Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.102: Jean Bayer

Der Soldat Jean Bayer wurde am 25.10.1881 in Grünstadt geboren, heute eine Stadt im Bundesland Rheinland-Pfalz, und war Bäckermeister von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des 5. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.03.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren bei St. Laurent durch einen Granattreffer.

Man begrub Jean Bayer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Todesanzeige von Jean Bayer
Jean Bayer als junger Mann
Jean Bayer (links) mit seinem Bruder Georg
Jean Bayer mit seinem Bruder Valentin
Der letzte Brief von Jean Bayer an seine Frau und seine Kinder – am nächsten Tag fiel er durch eine Granate
Rückseite seines letzten Briefes

Sonderbeitrag: Major Heinrich Hörnis

Der Soldat Heinrich Hörnis wurde am 03.06.1866 in der bayerischen Landeshauptstadt München geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Major und Bataillonskommandeur des II. Bataillons des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.10.1914 fiel er im Alter von 48 Jahren südlich Verdun bei Apremont-la-Forêt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Hörnis berichtet die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 7. Oktober 6 Uhr morgens erneuert sich das Ringen um das Erdwerk. Einigen todesmutigen Männern gelingt es, sich durch die Drahtwirrnis durchzuwinden, die Wallböschung zu erreichen, die Brustwehr zu erklimmen. Ihr Beispiel winkt anderen entschlossenen Kameraden; auch sie kommen hinauf. Aber nun vereinigt sich auf die dünnen Gruppen von allen Seiten ein mörderisches Gewehr- und Maschinengewehrfeuer, und bald decken die Leichen der Tapferen den schwer errungenen Boden. Die wenigen Überlebendenden gleiten die Böschung wieder hinab. Immer und immer wieder suchen die Männer des II. Bataillons den Wall zu gewinnen. Der Bataillonskommandeur Major Hörnis, allen voran; auf der Wallkrone ereilt ihn ein tödliches Geschoss. Einer der Besten des Regiments, gleich hochstehend als Mensch, als Führer, als Soldat und Kamerad, hat sich, ein leuchtendes Vorbild für sein Bataillon, geopfert. Sein Freund, Hauptmann Kohlmann, der vielbewährte Chef der 7. Kompanie, ist ihm in den Tod gefolgt. Alle Kompanieführer werden hinweggerafft. An der Spitze der 5. fällt Leutnant der Reserve Wösch, an der Spitze der 6. wird Leutnant Gustav März zu Tod getroffen, an der Spitze der 8. Oberleutnant der Reserve Kreuzer verwundet.

Es heißt, dass Bataillone der 10. Infanterie-Brigade von Westen her den Franzosen in Flanke und Rücken fallen; aber leider vermögen sie nur ein hinhaltendes Waldgefecht zu führen und kommen nicht vorwärts. 9 Uhr vormittags geht das III. Bataillon mit Teilen des I. im Anschluss an das rechts von ihm befindliche II./7 zum Angriff über. Mit „Sprung auf, marschmarsch“ erreichen die 9., 10. und 12. Kompanie die Straße. Weiter geht’s nicht mehr; das verheerende Geschützfeuer zwingt sogar schließlich die 21er wie die 7er, wieder den Schutz der corvée des Prêtres aufzusuchen. Oberleutnant der Reserve Kündinger, der Führer der 3. Kompanie, ist verwundet worden.

Um die Mittagsstunde zeigt sich die Unmöglichkeit, in rein frontalem Angriff, ohne irgendwelche fühlbare Entlastung von der Flanke her, das Erdwerk wegzunehmen; es entsteht ein zähflüssiges Feuergefecht, das gegen Abend allmählich abflaut. Die zurückhaltende 11. und Teile der Maschinengewehr-Kompanie kommen nicht mehr zum Eingreifen. Der Sturm ist gescheitert.“

Man begrub Heinrich Hörnis auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel in einem Massengrab.

Major Heinrich Hörnis

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.096: Anton Füßl

Der Soldat Anton Füßl (Verlustliste: „Füssel„) stammte aus Weixerau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eching. Er diente im Ersten Weltkrieg in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter der Reserve. Am 09.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Stellungskämpfe bei Lihons an der Somme.

Anton Füßl war der Bruder von Dianys Schröger, dessen Schicksal ich morgen vorstelle.

Offiziell ist für Anton Füßl keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Ort und im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Oberleutnant Ludwig Stich, gefallen am 25.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Leutnant Rudolf Georg Weigand, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Leutnant Ludwig Karl Hellquist, gefallen am 25.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Gefreiter Joseph Wenger, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Füßl und Dionys Schröger
Rückseite des Sterbebildes von Anton Füßl und Dionys Schröger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.092: Thomas Streitberger

Der Soldat Thomas Streitberger stammte aus Lindau am Bodensee und war Lehrer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Offizier-Aspirant in der 9. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.03.1916 fiel er wöhrend der Schlacht um Verdun bei Malancourt im Wald von Avocourt.

Man begrub Thomas Streitberger auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in ienem Massengrab.

Sterbebild von Thomas Streitberger
Rückseite des Sterbebildes von Thomas Streitberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.088: Anton MüllerSterbebild von Anton Müller

Der Soldat Anton Müller stammte aus Schwarzenberg und lebte in Multerhof, beide Orte sind heute Ortsteile der bayerischen Gemeinde Eschlkam. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Saint-Mihiel, etwa 20 Kilomer südlich Verdun. Er wurde bei einem Angriff im Ailly-Wald bei Apremont-la-Forêt getötet.

Über den Todestag von Anton Müller besichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Ein eigener schwerer Angriff am 05.05.1915 brachte die gesamte im April verloren gegangenen Linien wieder restlos in den Besitz des III. bayerischen Armee-Korps. Überraschend, nach kurzem Artillerievorbereitungsfeuer, stürmte das Regiment Carl, beiderseits eingerahmt von je einem Regiment der neu eingesetzten 80. Infanterie-Brigade gegen die französischen Gräben an; in kurzer Zeit waren alle ehemaligen deutschen Linie wiedergewonnen und darüber hinaus noch die frühere vorderste Stellung der Franzosen besetzt. Mit einem Schlag war die Ruhe im Wald von Ailly hergestellt. Leider fiel gleich zu Beginn des Sturms der tapfere Kommandeur des Bataillons 11. Regiments, Major Georg Vogel.“

Offiziell ist für Anton Vogel keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch stark, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel oder in Troyon begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Major Georg Vogel, gefallen am 05.05.1915 im Wald von Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Wehrmann Johann Danninger, gefallen am 24.04.1915 im Wald von Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Gefreiter Sebastian Roithmeier, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Resl, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 99.

 

Sterbebild von Anton Müller
Rückseite des Sterbebildes von Anton Müller

Sonderbeitrag: Friedrich Clausnitzer

Der Soldat Friedrich Clausnitzer wurde am 12.07.1885 geboren, stammte aus Geislingen an der Steige im heutigen Bundesland Baden-Württemberg und war Bergassessor bei der Königlich Preußischen Geologischen Landesanstalt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant im Stab des I. Bataillon des 125. Infanterie-Regiment. Am 11.09.1914 fiel er im Alter von 29 Jahren in Frankreich bei Sommaisne bei Verdun.

Über den Todestag und die Todesumstände von Friedrich Clausnitzer berichtet die Regimentsgeschichte des 125. Infanterie-Regiment:

„Am 11. September setzte das feindliche Artilleriefeuer wieder mit voller Wucht ein. Die in der Nacht ausgehobenen Deckungen gaben nur geringen Schutz, so dass leider wieder zahlreiche Verluste eintraten. Oberleutnant Clausnizer, der für den gefallenen Oberleutnant Ziegler zum Regimentsadjutanten ernannt worden war, wurde neben seinem Kommandeur durch einen Granatsplitter tödlich getroffen. Weiter fiel der Leutnant der Reserve Hager. An den am 10. bzw. 11. September erhaltenen Wunden starben Hauptmann Romberg (6. Oktober 1914), Leutnant Wagner (11. September 1914) und Leutnant der Reserve Hedinger (17. September 1914).

Am Abend des 11. September wurde die 52. Infanterie-Brigade zur Ablösung der 51. vorgezogen, das Regiment marschierte nach der Vaux Marie Ferme. Während der Ausführung dieser Bewegung traf der Befehl der Obersten Heeresleitung ein, dass noch in der Nacht die Stellungen der gesamten 5. Armee nach Norden zurückzuverlegen seien.“

Man begrub Friedrich Clausnitzer auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in einem Massengrab.

Todesanzeige der Preußischen Geologischen Landesanstalt für
Dr. Müller Dr. Pietzcker Clausnitzer Dr. Tornau

Sonderbeitrag: Dr. Heinrich Müller

Der Soldat Dr. Heinrich Müller stammte aus Tübingen und war Königlicher Geologe bei der Königlich-Preußischen Geologischen Landesanstalt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 9. Kompanie des 119. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 08.09.1914 fiel er.

Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Heinrich Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 119. Reserve-Infanterie-Regiment:

„Am 8. September, nachmittags 2 Uhr erfolgte der erwartete Angriff. Drei starke französische Kompanien stießen gegen das geschwächte Halbbataillon vor, um es zu erdrücken. Nach allen Seiten hatte es sich des Gegners zu erwehren. Im ruhigen Feuer der Älbler brach der Angriff zusammen, der Feind flutete zurück. Da stießen die beiden Kompanien aus ihren Gräben heraus dem flüchtenden Gegner nach und machten 43 Gefangene. Aber die Lage war immer noch sehr gefährlich. Da glückte es dem Gefreiten Maier der 11. Kompanie, einem biederen Pflästerermeister aus Reutlingen, Verbindung mit den Kompanien herzustellen und ihnen den Befehl zum Rückzug ans Forsthaus zu überbringen. Teile des III. Bataillons vom Reserve-Regiment 120 besetzten die Stellung bei Le Haut Jacques. Nach 5 Uhr trafen die 9. und 12. Kompanie beim Forsthaus ein und bezogen Biwaks.“

Die Lage des Grabes von Dr. Heinrich Müller ist unbekannt. Es könnte gut sein, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 15 Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Bertrimoutier begraben wurde.

Todesanzeige der Preußischen Geologischen Landesanstalt für
Dr. Müller Dr. Pietzcker Clausnitzer Dr. Tornau

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.081: Jakob Aigner

Der Soldat Jakob Aigner stammte aus Moos in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er im Ersten Weltkrieg in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren während der während einer Abwehrschlacht und bei Stellungskämpfen auf der Höhe von Vimy  durch schwere Verwundung. Er wurde bei Givenchy getötet.

Über den Todestag von Jakob Aigner berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 11.10. ab 1.00 Uhr nachts nahm das feindliche Artilleriefeuer an Stärke zu und steigerte sich am Nachmittag zum Trommelfeuer, das 5.30 Uhr nachmittags seinen Höhepunkt erreichte; dann wurde es schlagartig nach rückwärts verlegt; aus den feindlichen Gräben brach in zwei dichten Wellen der Gegner vor, empfangen von der Infanterie und den von schneidigen Führern und Schützen rasch vorgebrachten Maschinengewehre, die in ungebrochener Kraft die völlig zusammengeschossene Stellung verteidigten; aus den Deckungsgräben stürzten die Unterstützungszüge von 10. und 12. Kompanie nach vorne zum Gegenstoß.

Überall brach der Angriff vor unseren Linien zusammen, nur in ein kleines Grabenstück der 3. Kompanie gelang es dem Gegner einzudringen, auch daraus wurde er rasch mit Handgranaten verjagt.

Gegen Abend flaute das Feuer ab; der feindliche Angriff war endgültig an der Tapferkeit der Verteidiger gescheitert. Das I. Bataillon, das die Hauptlast des Kampfe zu tragen gehabt hatte, erlitt 20 % Verluste und wurde abends von dem im Artilleriefeuer von Avion aus vormarschierende II. Bataillon abgelöst; das III. Bataillon blieb in den Deckungsgräben.“

Beim Eindringen des Gegners war Jakob Aigner tödlich verwundet worden.

Offiziell ist für Jakob Aigner keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Krankenträger Balthasar Huber, gefallen am 12.10.1915 bei Avion, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Andreas Kleeberger, gefallen am 13.10.1915 bei Givenchy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Anton Deiber, gefallen am 13.10.1915 bei Givenchy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Thalhammer, gefallen am 11.10.1915 bei Givenchy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Jakob Aigner
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Aigner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.077: Franz Streitwieser

Der Soldat Franz Streitwieser wurde am 27.01.1895 in Hausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeidne Saaldorf-Surheim, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltrkeig diente er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Herbstschlacht bei La Bassée und Arras bei Givenchy durch schwere Verwundung.

Über den Todestag von Franz Streitwieser berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 11.10. ab 1.00 Uhr nachts nahm das feindliche Artilleriefeuer an Stärke zu und steigerte sich am Nachmittag zum Trommelfeuer, das 5.30 Uhr nachmittags seinen Höhepunkt erreichte; dann wurde es schlagartig nach rückwärts verlegt; aus den feindlichen Gräben brach in zwei dichten Wellen der Gegner vor, empfangen von der Infanterie und den von schneidigen Führern und Schützen rasch vorgebrachten Maschinengewehren, die in ungebrochener Kraft die völlig zusammengeschossene Stellung verteidigten; aus den Deckungsgräben stürzten die Unterstützungszüge von 10. und 12. Kompanie nach vorne zum Gegenstoß.

Überall brach der Angriff vor unseren Linien zusammen, nur in ein kleineres Grabenstück der 3. Kompanie gelang es dem Gegner einzudringen, auch daraus wirde er rasch mit Handgranaten verjagt.

Gegen Abend flaute das Feuer ab; der feindliche Angriff war endgültig an der Tapferkeit der Verteidiger gescheitert. Das I. Bataillon, das die Hauptlast des Kampfes zu tragen gehabt hatte, erlitt 20 % Verluste und wurde abends von dem im Artilleriefeuer von Avion aus vormarschierenden II. Bataillon abgelöst; das III. Bataillon blieb in den Deckungsgräben.“

Man begrub Franz Streitwieser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Saaldorf-Surheim gedenkt noch heute Franz Streitwieser auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/saaldorf-surheim_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Streitwieser
Rückseite des Sterbebildes von Franz Streitwieser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.071: Georg Schön

Gestern stellte ich Ludwig Schön vor, der 1918 an der Somm fiel. Heute berichte ich von seinem Bruder, Georg Schön, und sein Schicksal:

Der Soldat Georg Schön wurde am 22.01.1895 in Oberrieden in Bayern geboren und lebte in Altensteig, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dirlewang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 05.10.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas in der Belmont-Ferme (Schreib- oder Übermittlungsfehler) bei Semide in den Ardennen durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Georg Schön auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Georg Schön
Rückseite des Sterbebildes von Georg Schön