Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.282: Jakob Gras

Der Soldat Jakob Gras wurde am 11.11.1887 in Bad Salzig geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Boppard im heutigen Bundeland Rheinland-Pfalz. Er war Lehrer seit 1907 in Gehlweiler bei Gemünden im Hunsrück. 1916 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und diente als Leutnant im 60. Infanterie-Regiment. Am 11.08.1918  wurde er bei einem Tankangriff schwer verwundet und verstarb an dieser Verwundung am 14.08.1918 im Alter von 30 Jahren während der Schlacht um Roye und Lassigny bei Damery und Goyencourt an der Somme.

Über die Umstände der Verwundung von Jakob Gras berichtet die Regimentsgeschichte de s60. Infanterie-Regiments:

„Im Regimentsabschnitt verliefen die Nacht und der Vormittag des 11. August ruhig. Um 12:30 Uhr mittags aber griff der Feind unter Einsatz von 5 Tanks überraschend die Stellung des II. Bataillons an. Die Tanks waren von kleiner Bauart und mit Revolverkanonen und Maschinengewehren armiert. Zuerst kam ein Tank allein gegen die Mitte der rechten Flügelkompanie (5.) angefahren. Der ungewohnte Anblick wirkte auf einen Teil der Leute derart verblüffend, dass sie in das Dorf davonliefen. Die Mehrzahl jedoch, angefeuert durch das Beispiel ihres tapferen und kaltblütigen Führers, Feldwebelleutnants Drevers, eröffnete ein lebhaftes Feuer auf diesen und einen alsbald folgenden zweiten Tank. Leider fehlte es an der für Tankbekämpfung eingeführetn Schwere-Maschinengewehr-Munition, so dass das Feuer erfolglos blieb, wenn es auch gelang, die hinter den Tanks folgende englische Infanterie in Schach zu halten. Die 5. Kompanie erlitt jedoch erhabliche Verluste, sobald die Tanks nahe herngekommen waren und flankierend feuerten. Feldwebelleutnant Drevers nahm daher seine Kompanie bis an den Westrand des Dorfes zurück.

Ein kurz darauf gegen den südlichen Teil des westlichen Dorfrandes vorbrechender dritter Tank wandte sich, gefolgt von starker Infanterie, gegen die 6. Kompanie, die sich auf den Bataillonsgefechtsstand zurückzog. Von dort aus nahm der Maschinengewehr-Zug des Vizefeldwebels Schennecke von der 2. Maschinengewehr-Kompanie  den Tank unter Feuer und zwang ihn zum Abbiegen. Dieser Tank wurde später am Westrande des Dorfes verlassen vorgefunden; er hatte durch die Schwere-Maschinengewehr-Kompanie-Treffer seine Bewegungsfähigkeit eingebüßt. Auch einer der beiden ersten Tanks wurde in einem Graben liegend erbeutet.

Zwei weitere Tanks versuchten südlich der Straße Andechy – Damery – Roye in einem Abstand von etwa 500 Metern hinter den vorderen vorzustoßen. Sie wurden vom Bataillonsgefechtsstand aus in aller Ruhe bereits auf 1.200 – 1.500 Meter mit Maschinengewehren beschossen. Trotzdem diese Tanks von großem Typ und mit Kanonen bestückt waren, wirkte das Feuer der Maschinengewehre und einer vorgezogenen Tankabwehrbatterie so durchschlagend, dass überhaupt nur einer der beiden Kampfwagen dazu kam, einige Artillerieschüsse abzugeben; dann aber wendeten beide um und verschwanden.

Inzwischen hatte der Kampftaktische Kommandant sein Bataillon, verstärkt durch die 9. und 10. Kompanie, zum Gegenstoß angesetzt. In flottem Draufgehen wurden die Engländer wieder aus den Gräben der 5. und 6. Kompanie herausgeworfen. Darüber hinaus gelang es ein Vorfeld von 500 Meter Tiefe frei zu machen, zu dessen Sicherung Unteroffiziersposten vor der Hauptwiderstandslinie belassen wurden.

Aus den erbeuteten beiden Tanks konnten 3 Hotchkiß- und ein Lewis-Maschinengewehr von der Truppe in Gebrauch genommen werden, für die sich genügend Munition in den Wagen vorfand.

Die Verluste an diesem Tage betrugen 11 Tote und 35 Verwundete, darunter an Offizieren 3 tot und 3 verwundet.“

Jakob Gras wurde am 16.08.1918 zunächst auf einem Friedhof in Rekouvillers begraben. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles in Block 2, Grab 143 um.

Seine Heimatgemeinde Gehlweiler gedenkt Jakob Gras noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/gehlweiler_rhein-hunsrueck-kreis_wk1_wk2_rp.html

Sterbebild von Jakob Gras
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Gras

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.277: Alois Obermeier

Der Soldat Alois Obermeier stammte aus Vorderbuchberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des 119. Infanterie-Regiments. Am 25.10.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren in Russland.

Die Grablage von Alois Obermeier ist, wie meist bei Gefallenen an der Ostfornt, unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut gedenkt Alois Obermeier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/neukirchen_heilig_blut_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Alois Obermeier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Obermeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.276: Albert Bail

Der Soldat Albert Bail wurde am 04.04.1890 in Kirchberg an der Iller im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter der Reserve in der 6. Kompanie des 2. württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120. Am 07.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfe bei Pretz, Sommaisne – Rembercourt in der Nähe von Sommaisne (Schreibfehler auf Sterbebild).

Über den Sterbetag und die Sterbeumstände von Albert Bail berichtet die Regimentsgeschichte des 2. württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120:

„Mit dem 7. September setzte regnerisches Wetter ein. Zunächst wurde trotz heftigem Artilleriefeuer die Verfolgung des auf Sommaisne zurückgehenden Feindes wieder aufgenommen. In der Gegend von Pretz entstand ein längerer Halt, da dieser Ort durch Truppen der 26. Division von zurückgebliebenen Franzosen gesäubert werden musste. Das Regiment lag auf freiem Felde, immer dem Artilleriefeuer ausgesetzt. Der Brigadekommandeur, General Langer, wurde hierbei durch einen Granatsplitter verwundet und musste die Führung der Brigade abgeben. Erst mittags konnte sich das Regiment durch das Gelände nach Sommaisne durchschlängeln, das nun frei vom Feinde angetroffen wurde. Als sich die Truppen der südlich Sommaisne gelegenen Bahnlinie näherten, erkannte man, jenseits derselben, eine vom Gegner stark besetzte Stellung; ein weiteres Vorgehen war zunächst unmöglich, auch von der Führung nicht beabsichtigt. Unmittelbar südlich des Ortes, rechts an die 53. Brigade, links an die 26. Division angelehnt, grub sich das Regiment, dem ein Bataillon des Regiments 127 unterstellt war, schnellstens ein.“

Dabei fiel Albert Bail.

Die Grablage von Albert Bail ist offizielle unbekannt. Eine Vermutung kann ich nicht äußern.

Seine Heimatgemeinde Kirchberg an der Iller gedenkt Albert Bail noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/kirchberg_ad_iller_wk1u2_bw.htm

Sterbebild von Albert Bail
Rückseite des Sterbebildes von Albert Bail

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.275: Ludwig Heber

Der Soldat Ludwig Heber stammte aus der bayerischen Gemeinde  Fürstenzell und war Anwesensbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons Passau. Er wurde mit dem Verdienstkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 06.07.1916 fiel er im Alter von 42 Jahren bei Wolschek in Wolhynien in der heutigen Ukraine durch einen Kopfschuss.

Die Lage des Grabes von Ludwig Herber ist heute unbekannt, wie meist bei Gefallenen in dieser Region.

Seine Heimatgemeinde Fürstenzell gedenkt Ludwig Heber noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/fuerstenzell_1870-71_wk1_bay.htm

Sterbebild von Ludwig Heber
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Heber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.273: Josef Reuter

Der Soldat Josef Reuter wurde am 16.04.1889 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 29. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1915 fiel er während der Stellungskämpfe in der Champagne in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Josef Reuter ist offiziell unbekannt. Mangels Datenmaterial kann ich auch keine Vermutung anstellen.

Seine Heimatgemeinde Vlatten gedenkt Josef Reuter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/heimbach-vlatten_wk1u2_nrw.htm

Sterbebild von Josef Reuter
Rückseite des Sterbebildes von Josef Reuter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.272: Wilhelm Braun

Der Soldat Wilhelm Braun wurde am 23.09.1880 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 3. Kompanie des 349. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.09.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren, einen Tag vor seinem 35. Geburtstag. Er hinterließ eine Ehefrau und vier Kinder.

Todesort und Lage des Grabes von Wilhelm Braun konnte ich nicht ermitteln. Ich kann mangels Daten auch keine Vermutung anstellen.

Seine Heimatgemeinde Vlatten gedenkt Wilhelm Braun noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/heimbach-vlatten_wk1u2_nrw.htm

Sterbebild von Wilhelm Braun
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Braun

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.262: Johann Kugler

Der Soldat Johann Kugler war Braugehilfe bei der Schlossbrauerei Tüßling in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er beim 2. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Lihons an der Somme in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Johann Kugler ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers sein Grab erhielt, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Gefreiter Otto Wiest, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Simon Hellmeier, gefallen am 07.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
    • Reservist Josef Althammer, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Tüßling gedenkt Johann Kugler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/tuessling_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Kugler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Kugler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.256: Josef Weiß

Der Soldat Josef Weiß wurde am 01.09.1896 in der bayerischen Gemeinde Benningen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in einer bayerischen Fuhrpark-Kolonne. Am 19.06.1917 verstarb er im Alter von 20 Jahren nach schwerer Verletzung durch einen Unfall in einem Feldlazarett.

Die Lage des Grabes von Josef Weiß ist unbekannt und konnte nicht von mir recherchiert werden.

Seine Heimatgemeinde Benningen gedenkt Josef Weiß noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/benningen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Josef Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.251: Laurenz Zimmermann

Der Soldat Laurenz Zimmermann wurde am 08.03.1880 in Odesheim geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 7. Garde-Grenadier-Regiments. Laut Sterbebild fiel er am 16.12.1916 im Alter von 36 Jahren bei den Gefechten an der Somme im Westen. Laut Ehrentafel seines Regimentes fiel er am 16.08.1916 bei Louvemont. Ich halte die Angaben der Ehrentafel für zuverlässiger, u. a. weil am 16.12. kein weiterer Soldat seines Kompanie fiel, am 16.08.1916 jedoch sechs weitere Kameraden der 8. Kompanie.

Offiziell ist die Lage Grabes von Laurenz Zimmermann unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Bad Münstereifel gedenkt Laurenz Zimmermann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/mutscheid_stadt-bad-muenstereifel_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html

Sterbebild von Laurenz Zimmermann
Rückseite des Sterbebildes von Laurenz Zimmermann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.250: Franz Zwinger

Der Soldat Franz Zwinger wurde am 26.12.1877 in der bayerischen Gemeinde Altensteig Pforzen geboren und war Landwirt von Beruf. Um Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 3. Ersatz-Eskadron der 1. Train Ersatzabteilung. Am 07.06.1918 verstarb er im Alter von 40 Jahren in einem Lazarett in München.

Die Grablage von Franz Zwinger ist nicht feststellbar. Ich bin mir jedoch sicher, dass Franz Zwinger auf einem Münchener Friedhof im militärischen Teil beigesetzt wurde und dass sein Grab noch heute existiert.

Seine Heimatgemeinde Pforzen gedenkt Franz Zwinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/pforzen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Zwinger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Zwinger