Die Soldaten Heinrich Schulz, Karl Bayer und Karl Gutberlett waren Mitglieder des Katholischen Männer-Verein Bockenheim, einem Ortsteil der hessischen Stadt Frankfurt.
Heinrich Schulz wurde am 12.10.1887 in Harmuthsachsen, Witzenhausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 83. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 07.03.1915 fiel er bei Servon (Marne) in Frankreich an der Westfront.
Man begrub Heinrich Schulz auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 4, Grab 506.
Zu Karl Bayer und Karl Gutberlett konnte ich nichts ermitteln. Sie fielen im damaligen Russland.
Todesanzeige für Heinrich Schulz, Karl Bayer und Karl Gutberlett in der Frankfurter Volkszeitung vom 17.04.1915
Der Ersatz-Reservist Josef Grünauer stammte aus Altenham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Schneiders. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Anfang und Mitte 1915 wurde er leicht verwundet, verblieb jedoch bei der Truppe. Anfang 1916 erwischte es ihn erneut: Er wurde leicht verwundet. Am 07.08.1916 fiel er dann im Alter von 25 Jahren.
Die Lages des Grabes von Josef Grünauer ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, auf dem auch seine Regimentskameraden der 11. Kompanie begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Otto Leitl, gefallen am 04.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Gefreiter Franz Gründler, gefallen am 02.08.1916 bei Vaux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist August Kolb, gefallen am 01.08.1916 bei Fort Vaux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Georg Schabel, gefallen am 04.08.1916 bei Fort Vaux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Lorenz Hinkofer, gefallen am 07.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef GrünauerRückseite des Sterbebildes von Josef Grünauer
Der Soldat Heinrich Bösl wurde am 01.02.1891 in Utzenhofen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl (Lauterachtal), und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Gemeindediener. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 6. Kompanie des 7. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in Mericourt.
Man begrub Heinrich Bösl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 349.
Sterbebild von Heinrich BöslRückseite des Sterbebildes von Heinrich Bösl
Der Ersatz-Reservist Josef Neumeier stammte aus Steinbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Mainburg, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 28 Jahren durch Kopfschuss.
Man begrub Josef Neumeier zunächst in Doaumont. Später wurde er auf den Soldatenfriedhof Azannes II. in Block 2, Grab 886 umgebettet.
Sterbebild von Josef NeumeierRückseite des Sterbebildes von Josef Neumeier
Der Ersatz-Reservist Josef Kipfelsberger stammte aus Demling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Großmehring, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 30.05.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht bei La Basse und Arras bei Fromelles in Frankreich.
Man begrub Josef Kipfelsberger auf dem Soldatenfriedhof Haubourdin in Reihe 16, Grab 332.
Sterbebild von Josef KipfelsbergerRückseite des Sterbebildes von Josef Kipfelsberger
Der Soldat Michael Bernlochner stammte aus Wall, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Warngau, und war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 07.09.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Mametz an der Somme durch ein Minensprengung.
Man begrub Michael Bernlochner auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Michael BernlochnerRückseite des Sterbebildes von Michael Bernlochner
Der theoretische Weg von Michael Bernlochner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Ersatz-Reservist Balthasar Eck stammte aus Oberwarngau und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.01.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Neuville-St.Vaast bei Arras durch eine Schleudermine. Er war zum Todeszeitpunkt der 4. Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons zugeteilt.
Man begrub Balthasar Eck auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 11, Grab 913.
Sterbebild von Balthasar EckRückseite des Sterbebildes von Balthasar Eck
Der theoretische Weg von Balthasar Eck von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:
Der Ersatz-Reservist Josef Luxenburger stammte aus Hirnsberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.11.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Fromelles während der Stellungskämpfe in Französisch Flandern durch Kopfschuss.
Über den Todestag von Josef Luxenburger schreibt die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
20.11.1915 Wiederablösung des Reserve-Infanterie-Regiments 64 durch Reserve-Infanterie-Regiment 21. Leider scheint der Gegner davon Kenntnis zu bekommen haben, denn alle Stellungsteile und die Verbindungswege werden wiederholt mit Feuerüberfällen belegt, was uns 2 Tote und 6 Verwundete kostet. Der seit Oktober niedergehende Regen hat außerordentlich störend gewirkt, zumal das Reserve-Infanterie-Regiment 64 in der Bekämpfung des Wassers noch ungeübt war. Der nicht verschalte, sondern nur aus Sandsackwällen bestehende Inselstützpunkt ist in sich zusammengesunken. Mit Ausnahme des Depot- und des Etappengrabens steht in allen Verbindungswegen Wasser. Glücklicherweise scheint auch der Gegner sehr unter den Wasserverhältnissen zu leiden, denn sein Feuer, besonders das der Infanterie, lässt auffalend nach. Auch seine Artillerie schießt fast nur noch aus flankierender Richtung gegen die zwei erwähnten Verbindungsgräben und gegen unsere Pionier-Geräteniederlage am „Christuskreuz“. Die Besetzung ist die gleiche wie früher.“
Man begrub Josef Luxenburger auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 3, Grab 104.
Sterbebild von Josef LuxenburgerRückseite des Sterbebildes von Josef Luxenburger
Der theoretische Weg von Josef Luxenburger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Ersatz-Reservist Jakob Bollwein stammte aus Wolnzach in Bayern und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.09.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Zweiten Schlacht um Münster in Frankreich.
Man begrub Jakob Bollwein auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 3, Grab 95.
Sterbebild von Jakob BollweinRückseite des Sterbebildes von Jakob Bollwein
Der Ersatz-Reservist Ulrich Neureiter wurde am 02.01.1887 in Frohnschwenden geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wilpoldsried. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er fiel am 16.10.1916 im Alter von 29 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Le Transloy und Rocquiguy.
Die Grablage für Ulrich Neureiter ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurden auch seine Regimentskameraden begraben, die im gleichen Zeitrum fielen, u. a.
Unteroffizier Leonhard Britzelmeier, gefallen am 16.10.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Leonhard Löffler, gefallen am 14.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Martin Ganslmeier, gefallen am 16.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Alfons Bunk, gefallen am 16.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.