Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 657: Martin Rothammer

Der Ersatz-Reservist Martin Rothammer stammte aus Reisachmühle, heute ein Ortsteil der Gemeinde Zachenberg in Niederbayern, und war der Sohn eines Müllers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem auch einer der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte diente: Adolf Hitler. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Fromelles während eines Sturmangriffs.

Übrigens fand in der Nähe von Fromelles der legendäre Weihnachtsfriede von 1914 statt, als einfache Soldaten, eigentlich Feinde, auf beiden Seiten der Front die Waffen für die Weihnachtsfeiertage niederlegten.

Eine Grablage ist für Martin Rothammer offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal seiner Kameraden aus der gleichen Kompanie, die im gleichen Zeitraum fielen:

  1. Johann Piermeier, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  2. Infanterist Franz Xaver Sagstetter, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  3. Infanterist Ludwig Traurig, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab

 

Sterbebild von Martin Rothammer
Rückseite des Sterbebildes von Martin Rothammer

Der theoretische Weg von Martin Rothammer von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 656: Franz Xaver Gerstl

Franz Xaver Gerstl war ein Müllerssohn aus Niederham in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 wurde er bei Maixe verwundet, ebenso im Juni 1915. Am 20.07.2016 fiel er im Alter von 25 Jahren durch einen Granatschuss beim Armierungs-Bataillon 5, 4. Kompanie bei Morval.

Über die Lage eines Grabes ist heute nichts mehr bekannt.

Sterbebild von Franz Xaver Gerstl
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Gerstl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 655: Max Eder

Der Landwirt Max Eder stammte aus Hinding, heute ein Ortsteil des bayerischen Marktes Ortenburg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 11. Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 28.09.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren.

Über den Sterbeort und die Lages des Grabes von Max Eder ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen.

Sterbebild von Max Eder
Rückseite des Sterbebildes von Max Eder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 654: Anton Maier

Anton Maier wurde am 02.06.1889 in Sachsenham, heute ein Ortsteil der Gemeinde Haarbach in Niederbayern, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im Infanterie-Leib-Regiment als Soldat. Er wurde mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse  ausgezeichnet. Am 04.12.1917 starb er im Alter von 28 Jahren nach schwere Verwundung in einem Feldlazarett in Oberitalien an der unteren Piave während der ersten Schlacht an der Piave bei den Stellungskämpfen an der unteren Piave und den Gebirgskämpfen in den Venezianischen Alpen.

Anton Maier wurde auf dem Soldatenfriedhof Feltre in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Haarbach gedenkt noch heute Anton Maier auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/haarbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Anton Maier
Rückseite des Sterbebildes von Anton Maier

Der theoretische Weg von Anton Maier von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 653: Johann Nöhmeier

Der Unteroffizier Johann Nöhmeier stammte aus Obergrafensee und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Krone ausgezeichnet. Am 20.09.1916 wurde er im Alter von 26 Jahren nach 25 Monaten Kriegsdienst bei den Kämpfen bei Dorna Watra (rumänisch: Vatra Dornei) am Bayernberg durch einen Kopfschuss getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Nöhmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Das III. Bataillon übergab am 20.09. seine Stellung dem III./Landwehr-Regiment Nr. 18 und rückte als Abschnittsreserve nach österreichisch Gura-Nergi. Auch dieser Tag wurde ein schwerer Gefechtstag für das II. Bataillon. Von 9.30 Uhr vormittags bis 1.40 Uhr nachmittags hielt die russische Artillerie den Bernarielul unter schwerem Vorbereitungsfeuer. Um 2.30 Uhr nachmittags brach die russische Infanterie dreimal hintereinander in vier Wellen aus der Stellung vorgelagerten Waldrändern hervor, um die tapferen Verteidiger endlich zu überwältigen. Mit hohen Verlusten mussten sie sich geschlagen wieder in den schützenden Bergwald zurückziehen. Kein Feind hatte den Graben erreicht. Die 9. und 11. Kompanie wurde dem II. Bataillon zu Hilfe geschickt, brauchte aber nicht mehr einzugreifen, ebensowenig die 10. und 12. Kompanie, die mit dem Stab des III./16. Infanterie-Regiment dem links anschließenden Abschnitt Papp zur Verfügung gestellt waren.

Die 7. und 8. Kompanie wurden am Abend, um etwas auszurasten zu können, nach Dorna Watra verlegt.“

Über den Verbleib der Leiche von Johann Nöhmeier ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen.

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Johann Nöhmeier auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/pfarrkirchen_kriegergedaechtniskapelle_wk1_bay.htm

Sterbebild von Johann Nöhmeier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nöhmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 652: Josef Zeiler

Der Infanterist Josef Zeiler wurde am 10.07.1897 in Dingolfing in Bayern als Sohn eines Spediteurs geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.06.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren an der Westfront.

Die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments schreibt über diesen Tag:

5.6. In den Morgenstundenstarkes Artilleriefeuer am Winterberg. Dann anschließend Streufeuer auf Abschnitt Stettin. Am Nachmittag Wirkungsfeuer mit schwerem Kaliber auf Berrieux. Feuerüberfälle auf Husarenwald, Reimserstraße und vordere Linie. Nachts lebhaftes Feuer auf Corbeny-Dorf und Wald.Der Feind schanzt und wird durch M. G.-Feuer und Granatwerfer-Überfälle gestört.“

Am Ende des Tages ist Josef Zeiler tot. Über sein Grab ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen.

Sterbebild von Josef Zeiler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Zeiler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 651: Johann Seitz

Der Krankenträger Johann Seitz wurde am 24.06.1884 in Unterbrunn, heute ein Ortsteil der Gemeinde Holzheim am Forst, geboren und war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 17. bayerischen Sanitätskompanie. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 15.04.1918 tötet ihn ein Granatschuss im Alter von 33 Jahren nach 45 Monaten im Feld an der Somme. Bei Montdidier wurde er zunächst begraben. Ich gehe davon aus, dass er als unbekannter Toter auf den Soldatenfriedhof Montdidier überführt wurde, wo er in einem Massengrab beigesetzt wurde.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 650: Anton Reicheneder

Der Bauerssohn Anton Reicheneder wurde am 22.12.1892 in Malchesing, heute ein Ortsteil der Stadt Geiselhöring, in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 03.09.1918 verstarb er im Alter von 25 Jahren in Kriegsgefangenschaft.

Man begrub Anton Reicheneder auf dem Soldatenfriedhof Cernay in Block 1, Grab 333.

Sterbebild von Anton Reicheneder
Rückseite des Sterbebildes von Alois Reicheneder

Der theoretische Weg von Anton Reicheneder von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 649: Alois Auer

Der Vizefeldwebel Alois Auer wurde am 12.09.1894 im bayerischen Ampfing geboren und war Student phil. am Lyzeum in Freising. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillon und Offiziers-Aspirant. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und zum Leutnant vorgeschlagen. Am 14.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun im lothringischen Frankreich.

Man begrub Alois Auer auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Auer
Rückseite des Sterbebildes von Alois Auer

Der theoretische Weg von Alois Auer von seinem Geburtsort über seinen Studienort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 648: Johann Ortanderl

Der Soldat Johann Ortanderl war der Sohn eines Kleinbauern in Mattau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Eskadron des 2. bayerischen Schweren Reiter-Regiment. Am 26.10.1916 fiel er während des Stellungskrieges im Raum Radautz (Rumänisch: Rădăuți) im Alter von 23 Jahren durch einen Kopfschuss.

Ein Grab für Johann Ortanderl existiert heute nicht mehr.

Sterbebild von Johann Ortanderl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Ortanderl