Der Ersatz-Reservist Simon Angstl stammte aus Hasberg bei Lauterbach, einem Ortsteil von Heldenstein und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernes Kreuz und der Verdienstmedaille mit Schwertern ausgezeichnet. Im August 1915 wurde er leicht verwundet. Am 30.04.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren bei einem nächtlichen Patrouillengang.
Das Grab von Simon Angstl befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2, Grab 74.
Johann Tauber wurde am 25.06.1893 in Burglengenfeld in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der 4. Kompanie des 23. Reserve-Infanterie-Regiments und fiel am 19.02.1915 im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff (vermutlich am Barrenkopf bei Münster (Elsass)).
Der Verbleib der Leiche von Johann Tauber ist nicht dokumentiert. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass Johann Tauber als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde. Darauf deutet hin, dass andere, zum selben Zeitpunkt gefallene Kameraden seiner Kompanie, dort begraben wurden. Hierzu führe ich an:
Leutnant Andreas Christ, gefallen am 25.02.1915, begraben auf Hohrod, Masengrab
Infanterist Johann Romstöck, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Infanterist Jakob Eimerich, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Infanterist Hermann Birkel, gefallen am 19.02.1915 „bei Münster“, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Tambour Johann Eichenmüller, gefallen am 19.02.1915 „bei Münster“, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Infanterist Hermann Birkel, gefallen am 19.02.1915 „bei Münster“, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Unteroffizier Hans Wilferth, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
Der Schuhmachermeister Peter Brindl aus Angerbach (Ortsteil von Gangkofen) diente im Ersten Weltkrieg in der 11. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments als Landwehrmann und Gefreiter. Am 22.07.1915 fällt er im Alter von 38 Jahren bei einer Verschüttung durch eine Granate.
Peter Brindl wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab begraben.
Der theoretische Weg von Peter Brindl von seinem Heimatort zu seinem Grab:
Der Käsefabrikant Franz Xaver Dreher wurde am 08.12.1877 in Mussenhausen geboren und arbeitete in Buchenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 16.10.1914 wurde er im Alter von 36 Jahren am Immerlingskopf bei Urbeis im Oberelsass im Kampf getötet.
Beim Volksbund, der zuständigen Stelle, ist keine Grablage für Franz Xaver Dreher bekannt.
Nach meinen Recherchen gehe ich davon aus, dass die sterblichen Überreste von Franz Xaver Dreher auf dem Soldatenfriedhof Hohrod anonym in einem Massengrab beigesetzt wurden. Ich begründe diese Annahme mit dem Verbleib der Leichen seiner Kameraden aus seiner Kompanie:
Josef Hengge, Wehrmann, gefallen am 16.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 403
Sebastian Hofer, Wehrmann, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 353
Johann Groß, Infanterist, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Massengrab
Die Einheit Franz Xaver Drehers war in der Zeit, als er fiel, über längere Zeit am Lingekopf eingesetzt. Es war Standard, die Gefallenen auch dort zu begraben. Durch Kampfhandlungen gingen immer wieder Daten von Gräbern verloren, Gräber wurden zerstört und durcheinander geworfen, Markierungen wurden unlesbar. So sind wahrscheinlich auch die Daten von Franz Xaver Dreher verschwunden.
Matthias (auf dem Sterbebild irrtümlich Mathias geschrieben) Braun wurde in Oberputting (Ortsteil von Riedering) als Ökonomensohn, also als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 6. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments (auf dem Sterbebild irrtümlich als Landwehr-Regiment angegeben). Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren in den Vogesen.
Mathias Braun wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Mathias BraunRückseite des Sterbebildes von Mathias Braun
Der theoretische Weg von Matthias Braun von seinem Heimatort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Balthasar Moser wurde in Sims geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Stephanskirchen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments (fälschlich angegeben als Landwehr-Reserve-Infanterie-Regiment) als Gefreiter. Am 10.11.1915 verstarb er im Alter von 37 Jahren bei einem Unfall.
Das Grab von Balthasar Moser befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 3, Grab 192.
Sterbebild von Balthasar MoserRückseite des Sterbebildes von Balthasar Moser
Der Gutsbesitzer Max Möst wurde am 01.08.1882 in Rohrhof (Ortsteil von Markt Rettenbach)geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er im 3. Landwehr-Infanterie-Regiment als Unteroffizier. Am 21.02.1915 fiel er bei den Kämpfen in den Vogesen bei Münster (Elsass) im Alter von 32 Jahren am Schratzmännele bei Urbeis (gemeint ist das französische Orbey, deutsch: „Urbeis“ – nicht verwechseln mit Urbeis deutsch/französisch).
Max Möst wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Max MöstRückseite des Sterbebildes von Max Möst
Theoretischer Weg von Max Möst von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Leutnant der Reserve Karl Willim wurde am 06.01.1885 in Baldern (auf dem Sterbebild fälschlich als Waldern angegeben) in Württemberg geboren, einem Ortsteil von Bopfingen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 1. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 05.08.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren am Schratzmännele beim Lingekopf.
Karl Willim wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab begraben.
Sterbebild von Karl WillimRückseite des Sterbebildes von Karl Willim
Der Unteroffizier Josef Mayr wurde am 27.08.1878 in Asbach (Ortsteil von Bäumenheim) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 26.03.1916 verunglückte er tödlich in den Vogesen im Alter von 37 Jahren.
Josef Mayr wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 2, Grab 182 begraben.
Sterbebild von Josef MayrRückseite des Sterbebildes von Josef Mayr
Der theoretische Weg von Josef Mayr von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Maschinist und Ökonomie-Führer Johann Braumandl stammte aus Birndorf und lebte zuletzt in Haibach in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments als Landsturmmann. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern 3. Klasse ausgezeichnet. Am 22.07.1915 fiel er bei einem Sturmangriff im Alter von 31 Jahren in den Vogesen.
Johann Braumandl wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Johann BraumandlRückseite des Sterbebildes von Johann Braumandl
Der theoretische Weg von Johann Braumandl von seinem letzten Wohnort zu seinem Grab: