Der Soldat Josef Bauer stammte aus Niedermünchsdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen, und war der Sohn eines Hirten. Im Ersten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 00.05.1917 fiel er nach 2 ½ Jahren Kriegsdienst im Alter von 22 Jahren bei Berry-au-Bac (Champagne). Man begrub Josef Bauer zunächst in Juvincourt.
Die Gebeine wurden später umgebettet. Vermutlich wurden sie auf den Soldatenfriedhof Asfeld gebracht, wo man sie, da man sie nicht mehr zuordnen konnte, anonym in einem Massengrab beisetzte.
Sterbebild von Josef BauerRückseite des Sterbebildes von Josef Bauer
Der Soldat Karl Achatz stammte aus Pillersberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haibach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 11.05.1918 fiel er bei Bapaume durch Granatschussverletzung.
Man begrub Karl Achatz auf dem Soldatenfriedhof Villers-au-Flos in Block 2, Grab 646.
Sterbebild von Karl AchatzRückseite des Sterbebildes von Karl Achatz
Der französische Soldat Léon Joseph Raynaud wurde am 26.11.1890 im 5. Arrondissement von Lyon geboren. war Corporal im 52. französischen Infanterie-Regiment. Er geriet Mitte 1916 im Ersten Weltkrieg in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im in das Kriegsgefangenenlager Sandgrub in Schnaitsee interniert. Am 15.11.1918 verstarb er im Alter von 27 Jahren im Krankenhaus Wasserburg am Inn, also vier Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne, und 11. Tage vor seinem 28. Geburtstag.
Sterbebild von Léon RaynaudRückseite des Sterbebildes von Léon Raynaud
Der Soldat Ernst Hölzel wurd eam 26.12.1881 geboren und stammte aus Neudrossenfeld in Bayern und war Forstamtsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel und Offiziers-Stellvertreter in der 9. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Saint-Mihiel, vor Verdun.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ernst Hölzel berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen infanterie-Regiments:
„Bereits am 2. Oktober nachmittags 6 Uhr greift der Feind erneut beim III. Bataillon im Bois d‘ Ailly an. Wieder richtet sich der Angriff gegen die Südwestecke, jenen schwachen Punkt, gegen den die eigene Artillerie nicht zu wirken vermag. Es gelingt ihm einzudringen und bis zur großen Ailly-Schneuse vorzudringen. Doch nicht lange erfreut er sich seines Erfolges. Der Bataillonsstab mit Major Raab, dem keine Reserven mehr zur Verfügung stehen, wirft sich ihm entgegen. Handgranaten und ein Maschinengewehr tun ihre Wirkung. Bald ist der Feind niedergemacht und die Lücke geschlossen. Zur Hilfe geholte Teile des III./11 sind nicht mehr benötigt.“
Man begrub Ernst Hölzel auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Heinrich Braun war Forstamtspraktikant in Fulda im heutigen Bundesland Hessen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 10.10.1914 fiel er bei Verdun.
Man begrub Heinrich Braun auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Heinrich Braun war Mitglied der Münchener Burschenschaft Corps Hereynia.
Todesanzeige von Heinrich Braun und Ernst HölzelSymbolfoto
Der Soldat Dr. Kurt Lautenschlager stammte aus der bayerischen Stadt Wörth an der Donau und war Augenarzt in Essen an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberarzt der Reserve im Stab des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.12.1914 starb er im Alter von 33 Jahren auf einem Truppenverbandplatz bei Savonnières-en-Woëvre im Wald von Apremont-la-Forêt, unweit von Verdun, wo 1 ½ Jahre später eine der furchtbarsten Schlachten des Krieges stattfand
Dr. Kurt Lautenschlager hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.
Man begrub Dr. Kurt Lautenschlager auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der britische Soldat James Trevor Crawley Vincent war der einzige Sohn von Hugh Corbet Vincent aus Bronwydd, Bangor, Nordwales, und seiner Frau Bronwen Adelaide.
Er trat 1909 in die Schule ein, verließ sie 1913 und schloss sich im Februar 1914 dem 2. Bataillon des walisischen Regiments an, das damals in Bordon stationiert war und bis zur Kriegserklärung dort blieb. Da er zu jung war, um mit seinem Regiment an die Front zu gehen, wurde er nach Cardiff ins Depot geschickt, wo er Rekruten für Lord Kitcheners Armee ausbildete. Im Januar 1915 kehrte er als 2. Leutnant zu seinem Regiment an die Front zurück.
Am 9. Mai 1915 fiel er in der Nähe von Ypern, als er seinen Zug gegen die deutschen Schützengräben führte.
Der kommandierende Offizier des Regiments schrieb:
„Wir werden ihn alle vermissen, und der Dienst hat einen sehr vielversprechenden jungen Offizier verloren.“
Der österreichische Soldat Josef Mayer stammte aus Entholz, eine Ortsteil der österreichischen Gemeinde Kopfing, und war Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er im 2. österreichischen Landsturm-Infanterie-Regiment. Am 01.07.1916 verstarb er im Alter von 43 Jahren im Spital Jägerndorf.
Sterbebild von Josef MayerRückseite des Sterbebildes von Josef Mayer
Der Soldat Johann Wolfseder wurde am 01.06.1896 geboren und stammte aus Pfaffenham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts (Ponthalerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 27.10.1916 galt er seit der Grenzkämpfe am Bulkangebirge in der Walachei in Rumänien als vermisst, bis sich später herausstellte, dass er Anfang Februar 1917 im Alter von 20 Jahren in Sipote in russischer Gefangenschaft gestorben war.
Über die Umstände seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte:
Am 26.10. abends erhielt das Bataillon Weisung, die Straße Targu Jiu – Francesti zu sperren. 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment erreicht dementsprechend am 27.10. 2 Uhr morgens die Gegend nördlich Rasovita, das übrige Bataillon kommt 7 Uhr morgens dort an. Als nun zur Besetzung von Rasovita geschritten wurde, wurde 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sofort aus südöstlicher Richtung scharf angegriffen, während 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment den Westrand noch erreichte, dann spricht sich aber auch von Westen und Süden her ein Angriff stark überlegener Kräfte aus. 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment besetzte gerade noch den Südrand. Die Maschinengewehr-Kompanie wird aufgeteilt. Endlich muss auch 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit zwei Zügen am rechten Flügel der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit einem Zug zwischen 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment eingeschoben werden. Von drei Seiten her eingekreist und mit starkem Artilleriefeuer belegt, setzt sich das Bataillon kräftig zur Wehr. Wiederholt werden Stürme des Feindes abgeschlagen. Erst etwa 3 Uhr nachmittags gelingt es dem Feinde, im Handgemenge in die Mitte der Westfront von Rasovita einzudringen. Dadurch werden starke Teile des Bataillons abgeschnürt, während der Rest persönlich vom Bataillonsadjutanten, Leutnant der Reserve Kardel, geführt, sich auf Lelesti an Nebentruppen (I./22. bayerisches Infanterie-Regiment) heranzieht und am 28.10. morgens bei Schela vom Bataillonskommandeur wieder geordnet wird.“
Bei diesem Gefecht wurde Johann Wolfseder gefangen genommen.
Die Lage des Grabes von Johann Wolfseder ist unbekannt.
Sterbebild von Johann WolfsederRückseite des Sterbebildes von Johann Wolfseder
Der Soldat Johann Irlbacher stammte aus Berg, einer Filialegemeinde von St. Leonhard, und war der Sohn eines Landwirts (Schoberbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.07.1918 fiel er im Alter von 18 Jahren während der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne bei Reims in Frankreich.
Johann Irlbacher wurde auf dem Soldatenfriedhof Berru in Block 3, Grab 145 begraben.
Sterbebild von Johann IrlbacherRückseite des Sterbebildes von Johann Irlbacher