Der Landwehrmann Otto Vogel wurde am 21.10.1886 in Reiterswiesen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 13. Kompanie des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.11.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren laut Sterbebild im Argonnenwald in Frankreich. Ich gehe jedoch nach meinen Recherchen davon aus, dass er im Bois d’Ailly in der Nähe von Saint-Mihiel fiel. Dort war sein Regiment zu diesem Zeitpunkt eingesetzt.
Die Lage eines Grabes von Otto Vogel ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel beigesetzt wurde. Dort ruhen seine Kameraden aus dem 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment, die im gleichen Zeitraum fielen.
Der Wehrmann Alois Popp stammte aus Gassen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Burgkirchen an der Alz, und war Kleinbauer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Lihons.
Über den Todestag von Alois Popp schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„25.09. Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und II. Bataillon und II. 16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa 400 m von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbevillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“
Einer der „beträchtlichen Verluste“ ist Alois Popp – nicht einmal namentlich erwähnt, ein Teil der Masse, die in diesem Kampf und in diesem Krieg getötet wurden.
Man begrub Alois Popp auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois PoppRückseite des Sterbebildes von Alois Popp
Der Reservist Alois Bayer (Volksbund: Vorname „Johann“) wurde am 01.12.1887 im bayerischen Burgoberbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.07.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Estrées in Nordfrankreich während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Alois Bayer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois BayerRückseite des Sterbebildes von Alois Bayer
Der Gefreite Georg Forster wurde am 12.04.1913 in Amberg in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Infanterie-Regiment. Er nahm am Feldzug gegen Frankreich und auf dem Balkan teil. Am 25.02.1942 fiel er im Alter von 27 Jahren in Russland südlich Pogostje.
Man begrub Goerg Forster auf dem Soldatenfriedhof Sologubowka unter den unbekannten Toten.
Sterbebild von Georg ForsterRückseite des Sterbebildes von Georg Forster
Der Obergefreite Martin Kienle wurde am 15.05.1918 in Ried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Gebirgs-Jäger-Regiment und wurde mit der Ostmedaille ausgezeichnet. Er nahm an den den Feldzügen gegen Polen, Frankreich, Russland und Griechenland teil. Am 06.09.1943 verstarb er im Alter von 35 Jahren im Reserve-Lazarett Füssen.
Ich gehe davon aus, dass er in Füssen begraben wurde und dass sein Grab dort noch heute existiert.
Sterbebild von Martin KienleRückseite des Sterbebildes von Martin Kienle
Der Obergefreite Georg Griesmann wurde am 05.05.1917 in Heggen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stötten am Auerberg. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Artillerie-Regiment. Er nach an den Feldzügen gegen Polen, Frankreich und Jugoslawien teil. Am 28.12.1941 verstarb er im Alter von 24 Jahren auf dem Hauptverbandsplatz Tole.
Das Grab von Georg Griesmann befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Sewastopol – Gontscharnoje in Block 9, Reihe 39, Grab 2755.
Sterbebild von Georg GriesmannRückseite des Sterbebildes von Georg Griesmann
Der Obergefreite Peter Neumaier stammte aus Grub, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gars am Inn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Grenadierregiment. Er war Feldzugsteilnehmer gegen Frankreich und Russland. Am 23.07.1943 fiel er im Alter von 24 Jahren bei. Bjelgorod im europäischen Teil Russlands nach vier Jahren Kriegsdienst.
Die Lage des Grabes von Peter Neumaier konnte ich nicht ermitteln. Ich vermute, dass er vor Ort begraben wurde.
Lorenz Rennschmid stammte aus Starzell, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hohenpolding. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild, laut Verlustlisten) als Soldat. Am 04.09.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Cléry-sur-Somme.
Die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments schreibt über den Todestag von Lorenz Rennschmid:
„Der 04.09.1916 war für das I. Bataillon außerordentlich schwer. Ständig vom Gegner in der Flanke bedrängt, schmolz durch die andauernde schwere Beschießung das Bataillon auf wenige Leute zusammen, die sich aber tapfer hielten, durch MG Feuer gegen die Flanke des Gegners das weitere Vorgehen verhinderten und den Angriff zum Scheitern brachten. Ohne Wasser mussten die MG mit Urin gekühlt werden. Langsam zog sich mit Einbruch der Dunkelheit das Bataillon dann gegen die östlich Clery liegende „R“-Stellung zurück, nachdem alle Schwerverwundeten zurückgebracht waren. Nach Eintreffen in der R-Stellung wurden die Reste des Bataillons – 3 Offiziere 27 Mann – gesammelt nach Templeux la Fosse geführt und dann nach Premont zurücktransportiert.„
Offiziell ist für Lorenz Rennschmid keine Grablage bekannt. Nach meinen Recherchen könnten seine sterblichen Überreste jedoch anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt begraben worden sein. Dort ruhe die Kameraden der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regimentes, die im gleichen Zeitraum wie er fielen, u. a. :
Sanitäts Unteroffizier Alfred Müller, gefallen am 03.09.1916 bei Clery, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Eduard Bäurle, gefallen am 01.09.1916 bei Clery, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Landwehrmann Josef Zeitler, gefallen am 03.09.1916 bei Clery, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Lorenz RennschmidRückseite des Sterbebildes von Lorenz Rennschmid
Josef Kotz wurde am 24.09.1891 in Schober, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Halblech, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie (laut Verlustliste in MG Kompanie) des 20. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 14.06.1916 fiel er durch einen Granatsplitter bei den Gefechten in Lothringen.
Man begrub Josef Kotz auf dem Soldatenfriedhof Longuyon in Block 3, Grab 62.
Der Grenadier Franz Joseph Schwinn wurde am 20.11.1889 geboren und lebte in Dainbach, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Mergentheim in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie (Fehler auf Sterbebild) des 40. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.05.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Neuville in Frankreich.
Die Grablage für Franz Joseph Schwinn ist nicht zu ermitteln.
Sterbebild von Franz Joseph SchwinnRückseite des Sterbebildes von Franz Joseph Schwinn