Heute hätte der Soldat Johann Watermann seinen 130. Geburtstag. Er wurde am 04.05.1897 in Steele geboren. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Grenadier im 3. Grenadier-Regiment. Am 26.03.1918 fiel er bei Morlancourt.
Am Tag vor seinem Tod, schrieb er folgende Worte an seine Eltern und Geschwister:
„Ihr liebe Eltern und Geschwister!
Wenn Ihr diesen Brief bekommt, hat das Schicksal schon über mich entschieden. Die letzten Tage, wo ich in Ruhe liege, brachten mir eine bange Ahnung, dass ich Euch, meine Lieben, nicht mehr zu sehen bekomme. Heute Abend gehen wir nach vorne, das Artilleriefeuer wird schreckliche Wirkung haben. Wenn sich meine Ahnung erfüllen sollte, dann trauert nicht um mich, ich bitte nur, gedenkt meiner im Gebete. Wenn ich Euch früher Sorgen gemacht habe, so bitte verzeiht mir. Sonst habe ich nichts mehr auszurichten. Möge mein Tod kurz und schmerzlos sein. Nun, liebe Eltern und Geschwister, lebt wohl bis wir uns in der Ewigkeit wiedersehen.
Nochmals herzlichen Gruß!
Euer Sohn und Bruder Johann.“
Man begrub Johann Watermann auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in Block 2, Grab 1.011.
Gedenkstein für Johann Watermann Paderborn-Schloss Neuhaus (Waldfriedhof), Nordrhein-Westfalen
Der Soldat Josef Zeiser stammte aus Gabersee, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wasserburg am Inn, und war Maurer in Neumarkt an der Rott (heute: Neumarkt-Sankt-Veit). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Im September 1914 erlitte er während eines Gefechts an der Westfront einen schweren Lungenschuss, an dessen Folgen er am 07.01.1917 im Alter von 29 Jahren verstarb.
Er verstarb vermutlich in der Heimat und wurde dann auch dort auf einem zivilen Friedhof begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, konnte ich nicht ermitteln.
Der Soldat Carl Steller stammte aus dem hessischen Dorf Annerod, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1916 fiel er während der Schlacht in der Somme in Frankreich. Er wurde bei Bouchavesnes getötet.
Die Lage des Grabes von Carl Steller ist unbekannt.
Der Soldat August Metz stammte aus der hessischen Stadt Nidda und lebte in Metz. Er war Gerichtsreferendar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 wurde er schwer verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. Dort starb er im Alter von 23 Jahren. Er wurde ein Opfer der Schlacht an der Marne.
Die Lage des Grabes von August Metz ist unbekannt.
Der Soldat Alfred Greiner stammte aus Steinheid, einem Stadtteil von Neuhaus am Rennweg im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er war Student der Waldwissenschaft (candidatus forestis). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Kompanie des 11. Reserve-Jäger-Bataillons. Er stammte vom 11. Jäger-Bataillon. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der herzoglich-sächsischen Tapferkeitsmedaille aus. Alfred Greiner fiel am 05.07.1916 während der Schlacht an der Somme bei Barleux.
Die Lage des Grabes von Alfred Greiner ist unbekannt.
Die Todesanzeige der Landsmannschaft Darmstadtia für Alfred Greiner im Gießener Anzeiger
Der Soldat Adolf Schad stammte aus Minden, einer Stadt im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen, und war Regierungs-Assessor. Er war Mitglied der Gießener Burschenschaft Germania. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 115. Leib-Garde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er bei Anloy (Ortsteil der belgischen Gemeinde Libin) und Maissin (ortsteil der belgischen Gemeinde Paliseul) in Belgien.
Man begrub Adolf (Wilhelm) Schad auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 304.
Die Todesanzeige der Gießener Burschenschaft Germania für Adolf Schad im Gießener Anzeiger
Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des 418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.
Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.
Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger
Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.
Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:
Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.
Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.
Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.
Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.
Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.
Der Sterbeort von Adam Kaiser:
Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.
Der Soldat Walter Ziemssen wurde am 04.12.1875 in Graudenz (seit 1945 polnisch: Grudziądz) geboren und lebte in Bad Honnef im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 9. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren bei Rixheim.
Man begrub Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 52.