Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.880: Josef Schmidbauer

Der Soldat Josef Schmidbauer stammte aus Schmiedorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Feldwebel in einem Reserve-Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 01.12.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren in der Nähe von Gonnelieu bei Cambrai in Nordfrankreich.

Man begrub Josef Schmidbauer auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Schmidbauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Schmidbauer

Sonderbeitrag: Tobis Will

Der Soldat Tobis (Verlustliste: Tobias) Will stammte aus Treis an der Lumda, einem Stadtteil der hessischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 2. Kompanie des 129. Infanterie-Regiments. Am 03.07.1916 wurde er von einem Artilleriegschoss in Hals und Brust getroffen und starb dadurch im Alter von 20 Jahren. Er wurde ein Opfer des Gefechts am Porostyn und bei Sadzawka in Galizien.

Über den Todestag und die Todesumstände von Tobis Will berichtet die Regimentsgeschichte des 129. Infanterie-Regiments:

Am 3.7., an dem die 44. I.T.D. weiter angreifen, die 215. Brig. sich dem fortschreitenden Angriff anschließen sollte, blieb es den Vormittag über ziemlich ruhig, nur berichteten die Bataillone übereinstimmend über das Eintreffen zahlreicher Befehle und Gegenbefehle. Aus Süden und Südwesten war starker Geschützlärm hörbar. Um 10,45 vorm. wurden 1. und 2. Komp. (dabei Stab I.) nach Chausseebrück Sadzawka geschickt als Reserve für Honvedrgt. 20, das eine Stellung von H.St. Sadzawka nach Süden bis zum Pruth besetzt hatte. Zugleich sollte dieses körperlich und moralisch nicht mehr voll leistungsfähige Regiment im Falle eines Angriffs aufgenommen werden. Die 3. komp. wurde zur Sperrung der Kobylnica-Schlucht abgezweigt und hatte Verbindung zu halten zwischen der 44. I.T.D. westlich und der 48. Brig. östlich der Schlucht, eine schwierige Aufgabe, die die Kompagnie unter Lt. Sakowski gut löste.

Etwa 12⁰⁰ mittags wurde die Fortsetzung des Angriffs erneut befohlen.
Dabei sollte vom Regiment aus seiner genau südlich gerichteten Front nach Osten angetreten werden, im Anschluß an den rechten Nachbarn, nach dem sich das Vorgehen zu richten hatte. Das Regiment erfüllte diesen ungemein schweren taktischen Auftrag derart, daß es das bisher in 2. Linie befindliche II. Bataillon als vorderstes Bataillon bestimmte und sich mit Front nach Osten, linker Flügel bei Höhe Posovrin, Frontbreite 500 m, aufstellen ließ. Das I. Btl., das nach dem früheren Angriffs­befehl wieder zum Regiment in Marsch gesetzt sein sollte, hatte sich nördlich der Höhe zusammenzuziehen und dem II. als Brigade-Reserve zu folgen, dann erst das III. sich bei der Höhe als Gruppenreserve zu sammeln.

Zur Durchführung des Angriffs kam es nicht. Die rechts befindlichen Abschnitte. Verbände kamen nicht vorwärts. Unser II. Btl. ging, alle 4 Kom- pagnien eingesetzt, den Feind dicht vor der Front, nur ein kurzes Stück vor und blieb bis abends auf dem Osthang des Poroflyn. Vor allem aber hatte sich die Lage auf dem Nordufer des Pruth gefährlich gestaltet. Hier war gegen abend der Russe allmählich gegen das Honvedregt. nordl. und weiter nördl. vorgegangen. Gegen 6⁰⁰ setzte starkes Artilleriefeuer ein. Kurz vor 8⁰⁰ abds. wurde ein russ. Angriff gemeldet und auch erkannt, darauf zu- nächst ein Zug der 1. Komp. südl., einer der 2. nördl. der Straße als „Koreffstützunge“ für die noch haltenden Honveds eingesetzt, als diese aber zurückfluteten auch der Rest beider Kompagnien zum Gegenangriff in Richtung Kirche von Sabaznoka vorgeworfen. Ihr Stoß kam gerade rechtzeitig; dichte russ. Linien kommen von Osten heran, werden beschossen, zu- rückgeworfen, ergeben sich zum großen Teil; zweite, dritte Linien folgen, in den durch Honveds nicht mehr befestigten Flanken kommen ebenfalls feind- liche Abteilungen vor. Da die Honveds- und Russenmützen einander ähneln, sprachlich eine Verständigung nicht möglich ist, ist jedes Ordnen und Erkennen in dem inzwischen hereingebrochenen Dunkelbeld ausgeschlossen; ein wildes, ungeregeltes Nachtgefecht entbrennt; das Gelände ist überaus schwierig und unübersichtlich; die beiden deutschen Kompagnien, weit aus- einandergerissen, allerseits angegriffen, stecken in einem Hexenkessel; der Führer der 1. wird verwundet; Mann gegen Mann oder in kleinen Trupps wehrt sich jeder so gut er kann; ein Teil fängt an nachzugeben. Da, ge- rade rechtszeitig, bringen zwei eben herangekommene Züge der 4. Komp. mit ihrem linken Flügel längs der Straße vorgehend, eine gewisse Entlastung; aber doch nur vorübergehend. Im Häuserkampf und in der Dunkelheit vielfach umgangen, stark überlegenen Feind teilweise schon im Rücken, muß die kleine deutsche Truppe zurück. Der Bataillonskommandeur, Major Zachariae, hält auf, was kommt und läßt eine Linie vom Pruthufer zum Kirchhof (am Ostausgang des Orts an der Straße) besetzen.

Der Russe, der auch sein Teil hat, drängt diese kurze Strecke nicht nach und so gelingt es, die genannte Stellung mit einer leidlich zusammenhängenden Linie durcheinandergewürfelter Leute, Deutschen und einzelnen Honveds, zu besetzen. Nördlich der Straße übernimmt Oblt. d. R. Hensel, südlich R. d. R. Müller den Befehl. Um 11°° abds. trifft das k. u. k. Jäg. Btl. 18 ein, von dem alsbald 2 2/3 Kompagnien zur Verstärkung der Linie und Verlängerung der Flügel eingesetzt werden. Um 11.30 abds. wird durch den Zug Almers der 4. komp. die Linie bis zur Bahn ausgedehnt und abgeschlossen.

Die Lage des Grabes von Tobis Will ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Tobis Will im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.879: Johann Nepomuk Buchleitner

Der Soldat Johann Nepomuk Buchleitner wurde am 07.01.1889 in der bayerischen Gemeinde Girching als Sohn eines Metzgermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Auszeichnung für 9jährigen Militärdienst ausgezeichnet. Am 14.11.1918 verstarb er nachdem er bei einem Unfall schwer verwundet worden war im Alter von 29 Jahren. Er hatte 52 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Johann Nepomuk Neumann auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Nepomuk Buchleitner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nepomuk Buchleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.878: Johann Regler

Der Soldat Johann Regler wurde am 14.06.1891 in Hirnstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kipfenberg, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern  ausgezeichnet. Im Juli 1918 wurde er in Frankreich im Oberelsass schwer verwundet. Am 14.06.1918 (Verlustliste: 15.08.1918) verstarb er an seinen Wunden im Alter von 27 Jahren in Marburg im heutigen Bundesland Hessen.

Offiziell ist für Johann Regler keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf eine Friedhof in Marburg im militärischen Bereich begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.

Seine Heimatgemeinde Hirnstetten gedenkt Johann Regler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/hirnstetten_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Regler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Regler

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.877: Johann Fröhlich

Der Soldat Johann Fröhlich wurde am 25.12.1877 in Mühlhausen geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen im Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 12. Kompanie des 185. Infanterie-Regiment. Am 28.04.1917 fiel er im Alter von 39 Jahren bei Gavrelle / Roeux während der Schlacht bei Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Fröhlich berichtet die Regimentsgeschichte des 185. Infanterie-Regiment:

„28.04.1917 Großkampftag. Nach kurzem Trommelfeuer erfolgt 5.30 Uhr vormittags ein englischer Massenangriff auf der ganzen Front. Eigenes Sperrfeuer setzt prompt ein. Durch Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer erleidet der Gegner schwerste Verluste, der Angriff bricht zusammen. Besonders schwer sind die Verluste von der 8./185., die die Verteidigung unter der bewährten Führung von Leutnant Kraft ofensiv führt und Gefangene macht. Jedoch gelingt es dem Gegner, sich mitz schwachen Kräften in einem Grabestück zwischen 2. und 8./185 festzusetzen, mit stärkeren Kräften auf dem linken Flügel von Infanterie-Regiment 25 einzudringen und bis zum Ballonwäldchen vorzustoßen. Sofortiger Gegenstoß der 4./185 mit zwei Zügen glückt nur unvollkommen, wobei Teile des Gegners hinter 2. und 8./185 gedrängt werden, die sich nun nach drei Seiten zu wehren haben. Zur Verstärkung rücken zwei Züge 1./185 mit Munition nach vorn, dafür 11./185 in den Gavrelle-, 10. in den Fresnes-Riegel. Auf die Nachricht vom Verlust von Roeux-Süd (vormittags wiedergenommen) besetzen 10./185 9 Uhr vormittags den Gavrelle-Riegel südlich der Bahn, 9. und 12. den Fresnes-Riegel; ½ 11. Kompanie wird zur Verstärkung nach vorn geschickt (zur 2. und 8./185). 11.30 Uhr vormittags werden zwei Kompanien R. 65 für den Fresnes-Riegel zur Verfügung gestellt, wodurch 9. und 12./185 frei werden. 12.40 Uhr nachmittags treten 9., 12., ½ 11. und ½ 3. Maschinengewehr-Kompanie zum Gegenstoß an, die, am hellen Tage über die Höhe vorgehend, stark unter feindliches Artillerie-Feuer leiden, nur zum Teil bis zum vordersten Graben vordringen, zum Teil 500 Meter dahinter stecken bleiben. 12./R. 65 wird zur Sicherung der rechten Flanke in den nördlichen Gavrelle-Riegel vorgezogen. 6.15 Uhr nachmittags nimmt 2. Maschinengewehr-Kompanie vom Bahndamm aus die Engländer hinter 2. und 8. Kompanie unter Feuer und zersprent sie, wodurch die beiden Kompanien im Rücken frei werden. Nach 8 Uhr abends wird gegen den Regimentsabschnitt stark gegast. 10.30 Uhr abends treffen 5. und 8./bayerische 20 im Fresnes-Riegel ein, dessen Kommando II./b 20 übernimmt; 9./R. 65 wird in den Gavrelle-Riegel vorgezogen, 10./185 schanzt bei 6./R. 65. Vor Mitterncht erfolgt ein starker feindlicher Artillerie-Feuerüberfall aller Kaliber.“

Offiziell ist für Johann Fröhlich keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Leutnant der Reserve Otto Weitsch, gefallen am 28.04.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 19, Grab 307;
  • Leutnant der Reserve Wilhelm Vogt, gefallen am 28.04.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 18, Grab 333;
  • Leutnant Walter Stud, gefallen am 28.04.1917 bei Douai, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 19, Grab 314.

 

Sterbebild von Johann Fröhlich
Rückseite des Sterbebilde von Johann Fröhlich

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.876: Karl Tanneberg

Der Soldat Karl Tanneberg wurde 24.02.1892 in Düsseldorf im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 30. preußisches Infanterie-Regiments. Am 28.12.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff im Argonnerwald.

Die Lage des Grabes von Karl Tannenberg ist unbekannt.

Sterbebild von Karl Tanneberg
Rückseite des Sterbebildes von Karl Tanneberg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.875: Alois Freiberger

Der Soldat Alois Freiberger stammte aus Gänsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 wurde er bei den schweren Kämpfen an der Somme schwer verwundet. Am16.04.1918 verstarb er nach 30 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren auf dem Transport nach Düren.

Über die Umstände seiner Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 04.04.1918 sollte die Angriffshandlung fortgeführt werden mit dem Ziel, den Sénecat-Wald und die Höhe nördlich Rouvrel in die Hand zu bekommen, 15. und 20. Infanterie-Regiment sollten in erster, 12. Infanterie-Regiment in zweiter Linie vorgehen, dieses mit dem Auftrage, den Angriff bei einer etwaigen Stockung sofort vorwärts zu reißen.

Aus dem Waldlager von Beaucourt rückten die Bataillone in der Abenddämmerung des 03.04. zu ihren Bereitschaftsplätzen am Westrand von Villers-aux-Érables ab, wo I./12. (Hauptmann Guth) als Divisions-Reserve zunächst blieb. III./12. (Hauptmann Schäffer), gefolgt vom II./12. (Hauptmann Wingefelder), rückten unter Führung des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Wolf, nach Süden, überschritten östlich Genonville ferme die Avre und gelangten bei strömendem Regen vollständig durchnässt gegen 5 Uhr morgens an ihre Aufstellungsplätze.

Um 8 Uhr vormittags trat das III. Bataillon, als der Kommandeur sah, dass Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments bereits den Hang 1 ½ Kilometer südwestlich Moreuil sich hinaufschoben, an. Im Hohlweg der Straße Morisel – Gauvillers wartete das Bataillon das Vorgehen der übrigen Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments ab und unterstützte dieses durch flankierendes Maschinengewehr-Feuer. Sodann folgte es dem II./15. in lichten Wellen. Die 11. Kompanie griff das Wäldchen a an, doch erst nach dreimaligem Sturm blieb es endgültig in unserer Hand. Die übrigen drei Infanterie-Kompanien nahm der Bataillons-Kommandeur, um den unter starkem Flankenfeuer leidenden Fünfzehnern ihr Fortschreiten zu erleichtern, nach links aus der Angriffsrichtung heraus und setzte sie zum Angriff auf die Anchin Ferme an. Mit Hilfe des links verlängernden II./12. gelang das Vorgehen. Der Kompanieführer der 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Winter) und sein nachfolger (Leutnant der Reserve Habecker) wurden verwundet; Vizefeldwebel Maurer führte die Kompanie weiter.

12.45 Uhr nachmittags wurde die Ferme von Teilen des 12. und 15. Infanterie-Regiments gemeinsam genommen.

Im weiteren Vorgehen kamen II. und III. Bataillon undseres Regiments bis etwa 600 Meter an Rouvrel heran, erhielten aber von dort so starkes Maschinengewehr-Feuer, dass in kurzer Zeit 50 % Verluste eintraten und die Kompanien am Abend ihre Linien etwas zurück verlegten, Leutnant der Reserve Wegelin, Kompanieführer der 5. Kompanie und sein Nachfolger, Leutnant der Reserve Gruber, wurden verwundet, der Adjutant des II. Bataillons, Leutnant der Reserve Feldenguth, um 6.30 Uhr abends durch Granatschuss getötet. Am späten Nachmittag schloss sich II./12. erneut dem Angriff der einschiebenden preußischen 14. Infanterie-Division Richtung Rouvrel an. Doch auch dieser kam bald zum Stehen. Ein in der Abenddämmerung unternommener Gegenangriff der Franzosen auf den linken Flügel unserer Division wurde gemeinsam zurückgewiesen.

Bis 1 Uhr nachmittags war das I. Bataillon aus eigenem Entschluss am Schlosspark von Moreuil herbei auch über die Avre gegangen und stand südlich Morisel verwendungsbereit. Von hier trat es 3.20 Uhr nachmittags befehlsgemäß zur Verstärkung der vordersten Linie und zum Vorwärtsreißen derselben an. In schönster Ordnung und in einem Zug kam es trotz stärkstem feindlichem Artilleriefeuer bei Anchin ferme an, riss die vorderste Linie noch etwas vor, wurde aber dann durch feindliches Feuer zu Boden gezwungen und grub sich ein. Die große Lücke, die sich zwischen ihm und den bereits im Sénecat-Wald eingedrungenen Zwanzigern ergeben hatte, konnte nur mühsam und unvollständig geschlossen werden.“

Sterbebild von Alois Freiberger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Freiberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.874: Josef Bernhart

Der Soldat Josef Bernhart stammte aus Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Hitzenthalersohn). Am 23.06.1919 verstarb er im Alter von 44 Jahren an einer schweren Krankheit.

Sterbebild von Josef Bernhart
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bernhart

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.873: Georg Schneider

Der Soldat Georg Schneider stammte aus Oberwald, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen, und war Dienstknecht (beim Stadler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.04.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren durch eine schwere Verwundung bei Arras auf den Höhen von Vimy, westlich Bailleul.

Man begrub Georg Schneider auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 253.

Seine Heimatgemeinde Taufkirchen gedenkt Georg Schneider noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/taufkirchen2_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Georg Schneider
Rückseite des Sterbebildes von Georg Schneider