Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.350: Cornelius Zauseher

Der Soldat Cornelius Zauseher wurde am 05.01.1879 geboren, stammte aus Babenhausen (Schwaben) und lebte in Gundelfingen. Er war Metzgermeister von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 23.05.1916 fiel er während der Stellungskämpfe im Oberelsass im Alter von 37 Jahren am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf bei Münster (Oberelsass).

Über den Sterbezeitraum von Cornelius Zauscher schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„… das Regiment selbst verfügte an Nahkampfmitteln über einen schweren Ladungswerfer, 2 Lanz- und 2 Priesterwerfer; später wurde die letzte Zahl auf 6 erhöht. An Maschinengewehren unterstanden dem Regiment 6 deutsche und 2 russische Maschinengewehre der Maschinengewehr-Kompanie des Regiments und 6 französische Maschinengewehre der Gebirgs-Maschinengewehr-Bataillon 251.

Diese Nahkampfwaffen benötigte das Regiment dringend, denn diese Stellungszeit stand im Zeichen der schwersten Nahkämpfe. Täglich fanden Minen-, Harndgranaten-, Maschinengewehr- und Scharfschützenkämpfe gegen den auf Handgranatenwurfweite gegenüberstehenden Feind statt. Unsere Steilfeuer-Artillerie nahm den wirksamsten Anteil an ihnen, ebenso die Flachbahnbatterien mit flankierender Wirkung aus dem benachbarten Stellungsabschnitt des Eichenrain. Sehr unangenehm machten sich zwei Punkte der feindlichen Stellung geltend, ein Felsvorsprung an der Südwestecke des Schratzmaennele das „Storchennest“ von uns genannt, und das vom Feinde uns abgenommene und stark von ihm ausgebaute Betonblockhaus an der Nordwestecke des Barrenkopf. Von beiden Punkten aus war unsere Stellung im Sattel zwischen beiden Bergen einzusehen und vom Storchennest unsere Barrenkopf-, vom Blockhaus unsere Schratzmaennele-Südhang-Stellung zu beherrschen. Feindliches Maschinengewehr- und Scharfschützenfeuer belästigte uns von beiden Punkten stark. Außerdem wurde die Beobachtung seiner Minenwirkung dem Feinde durch ihren Besitz erleichtert. Er musste von ihnen daher vertrieben werden. Sie dem Feinde wegzunehmen und von uns zu besetzen empfahl sich nicht, da sie ein zu günstiges Ziel der feindlichen Artillerie boten. Unser Aufenthalt auf ihnen würde mit schweren Verlusten für uns verbunden gewesen sein. Der Feind konnte sich eher dort halten, da sie von unserem Artillerie- und Minenfeuer ohne starke Gefährdung unserer Stellung nicht zu fassen waren. Diese mussten wir aber mit in den Kauf nehmen, wenn wir den Feind schädigen wollten. Jedenfalls blieb uns nichts übrig, als diese beiden Punkte der feindlichen Stellung durch unser schweres Feuer zu vernichten. Um unsere Leute nicht der Gefahr des eigenen Feuers auszusetzen, mussten wir es wagen, bei jeder Beschießung die im Streuungsbereich unseres Steilfeuers gelegenen Stellungsteile, ohne das es der Feind merkte, zu räumen. Außer der Bekämpfung dieser beiden Ziele kam es für uns darauf an, dem Feinde keine Zufuhr nach seinen Stellungen  an den Westhängen des Lingekopfs, Schratzmaennele und Barrenkopfs durch unser Feuer zu unterbinden, überhaupt ohm den Aufenthalt an diesen Hängen möglichst unbehaglich zu machen.Seine Verfügungstruppen für diese Stellungen ruhten in Unterstandslagern. Den Verkehr zu ihnen leitete der Feind durch Verbindungsgräben, von denen drei eingedeckt und mit Förderbahnbetrieb eingerichtet waren. Storchennest und Blockhaus, die Unterstandsgruppen und die gedeckten Verbindungsgräben forderten daher zur Zerstörung durch unsere Steilfeuerbatterien und unsere Minen geradezu heraus. Der Feind nahm natürlich unsere Beschießung nicht gutwillig hin, sondern erwiderte sofort unser Feuer mit größter Heftigkeit. Bei einem solchen feindlichen Vergeltungsfeuer schätzten wir 700 schwere Mineneinschläge auf unsere Schratzmaennele- und Barrenkopf- und außerdem mehrere hundert auf unsere Lingekopf-Stellung. Wem von uns klingt das hierdurch hervorgerufene Kampfgetöse nicht noch in den Ohren? Wiederholt wurden die Storchennest- und Blockhausbefestigungen, die gedeckten Laufgräben und die feindlichen Unterstände von uns zertrümmert, aber immer wieder war der Feind rastlos und mit bewunderunsgwürdiger Zähigkeit bemüht, nachts die Schäden wieder auszubessern. Schließlich aber gelang es uns, das Storchennest so gründlich zu vernichten, dass keine Befestigung farauf mehr hielt und die Verbindungsgräben derart zu verwüsten, dass ihr Ausbau unmöglich war.“

Man begrub Cornelius Zauscher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 162.

Seine Heimatgemeinde Gundelfingen gedenkt Cornelius Zauscher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2014/gundelfingen-an-der-donau_lk-dillingen-an-der-donau_wk1_wk2_bay.html

Auch sein Geburtsort, Babenhausen, gedenkt Cornelius Zauscher auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/babenhausen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Cornelius Zauseher
Rückseite des Sterbebildes von Cornelius Zauseher
Prinz Leopold von Bayern 1917

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.345: Paul Reiter

Der Soldat Paul Reiter stammte aus Kupferstadt, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmsham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 3. Kompanie des 2. Brigade-Ersatz-Bataillons. Im August 1914 wurde er bei den erbitterten Gefechten in den Vogesen schwer verwundet und verstarb am 03.09.1914 im Alter von 26 Jahren im Festungslazarett Straßburg.

Man begrub Paul Reiter auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block J, Grab 114.

Der Name von Paul Reiter ist auf dem Soldatenfriedhof Strasburg-Cronenbourg verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2009/strasbourg-cronenbourg_kgs_r_wk1_fr.htm

Sterbebild von Paul Reiter
Rückseite des Sterbebildes von Paul Reiter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.341: Gustav Winkler

Der Soldat Gustav Winkler stammte aus der Gemeinde Dogern im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist und Gefreiter in der 5. Kompanie (2. Bataillon) des 109. badischen Grenadier-Regiments. Am 04.09.1914 fiel er während der Schlacht vor Nancy – Epinal im Alter von 27 Jahren südlich Baccarat in den Vogesen. Zunächst wurde er von offizieller Seite nur vermisst gemeldet, jedoch versehen mit dem Zusatz „wahrscheinlich tot“. Dies bedeutet, dass seine Kameraden beobachtet hatten, dass er im Kampf so schwer verwundet wurde, dass ein Überleben unwahrscheinlich war. Man konnte jedoch seine Gebeine unmittelbar nach dem Kampf nicht bergen. Vermutlich ist dies auch nach den Kampfhandlungen nicht geordnet geschehen. Wenn seine Gebeine gefunden wurden, konnten sie nicht identifiziert werden und sie wurden anonym in einem Massengrab auf dem rund 20 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Gerbéviller begraben.

Sterbebild von Gustav Winkler
Rückseite des Sterbebildes von Gustav Winkler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.328: Jakob Thanner

Der Soldat Jakob Thanner stammte aus Ranerding, heute Ortteil der bayerischen Gemeinde Oberbergkirchen, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des  2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.07.1915 fiel er während der 2. Schlacht um Münster im Alter von 30 Jahren am Barrenkopf beim Münster im Oberelsass.

Über den Todestag und die Todesumstände schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

22.07.1915

Um 5 Uhr morgens begann, wie am 20., das feindliche Zerstörungsfeuer auf die ganze Front des Landwehr-Infanterie-Regiments 2 vom Schratzmaennele bis zum Rebberg. Der Schwerpunkt der Verteidigung lag wieder am Barrenkopf. Der Regiments-Kommandeur zog daher 6 Uhr morgens eine Kompanie (4.) und 1/3 Maschinengewehr-Kompanie Jäger 14 vom Eichwald und von Hohrod, die Regiments-Reserve (jetzt 7. Landwehr-Infanterie-Regiment 2) von Hohrodberg zur Badener Hütte heran, so dass dort bereit standen: 7. und 12. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und 4., 1/3 Radfahrer und 1/3 Maschinengewehr-Kompanie Jäger 14. Dem Oberstleutnant Reck wurde befohlen, die 5. und 7. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 1 zum Bärenstall heranzuziehen und die geschwächte 6./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 in der II. Stellung am Kuhberg einzusetzen.

Regiments-Gefechts-Stand war, wie am 20., die Badener Hütte. Dort befand sich auch Hauptmann von Diepow, der Führer des Unterabschnitts B, mit dem Bataillons-Stabe des Jäger-Bataillons 14.

9.30 Uhr vormittags ging der Feind nach schärfster Steigerung seines Artillerie- und Minenfeuers zum Angriff gegen die 1. Linie am Schratzmaennele-Hang vor, wurde aber von der Radfahrer-Kompanie der Jäger und unserer 5. Kompanie glatt abgewiesen.

Das feindliche Feuer nahm immer mehr an Stärke zu. Der Kompanieführer der 11. Kompanie, Hauptmann Ruidisch, fand bei dem Versuch, seine erschütterten Mannschaften aufzurichten, den Heldentod. Das gewaltige Getöse der zerspringenden 15, 22, 28 cm-Granaten und der schweren Minen, die am Südhange des Schratzmaennele, im Sattel und auf dem Barrenkopf Trichter auf Trichter aufrissen, die hohen Gebirgstannen fällten und die Unterstände einwarfen, wurde für die Nerven unerträglich. Die Mannschaften der 11. und 12. Kompanie waren kaum mehr in der Stellung zu halten. Es bedurfte der eisernen Ruhe des Kompanieführers der 12. Kompanie, Oberleutnant Emminger, um seine Leute zur Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten. Sein Zugführer, Leutnant Hönig, fiel, ein leuchtendes Vorbild für die Truppe, in Erfüllung seiner Pflicht. Oberleutnant Jakob, der Führer der 9. Kompanie, führte seine Kompanie mit ruhiger Überlegung aus dem stärksten Feuerbereich von der Höhe des Schratzmaennele hinter dessen Hang zurück, bereit, sie beim Vorgehen der feindlichen Infanterie entgegen zu werfen. Auch die 3. Kompanie Jäger 14 räumte schwer erschüttert den südlichen Teil des Sattels. Auf diese Meldungen hin gab der Regiments-Kommandeur dem Oberstleutnant Reck anheim, eine Kompanie als Rückhalt für die Kompanieen 1. Linie einzusetzen, wies ihn aber an, unbedingt eine Kompanie für den Gegenstoß zurückzuhalten. Daraufhin stellte Oberstleutnant Reck die 7./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 hinter dem Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf zur Abwehr bereit. Auch Hauptmann von Diepow verstärkte seine 3. Kompanie auf dem Barrenkopf durch 1 Zug der Radfahrer-Kompanie und 1 Maschinengewehr.

Gegen 11 Uhr vormittags steigerte sich das feindliche Artilleriefeuer zu einer ungeheuren Heftigkeit sowohl auf, wie hinter die Stellung. Hier wurde planmäßig die Badener Hütte, eine kaum splittersichere Blockhausgruppe, beschossen. Die drei Kompanien der Regiments-Reserve lagen deckungslos am Waldhange hingeschmiegt. Ein feindlicher Flieger kreiste über uns und leitete das Feuer. Geschoss auf Geschoss, 15 cm-Steilfeuer, schlug in unmittelbarer Nähe ein. Die Offiziere, vom Regiments-Kommandeur abwärts, traten zu der Truppe und hielten sie zusammen. Eine schwere Granate krepierte in der Jäger-Kompanie. 20 Tote und Verwundete lagen am Boden. Auch in unsere 7. und 10. Kompanie schlugen Volltreffer ein und schufen erhebliche Verluste. Zwischen die Brisanzgranaten waren Nebelbomben gemischt, die den Bergwald in dichten, braunen Rauch hüllten.

Noch während der Beschießung erfolgte 11.30 Uhr vormittags der Infanterie-Angriff. Der Feind drang im Sattel vor und in die Südwestecke des Schratzmaennele ein. Wieder, wie vorher am 20., wurde er durch die Feuergarbe des Maschinengewehr-Zuges des Vizefeldwebel Faulstich wirksam gefasst. Bei ihm befand sich der tapfere Führer der Maschinengewehr-Kompanie, Oberleutnant Banvield. Oberleutnant Banfield wurde am Oberschenkel schwer verwundet. Nun trat Oberleutnant Jakob mit seiner bis dahin zurückgehaltenen 9. Kompanie in den Kampf. Ihr Feuer schlug in die feindlichen Reihen von der Höhe des Schratzmaennele herab flankierend hinein. Auch ein Teil der 11. Kompanie hatte rühmlichen Anteil an der Abwehr des Feindes. Der Zugführer war zur Bataillons-Befehlsstelle geeilt, um persönlich Unterstützung herbeizuholen. Da übernahm Unteroffizier Pechaigner, der sich schon am 20. ausgezeichnet hatte, mit fester Hand die Führung des Zuges und brachte durch geschickte Feuerleitung dem über den Steinhang hinaufklimmenden Feinde schwere Verluste bei. Die 5. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 1 trat zum Gegenstoß an. Im Verein mit der 7. Kompanie dieses Regiments und unserer 12. Kompanie wurden die Reste der feindlichen Sturmtruppen, die am Schratzmaennele-Hang und im Sattel vorgedrungen waren, vernichtet. Wehrmann Peter Holzner der 12. Kompanie, verheirateter Tagelöhner von Altdorf bei Landshut und Vater von 6 Kindern, der sich schon am 20. ausgezeichnet hatte, deckte an besonders gefährdeter Stelle die linke Flanke seiner Kompanie und wehrte einen Flankenstoß des Feindes ab. Da keine Zeit zum Laden blieb, schlug er mit dem Kolben drein.

Sehr erheblich war zunächst der Erfolg des Feindes gegen den Barrenkopf. Die dort in Stellung befindlichen Teile der 3. Kompanie  und der Radfahrer-Kompanie Jäger 14 wurden von ihm vollständig zersprengt. Die Schützen der beiden Maschinengewehr Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und des einen Maschinengewehr der Jäger wurden außer Gefecht gesetzt. Auf 200 Meter Entfernung erschienen die Alpenjäger vor den noch geschlossen bei der Badener Hütte liegenden Kompanien der Regiments-Reserve. Ihre Infanterie- und Maschinengewehr-Geschosse prasselten in die Kompanien hinein. Der Regimentskommandeur eilte zu den Kompanien. Auf seinen Zuruf „Hinauf auf den Kleinkopf! Drauf auf den Feind!“ stiegen Landwehrleute und Jäger, alles durcheinander, den bewaldeten Berghang zum Kleinkopf hinauf, immerfort angeeifert vom Regimentskommandeur. Die Offiziere gingen ihren Leuten voraus. Den Führer der 7. Kompanie, Hauptmann Krug, wies den der Regimentskommandeur persönlich an, die Kleinkopf-Kuppe zu gewinnen und von dort aus die Feinde vom Barrenkopf hinunterzuwerfen.

Als unsere Schützen die Höhe des Kleinkopfs erreicht und eine Feuerfront von dort bis zur Straße bei der Badener Hütte gebildet hatten, übergab der Regimentskommandeur dem Hauptmann von Diepow den Befehl über diese Front und begab sich zu der in Stellung am Wahlenstall mit Schussrichtung gegen Sattelkopf, westlich Reichsackerkopf, stehenden 6. Batterie Landwehr-Feld-Artillerie-Regiment 6. Der Regimentskommandeur befahl dem Batterie-Offizier, Leutnant Holstein, die Geschütze kehren und geschützweise gegen den auf dem Barrenkopf eingedrungenen Feind feuern zu lassen. Den gleichen Auftrag gab er durch Meldegänger der 3. Batterie bayerisches Reserve-Feld-Artillerie-Regiment 9 bei Schneiden. Beide Batterien unterstützten sehr wirksam unseren Infanterieangriff und trugen wesentlich zu dessen Erfolge bei.

Dem Kommandeur des I. Bataillons am Eichwald schickte der Regimentskommandeuer den Befehl, die 2. Kompanie und 2/3 Maschinengewehr-Kompanie Jäger 14 nach der Badener Hütte zu senden. Um auch von den am Südwesthange des Kleinkopfs und im Sattel bei Hinterberg stehenden Kompanien möglichst viele Kräfte für den Angriff frei zu machen, begab er sich zunächst nach Hinterberg zur 8. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und sodann zur 1. Kompanie Jäger 14 und veranlasste eine Rechtsschiebung im Schützengraben zum Hinaufrücken auf den Kleinkopf. Vom Südwesthange des Kleinkopfs aus dem Schützengraben der Jäger beobachtete er, wie die Alpenjäger vor unserem Gegenangriff und unserem Artillerie- und Infanteriefeuer in Massen gegen den Combekopf zurückströmten. Im Verfolgungsfeuer der Jäger sah man die fliehenden Feinde zusammenstürzen.

Der Feind war vom größten Teile des Barrenkopfes wieder vertrieben. Nur ein Rest von ihm saß noch in den Gräben auf der Barrenkopf-Kuppe. Um 2 Uhr nachmittags trafen die vom Eichwald heranbefohlenen 2. Kompanie und 2/3 Maschinengewehr-Kompanie Jäger 14 ein. Ein zug der Kompanie wurde eingesetzt und säuberte gemeinsam mit der 7. und 10. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und der 4. Kompanie Jäger 14 unter der tatkräftigen Führung des Leutnants der Jäger Biermann die Kuppe des Barrenkopfes. 1 Major 1 Leutnant und 70 Alpenjäger der Bataillone 14, 106 und 114 wurden gefangen. Hierbei zeichnete sich der Unteroffizier Johann Schiefer der 12 Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 2 besonders aus. Zwei am Barrenkopf und am Schratzmaennele einander gegenüber stehende Kampfgruppen der Jäger und der Landwehr glaubten Franzosen vor sich zu haben und begannen aufeinander zu feuern. Unteroffizier Schiefer klärte die beiden Abteilungen auf einem sehr gewagten Schleichgange über den gefährlichen Irrtum auf und verhütete dadurch erhebliche Verluste. Er veranlasste die Jäger, ihre Linie gegen den Schratzmaennele zu verlängern. Hierdurch wurden die eingedrungenen Franzosen abgeschnitten und gefangen genommen. Um 5 Uhr nachmittags war unsere Stellung wieder vollständig in unserer Hand. Im Laufe der Nacht wurden noch etwa 50, größtenteils leichtverwundete Alpenjäger eingebracht, die sich dircht vor unserer Stellung an der Nordwestecke des Barrenkopfs in Granatlöchern oder an versteckten Plätzen verborgen hatten. Bei den Aufräumungsarbeiten in der Stellung fanden sich mindestens 500 französische Gewehre; etwa 300 in der Stellung liegende tote Alpenjäger wurden von uns beerdigt. Der Sattel zwischen Barrenkopf und Combekopf war bedeckt mit toten Alpenjägern.

Das feindliche schwere Artilleriefeuer hatte eine ungeheure zerstörende Wirkung gehabt. Am Südrande des Schratzmaennele, im Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf und auf dem Barrenkopf war kein Grabenstück, kein Unterstand mehr vorhanden. Das Drahthindernis war vor diesem Teile unserer Front vollständig beseitigt. Das ganze Gelände war von tiefen und weiten Granattrichtern durchwühlt, abgeschlagene Gebirgstannen lagen darüber und versperrten den Weg.

Eine Truppe, die ein derartig schweres Feuer zu ertragen und in diesem Granatenschauer zur Abgabe eines wohlgezielten Feuers, zu schneidigem Gegenangriff bereit war, hat gezeigt, dass sie unter den schwersten seelischen Eindrücken von dem eisernen Willen durchdrungen war, kein Fußbreit Boden dem Feinde abzutreten und dass ihr der Schutz des Vaterlandes über alles ging.

Auch auf dem Regiments-Abschnitt vom Eichwald bis zum Rehberg war schweres feindliches Artilleriefeuer gelegen, ein Angriff fand hier aber nicht statt, wenn die feindliche Infanterie auch durch Besetzung ihrer vordersten Gräben die Absicht zum Angriff vorzutäuschen suchte.

In den Kämpfen am 20. und 22. hatte das Landwehr-Infanterie-Regiment 2 einen Gefechtsverlust von 188 Toten, 395 Verwundeten. Am meisten hatten die 11. und 12. Kompanie in den Kämpfen am Schratzmaennele und Barrenkopf gelitten. Die 11. Kompanie hatte im ganzen 112, die 12. Kompanie 103 Gefechtsverluste aufzuweisen.“

Man begrub Jakob Thanner auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 4, Grab 66.

Sterbebild von Jakob Thanner
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Thanner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.321: Franz Neuwirth

Der Soldat Franz Neuwirth stammte aus der bayerischen Gemeinde Glonn und war der Sohn eines Schreinermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 17.04.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in den Vogesen am Eichenrain bei Münster (Oberelsass).

Über den Todestag von Franz Neuwirth berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiment:

„Die Kompanien setzten alsbald mit reger Patrouillentätigkeit ins Vorgelände ein. Der darüber verärgerte Feind sandte am 17. April einige wohlgezielte Artillerieschüsse herüber, die bei der 12. Kompanie zwei Tote und zwei Verwundete, bei der 10. Kompanie in der Nordhütte 18 Tote, 15 Schwer- und vier Leichtverwundete zur Folge hatten.“

Einer der Toten der 10. Kompanie war Franz Neuwirth.

Man begrub Franz Neuwirth auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 9.

Seine Heimatgemeinde Glonn gedenkt Franz Neuwirth noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/glonn_wk1_bay.htm

Sterbebild von Franz Neuwirth
Rückseite des Sterbebildes von Franz Neuwirth

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.311: Otto Straßer

Der Soldat Otto Straßer stammte aus Thomasbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er während der erbitterten Gefechte in den Vogesen im Alter von 20 Jahren am Reichsackerkopf, in der Nähe von Münster (Oberelsass) im Münstertal.

Man begrub Otto Straßer auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

Sterbebild von Otto Straßer
Rückseite des Sterbebildes von Otto Straßer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.291: Michael Baumgartner

Der Soldat Michael Baumgartner stammte aus Frimhöring, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war Pharmazeut in Fürth im Wald  Sein Vater war Müllers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger im 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 07.01.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Kämpfe in den Vogesen bei Laitre, einem Ortsteil von Ban-de-Sapt.

Man begrub Michael Baumgartner auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Ruhstorf an der Rott gedenkt Michael Baumgartner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ruhrstorf_an_der_rott_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Michael Baumgartner
Rückseite des Sterbebildes von Michael Baumgartner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.281: Georg Stautner

Der Soldat Georg Stautner stammte aus der bayerischen Gemeinde Willmering und war Brauer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 1. Kompanie des 143. Infanterie-Regiments. Am 26.08.1914 fiel er bei Raon-l’Étape während der Schlacht vor Nancy-Epinal.

Offiziell ist füpr Georg Stautner keine Grablage bekannt. Für schrecklich viele Gefallene der Gefechte bei Nancy – Epinal kennt man die Lage des Grabes nicht (mehr), musste ich in den Jahren meiner Recherchen für diesen Blog feststellen.

Es könnte sein, dass Georg Stautner auf dem Soldatenfriedhof Walscheid anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich möchte betonen, dass die Datenlage sehr spärlich ist. Lediglich das Grab seines Regimentskameraden Vizefeldwebel Richard Landrock konnte ich recherchieren, der am gleichen Tag fiel. Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Walscheid in Grab 88. begraben. Es könnte aber auch sein, dass er auf dem sehr großen Soldatenfriedhof Reillon begraben wurde. Diese Vermutung ist für mich wahrscheinlicher, da er bedeutend näher an dem Todesort von Georg Stautner liegt, jedoch habe ich dafür keinerlei Hinweise.

Sterbebild von Georg Stautner
Rückseite des Sterbebildes von Georg Stautner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.265: Konrad Rothenhäusler

Der Soldat Konrad Rothenhäusler stammte aus Staig im heutigen Baden-Württemberg und war Gutsbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 17.02.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren während der heftigen Kämpfe in den Vogesen am Sudelkopf, der der zum Hartmannsweilerkopf gehört.

Über den Todestag und die Todesumstände von Konrad Rotenhäuser berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiment:

„Der französische Angriff gegen Stellung Crailsheim am 17.02.1915

Er (der Franzose) hatte neue Kräfte herangeführt. Zu dem starken Alpenjägerbataillon (mit acht Kompanien) trat das ganze 334. Infanterie-Regiment. Von 9 Uhr vormittags lag die ganze Stellung Crailsheim bis zur Höhe 900 und zum Schlüsselkopf und im Süden bis zum rechten Flügel des I. Bataillons unter schwerem, ununterbrochenem Zerstörungsfeuer des Gegners. Grabenstück für Grabenstück, Unterstand für Unterstand wurde von dem hervorragend geleiteten Artilleriefeuer systematisch zusammengeschossen. Unter den Trümmern auf der Kuppe lag die zähe Besatzung der 10. Kompanie unter Führung von Leutnant Schempp und Busel, am Südhang die Infanterie-Pionierabteilung von Leutnant Mack, der, weil keine Ablösung erschien, die Sicherung des eben gebauten vordersten Grabens übernahm. Da lagen sie Stunde für Stunde auf dem Boden hinter Steinen, Trichterrändern, zerschossenen Baumstämmen hingekauert, das eingefrorene Gewehr in der rechten Hand. Es wird Mittag und noch hört der Höllensturm nicht auf. Keine Ablösung! Keine Nahrung seit dem gestrigen Tag! Nur Tod und Verderben zur Linken und Rechten! Da heultum 2 Uhr nachmittags der Sturm von drei, kaum 600 Meter weit entfernt stehenden Gebirgsbatterien heran, die in rasendem Schnellfeuer das Zerstörungswerk vollenden. Von Dreck und Dampf und Pulverschleim wird die Kuppe eingehüllt. Punkt drei Uhr wird das Feuer vorverlegt und riegelt jeden Zugang zu ihr ab. Da stürmen vier frische, ausgeruhte Kompanien des Alpenjägerbataillions langsam gegen die Kuppe der Stellung Crailsheim heran und nehmen sie nach kurzem Kampf in Besitz. Die kleinen, völlig entnervten und erschöpften Reste der 10. Kompanie geraten in Feindeshand. Kein Maschinengewehr verwehrt dem Feind mehr den Weg; teils waren sie zerstört, teils lag die ganze Bedienung tot am Boden.

Rasch richtet sich der siegestrunkene Gegner auf der Kuppe ein und dringt nach Norden gegen Höhe 900 und nach Süden gegen das Breittal vor. Die Gefahr für das Landwehr-Infanterie-Regiment 123 war äußerst groß. Höhe 900 und die ganze Talstellung des I./L. 123 drohte von der Flanke aufgerollt zu werden. Schon standen frische Alpenjäger im Rücken des rechten Flügels der 3. Kompanie, schon drangen Patrouillen gegen den Holzwasen hinunter. Da retten zwei Offiziere die Situation. Der unerschrockene Adjutant des III. Bataillons, Oberleutnant Stiegele, eilt auf die Nachricht, dass der Gegner mit Infanterie oben eingebrochen sei, mit etwa 15 beherzten Leuten vom Holzwasen den vereisten Weg zur Kuppe hinan und bringt durch sein schneidiges Auftreten die esrte Linie des Gegners zum Stehen. Im harten Nahkampf wird Oberleutnant Stiegele selbst am Arm schwer verwundet. Doch der erste Riegel war gezogen.

Am linken Flügel zwischen der Stellung Crailsheim und 3./L. 123 liegt noch Leutnant Mack mit dem Rest seiner dezimierten Infanteriepioniere. Bei ihm befindet sich durch Zufall Leutnant Link, der als Rekonvaleszent seinen Freund im Graben aufgesucht hat und infolge Trommelfeuers am Rückweg verhindert worden ist. Sofort nach dem Trommelfeuer greifen Alpenjäger auch am Südhang an, werden aber in scharfes Gewehrfeuer der Besatzung aus nächster Nähe verstrickt. Da sieht auf einmal Leutnant Link, wie von rückwärts von der Kuppe her ein Zug Franzosen den paar Gruppen der Infanteriepioniere in die rechte Flanke stößt. Den Revolver in der Hand, stürzt Leutnant Link vor; kurz entschlossen wirft sich Leutnant Mack mit einer Gruppe dem neuen Feind in der rechten Flanke entgegen und bringt ihn nach einiger Zeit zum Stehen. Nun, als der Feind an der Stirnseite abgewehrt war, holen beide Offiziere zum Gegenstoß aus; sie stürmen unter Hurrarufen mit ihren 30 Mann den steilen Berg hinan und gewinnen einen starken Felsblock, der als Angelpunkt für die nach Norden abgebogenen Front geeignet scheint. Doch weiter reicht die Kraft der kleinen Schar nicht aus; war doch schon der zehnte Teil, darunter Leutnant Link, ein prächtiger Offizier, gefallen. Mitten im Sprung brach er, durchs Her getroffen, neben Leutnant Mack tot zusammen. Der Rest nagt sich in den Schnee und den gefrorenen Boden ein und weicht nicht von der Stelle. Die Schar feuert weiter bis zur letzten Patrone und hält die neue Linie die ganze Nacht hindurch.

Da kommt auch endlich Verstärkung heran. Teile der 7./L. 123. unter dem trefflichen Leutnant Herdegen eilen dem zusammengeschmolzenen Infanterie-Pionierzug des Leutnants Mack zur Hilfe und geben der offenen Flanke einen starken Halt. Am späten Nachmittag erscheint weiter aus dem Rimbachtal die 5. Kompanie unter Hauptmann Knapp; sie wird von Oberleutnant von Crailsheim von Höhe 900 aus, linken Flügel an der den Höhengrat einsäumenden Steinmauer, angesetzt. Auch Hauptmann Gutermann, der mit der 9./L. 123 am Morgen nach anstrengendem Dienst zur Ruhe nach Jungholz abmarschiert war, ist nach Eintreffen der bösen Nachricht sofort wieder umgekehrt und in dreistündigem Bergmarsch wieder angerückt. Beide Kompanien (die 6., ebenfalls vom Tal in Marsch gesetzt, trifft leider zu spät ein) greifen nun mit den Resten der 11. und 12. Kompanie in später Abendstunde unter Oberstleutnant von Crailsheims Führung den Gegner an und drängen ihn bis hart an die Sudelhöhe wieder zurück. Die dunkle Nacht lässt den Gegenstoß, ehe er sich völlig ausreist, vorzeitig abbrechen. Doch gelingt es nun nach Mitternacht Leutnant Mack durch einen Zug des Leutnants Seebaß (9. Kompanie) und John (12. Kompanie), die er selbst vom Bataillon herangeholt hat, die 400 Meter weite Lücke an seinem rechten Flügel zu schließen. Damit war der Durchbruch glücklich abgewehrt: ein schöner Erfolg des schwer mitgenommenen Bataillons von Crailsheim angesichts der üblen Lage und des fünfach überlegenen Gegners.

Die Verluste waren freilich schwer. An Offizieren fiel Hauptmann Knapp, der Führer der 5./L. 123, der seiner Kompanie zu weit vorausgeilt und vom Feinde aus nächster Nähe schwer verwundet worden war. Er war ein pflichtgetreuer und gewissenhafter Offizier, der als Regimentsadjutant vom Kriegsbeginn bis Anfang Februar viel geleistet hat. Ferner Leutnant Link der 10. Kompanie. Schwer verwundet wurden Oberleutnant Stiegele, der Adjutant des III./L. 123 und Leutnant Kalchreuter der 5. Kompanie, beide treffliche Offiziere. An Mannschaften war beim III. Bataillon allein ein verlust von 100 Mann zu beklagen.“

Einer der 100 Verluste war Konrad Rotenhäusler.

Die Lage des Grabes von Konrad Rotehhäusler ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller beigesetzt wurde, wo auch seine Kameraden von der 9. Kompanie begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Leutnant der Reserve Eugen Link, gefallen am 17.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller in Block 3, Grab 35;
  • WehrmannVinzenz Schönberger, gefallen am 17.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller in Block 8, Grab 70;
  • Gefreiter Anton Allgaier, gefallen am 11.02.1915 am Sudelkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller in einem Massengrab;
  • Kriegsfreiwilliger Ludwig Walzer, gefallen am 17.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller in Block 3, Grab 38.

 

 

Sterbebild von Konrad Rothenhäusler
Rückseite des Sterbebildes von Konrad Rothenhäusler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.254: Lorenz Graisel

Der Soldat Lorenz Graisel wurde am 13.12.1892 in Echerschwang (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, geboren und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg wurde er zunächst zur Ausbildung zum 1. bayerischen Infanterie-Regiment einberufen. Am 12.05.1915 wurde er zum 19. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment abkommandiert, um im Krieg eingesetzt zu werden. Am 11.08.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren.

Offiziell ist für Lorenz Graisel keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach oder Hohrod begraben wurde, wobei ich eher an Hohrod denke.

Sterbebild von Lorenz Graisel
Foto von Lorenz Graisel