Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.918: Max Sperl

Der Soldat Max Sperl stammte aus der bayerischen Gemeinde Lohberg und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.07.1916 fiel er nach 24 Monaten Kriegsdienst während eines Gefecht bei Fromelles in Flandern.

Über den Todestag von Max Sperl berichtet die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„19.07.1916 Am Morgen sehr heftiges Artilleriefeuer auf den ganzen Divisionsabschnitt; von 2 Uhr nachmittags ab steigert es sich zum Trommelfeuer aus allen Kalibern der Geschütze und Minenwerfer. Die zweite Linie nimmt erhöhte Bereitschaft an, die Brigandereserve (I.) wird alarmiert. Sehr bald sind die Fernsprechverbindungen mit der vorderen Linie unterbrochen; die Verbindung mit den Befehlsstellen wird jedoch dauernd durch Meldegänger erhalten.

7 Uhr abends erfolgt der Angriff mehrerer feindlicher Divisionen auf die drei linken Abschnitte der Division. Im Abschnitt III wird er vollständig abgewiesen, im Abschnitt IV erzielt er nur vorrübergehenden Erfolg. Dagegen gelingt es dem Feind im Abschnitt II (Reserve-Infanterie-Regiment 21) zunächst bei c (11. Kompanie) einzudringen, wo seine Artillerie und die schweren Minenwerfer die Hindernisse weggefegt, die Verteidigungsanlagen eingeebnet und den größten Teil der Besatzung vernichtet haben. Von hier aus breitet sich der Gegner aus nach Süden in den Unterabschnitt d, wo ihm die 12. Kompanie jedoch in heldenhaften Kampf jeden weiteren Fortschritt verwehrt, und nach Norden gegen IIb. Dort drängt er die 10. Kompanie, die er gleichzeitig mit neuen Wellen in der Front angreift, allmählich bis über das vordere Ende des Kastenwegs zurück. Hier erst vermögen die Reste der 10. und die 9. Kompanie, die alsbald Unterstützung von der linken Flügelkompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 20 erhalten, die Stellung abzuriegeln. Auch nach der Tiefe dringt der Feind vor, im Kastenweg bis in die Höhe der Toten Sau und südwestlich davon bis in die Nähe des Hofgartens, des Grashofes und selbst bis auf 200 Meter an den Brandhof heran. Dann aber scheitern alle seine Versuche, weiter Raum zu gewinnen an unserem Artilleriefeuer und dem zielsicheren und wohl überlegten Feuer unserer Infanterie und der Maschinengewehre aus der Toten Sau, dem Schmitzhof, dem linken Flügel des Stützpunktes Türkenecke und vom Brandhof her. Der Stützpunkt Grashof ist leider noch unfertig und daher unbesetzt.

Inzwischen hat das Reserve-Infanterie-Regiment 20 aus Abschnitt I eine Bereitschaftskompanie nach IIa verschoben, die g-Kompanie (Reserve des Reserve-Infanterie-Regiments 21) ist zur Abriegelung des Kastenwegs und des Sau-Grabens vorgeschoben worden und die zwei ersten Kompanien der Brigadereserve werden jetzt zum Gegenstoß aus der Richtung Türkenhäuser – Schmitzhof angesetzt; während die f-Kompanie im Brandhofe die Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 16 aufrechterhalten und dessen Gegenstoß von links unterstützen soll. Ihr wird noch der Rest der 11. Kompanie unter Leutnant der Reserve Aal angegliedert. Das wirksame Sperrfeuer der feindlichen Artillerie und vorgezogener Maschinengewehre des Gegners, die eintretende Dunkelheit und starke Verluste bringen den gegenstoß zum Scheitern. Alsbald wird jedoch ein neuer Angriff – diesmal ausgesprochen gegen die feindliche linke Flanke – befohlen. Die h-Kompanie, in der zweiten Stellung durch Teile der Infanterie-Pionier-Kompanie abgelöst, erhält Befehl, mit der e-Kompanie in der Türkenecke, dem Kastenweg entlang anzugreifen, während das ganze I. Bataillon verstärkt durch zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 20, aus dem vorderen Graben in a und in den Gräben der zweiten Linie gegen die Einmündung des Kastenwegs in die vordere Linie und gegen seine vordersten Schläge zum Angriff vorgeht. Die Schwierigkeit der Verbindung in der stockdunklen Nacht, die durch den Rauch der krepierenden Geschosse noch unsichtiger gemacht wird, und der starke Verbrauch an Handgranaten verzögern anfänglich die Fortschritte. Erst als noch Pioniere neue Munition vorbringen, geht der Angriff anfangs langsamer, dann immer kräftiger vorwärts trotz allen Widerstandes des Gegners, der sich verschanzt hat und stets neue Kräfte heranzieht.“

Man begrub Max Sperl auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 8, Grab 238.

Seine Heimatgemeinde Lohberg gedenkt Max Sperl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/lohberg_kapelle_bay.htm

Sterbebild von Max Sperl
Rückseite des Sterbebildes von Max Sperl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.915: Johann Riemer

Der Soldat Johann Riemer stammte aus der bayerischen Stadt Vilsbiburg und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 wurde er im Alter von 19 Jahren bei Dubrovitzio in Serbien so schwer verwundet, dass er kurz danach starb.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Riemer berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 26.10. rang bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 zunächst im Feuerkampf aus Marcovac mit dem am jenseitigen Racaufer eingenisteten Feind, während es dem 3. bayerischen Infanterie-Regiment (I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in vorderer Linie) unter kräftiger Unterstützung durch II./22. bayerisches Infanterie-Regiment und durch die Artillerie gelang, die Raca zu überschreiten und nachmittags auf den Höhen nordwestlich Lapovo Raum zu gewinnen. Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 drang zugleich mit 3. bayerisches Infanterie-Regiment in Lapovo ein. Die Höhen zwischen Erni Rao und Lapovo wurden vom I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, welch letzteres abends vom III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst wurde besetzt. Lapovo, das außer dem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 auch der Regimentsreserve des 3. bayerischen Infanterie-Regiments gegen den strömenden Regen Unterkunft gewährte, bereitete den Siegern einen echt orientalischen, unterwürfigen Empfang. Der strömende Regen hatte auch auf den Höhen den schweren Boden grundlos gemacht. Besonders wirksam war aber unter diesen Witterungsverhältnissen die feindliche Maßregel der Anstauung der Lepenica. Die Bewegungen im feindlichen Artilleriefeuer, die zur Verjagung der feindlichen Vorposten und zur Inbesitznahme des Ufers notwendig waren, gestalteten sich dadurch außerordentlich erschöpfend für die Truppe.“

Die Lage des Grabes – sofern es noch vorhanden ist – ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Vilsbiburg gedenkt Johann Riemer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Riemer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Riemer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.914: Mathias Huber

Der Soldat Mathias Huber stammte aus Lichtenhaag, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gerzen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Häuslers). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er latut Sterbebild als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Nach Angaben des Volksbundes war er Kavallerist. Diese Angabe wird bestätigt durch die Verlustlisten, nach denen er im unberittenen Schützenzug des 1. bayerischen Reserve-Kavallerie-Regiments kämpfte. Er wurde mit dem bayerischen Mitlitär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 27.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung bei Colligis im Alter von 23 Jahren an der Aisne.

Man begrub Joseph Ringlstetter auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in Block 1, Grab 2.136.

Seine Heimatgemeinde Lichtenhaag gedenkt Joseph Ringlstetter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/gerzen-lichtenhaag_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Ringlstetter
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Ringlstetter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.913: Hugo Dick

Der Soldat Hugo Dick wurde am 16.10.1991 in der bayerischen Stadt Schwabmünchen geboren. Er war Student des Corps Arminia, München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fähnrich der Reserve in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.10.1914 verstarb er in Folge einer Krankheit.

Die Lage und die Existenz des Grabes von Hugo Dick konnte ich nicht ermitteln.

Seine Heimatgemeinde Schwabmünchen gedenkt Hugo Dick noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/schwabmuenchen.htm

Todesanzeige von Hugo Dick

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.910: Josef Bauer

Der Soldat Josef Bauer diente im Ersten Weltkrieg als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 08.03.1915 fiel er im Alter von 39 Jahren bei Sommepy-Tahure im Argonnenwald.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bauer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„08.03.1915 In der Nacht vom 7./8.3. wurden die Verbände neu geordnet. Die ganze 1. Kompanie wurde in dem wichtigen Westgraben eingesetzt. Beim Sammeln dieser Kompanie erwarb sich nach der Verwundung der beiden Offiziere, Oberleutnant Emminger und Leutnant Fräßdorf, der Unteroffizier Huber besondere Verdienste. Eine Kompanie des I./ Landwehr-Infanterie-Regiment 1 hatte den Verbindungsgraben zu der Stellung dieses Regiments zu besetzen. 2. Kompanie, die sehr gelitten hatte, wurde zur Reserve des Regiments-Kommandeurs, die bisher nur aus der 6. Kompanie bestand, zurückgenommen. Es war unmöglich, die Bataillons-Verbände wieder herzustellen. Es mussten daher Kampfgruppen gebildet werden.

Am 08.03. morgens war der Angriff gegen den eingedrungenen Feind fortzusetzen, da ein Einnisten des Feindes im Fingerwalde zu einer fortwährenden Bedrohung dieses wichtigen Flügelstützpunktes der Champagnefront geführt haben würde. Es wurden drei Kampfgruppen gebildet. Eine Verteidigungsgruppe unter Major Kehl – 1., 3., 4., 8., 11. und 9. Kompanie – hatte die aus dem Westgraben, dem neuen Kampfgraben und dem vom Landwehr-Infanterie-Regiment 116 übernommenen Kompanie-Abschnitt bestehende Stellung zu halten. Eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz – 5. und 10. Kompanie – sollte rechts, eine links unter Hauptmann Klein – 7. und 12. Kompanie – links den Angriff vortragen. Der Angriff sollte 6.00 Uhr morgens beginnen, unsere Artillerie ihn durch ihr Feuer auf die Fingerspitze und die feindliche Stellung südlich des Finger vorbereiten. I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 erhielt den Befehl, bis 3 Uhr morgens mit drei Kompanien bei der Regiments-Reserve am Steilhang einzutreffen.

Von 6 Uhr morgens an lag schweres Artilleriefeuer auf dem neuen Kampfgraben, den von ihm zurückführenden Verbindungsgräben und auf den Unterständen am Steilhang. Eine Anzahl dieser Unterstände wurde zertrümmert, unter ihnen der neben dem Regiments-Gefechts-Stand liegende Verbandraum. Die Verluste der Regiments-Reserve wurde sehr erheblich. Die Fernsprechleitungen zu dem Kampfgraben wurden sechsmal zerschossen, aber immer wieder durch die tapferen Störungssucher dank der Tatkraft des Fernsprechführers beim Regiments-Stab, Unteroffizier Fröhlich, hergestellt. Meldegänger des Regiments-Stabs kehrten nicht zurück und wurden in den Verbindungsgräben tot aufgefunden. Nachgesandte Meldegänger nahmen die blutigen Meldekarten den Toten aus der Hand und beförderten sie an ihre Empfangsstellen.

Trotz des starken feindlichen Feuers brach unser Gegenangriff los. Von der rechten Angriffsgruppe entwickelte 6 Uhr morgens die 10. Kompanie rechts, die 5. Kompanie links vor dem Hinderniss des neuen Kampfgrabens. Der 5. Kompanie folgte ein Zug des Leutnant Schroll als Unterstützung. Diese Entwicklung wurde sofort vom Feinde bemerkt und sowohl aus dem Graben am Südrande des Waldes als auch aus dem rechten Laufgraben mit Infanterie- und MG-Feuer beschossen. Trotzdem stürmten unsere Kompanien vor. Bald aber suchten die Leute vor dem feindlichen Feuer Deckung in den Granatlöchern. Leutnant Schroll hatte sich mit seinem Unterstützungszug nach rechts gezogen. Er trat aus dem Westrande des Waldes heraus, stürzte im feindlichen Feuer entlang dieses Waldrandes vorwärts und drang mit einem Teil seines Zuges in die an der Straße Souain – Perthes gelegene Sturm-Ausgangsstellung des Feindes ein. Er wird seitedem vermisst. Vermutlich hat er in der feindlichen Stellung den Heldentod gefunden. (Leiche wurde später gefunden. Leutnant Konrad Schroll, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Auch den tapferen Führer der 10. kompanie, Oberleutnant Meyer, der seit diesem Angriff vermisst wird, wird im Fingerwalde das gleiche Schicksal erreicht haben. Der Führer der 5. Kompanie, Hauptmann pausch, blieb verwundet in einem Granatloch liegen, konnte aber nachts in unsere Stellung zurückkehren.

nach dem Scheitern des Angriffs an unserem rechten Flügel setzte der Feind zum Gegenangriff an. Unter dem Feuer unserer in den Granatlöchern eingenisteten Schützen kam er aber im Walde nicht vor. Bei seiner Abwehr zeichnete sich besonders Offiziers-Stellvertreter Zöpfl und Unteroffizier Bastian der 10. Kompanie aus. Wohl aber gelang es ihm westlich des Waldes einen alten Graben, der senkrecht zu dem Waldrande und fast in der Verlängerung unseres neuen Kampfgrabens lag, zu erreichen und sich in ihm einzunisten. Dieser Teil des Feindes wurde später durch Präzisionsfeuer unserer 21 cm-Mörder vernichtet. Dieses Feuer wurde bis zur Erreichung dieses Ergebnisses fortgesetzt, obwohl auch unsere Besatzung des rechten Flügels des neuen Kampfgrabens stark unter der Splitterwirkung der eigenen Granaten zu leiden hatte.

Noch mehrere andere an diesem Tage von unserem rechten Flügel aus angesetzte Angriffe gegen den in die Fingerspitze eingedrungenen Feind, so auch ein Angriffsversuch der 4. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 1 unter ihrem energischen Führer, Oberleutnant Zettner, kamen über die ersten Anfänge nicht hinaus. Der Regiments-Kommandeur begab sich im heftigsten feindlichen Artilleriefeuer an den rechten Flügel des neuen Kampfgrabens und stellte von dem rechten Verbindungsgraben zum Fingergraben aus fest, dass der Feind sich im Fingerwald so stark eingenistet hatte, dass nur ein durch zusammengefasstes Artilleriefeuer vorbereiteter Angriff frischer Truppen hier Erfolg haben konnte. Der Feind hatte die in der Fingerspitze gewonnene neue Stellung durch spanische Reiter geschützt und sie mit einem Laufgraben zu seiner Sturmausgangsstellung verbunden.

Am linken Flügel befahl Hauptmann Klein, dass 6 Uhr morgens die 12. Kompanie rechts vom linken Verbindungsgraben, die 7. Kompanie mit 1 Zug links von diesem gegen die Südstellung vorzugehen, mit 2 Zügen zum Angriff der 12. Kompanie rechts gestaffelt zu folgen habe. Leutnant Tillmanns der 7. Kompanie drang in unsere alte Stellung am Birkenwäldchen, die nachts auf Befehl des Major Kehl von der 3. Kompanie geräumt worden war, ein und behauptete sich dort. Die 12. Kompanie, deren tapferer Führer, Hauptmann Stillkrauth, gleich beim Ansetzen zum Sturm schwer verwundet wurde, gewann den vorderen Kampfgraben westlich vom linken Verbindungsgraben. Die Züge des Leutnants Specht und Trenkle der 7. Kompanie griffen noch weiter westlich an, brachen aber im feindlichen Feuer zusammen. Leutnant Specht fiel dicht vor dem vom Feinde besetzten Graben (Leutnant Hermann Specht, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), Leutnant Trenkle wird hier gleichfalls den Heldentod gefunden haben (Leutnant Theobald Trenkle, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), ebenso wie Offiziers-Stellvertreter von Hößlein, die seitdem vermisst werden. Leutnant Käsbauer der 12. Kompanie arbeitete sich mit einem Teil dieser Kompanie, wirksam unterstützt durch den Pionier-Handgranatentrupp unter Leutnant Dex, langsam im Südostgraben nach Westen vor. Als die Handgranaten ausgegangen waren, kam das Vordringen zum Stehen. Der zurückgewonnene Teil der Stellung blieb aber unter der tatkräftigen Führung der Leutnante Tillmanns und Käsbauer besetzt.“

Man begrub Josef Bauer auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde in Bad Kohlgrub gedenkt Josef Bauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef Bauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.904: Josef Zeiser

Der Soldat Josef Zeiser stammte aus Gabersee, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wasserburg am Inn,  und war Maurer in Neumarkt an der Rott (heute: Neumarkt-Sankt-Veit). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Im September 1914 erlitte er während eines Gefechts an der Westfront einen schweren Lungenschuss, an dessen Folgen er am 07.01.1917 im Alter von 29 Jahren verstarb.

Er verstarb vermutlich in der Heimat und wurde dann auch dort auf einem zivilen Friedhof begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, konnte ich nicht ermitteln.

Seine Heimatgemeinde Neumarkt gedenkt Josef Zeiser noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/neumarkt_st_veit-feichten_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Zeiser
Rückseite des Sterbebildes von Josef Zeiser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.903: Anton Forster

Der Soldat Anton Forster stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim und war Bürodiener. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 31.08.1917 verstarb er im Alter von 33 Jahren nach 36 Monaten Kriegsdienst an einer Rückenmarkverletzung.

Man begrub Anton Forster auf dem Soldatenfriedhof Le Cateau in Block 1, Grab 140.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Anton Forster noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Anton Forster
Rückseite des Sterbebildes von Anton Forster

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.901: Nikolaus Kratz

Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.

Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
  • Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.

Seine Heimatgemeinde Saulgrub gedenkt Nikolaus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/altenau_gde-saulgrub_lk-garmisch-partenkirchen_1870-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Nikolaus Kratz
Rückseite des Sterbebildes von Nikolaus Kratz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.899: Josef Liegl

Der Soldat Josef Liegl stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim, lebte in Holzkirchen und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 – exakt 50 Jahre vor meiner Geburt –  fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 22 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle durch die Sprengung feindlicher Minen.

Man begrub Josef Liegl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Josef Liegl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Josef Liegl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Liegl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.887: Sebastian Gmainer

Der Soldat Sebastian Gmainer wurde am 12.02.1885 geboren und lebte in Leitzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wackersberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel in der 36. (preußischen) Minenwerfer-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse  ausgezeichnet. Am 07.08.1917 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich durch einen Brustschuss.

Man begrub Sebastian Gmainer auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 834.

Seine Heimatgemeinde Neunkirchen (Saar) gedenkt Sebastian Gmainer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/neunkirchen_herz-jesu_wk1_saar.htm

Sterbebild von Sebastian Gmainer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Gmainer