Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.846: Karl Maier

Der Soldat Karl Maier stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Ban-de-Sapt.

Offiziell ist für Karl Maier keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof von Senones, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Anton Halbritter, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Wehrmann Johann Reitheier, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Feldwebel Hans Eibl, gefallen am 23.06.1915 bei Laitre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Landwehrmann Joseph Burger, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Brunner, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Karl Maier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.845: Franz Holzhammer

Der Soldat Franz Holzhammer wurde am 26.06.1886 geboren, stammte aus Brandstatt und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Die Lage des Grabes von Franz Holzhammer war nicht zu ermitteln.

Sterbebild von Franz Holzhammer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Holzhammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.844: Karl Geißinger

Der Soldat Karl Geißinger stammte aus Stingloh, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Vilshofen an der Donau, und war Steinarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in einem Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 08.04.1918 verstarb er nach 27 Monaten Kriegsdienst im Alter von 25 Jahren bei Arras an einer Blutvergiftung.

Man begrub Karl Heißinger auf dem Soldatenfiredhof Carvin in Block 3, Grab 960.

Sterbebild von Karl Geißinger
Rückseite des Sterbebildes von Karl Geißinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.843: Ludwig Sonnleitner

Der Soldat Ludwig Sonnenleitner wurde am 18.01.1877 in Eichendorf in Niederbayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.06.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Offiziell ist für Ludwig Sonnleitner keine Grablage bekannt. Laut Sterbebild wurde er jedoch auf dem Soldatenfriedhof von Neuville-St.Vaast begraben. Ich bin mir sicher, dass seine Gebeine nocht dort ruhen – anonym in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Sonnleitner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Sonnleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.841: Franz Eggerstorfer

Der Soldat Franz Eggerstorfer (Verlustliste und Volksbund: Eggersdorfer) stammte aus Kriestorf und war der Sohn eines Landwirts (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei den grausamen Gefechten bei Saint-Mihiel im Ailly-Wald in der Nähe von Verdun durch schwere Verwundung.

Man begrub Franz Eggerstorfer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 29. http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_e.htm

Sterbebild von Franz Eggerstorfer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Eggerstorfer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.839: Johann Brandmaier

Der Soldat Johann Brandmaier (Volksbund und Regimentsgeschichte: Brandmeier) wurde am 31.12.1892 in Hainzing geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bodenkirchen, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner).  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.06.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Thelus vor Arras in Nordfrankreich.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Johann Brandmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 02.06. setzte äußerst heftige, planmäßige Beschießung des Gesamtabschnittes ein. Durch Volltreffer flogen Handgranaten, Munitions- und Schanzzeugdepots in die Luft, Volltreffer neben Volltreffer saß in den Laufgräben, die vordere Linie war eingeebnet, die Maschinengewehr-Stellungen verschwunden. Es war dies die Vorbereitung eines Angriffs in der hellen Nacht des 03.06. um 2.30 Uhr vormittags gegen das II. Bataillon; er wurde im Nahkampf mit ergiebigen Feindverlusten abgeschlagen, ebenso wie auch am 04.06. gegen 3 Uhr vormittags die Wachsamkeit dieses Bataillons einen feindlichen Überrumpelungsversuch vereitelte.

Das wütende feindliche Artilleriefeuer aus allen Richtungen, dessen Steigerung man für unmöglich gehalten hatte, ebnete am 04. und 05.06. die Gräben 11 und 12 vollkommen ein. Die Besatzung litt dazu unter den Atem und Sehkraft raubenden Stinkbomben, unmittelbar rechts und im Rücken stand der Franzose, nur mit Aufbietung aller Kraft mühsam abgehalten durch die todesmutigen Handgranatenwerfer hinter den alle Augenblicke eingeschossenen Sandsackbarrikaden. Kein Wunder, dass der allgemeinen Erschöpfung kaum mehr gesteuert werden konnte; das Ausharren in dieser Hölle konnte nur mehr eine Frage der Zeit sein.“

Man begrub Johann Brandmaier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Brandmaier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brandmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.838: Alois Heilmaier

Der Soldat Alois Heilmaier (Verlustliste: Heilmeier) wurde am 15.06.1892 in Radlkofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte und lebte zuletzt in Wendldorf. Sein Vater war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 (Regimentsgeschichte: 26.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der ersten Kämpfe bei Peronne und an der Somme im Alter von 22 Jahren im Lazarett Marchélepot.

Über den Tag seiner schweren Verwundung und seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht zum 26.09. wurde die vordere Linie des Regiments (III./3. bayerisches Infanterie-Regiment) und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment) wieder vorgeschoben bis in die Linie Ferme (westlich Fay) – Straße nach Foucaucourt (ausschließlich), wo nach Süden 20. Infanterie-Regiment anschloss. Der Nebel begünstigte das Eingraben. Später aber kam heftiges Artilleriefeuer. Die Gruppen nördlich des Regiments zwischen Dompierre und Fay wurden etwas vorgeschoben.“

Die Lage des Grabes von Alois Heilmaier ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Manicourt begraben wurde, wo man rund 3.000 deutsche Soldaten begrub, deren Identität ebenfalls unbekannt sind und die in dieser Region fielen.

Sterbebild von Alois Heilmaier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Heilmaier

Sonderbeitrag: Ernst Paulus

Der Soldat Ernst Paulus stammte aus Zürich (Schweiz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 399. bayerischn Fußartillerie-Batterie. Am 06.08.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor am 05.08.1916 während der Kämpfe in den Vogesen schwer verwundet worden war.

Man begrub Ernst Paulus auf dem Soldatenfriedhof Bisping in Grab 41. Ich konnte dieser Tage sein Grab besuchen. Ein Foto des Grabes findet man unten auf dieser Seite.

Im Münchner Stadtteil Thalkirchen gedenkt man Ernst Paulus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/thalkirchen-st-maria_stadt-muenchen_wk1_bay.html

Die Todesanzeige für Ernst Paulus
Das Grab des Soldaten Ernst auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.837: Otto Osterholzer

Der Soldat Otto Osterholzer stammte aus Schwaig, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aldersbach, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 11. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er bei den Kämpfen in Flandern als vermisst gemeldet, wurde aber alsbald als verwundet registriert und diente in einem Ersatztrupp. Am 01.03.1915 verstarb er dann in Folge einer Krankheit im Alter von 21 Jahren im Kriegslazarett Montigny.

Man begrub Otto Osterholzer auf dem Soldatenfriedhof Dourges in Block 4, Grab 773.

Seine Heimatgemeinde Aldersbach gedenkt Otto Osterholzer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/aldersbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Otto Osterholzer
Rückseite des Sterbebildes von Otto Osterholzer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.836: Balthasar Brunner

Der Soldat Balthasar Brunner stammte aus der bayerischen Stadt Traunstein und war Stationsgehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei den Kämpfen bei Fampoux vor Arras.

Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regigemts:

„16.06.1915 Um 1 Uhr nachmittags setzte stärkstes Trommelfeuer gegen den rechten Flügel des Regiments ein. Da die Beobachtungsposten nach kurzer Zeit außer Gefecht gesetzt waren, konnten sich die Franzosen vor Beginn des Angriffes an den 1. Graben heranschieben und dann ohne Widerstand den völlig zerschossenen 1. Graben besetzen, teilweise bis in die 2. Linie vordringen. Hier trafen sie zuerst auf Widerstand. Sofort wurde der Gegenangriff eingeleitet, an dem sich hauptsächlich die 9. Kompanie von Norden, die 2. von Osten, die 11. von Süden her betätigte. In hartnäckigem Kampf von Schulterwehr zu Schulterwehr wurden die eingedrungenen Franzosen zusammengedrängt und dann gefangen genommen. Um 6.45 Uhr abends war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. 5 Offiziere und 150 Mann wurden als Gefangene eingebracht.“

Man begrub Balthasar Brunner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Traunstein gedenkt Balthasar Brunner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/traunstein_gedenkbuecher_lk-traunstein_bay.html

Sterbebild von Balthasar Brunner
Rückseite des Sterbebildes von Balthasar Brunner