Josef Bestle wurde am 26.10.1881 in Pfaffenhofen geboren und lebte als Landwirt in Untertürkheim. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 30.05.1915 wurde er im Alter von 33 Jahren bei Arras getötet.
Josef Bestle fand seine letzte Ruhestätte auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef BestleRückseite des Sterbebildes von Josef Bestle
Nachfolgenden Fall habe ich heute aktualisiert und ergänzt:
Karl Nadler stammte aus Alkofen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Vilshofen, und lebte in Bucha, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schwarzach. Er war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst im 11. bayerischen Infanterie-Regiment, anschließend in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Ende 1914 wurde er leicht verwundet, ebenso Mitte 1915. Seit dem 02.03.1916 gilt er im Alter von 23 Jahren als bei Arras vermisst.
Offiziell ist keine Grablage für Karl Nadler bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Meurchin beigesetzt wurden. Dort wurden seine Kameraden aus der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments begraben, die in diesen Tagen fielen:
Infanterist Michael Albasöder, gefallen am 03.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Meurchin in Block 2, Grab 312;
Leutnant der Reserve Friedrich Klink, gefallen am 03.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Meurchin in Block 2, Grab 288;
Leutnant der Reserve Michael Kohl, gefallen am 02.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Meurchin in Block 2, Grab 100;
Unteroffizier Konrad Zahner, gefallen am 03.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Meurchin in Block 2, Grab 317;
Infanterist Christof Rief, gefallen am 22.02.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Meurchin in Block 2, Grab 121.
Der theoretische Weg von Karl Nadler von seinem Geburtsort über seinen letzten Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Alois Gangkofner stammte aus Oberwiedersbach, ein Landgut im Markt Gangkofen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Batterie des 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments als Kanonier 23.02.1916. Mit 21 Jahren stirbt er nach 1 1/2 stündigem Leide schweren Leiden bei Arras an einer durch Granatsplitter erlittenen Kopfverletzung.
Sein Grab fand Alois Gangkofner auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines, Block 6, Grab 304.
Der Bauerssohn Otto Birchler stammte aus Haarbach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 11. Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat und Ersatz-Reservist. Ende 1915 wurde er bereits schwer verwundet, konnte jedoch wieder genesen. Am 28.05.1918 fiel er während eines Meldeganges im Alter von 26 Jahren am Aisne Kanal bei Vauxcaullon während des Stellungskrieges bei Arras durch Granatbeschuss. Er war mit dem Eisernes Kreuz ausgezeichnet worden und stand vier Jahre im Feld.Laut Volksbund war er am 27.05.1918 gefallen.
Otto Bichler wurde auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Otto BichlerRückseite des Sterbebildes von Otto Bichler
Leopold Steinhauser wurde am 27.09.1881 in Buchen, einem Ortsteil der Gemeinde Altusried geboren und lebte in Haldenwang. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Neuvireuil (auf dem Sterbebild irrtümlich als „Nevireuil“ angegeben) in Nordfrankreich bei Arras.
Ich gehe davon aus, dass die sterblichen Überreste von Leopold Steinhauser entweder noch ungeborgen auf dem Schlachtfeld ruhen, oder auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurden. In diesem Fall bin ich unsicher. Sehr viele seiner Kameraden in der 9. Kompanie, die in diesen Tagen fielen, wurden nicht identifiziert und begraben. Folgender Kamerad wurde jedoch auf dem angegebenen Friedhof in einem Massengrab begraben, als er mit Leopold Steinhauser kämpfte und fiel:
Leonhard Deutschenbauer, Infanterist, gefallen am 02.10.1914 bei bei Fresnes les Montauban
Sterbebild von Leopold SteinhauserRückseite des Sterbebildes von Leopold Steinhauser
Der Bauerssohn Peter Hartung stammte aus Zeilern und wohnte in Weilach, einem Ortsteil der Gemeinde Bidingen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat und Ersatzreservist in der 1. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Arras.
Peter Hartungs Grab ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Meine Vermutung begründet ich damit, dass Kameraden aus seiner Einheit, die im gleichen Zeitraum fielen, dort begraben wurden. Es sind dies:
Ersatz-Reservist Karl Estl, gefallen am 21.047.1915 bei Arras
Wehrmann Franz Ertl, gefallen am 13.04.1915 bei Arras
Reservist Peter Zehetmeier, gefallen am 17.04.1915 bei Arras.
Sie alle wurden dort begraben.
Sterbebild von Peter HartungRückseite des Sterbebildes von Peter Hartung
Der theoretische Weg von Peter Hartung von seinem Geburtsort, seinen letzten Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Josef Koller stammte von Eberharting, einem Teil der Gemeinde Lohkirchen und lebte zuletzt in Haigerloh, einem Ortsteil der Gemeinde Heldenstein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Am 30.01.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich bei den Kämpfen vor Arras, vermutlich bei bei Thelus.
Beim Volksbund ist keine Grablage für Josef Koller bekannt. Aufgrund der Sterbedaten von Josef Koller und dem Abgleich mit den Daten von Regimentskameraden gehe ich davon aus, dass Josef Kollers Gebeine anonym auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab ruhen. Hierzu zog ich folgende Kameraden heran:
Kaspar Dütsch, Ersatz-Reservist, 29.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Melchior Kellner, Infanterist 30.01.1916, bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Franz Lohner, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Joseph Ostler, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Infanterist Joseph Mayer, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Vermutlich war Josef Koller ebenso wie seine Kameraden auf dem Schlachtfeld beigesetzt worden. Bei der späteren Zusammenlegung der vielen kleinen eilig angelegten Soldatenfriedhöfe lagen keine vollständigen Daten zu den Gebeinen mehr vor. Eine Identifizierung der einzelnen Leichenteile war auch nicht mehr möglich. So wurden die Gebeine in ein Massengrab verfrachtet und es wurden nur die vorhandenen Daten verwendet.
Der Soldat Benno Gabriel stammte aus Moosen und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.05.1915 wurde er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht bei La Basse und Arras getötet.
Seine Grablage ist unbekannt.
Sterbebild von Benno GabrielRückseite des Sterbebildes von Benno Gabriel
Der Soldat Franz Staudenraus wurde am 17.10.1894 in Unlingen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist.
Franz Staudenraus fiel am 01.03.1916 bei den Kämpfen in Vimy, bei Arras. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 6, Grab 340.
Sterbebild von Franz Staudenraus (Vorderseite)Rückseite des Sterbebildes von Franz Staudenraus
Josef Kratzl war Landwirt, stammte aus Gumattenkirchen, Pfarrei Niederbergkirchen, und wurde am 24.02.1878 geboren. Im Ersten Weltkrieg wurde er in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat eingesetzt. Es ist das gleiche Regiment, in dem auch Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg diente.
Am 14.05.1917 wird Josef Kratzl im Alter von 39 Jahren bei der Frühjahrsschlacht bei Arras getötet. Der Verbleib seiner sterblichen Überreste ist heute unbekannt. Ich konnte trotz intensiver Suche keine Hinweise finden.