Der Soldat Curt Neumann wurde am 01.03.1889 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Eisenbahnpraktikant. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjährig-Freiwilliger Gefreiter in der 9. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 03.09.1914 verstarb er im Alter von 25 Jahren in der Chirurgischen Klinik der Universität Gießen, nachdem er zuvor im Kamf schwer verwundet worden war.
Der Soldat Josef Vogl wurde am 09.01.1878 geboren, lebte in Röhrmoss, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchanschöring, und war Tagelöhner in der Kuranstalt Bad Adelholzen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Anfang April 1917 wurde er schwer verwundet und verstarb am 12.04.1917 im Alter von 39 Jahren in der Nähe von Bailleul bei Arras.
Man begrub Josef Vogl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 655.
Sterbebild von Josef VoglRückseite des Sterbebildes von Josef Vogl
Der Soldat Kilian Peter wurde am 01.12.1890 in Adrazhofen geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Leutkrichen im Allgäu im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, und war Schreiner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 143. Infanterie-Regiments. Ende August wurde er als vermisst gemeldet. Später stellte sich heraus, dass er am 23.08.1914 während der Schlacht bei Saarburg und vor Nancy – Epinal bei Bréménil schwer verwundet und am 27.08.1914 (Verlustlisten und Volksbund: 01.09.1914) im Alter von 23 Jahren im Kriegslazarett Lörchingen (französisch: Lorquin) gestorben war.
Über den Tag seiner schweren, letztlich tödlichen Verwundung und die Umstände berichtet die Regimentsgeschichte des 143. Infanterie-Regiments:
Am 22. August 1914 marschierten wir über Cirey auf Parux, das vom Feinde besetzt war. Nach Überwindung des feindlichen Widerstandes ging es weiter auf Bréménil in Richtung Badonviller. Dort war Infanterie-Regiment 99 mit Teilen eingedrungen. Zur Erkundung vorgehend, musste der Brigade-Stab eine Viertelstunde lang im nassen Graben liegen, um gegen starkes feindliches Artilleriefeuer Deckung zu nehmen. Mittlerweile wurde es dunkel. Plötzlich ertönte nachts aus Badonviller die hellen Clarions französischer Truppen und der schwungvolle Gesang der Marseillaise unter hartem Marschtritt auf der Straße. Schon war der Brigadekommandeur um die im Ort befindlichen 99er besorgt, als nach heftigem Nahkampf in kräftigen Akkorden die „Wacht am Rhein“ ertönte und ihr ein brausendes deutsches Hurra folgte. Hauptmann Rogge vom Infanterie-Regiment 99 hatte angegriffen. Da die Stärke der feindlichen Besatzung in Badonviller unbekannt war, zog der Kommandeur Infanterie-Regiment 99 seine Truppen (etwa ein Bataillon) aus dem Ort heraus. Der Brigadekommandeur billigte dies, denn entweder musste die Brigade den Ort bei Dunkelheit erstürmen, was angesichts der unklaren Lage nicht ratsam war, oder der Ort musste vorläufig – wie geschehen – geräumt werden. Während dieser Vorgänge lag außerdem eigenes Artilleriefeuer auf Badonviller. (Bericht von General von Altrock).
Am nächsten Morgen, Sonntag, dem 23. August, früh, wurde der Weitermarsch angetreten. Eine Woche schwerster Kämpfe sollte mit diesem Tag anbrechen! Das Regiment befand sich vorn. Die Vorhut hatte III./143, (Spitze: 12. Kompanie, Leutnant der Reserve Overzier), es folgten II. Bataillon und Maschinengewehr-Kompanie. dann I./143. Kurz hinter Lafremborn wurde die französische Grenze überschritten, von den Truppen mit Jubel begrüßt, denn bis jetzt hatten wir ja immer noch auf deutschem Boden gekämpft.
Der Marsch ging zunächst nach Cirey, wo gehalten wurde, weil eine starke feindliche Nachhut die Truppe zur Entwicklung zwang, während die Vorhut, III./143 auf Parux weitergeschickt wurde. Das Bataillon setzte sich in den Besitz des Dorfes, wurde aber von den gegenüberliegenden Höhen von Süden und Osten her stark beschossen. Die Verluste waren schwer. Der Regimentsführer der Feldartillerie hatte angesichts der Franzosen auf einem Schimmel unsere Schützenlinie abgeritten und dadurch starkes Feuer auf uns gezogen. Inzwischen hatte die Brigade den Weitermarsch von Cirey angetreten. Der Regiments-Stab 143 ritt nach Parux zur Orientierung vor. Von Süden und Südosten her vorgehende französische Schützen ließen einen Angriff auf Parux erkennen. Der Regimentsführer setzte deshalb zwei Kompanien des II./143 zur Unterstützung des III. Bataillons in Parux ein, wobei sich die 8./143 unter Hauptmann Kürgensen besonders auszeichnete, indem sie unter schwerstem Feuer ein großes Gehöft hart südlich Parux besetzte. Den Rest des II. Bataillons behielt Oberstleutnant Freiherr von Liliencron zu seiner Verfügung in der Nordostecke des Bois de Coupe. Zwei Züge der Maschinengewehr-Kompanie wurden bei Höhe 319 im Bois de Coupe in Stellung gebracht. Major Collet mit dem verstärkten III. Bataillon ging jetzt zum Gegenangriff gegen die Höhen südlich Parux vor und gelangte hinauf. Schweres Artilleriefeuer indes zwang das tapfere Bataillon wieder nach Parux zurück.
Vom I./143 war die 1. Kompanie zwischen Cirey und Parux zum Schutze des Divisionsstabs links abgezweigt worden und kämpfte später im Verband des Infanterie-Regiments 99, wobei ihr heldenmütiger Chef, Hauptmann von Strzemierzny, fiel. Die übrigen Kompanien wurden vom Regimentsführer durch das Bois de Coupe geschickt, um den Feind auf den Höhen zwischen Parux und Bréménil zu umfassen. Der Marsch verzögerte sich jedoch durch das äußerst schwierige und sumpfige Gelände im Wald, aus dem es zwar französische Schützen vertrieb, für den beabsichtigten Angriff auf die genannten Höhen aber nicht mehr in Tätigkeit kam.
Inzwischen war es 2 Uhr nachmittags geworden. Die Franzosen konnten sich offensichtlich zur Fortsetzung ihres Angriffs auf Parux nicht entschließen, da unsere Artillerie ihnen stark zusetzte und ihnen auch der Anmarsch des I./143 durch das Bois de Coupe nicht entgangen war. Jetzt erhob sich das tapfere Bataillon Collet zum zweiten Male zum kräftigen Angriff auf die vorliegenden Höhen, dem sich die Franzosen aber durch schleunige Flucht entzogen, eine ganze Batterie zurücklassend, die von 10./143 genommen wurde.
So war das Regiment um 3 Uhr nachmittags im Besitz der Höhen zwischen Parux und Bréménil. Hier strömte jetzt alles zusammen, Truppen und Stäbe, und weiter ging es in breiter Front, Richtung Badonviller. Dort hatten die Franzosen wieder Front gemacht, und Badonviller selbst war stark besetzt. Das feindliche Artilleriefeuer zwang die Division in der Höhe von les Carrières halt zu machen, um die eigene Artillerie zunächst wirken zu lassen. Gegen Abend wurde die 60. Infanterie-Brigade auf Badonviller angesetzt, Infanterie-Regiment 143 westlich der Straße les Carrières – Badonviller. Das Regiment erhielt beim Vorgehen wiederum Verluste, diesmal durch eigenes, schweres Artilleriefeuer, so dass der Angriff von der Brigade wegen Dunkelheit und ungeklärter Verhältnisse angehalten wurde. So wurden weitere Angriffe auf den folgenden Tag verschoben.
Das Regiment nächtigte auf dem harten Boden im Chausseegraben der Straße nach Badonviller. Die Feldküche wurde herangezogen. Das Wetter war in dieser Zeit glücklicherweise dauernd schön, die Nächte aber schon empfindlich kalt, und man konnte sich Angenehmeres denken, als diese Nacht auf der Höhe von Les Carrières.“
Man begrub Kilian Peter auf dem Soldatenfriedhof Abreschviller (deutsch: Alberschweiler) in einem Massengrab.
Sterbebild von Kilian PeterRückseite des Sterbebildes von Kilian Peter
Der Soldat Otto Rohn stammte aus Ruppertenrod, einem Ortsteil der mittelhessischen Gemeinde Mücke. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 1. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.07.1916 starb er im Theater-Lazarett in Montmédy, nachdem er zuvor am 25.06.1916 während der grausamen Schlacht um Verdun nahe des Forts Vaux, Fort Souville und des Herbebois durch Granatschuss schwer verwundet worden war.
Man begrub Otto Rohn auf dem Soldatenfriedhof Montmédy in Block 1, Grab 72.
Die Todesanzeige für Otto Rohn im Gießener Anzeiger vom 18.07.1916
Diese Todesanzeige für Edduard Held fand ich beim Lesen des Rosenheimer Anzeiger vom 05.09.1915.
Der Soldat Eduard Held stammte aus Rosenheim in Bayern und war Regierungsakzessist von Beruf (Beamter im höheren Dienst). Er diente als Leutnant der Reserve in der 5. Kompanie des 16. bayerischen infanterie-Regiments. Er wurde schwer verwundet und verstarb am 01.09.1914 im Garnisonslazarett Landau.
Vermutlich begrub man ihn auf einem regionalen Friedhof. Ob sein Grab noch heute existiert, ist unbekannt.
Der Soldat Fritz Schulz stammte aus Artern in Preußen und war Doktor der Geisteswissenschaften. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve und Offiziersstellvertreter in der 1. Batterie des 6. Reserve-Feldartillerie-Regiments. Er wird während der ersten Flandernschlacht bei den Kämpfen an der Yser schwer verwundet und stirbt am 15.11.1914 in einem Lazarett in Köln verwundet.
Vermutlich wurde Fritz Schulz auf einem lokalen Friedhof in Köln im militärischen Bereich begraben. Das Grab dürfte heute noch existieren.
Der Soldat Karl Mühlbauer stammte aus der bayerischen Gemeinde Arnschwang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 22. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.06.1917 wurde er schwer verwundet und verstarb am 25.06.1917 im Alter von 23 Jahren in einem Feldlazarett in Frankreich.
Man begrub Karl Mühlbauer auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 6, Grab 235.
Sterbebild von Karl MühlbauerRückseite des Sterbebildes von Karl Mühlbauer
Der Soldat Alois Leopold wurde am 04.06.1893 in Steinlohe geboren, einem Ortsteil der bayerischen gemeinde Tiefenbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er leicht verwundet. Anfang 1916 wurde er erneut verwundet und starb an der Verwundung am 24.01.1916 im Alter von 22 Jahren im Feldlazarett in Saint-Mihiel.
Man brgub Alois Leopold auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 134.
Der Soldat Christian Rau wurde am 05.05.1886 in Rieder geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weiler-Simmerberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier in der 4. Batterie des 1. bayerischen Fußartillerie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 16.08.1917 wurde er bei Vendin schwer verwundet und verstarb am 20.08.1917 im Alter von 31 Jahren.
Man begrub Christian Lau auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 1, Grab 463.
Der Soldat Sebastian Höcker wurde am 26.07.1893 in Berg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 wurde er bei Lemberg in der heutigen Ukraine schwer verwundet und verstarb am 26.06.1915 im Alter von 21 Jahren im Lazarett Braunschweig.
Über den Tag seiner schweren Verwundung und die Umstände berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Reserve-Infanterie-Regiment 19 erreichte am 16.06. 1 Uhr vormittags den Ostrand von Staresiolo; Patrouille von II./R. 19 fand M. H. J. H. nördlich Staresiolo frei vom Gegner, worauf befehlsgemäß II./R. 19 etwa 4 Uhr früh genannten Punkt besetzte und mit der 5. und 8./R. 19 vom Nordwestrand von Zabiala bis Nordrand von M. H. Front nach Nordwesten sicherte, während I./19. sich an die Südwestecke von Mola Olescace verschob, um von dort mit 3., 2., 4. in vorderer, mit 1. und Maschinengewehr-Zug Kein in 2. Linie in Wellen über das leicht abfallende, völlig offene Gelände sprungweise nach Zabiala vorzugehen. Leider wurde von den Russen dieses Unternehmen rechtzeitig erkannt. Es btraten durch deren starkes Schrapnell-Granatfeuer in kurzer Frist schwere Verluste ein.
Man begrub Sebastian Höcker auf dem evangelisch-lutherischen Friedhof in Braunschweig in Abteilung 66, Grab 144.
Sterbebild von Sebastian HöckerRückseite des Sterbebildes von Sebastian Höcker