendell aufmerksam, der von unseren Krankenträgern zurückgebracht wurde. Nun war das letzte, am 1. Juli vom Reserve-Infanterie-Regiment 99 verlorene Grabenstück wieder in deutschem Besitz, damit das am 1. Juli begonnene und unermüdlich und tatkräftig durchgeführte Werk vollendet. Um die nämliche Stunde, zu der beim Kommandeur der 26. Reserve-Division, Generalleutnant Freiherr von Soden, die Meldung von der völligen Vertreibung des Feindes aus dem Divisions-Abschnitt einlief, übergab deine Excelenz den südlichen Teil hievon dem Kommandeur der 10. bayerischen Division, Generalleutnant Burkhardt, hocherfreut, dass ihm dieses Abschiedsgeschenk zuteil wurde.“
Man begrub Peter Reichenspurner auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Peter ReichenspurnerRückseite des Sterbebildes von Peter Reichenspurner
Der Soldat Josef Süß wurde am 13.02.1897 in Hausham geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. in dem auch der spätere Diktator Adolf Hitler diente. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz ausgezeichnet. Am 05.10.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Schlacht an der Somme bei den heftigen Kämpfen bei Vimy in der Nähe der Ortschaft Le Barque.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Süß berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Die Divisions- und Brigadebefehle, welche die Wegnahme des Engländernestes forderten und zu einer Ehrensache des Regiments machten, wurden immer dringender. So sollte der Angriff, unterstützt durch vier Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 20, am 5. Oktober in aller Frühe wiederholt werden. Der Kommandeur des I. Bataillons beauftragte die Leutnants der Reserve Arnold und Angerer mit den vorbereitenden Erkundungen und der Durchführung. Am 4. Oktober abends meldeten jedoch beide Offiziere, dass die für die Angriffstruppe bestimmten Verstärkungen und Handgranaten nicht eingetroffen seien, sie hielten die Ausführung für verfrüht und bäten um 24 Stunden Verschiebung. Der Angriff wurde denn auch, trotzdem die höheren Stellen auf der Durchführung bestanden, nicht unternommen. Ein Hauptgrund war, dass die eigene Artillerie ständig zu kurz schoss und dadurch die Vorbereitungen lähmte. Drei Mann der Handgranatentrupps der rechten Angriffstruppe wurden durch eigene Artillerie verwundet, was um so schmerzlicher war, als die Zahl der tüchtigen Handgranatenwerfer durch die bisherigen Verluste schon stark vermindert war. Auch gelang es nicht, die handgranaten rechtzeitig nach vorne zu bringen, da die Trägertrupps beim Vormarsch durch feindliches Feuer zersprengt wurden.“
Offiziell ist für Josef Süß keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem nahe gelegenen Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Ludwig Brunnhuber, gefallen am 12.10.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Gefreiter Willi Laue, gefallen am 08.10.1916 bei Le Barque, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Gefreiter Georg Guggenbichler, gefallen am 12.10.1916 bei Le Barque, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SüßRückseite des Sterbebildes von Josef Süß
Der Soldat Carl Steller stammte aus dem hessischen Dorf Annerod, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1916 fiel er während der Schlacht in der Somme in Frankreich. Er wurde bei Bouchavesnes getötet.
Die Lage des Grabes von Carl Steller ist unbekannt.
Der Soldat Alfred Greiner stammte aus Steinheid, einem Stadtteil von Neuhaus am Rennweg im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er war Student der Waldwissenschaft (candidatus forestis). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Kompanie des 11. Reserve-Jäger-Bataillons. Er stammte vom 11. Jäger-Bataillon. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der herzoglich-sächsischen Tapferkeitsmedaille aus. Alfred Greiner fiel am 05.07.1916 während der Schlacht an der Somme bei Barleux.
Die Lage des Grabes von Alfred Greiner ist unbekannt.
Die Todesanzeige der Landsmannschaft Darmstadtia für Alfred Greiner im Gießener Anzeiger
Der Soldat Alois Freiberger stammte aus Gänsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 wurde er bei den schweren Kämpfen an der Somme schwer verwundet. Am16.04.1918 verstarb er nach 30 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren auf dem Transport nach Düren.
Über die Umstände seiner Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 04.04.1918 sollte die Angriffshandlung fortgeführt werden mit dem Ziel, den Sénecat-Wald und die Höhe nördlich Rouvrel in die Hand zu bekommen, 15. und 20. Infanterie-Regiment sollten in erster, 12. Infanterie-Regiment in zweiter Linie vorgehen, dieses mit dem Auftrage, den Angriff bei einer etwaigen Stockung sofort vorwärts zu reißen.
Aus dem Waldlager von Beaucourt rückten die Bataillone in der Abenddämmerung des 03.04. zu ihren Bereitschaftsplätzen am Westrand von Villers-aux-Érables ab, wo I./12. (Hauptmann Guth) als Divisions-Reserve zunächst blieb. III./12. (Hauptmann Schäffer), gefolgt vom II./12. (Hauptmann Wingefelder), rückten unter Führung des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Wolf, nach Süden, überschritten östlich Genonville ferme die Avre und gelangten bei strömendem Regen vollständig durchnässt gegen 5 Uhr morgens an ihre Aufstellungsplätze.
Um 8 Uhr vormittags trat das III. Bataillon, als der Kommandeur sah, dass Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments bereits den Hang 1 ½ Kilometer südwestlich Moreuil sich hinaufschoben, an. Im Hohlweg der Straße Morisel – Gauvillers wartete das Bataillon das Vorgehen der übrigen Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments ab und unterstützte dieses durch flankierendes Maschinengewehr-Feuer. Sodann folgte es dem II./15. in lichten Wellen. Die 11. Kompanie griff das Wäldchen a an, doch erst nach dreimaligem Sturm blieb es endgültig in unserer Hand. Die übrigen drei Infanterie-Kompanien nahm der Bataillons-Kommandeur, um den unter starkem Flankenfeuer leidenden Fünfzehnern ihr Fortschreiten zu erleichtern, nach links aus der Angriffsrichtung heraus und setzte sie zum Angriff auf die Anchin Ferme an. Mit Hilfe des links verlängernden II./12. gelang das Vorgehen. Der Kompanieführer der 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Winter) und sein nachfolger (Leutnant der Reserve Habecker) wurden verwundet; Vizefeldwebel Maurer führte die Kompanie weiter.
12.45 Uhr nachmittags wurde die Ferme von Teilen des 12. und 15. Infanterie-Regiments gemeinsam genommen.
Im weiteren Vorgehen kamen II. und III. Bataillon undseres Regiments bis etwa 600 Meter an Rouvrel heran, erhielten aber von dort so starkes Maschinengewehr-Feuer, dass in kurzer Zeit 50 % Verluste eintraten und die Kompanien am Abend ihre Linien etwas zurück verlegten, Leutnant der Reserve Wegelin, Kompanieführer der 5. Kompanie und sein Nachfolger, Leutnant der Reserve Gruber, wurden verwundet, der Adjutant des II. Bataillons, Leutnant der Reserve Feldenguth, um 6.30 Uhr abends durch Granatschuss getötet. Am späten Nachmittag schloss sich II./12. erneut dem Angriff der einschiebenden preußischen 14. Infanterie-Division Richtung Rouvrel an. Doch auch dieser kam bald zum Stehen. Ein in der Abenddämmerung unternommener Gegenangriff der Franzosen auf den linken Flügel unserer Division wurde gemeinsam zurückgewiesen.
Bis 1 Uhr nachmittags war das I. Bataillon aus eigenem Entschluss am Schlosspark von Moreuil herbei auch über die Avre gegangen und stand südlich Morisel verwendungsbereit. Von hier trat es 3.20 Uhr nachmittags befehlsgemäß zur Verstärkung der vordersten Linie und zum Vorwärtsreißen derselben an. In schönster Ordnung und in einem Zug kam es trotz stärkstem feindlichem Artilleriefeuer bei Anchin ferme an, riss die vorderste Linie noch etwas vor, wurde aber dann durch feindliches Feuer zu Boden gezwungen und grub sich ein. Die große Lücke, die sich zwischen ihm und den bereits im Sénecat-Wald eingedrungenen Zwanzigern ergeben hatte, konnte nur mühsam und unvollständig geschlossen werden.“
Sterbebild von Alois FreibergerRückseite des Sterbebildes von Alois Freiberger