Der Soldat Matthias Häuslmeier stammte aus Eschelbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.09.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren in Stoßweiher im Münstertal (Elsass) während der Zweiten Schlacht um Münster.
Man begrub Matthias Häuslmeier auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Sterbebild von Matthias HäuslmeierRückseite des Sterbebildes von Matthias Häuslmeier
Der theoretische Weg von Matthias Häuslmeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Soldat Georg Vogler wurde am 21.05.1893 in Wimberg als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Während der Schlacht vor Nancy-Epinal 1914 wurde er zum Kriegsinvaliden verstümmelt, vermutlich am 25.08.1914 bei Bazien. Am 15.09.1917 verstarb er im Alter von 24 Jahren in der Heimat an den Folgen seiner Kriegsverwundung, also drei Jahre nach seiner Verwundung. Welch eine Qual muss es für ihn und seine Angehörigen gewesen sein, dieses Siechtum mit anzusehen.
Georg Vogler wurde sicherlich in seinem Heimatdorf begraben. Sein Grab dürfte heute noch existieren.
Sterbebild von Georg VoglerRückseite des Sterbebildes von Georg Vogler
Der Landwehrmann Anton Schlegel wurde am 03.07.1877 in der bayerischen Gemeinde Neuburg an der Kammel geboren. Er arbeitete als Kulturvorarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.12.1914 fiel er im Alter von 37 Jahren am Buchenkopf bei Münster im Elsass in den Vogesen.
Man begrub Anton Schlegel auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 2, Grab 118.
Der Soldat Johann Sedlmeyer stammte aus Oberschnittenkofen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kröning, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.03.1918 fiel er im Alter von nur 19 Jahren bei Ornes während der letzten Gefechte bei Verdun in Frankreich. Die Angabe auf dem Sterbebild, Johann Sedlmeyer sei in den Hochvogesen gefallen, ist nachweislich falsch.
Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:
15. – 17.03.1918 Die in kurzen Zwischenräumen sich folgenden feindlichen Feuerüberfälle dauern an. Der Feind fordert wiederholt durch Leuchtzeichen Vernichtungs- und Sperrfeuer auf unsere Gräben heraus. Gewohnte Infanterietätigkeit. Gegenseitige Patrouillen-Erkundungen. Eigene Artillerie setzt das Vorbereitungsschießen planmäßig fort.“
Man begrub Johann Sedlmeyer auf dem Soldatenfriedhof Mangiennes in Block 6, Grab 122.
Sterbebild von Johann SedlmeyerRückseite des Sterbebildes von Johann Sedlmeyer
Der Soldat Martin Dischl wurde am 16.04.1886 in Honsolgen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Buchloe. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 01.09.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung während der zweiten Schlacht um Münster im Alter von 31 Jahren in Colmar.
Man begrub Martin Dischl auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 735.
Der Ersatz-Reservist Josef Egger wurde am 28.11.1886 in Remmelsberg als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Untrasried. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 2. (bayerischen) Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 12.02.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen am 3 Kilometer nördlich Markirch gelegenen Bois du Chena bei Wisembach.
Josef Egger wurd auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt.
Mit dem heutigen Fall stelle ich Ihnen ein besonders trauriges Familienschicksal vor: Die Brüder Wunderle. Drei Brüder dieser Familie fielen im Kriegsjahr 1915 binnen eines halben Jahres. Sie waren zwischen 25 und 31 Jahre alt.
Der Ersatz-Reservist Adolf Wunderle wurde am 30.05.1883 in Todtnau geboren, einer Stadt im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 40. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 06.04.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der erbitterten Vogesenkämpfe am Hartmannsweilerkopf.
Offiziell ist die Grablage von Adolf Wunderle unbekannt. Ich vermute jedoch, dass sein Leichnam, wenn er geborgen wurde, auf dem Soldatenfiredhof Cernay anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort ruhen in der Regel die Gefallenen des Hartmannsweilerkopfes, u. a. Wehrmann Ludwig Friedrich Wabel, gefallen am 09.04.1915 am Hartmannsweilerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Cernay, Block 8, Grab 265.
Der Landsturmmann (Franz) Xaver Schrade wurde am 18.05.1875 in Weißensee geboren, heute ein Orsteil der bayerischen Stadt Füssen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des Landsturmbataillon Kempten. Am 04.07.1915 wurde er im Alter von 40 Jahren bei Allarmont in den Vogesen bei einem Unglücksfall getötet.
Man begrub (Franz) Xaver Schrade auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier Block 1, Grab 404.
Andreas Spormeier stammte aus Wetzberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren in Frankreich während der Stellungskämpfe im Oberelsass am Schratzmaennele hoch über Münster (Elsass).
Offiziell ist für Andreas Spormeier keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anony auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 105;
Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 2, Grab 551;
Oberleutnant Gustav Voigt, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 130;
Hauptmann Alois Ruidisch, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272;
Leutnant Josef Prähuber, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272.
Sterbebild von Andreas SpormeierRückseite des Sterbebildes von Andreas Spormeier
Der Gefreite Josef Söldner stammte aus Vilshofen in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Le Fraiteux, einem Ortsteil der Gemeinde Ban-de-Sapt, während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen in Frankreich.
Man begrub Josef Söldner auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SöldnerRückseite des Sterbebildes von Josef Söldner