Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.408: Karlk Lampertseder

Der Soldat Karlk Lampertseder stammte aus Hartkirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Pont Neff durch eine Explosion.

Man begrub Karl Lampertseder auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 11, Grab 143.

Seine Heimatgemeinde Eichendorf gedenkt Karl Lampertseder noch heute: http://www.denkmalprojekt.org/2017/hartkirchen_markt-eichendorf_wk1_wk2_by.html

Auf dem Soldaterfriedhof Troyon wird Karl Lampertseder gedenkt: http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_l.htm

Sterbebild von Karlk Lampertseder
Rückseite des Sterbebildes von Karlk Lampertseder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.407: Josef Metzger

Der Soldat Josef Metzger stammte aus Nordholz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buch, und wurde am 22.10.1891 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 4. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.03.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in der Nähe von Combres-sous-les-Côtes bei Verdun.

Man begrub Josef Metzger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Metzger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Metzger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.404: Johann Haubner

Der Soldat Johann Haubner wurde am 08.02.1896 in Großensterz, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mitterteich, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 8. Batterie des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Verdun durch einen Granattreffer.

Über den Todeszeitraum von Johann Haubner berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments:

„Abwehrkampf bei Verdun

Im Oktober kommt Stab, 8. und 9. Batterie zur österreichischen 1. Division (V. Armeekorps) vor Verdun. Batterien gehen nordwestlich Brandeville in Stellung (10. Batterie in Umbewaffnung bleibt teils in Maubeuge, teils in Köln). Stab wird als Munitionsstab in Brandeville eingeteilt, kommt später nach Louppy-sur-LoisonRémoiville. Schwere Kämpfe gegen die mit aller Macht angreifenden Amerikaner. Bei Großangriff am 8. verliert 8. Batterie ihre Geschütze, die vorher gesprent werden. Trotz der Kämpfe und ständigem Stellungswechsel ist die Haltung der Batterien noch gut. Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig, so dass wir auf solchen Ersatz verzichten.“

Diesem Ausschnitt kann man entnehmen, dass die Soldaten längst erkannt hatten, dass dieser unsinnige Krieg längst verloren war. Sie wollten nicht mehr kämpfen, was verschwurbelt berichtet wird mit Formulierungen wie „Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig…“. Die Soldaten wollten nicht weiter verheizt werden! Eine nachvollziehbare Gefühlslage!

Offiziell ist für Johann Haubner keine Grablage bekannt. Mit großer Unsicherheit vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Sammelfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, nachdem er zunächst in einem Massengrab an seinem Sterbeort verscharrt worden war. Dort wurden nach dem Krieg viele Überreste von Soldaten aus den zahlreichen Feldfriedhöfen begraben, die zusammengelegt wurden. Bei diesen Gefallenen war meist nicht mehr feststellbar, um welchen Soldaten es sich handelte.

Sterbebild von Johann Haubner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Haubner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.402: Adolf Wuhrer

Der Soldat Adolf Wuhrer wurde am 26.05.1892 in Kottern geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kempten. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Bazien während der Kämpfe vor Arzailles – Luneville.

Offiziell ist für Adolf Wuhrer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Leutnant Alfred Krafft, gefallen am 25.08.1914 bei Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Leutnant Johann Donderer, gefallen am 25.08.1914 bei Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Gefreiter Rudolf Winkler, gefallen am 25.08.1914 bei Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Infanterist Ernst Becker, gefallen am 25.08.1914 bei Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Adolf Wuhrer
Rückseite des Sterbebildes von Adolf Wuhrer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.401: Ludwig Wochinger

Der Soldat Ludwig Wochinger stammte aus Woching, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Pfarrkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er während der Gefechte in Lothringen in der Nähe von Blâmont im Alter von 24 Jahren.

Offiziell ist die Lage des Grabes von Ludwig Wochinger unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf dem Soldatenfriedhof Reillon anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Peter Büchlmeier, gefallen am 25.08.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Schmidwenzl, gefallen am 25.08.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in Block 3, Grab 157.

Seine Heimatgemeinde Pfarrkirchen gedenkt noch heute Ludwig Wochinger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/pfarrkirchen_kriegergedaechtniskapelle_wk1_bay.htm

 

Sterbebild von Ludwig Wochinger
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Wochinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.400: Martin Thalmaier

Der Soldat Martin Thalmaier stammte aus Embach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.08.1914 wurde er während der Schlacht vor Nancy – Epinal bei Sainte-Pôle schwer verwundet. Am 25.08.1914 verstarb er an seiner Verwundung im Alter von 24 Jahren im Feldlazarett Blâmont.

Über den Tag und die Umstände der schweren Verwundung von Martin Thalmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„23.08.1914 Verfolgung wird fortgesetzt über Barbas – Ancerviller. 2.10 Uhr nachmittags Angriff auf Sainte-Pôle (4 km westlich des am 12./13.08. besetzten Neuviller). I. Bataillon vorderer Linie, II. und III. Bataillon links gestaffelt. 6 Uhr abends sind nach schwerem Kampf die Höhen südwestlich Sainte-Pôle erstürmt. Regiment biwakiert in Gefechtsbereitschaft. 7.15 Uhr abends treffen Teile des XIV. Armeekorps in Höhe des Regiments ein.“

Martin Thalmaier wurde dabei tödlich verwundet.

Man begrub Martin Thalmaier auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Martin Thalmaier
Rückseite des Sterbebildes von Martin Thalmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.399: Georg Stocker

Der Soldat Georg Stocker stammte aus Sonnering, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Höslwang, und war der Sohn eines Brunnenmachers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 fiel er während der Schlacht in Lothringen im Alter von 24 Jahren bei Saarburg (französisch: Sarrebourg) in Lothringen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Stocker berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„20.08.1914 3.30 Uhr morgens Regiment rückt in den Wald östlich Görlingen (wie am vorhergegangenen Tage). Ab 6 Uhr vormittags Angriff des I. bayerischen Reserve-Korps rechts und des XIV. Armee-Korps links. Der Befehl zum eigenen Angriff wird sehnlichst erwartet.

8 Uhr vormittags Regiment wird in Richtung Wasserreservoir bei Rieding Nord vorgezogen. Ab 9.30 Uhr vormittags Bereitstellung des Regiments am Nordostabhang des Tinkelberges, I. und II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon hinter der Mitte. Front gegen Saarburg. Angriffsziel Rebenberg südöstlich Saarburg. Feindlicher Flieger kreist über der Bereitstellung, bald darauf schlagen die ersten Granaten im Regiment ein.

11 Uhr vormittags wird zum Angriff angetreten. Mit Überschreiten der Höhe setzt starkes feindliches Artilleriefeuer ein, doch unaufhaltsam wie auf dem Exerzierplatz eilt das Regiment entfaltet in den Grund.

11.15 Uhr vormittags wird der Bahnhof Rieding genommen und werden die ersten Gefangenen gemacht.

12 Uhr mittags ist Klein-Eich erstürmt. Feindliche Maschinengewehre im Siechhaus, in kaserne und Friedhof Saarburg verursachen schwere Verluste.

1.30 Uhr nachmittags ist die Straße Siechhaus – Bühl erreicht. Als Munitionsmangel eintritt, fährt der Führer des Patronenwagens der 5. Kompanie, Landwehrmann Deininger, im Galopp bis in die vorderste Linie, wofür er das Eiserne Kreuz erhielt.

2.30 Uhr nachmittags wird die Maschinengewehrkompanie eingesetzt, in kurzem sind die feindlichen Maschinengewehre zum Schweigen gebracht. Eigene schwere Artillerie bereitet durch ihr Feuer auf Kaserne, Friedhof und Rebenberg den weiteren Angriff vor.

5.15 Uhr nachmittags Antreten zum Sturm auf den Rebenberg, der 5.45 Uhr nachmittags in unserem Besitz ist. Der Feind erschüttert durch die Wucht des Angriffs, zieht sich in wilder Flucht in südwestlicher Richtung zurück. Eine weitere Verfolgung über den Rebenberg hinaus war verboten.

Bald nach 6 Uhr abends setzte heftiges Artilleriefeuer auf den Rebenberg ein. 7 Uhr abends kurzer, aber heftiger Häuserkampf des Infanterie-Leib-Regiments in Saarburg, in den auch Teile des Regiments eingreifen.

8 Uhr abends nach kurzem, starken Artilleriefeuer französischer Gegenstoß der 11 Uhr nachts abgewiesen ist.

Getreu seiner Tradition hat das Regiment mit unvergleichlicher Tapferkeit gekämpft und einen herrlichen Sieg errungen“

Am gleichen Tag und bei den gleichen Kämpfen fiel Florian Huber, ein Regimentskamerad von Georg Stocker, den ich bereits am 10.12.2024 vorgestellt habe.

Man begrub Georg Stocker auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Stocker
Rückseite des Sterbebildes von Georg Stocker

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.398: Johann Walcher

Der Soldat Johann Walcher stammte aus Oberstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Teisendorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Sankt Johann von Bassel (französisch: Saint-Jean-de-Bassel) in Lothringen.

Über die Todesumstände und den Todestag von Johann Walcher berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

20.08.1914 In der Nacht wurde die 1. Reserve-Brigade auf der Straße MittersheimFinstingen gesammelt. I. Bataillon bildete die Vorhut, das Regiment befand sich am Anfang des Gros. In der Bambachschneuse vormarschierend, überschritt die Spitze um 5.00 Uhr vormittags die Eisenbahnlinie. Bei Annäherung an das Schleusenwirtshaus am Saarkohlenkanal an der Straße St. Johann von Bassel – Bisping erhielt die Spitze starkes Feuer. Trotz Einsatzes der 2., 3. und 4. Kompanie nordöstlich und südlich der Straße um 6.00 Uhr vormittags konnte der Kanal nicht überschritten werden. Die auf 30 Meter am Feind liegenden Kompanien litten unter dem Feuer der feindlichen Baumschützen und der Besatzungen der Häuser, da nur geringe Deckung vorhanden war. Auch der Einsatz der 1. Kompanie am rechten Flügel und der M.G.-Kompanie südlich der Straße brachte keinen Erfolg. Schon nach 6.00 Uhr vormittags wurde das ganze Regiment eingesetzt: III. Bataillon nordöstlich des I. Bataillons mit dem Befehl, auf einer der nächsten nordöstlich gelegenen Schleusen überzugehen und den Feind von Norden her anzugreifen, II. Bataillon wurde hinter dem linken Flügel bereitgestellt. 1. Artillerie-Zug nahm das Schleusenwirtshaus unter Feuer.

Um 8.00 Uhr vormittags lag starkes Feuer auf der Bambachschneuse, 2. Pionier-Sprengwagen gingen in die Luft und verursachten eine Panik unter dem Gefechtstross. Um 9.00 Uhr vormittags verstummte das Feuer. Vom Reserve-Infanterie-Regiment 2, das als Brigadereserve hinter dem linken Flügel des Regiments stand, wurden noch 4 M.G. eingesetzt. Die Verluste in der Front forderten Auffrischung, so dass um 10.45 Uhr vormittags nur mehr 5. Kompanie und 1/2 6. Kompanie als Reserven des Regiments vorhanden waren. So drohte schon der Kampf zum Stehen zu kommen, als es dem III. Bataillon gelang, durch Fällen von Bäumen und Herstellung eines Laufsteges in heftigstem feindlichen Infanteriefeuer den Übergang über den Kanal nordöstlich des Schleusenwirtshauses zu erzwingen und nun mit Teilen der 1. und 4. Kompanie und des Reserve-Infanterie-Regiments 12 um 1.00 Uhr nachmittags von Norden her den feindlichen Flügel aufzurollen und das Schleusenwirtshaus zu stürmen. Daraufhin wurde sofort die 5. Kompanie zur Verfolgung angesetzt, der sich Teile des III./Reserve-Infanterie-Regiment 1 und Reserve-Infanterie-Regiment 12 anschlossen. Die übrigen Bataillone wurden gesammelt und konnten wegen der starken Verluste sich noch nicht an der Verfolgung beteiligen. Die Verfolgungskolonne konnte mit dem Feind nicht mehr Fühlung gewinnen. Artillerie war nicht zur Stelle, so dass dem zurückflutenden Gegner nur mehr geringe Verluste beigebracht werden konnten. Um 4.00 Uhr nachmittags war das Regiment am Westrand des Waldes versammelt, 1 Zug nach Bisping vorgeschoben, um den Ort in Besitz zu nehmen. Bei Einbruch der Dunkelheit bezog das Regiment bei Bisping Biwak, I. Bataillon sicherte in Linie DisselingenFreiburgRodt.

Seine Regimentskameraden Josef Vordermayer und Johann Hauthaler fielen am gleichen Tagen bei den gleichen Kämpfen.

Man begrub Johann Walcher auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Walcher
Rückseite des Sterbebildes von Johann Walcher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.397: Florian Huber

Der Soldat Florian Huber stammte aus Bergen und war Holzarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Görlingen während der Schlacht in Lothringen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Florian Huber berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„20.08.1914 3.30 Uhr morgens Regiment rückt in den Wald östlich Görlingen (wie am vorhergegangenen Tage). Ab 6 Uhr vormittags Angriff des I. bayerischen Reserve-Korps rechts und des XIV. Armee-Korps links. Der Befehl zum eigenen Angriff wird sehnlichst erwartet.

8 Uhr vormittags Regiment wird in Richtung Wasserreservoir bei Rieding Nord vorgezogen. Ab 9.30 Uhr vormittags Bereitstellung des Regiments am Nordostabhang des Tinkelberges, I. und II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon hinter der Mitte. Front gegen Saarburg. Angriffsziel Rebenberg südöstlich Saarburg. Feindlicher Flieger kreist über der Bereitstellung, bald darauf schlagen die ersten Granaten im Regiment ein.

11 Uhr vormittags wird zum Angriff angetreten. Mit Überschreiten der Höhe setzt starkes feindliches Artilleriefeuer ein, doch unaufhaltsam wie auf dem Exerzierplatz eilt das Regiment entfaltet in den Grund.

11.15 Uhr vormittags wird der Bahnhof Rieding genommen und werden die ersten Gefangenen gemacht.

12 Uhr mittags ist Klein-Eich erstürmt. Feindliche Maschinengewehre im Siechhaus, in kaserne und Friedhof Saarburg verursachen schwere Verluste.

1.30 Uhr nachmittags ist die Straße Siechhaus – Bühl erreicht. Als Munitionsmangel eintritt, fährt der Führer des Patronenwagens der 5. Kompanie, Landwehrmann Deininger, im Galopp bis in die vorderste Linie, wofür er das Eiserne Kreuz erhielt.

2.30 Uhr nachmittags wird die Maschinengewehrkompanie eingesetzt, in kurzem sind die feindlichen Maschinengewehre zum Schweigen gebracht. Eigene schwere Artillerie bereitet durch ihr Feuer auf Kaserne, Friedhof und Rebenberg den weiteren Angriff vor.

5.15 Uhr nachmittags Antreten zum Sturm auf den Rebenberg, der 5.45 Uhr nachmittags in unserem Besitz ist. Der Feind erschüttert durch die Wucht des Angriffs, zieht sich in wilder Flucht in südwestlicher Richtung zurück. Eine weitere Verfolgung über den Rebenberg hinaus war verboten.

Bald nach 6 Uhr abends setzte heftiges Artilleriefeuer auf den Rebenberg ein. 7 Uhr abends kurzer, aber heftiger Häuserkampf des Infanterie-Leib-Regiments in Saarburg, in den auch Teile des Regiments eingreifen.

8 Uhr abends nach kurzem, starken Artilleriefeuer französischer Gegenstoß der 11 Uhr nachts abgewiesen ist.

Getreu seiner Tradition hat das Regiment mit unvergleichlicher Tapferkeit gekämpft und einen herrlichen Sieg errungen“

Man begrub Florian Huber auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in einem Massengrab.

Sterbebild von Florian Huber
Rückseite des Sterbebildes von Florian Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.395: Alois Urban

Der Soldat Alois Urban stammte aus Haag in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Er diente im Ersten Weltkrieg als Landwehrmann und Infanterist in der maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 13.08.1914 wurde er bei Gefechten bei Badonviller in der farnzösischen Ortschaft Neuviller-lès-Badonviller am rechten Oberschenkel schwer verwundet. Am 16.08.1914 verstarb er im Lazarett Blämont an seiner schweren Verwundung.

Man begrub Alois Urban auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Urban
Rückseite des Sterbebildes von Alois Urban