Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.009: Karl Pröbstl

Der Soldat Karl Pröbstl wurde am 28.01.1891 in Kohlhofen als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Steingaden. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Saaraltdorf (französisch: Sarraltroff) in Frankreich.

Über den Todestag von Karl Pröbstl berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments wie folgt:

„Am 20.08.1914 mittags trat die Armee zum Gegenangriff aus ihren Stellungen an. Die vordere Linie der 2. bayerischen Infanterie-Division brach in die Waldungen westlich und nordwestlich Saaraltdorf ein, drang dann über Dolvingen siegreich vor und verfolgte den in südliche Richtung abziehenden Feind. Das Regiment folgte, anfangs noch in der Korpsreserve, über Höhe 310 südwestlich Görlingen und Saaraltdorf bis Langd und Zittersdorf, am 21.08. bis Kappel und Kirchberg.“

Man begrub Karl Pröbstl auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab.

Sterbebild von Karl Pröbstl
Rückseite des Sterbebildes von Karl Pröbstl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.005: Johann Helmbrecht

Der Soldat Johann Helmbrecht stammte aus Grün und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiment. Wann er starb ist ebenso unklar, wie der Ort seines Ablebens. Fest steht, dass er als Reservist im Alter von 23 Jahren verstarb. Einges deutet darauf hin, dass er während der Schlacht in Lothringen am 20.08.1914 in Gefangenschaft geriet (er galt zunächst als vermisst) und in Gefangenschaft in Castelnaudary an einer Verwundung starb. Es gibt keinen Ort mit dem auf dem Sterbebild angegebenen Namen. Die Lages seines Grabes ist auch unbekannt.

Sterbebild von Johann Helmbrecht
Rückseite des Sterbebildes von Johann Helmbrecht

Sonderbeitrag: Freiherr Alexander Kreß von Kretzenstein

Der Soldat Freiherr Alexander Kreß von Kretzenstein wurde am 27.12.1888 in der bayerischen Stadt Augsburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Bataillons-Adjutant im Stab des II. Bataillon des bayerischen Infanterie-Leib-Regiment. Am 23.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 27 Jahren bei Fleury-devant-Douaumont.

Die Lage des Grabes von Freiherr Alexander Kreß von Kretzenstein konnte ich bislang nicht ermitteln.

Oberleutnant Freiherr von Kreß

 

Sonderbeitrag: Georg Ritter und Edler von Rauscher auf Weeg

Der Soldat Georg Ritter und Edler von Rauscher auf Weeg wurde am 07.05.1892 als Sohn des bayerischen Generalleutnant Edwin von Rauscher auf Weeg in der bayerischen Landeshauptstadt München geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Kompanieführer in der 8. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiment. Am 23.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 24 Jahren bei Fleury-devant-Douaumont.

Man begrub Georg Ritter und Edler von Rauscher auf Weeg auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Oberleutnant von Rauscher Führer der 8. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiment + 23.06.1916

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.988: Paul Wolff

Der Soldat Paul Wolff wurde am 15.09.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald, den ich gestern vorgestellt habe, als Musketier  in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald von der selben Granate getroffen und getötet.

Beim Volksbund ist für Paul Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.

Seine Heimatgemeinde Radevormwald gedenkt Paul Wolff noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/radevormwald,_oberbergischer-krs_nrw.html

Sterbebild von Otto Ewald und Paul Wolff
Rückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)
Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.987: Otto Ewald Wolff

Der Soldat Otto Ewald Wolff wurde am 30.03.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Paul, den ich morgen vorstelle, als Musketier  in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Paul von der selben Granate getroffen und getötet.

Beim Volksbund ist für Otto Ewald Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.

Seine Heimatgemeinde Radevormwald gedenkt Otto Ewald Wolff noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/radevormwald,_oberbergischer-krs_nrw.html

Sterbebild von Otto Ewald und Paul Wolff
Rückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)
Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.979: Josef Straßnerer

Der Soldat Josef Straßner stammte aus der bayerischen Stadt Pocking und war von Beruf Braugehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 28.06.1915 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe in Lothringen bei Leintrey in Frankreich durch Granatschuss.

Über die Todesumstände von Josef Straßner schreibt die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Ab Juni 1915 wurde ein verfügungsbataillon des Armee-Oberkommandos (abwechselnd Landwehr-Infanterie-Regiment 15 und 122) nach Duß (Dieuze) gelegt, das in ruhigen Zeiten die Tage zur Gefechts- und Schießausbildung benützte und im Anschluss an die Ausbildungszeit besichtigt wurde. Am 20. Juni traf diese Bestimmung das III. Bataillon, diesmal freilich nicht zur Ruhe. Denn schon am 22. Juni auf dem Marsch zum Schießplatz alarmiert rückte es noch am Nachmittag mit Bahn nach Deutsch-Elsringen (Abricourt) und wurde hier der Gruppe Unger unterstellt, von dieser dem Landwehr-Regiment 4 zugeteilt. Am 23. abends unerwartet abgerufen, hatte es nach Leintrey zu marschieren. Die Gefechtslage war folgende: Von den sogenannten Stützpunkten 1 – 7 südwestlich Leintrey (in Wirklichkeit nicht Stützpunkte im üblichen Sinn, sondern zusammenhängende Linien einer Infanteriestellung ohne ausreichendes Hindernis) waren 3 – 5 an den Gegner verloren gegangen, Gegenangriffe waren ohne Erfolg geblieben. Das abgekämpfte III./landwehr-Regiment 4 sollte durch III./15. abgelöst werden. Der Auftrag lautete: Bataillon besetzt mit einer Kompanie Stützpunkte (1, 2, 6, 7), der Rest des Bataillons gräbt sich 600 Meter nördlich der Stützpunkte in Linie der Feldwache 1 und 2 ein. Einweisung durch III./L. 4. War bei dem Drängen des abzulösenden Bataillons – übrigens eine im Krieg sehr häufige Erfahrung – diese Einweisung recht flüchtig, so dass kaum die Front gegen den Feind klar erkannt war, so ergaben sich ferner außerordentliche Schwierigkeiten aus dem unvollkommenen Ausbau der mit Hindernissen schwach oder in Linie der Feldwachen überhaupt nicht geschützten, nur unzureichend mit Unterständen versehenen Stellungen; mangeldnes Schussfeld, unzureichende Brustwehren, das Fehlen von gedeckten Annährerungswegen, Schwierigkeiten der Befehlsgebung bei der Art der Stellung wirkten außerdem hemmend und erschwerten die Lösung der gestellten Aufgaben, zumal der einzige Fernsprecher nach rückwärts durch das Vernichtungsfeuer der feindlichen Artillerie rasch abgeschossen wurde. Schon in der ersten Nacht war ein feindlicher Angriff aus den vom Feind genommenen Stützpunkte abzuwehren. Erst das Tageslicht aber machte eine Übersicht und klare Beurteilung der beiderseitigen Stellung möglich. Beantragte Hilfskräfte zum Heranschaffen von Baustoffen waren nicht zu erhalten. Tote und Verwundete des abgelösten Bataillons lagen noch in der Stellung und mussten zurückgebracht werden. Das Arbeiten wurde durch feindliches Störungsfeuer sehr erschwert. Auch in der Nacht zum 25. folgten sich heftigste Feuerüberfälle und Angriffe, besonders schwer gegen Stützpunkt 6. Der opfermutigen Haltung der Besatzung gelang es aber wiederum, den feindlichen Angriff abzuwehren und den Gegner empfindlich zu schädigen. Am Morgen war nämlich zu beobachten, wie er mit Tragbahren Gefallene und Verwundete zurückschaffte. Besonder ausgezeichnet hatte sich Danitäts-Unteroffizier Kellermann, der von rückwärts in die Gefechtslinie vorgekrochen war und nun zwei Tage lang bis zur eigenen Verwundung seinen Kameraden vorzügliche Dienste leistete. In der Nacht zum 26. wurde wiederum mit Hilfe der trefflich wirkenden Artillerie ein Vorstoß des Gegners abgeschlagen. die Verluste aber wuchen natürlich. Da Oberstabsarzt Dr. Westermayer erkrankte, hatte Assistenzarzt Dr. Fischer allein dir Fürsorge für die immer zahlreicher werdenden Verwundeten und Kranken in Lentrey. Die Arbeiten wurden jedoch in der Stellung trotz der planmäßigen Beschießung durch den Gegner 26. – 28. Juni fortgesetzt. Da inzwischen aber die Verluste des Bataillons bedrohlich stiegen, wurde Antrag auf Ablösung bei Landwehr-Regiment 4 gestellt und diese nach anfänglicher Ablehnung auch zugesagt. Aber nochmals hatte das Bataillon eine schwere Nacht zu überstehen, nach heftiger Artillerievorbereitung stürmte der Gegner viermal gegen die Stellung an, wurde aber mit Unterstützung der eigenen Artillerie wiederum abgewiesen (28./29. Juni). Als am 29. Juni I./Landwehr-Infanterie-Regiment 4 ablöste, hatte das Bataillon trotz aller Schwierigkeiten nicht nur die gesamte Stellung gehalten, sondern auch etwa 1.000 Meter Schützengraben mit schwachem Hindernis hergestellt. Das Bataillon hatte in diesen Tagen 26 Tote, 78 Verwundete und 79 sonstige Abgänge durch Krankheit eingebüßt.“

Einer der Toten des Bataillons war Josef Straßner.

Man begrub Josef Straßner auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Straßner
Rückseite des Sterbebildes von Josef Straßner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.965: Johann Schuhegger

Der Soldat Johann Schuhegger stammte aus Schuhegg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waging, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.03.1916 verstarb er im Alter von 29 Jahren in im Lazarett Labry.

Man begrub Johann Schuhegger auf dem Soldatenfriedhof Labry in Block 1, Grab 55.

Seine Heimatgemeinde Schuhegg gedenkt Johann Schuhegger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/waging_a_see-markt_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Schuhegger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Schuhegger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.886: Josef Zott

Der Soldat Josef Zott stammte aus der bayerischen Gemeinde Laaber. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist  in der 1. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Gefechten in Probsthofen (französisch: Prévocourt).

Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die Bataillone trafen um Mitternacht am Bahn Durchlass bei Herlingen ein und erhielten dort vom Regimentskommandeur die Weisung, westlich der Ortschaft Biwaks zu beziehen; der Feind hatte am Abend seine Vortruppen in der Linie Thimonville – Morville vorgeschoben und sein Angriff war in den Morgenstunden des 20. zu erwarten.

Das III. bayerische Ulanan-Regiment kam jedoch der Absicht des Feindes zuvor. Um 3.00 Uhr morgens wurden die Zelte bereits wieder abgebrochen und das Regiment stellte sich bei St. Epvre zum Angriff bereit. Als Angriffsstreifen war ihm der Raum zugewiesen zwischen Bacourt – „Hochberg“ (rechter Flügel) und Morville – Prevocourt (linker Flügel). Die Bataillone gingen um 6.00 Uhr vormittags entfaltet in diesem Streifen vor, I. und III./11. in vorderer Linie; II./11. war Brigadereserve. Später wurden die Grenzen für das Regiment derart verschoben, dass sein rechter Flügel östlich von Hochberg vorbei und der linke Flügel über Hannocourt anzugreifen hatte. Nach dem Durchmarsch durch Prevocourt, gegen 10.00 Uhr vormittags, gerieten die Bataillone von Hanocourt her in feindliches Infanteriefeuer; Artillerie beschoss ihre Entwicklung von den Höhen bei Faxe – Fronteny her. I. und III. gingen nunmehr westlich an Hannocourt (das vom 6. Regiment genommen wurde) vorbei gegen die Linie Biviers – Höhenzug östlich Faxe – Fonteny vor; nach zähem Kampf wurden die beherrschenden Höhen dem Feind entrissen und die Dörfer Biviers, Faxe und Fonteny mit stürmender Hand genommen. Das II.(11., das von Prevocourt aus dem Regiment wieder zur Verfügung gestellt worden war, sowie das III./6., das in den Gefechtsabschnitt des 11. Regiments geriet, beteiligten sich am Sturm. Der Feind zog sich unter dem Schutz seiner kräftig feuernden Batterien in die Waldungen von Chateau-Salins und auf Fresnes en Saulnois zurück. Nach dem Abzug des Feindes stellte sich das Regiment hinter den genommenen Höhen zu weiterer Verwendung bereit; die Verfolgung konnte jedoch am 20. nicht mehr eingeleitet werden und nach Einbruch der Dunkelheit gingen die Bataillone am Südrand des Waldes von Serre zur Ruhe über.

Man begrub Josef Zott auf dem Soldatenfriedhof Morhange in einem Massengrab. 

Seine Heimatgemeinde Laaber gedenkt Josef Zott noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/laaber_lk-regensburg_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef Zott
Rückseite des Sterbebildes von Josef Zott

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.885:Sylvester Haupeltshofer

Der Soldat Sylvester Haupeltshofer wurde am 14.04.1891 in Ottobeuren in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Sankt Johann von Bassel (französisch: Saint-Jean-de-Bassel).

Man begrub Sylvester in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gosselming.

Rückseite des Sterbebildes von Sylvester Haupeltshofer