Der Soldat Freiherr Alexander Kreß von Kretzenstein wurde am 27.12.1888 in der bayerischen Stadt Augsburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Bataillons-Adjutant im Stab des II. Bataillon des bayerischen Infanterie-Leib-Regiment. Am 23.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 27 Jahren bei Fleury-devant-Douaumont.
Die Lage des Grabes von Freiherr Alexander Kreß von Kretzenstein konnte ich bislang nicht ermitteln.
Der Soldat Xaver Fischer wurde am 17.05.1892 in Döbersing geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weiding, und Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 9. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.07.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren in der Schlacht um Verdun bei den grausamen und sinnlosen Kämpfen um Fleury und Zwischenwerk Thiaumont durch Bauchschuss. Zunächst galt er als vermisst.
Offiziell ist die Grablage von Xaver Fischer unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Major Friedrich Weidner, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Oberleutnant Adolf Zwick, gefallen am 19.07.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Benno Bachmeier, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Gefreiter Anton Grasser, gefallen am 21.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver FischerRückseite des Sterbebildes von Xaver Fischer
Der Soldat Heinrich Krull stammte aus Berlin-Neukölln. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 6. Kompanie des 18. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 28.08.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Eroberung von Hrodna (Hrodna) im heutigen Belarus durch einen Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Heinrich Krull ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Todesanzeige für Heinrich Krull in der Berliner Volkszeitung vom 19.09.1915
Der Soldat Paul Wolff wurde am 15.09.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald, den ich gestern vorgestellt habe, als Musketier in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald von der selben Granate getroffen und getötet.
Beim Volksbund ist für Paul Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.
Sterbebild von Otto Ewald und Paul WolffRückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten
Der Soldat Otto Ewald Wolff wurde am 30.03.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Paul, den ich morgen vorstelle, als Musketier in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Paul von der selben Granate getroffen und getötet.
Beim Volksbund ist für Otto Ewald Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.
Sterbebild von Otto Ewald und Paul WolffRückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten
Der Soldat Karl Freund lebte in Sarleinsbach in Österreich. Im Ersten Weltkrieg diente in der 6. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 30.03.1916 wurde er im Alter von 24 Jahren bei Verdun durch einen Granatsplitter getötet.
Zunächst wurde er auf dem Friedhof Grand Tranche begraben. Er wurde offensichtlich später umgebettet, dabei ging die Lage seines Grabes verloren.
Sterbebild von Karl FreundRückseite des Sterbebildes von Karl Freund
Der Soldat Ludwig Göppinger stammte aus Ferndörfl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.07.1918 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Belval-Bois-des-Dames während der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims.
Über den Todestag von Ludwig Göppinger berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:
In der Nacht vom 17./18.07. lag ziemlich lebhaftes Störungsfeuer auf dem ganzen Regiments-Abschnitt und dem Rückengelände. Das Feuer hielt auch den ganzen Vormittag des 18.07. an, besonders heftig lag es auf dem I. Bataillon. Zwischen 7.30 Uhr – 9.00 Uhr schwoll das feindliche Feuer zum Vernichtungsfeuer an. Der Feind ging vor dem I. und II. Bataillon in dichten Wellen zum Angriff vor. Unterstützt von den Maschinengewehr-Kompanien und einer Maschinengewehr-Scharfschützenabteilung wehrte das Regiment die wütenden Anfälle des Feindes mit überlegenem Erfolg ab. Besonders bedroht war hierbei der linke Flügel des I. Bataillons, gegen das der Feind in dichten Massen aus Grand Pré und den Waldstücken nördlich davon vorstürzte. Unter blutigsten Verlusten brach der Feind schließlich vor der ganzen Front des Regiments zusammen. Zahlreiche Tote bedeckten das Vorfeld, 12 Gefangene, schwere Maschinengewehre und drei Schnellladegewehre wurden als Beute eingebracht. Der Angriff durch das Senegalbatallion 58 und weiße Franzosen vom Regiment 4 geführt.
Aber auch das Regiment hatte erhebliche Verluste, besonders durch das feindliche Artilleriefeuer erlitten, so dass I. Bataillon zu zwei, III. Bataillon zu drei Kompanien formiert werden musste.“
Die Lage des Grabes ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Buzancy in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo die in der Region Grandpré gefallenen Soldaten begraben wurden.
Sterbebild von Ludwig GöppingerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Göppinger
Der Soldat Josef Kendler stammte aus Obermoosen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wonneberg, und diente im Ersten Weltkrieg in einer Mineur-Kompanie. Am 18.02.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren.
Die Lage des Grabes von Josef Kendler ist unbekannt.
Sterbebild von Josef KendlerRückseite des Sterbebildes von Josef Kendler
Der Soldat Engelbert Lirk stammte aus Kleeham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waging am See. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1915 wurde er bei Sommepy-Tahure schwer verwundet. Am 21.02.1915 verstarb er an seiner Verwundung im Alter von 36 Jahren.
Offiziell ist die Lage des Grabes von Engelbert Lirk unbekannt. Ich bin mir jedoch gewiss, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Souain beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Wehrmann Paul Hofmeister, gefallen am 19.02.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
Wehrmann Sebastian Hofmann, gefallen am 19.02.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
Infanterist Joseph Reiter, gefallen am 19.02.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
Infanterist Ludwig Steger, gefallen am 19.02.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.
Sterbebild von Engelbert LirkRückseite des Sterbebildes von Engelbert Lirk
Der Soldat Johann Leitenbacher stammte aus Kleinrückstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Teisendorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Metzeral in den Vogesen nach schwerer Verwundung.
Offiziell ist für Johann keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch gewiss, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Friedrich Pöllmann, gefallen am 14.05.1915 an der Sillacker Hütte, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Infanterist Georg Schmid, gefallen am 03.05.1915 an der Sillackerwasen, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Vizefeldwebel Hans Auer, gefallen am 05.05.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Vizefeldwebel Martin Anzinger, gefallen am 06.05.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Unteroffizier Paul Kammerer, gefallen am 05.05.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann LeitenbacherRückseite des Sterbebildes von Johann Leitenbacher