Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.615: Lorenz Reisinger

Der Soldat Lorenz Reisinger stammte aus Mitterroidham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Baumeister im Pfarrhof Harpfetsham, ebenfalls ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.08.1916 fiel er laut Sterbebild im Alter von 33 Jahren bei Martinpuich während der Schlacht an der Somme.

Man begrub Lorenz Reisinger vermutlich auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im selben Zeitraum fielen, u. a.

  • Landsturmmann Xaver Landherr, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Michael Loy, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Max Strehle, gefallen am 21.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Ludwig Rausch, gefallen am 20.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Lorenz Reisinger
Rückseite des Sterbebildes von Lorenz Reisinger

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.613: Otto Zierer

Der Soldat Otto Zierer stammte aus Thalham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Maurepas während der Schlacht an der Somme.

Man begrub Otto Zierer auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Otto Zierer
Rückseite des Sterbebildes von Otto Zierer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.611: Xaver Väth

Der Soldat Xaver Väth stammte aus München in Bayern und war Schlosser von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht um Verdun beim Fort Douaumont und dem Ort Douaumont nach nur 10 Tagen Dienst an der Front durch einen Brustschuss.

Über den Todeszeitrum berichtet die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen infanterie-Regiments:

„Der erwartete Angriff unterblieb. Dafür hatten aber die massierten Truppen in den nächsten Tagen unter heftigstem feindlichen Artilleriefeuer sehr zu leiden, so dass das 15. Infanterie-Regiment trotz inzwischen eingetroffenen Ersatzes rasch wieder zusammenschmolz. In den Nächten vom 4./5. und 5./6.6. wurden dann die beiden unterabschnitte des Regiments vom Jäger-Regiment 2 des Alpenkorps abgelöst. III./15. blieb als Fortbesatzung in Douaumont, Regimentsstab, II./15. und Maschinengewehr-Formationen kamen ins Herbébois, wohin ab 7.6. auch I./15. rückte, das auf ungenau gegebenen Befehl hin zunächst nach Dorf Wavrille marschiert war.“

Offiziell ist die Lage des Grabes von Xaver Väth unbekannt. Ich vermute jedoch sehr, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Johann Günther, gefallen am 05.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Bayerl, gefallen am 05.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Ambros Friedrich, gefallen am 05.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Lorenz Brenner, gefallen am 05.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Xaver Väth
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Väth

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.610: Eduard Geißl

Der Soldat Eduard Geißl stammte aus Perbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Eduard Geißl berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Rserve-Infanterie-Regiments:

„Arrasschlacht

09.05.1915 Am 09.05. begann um 6 Uhr vormittags die Beschießung von Fampoux, die sich gegen 8 Uhr vormittags beträchtlich steigerte. Da auch andere Unterkünfte beschossen wurden und bedrohliche Nachrichten einliefen, wurde das Regiment alarmiert und die Regiments-Befehlsstelle am Bahndamm besetzt. In Stellung befanden sich am rechten Flügel: 6., 7., 8., 5. Kompanie. Zur Verstärkung wurden im Lauf des Vormittags in die 2. Linie vorgeschoben: 9. hinter 6., 11. hinter 7., hinter 8. und 5. die 10. und 12. Kompanie.

Um 11 Uhr vormittags nahm die Stärke des feindlichen Feuers immer mehr zu, auch Sperrfeuer setzte gegen den Bahndamm ein. Durch ein Volltreffer wurden hier 2 Offiziere und 18 Mann getötet. Das I. Bataillon wurde am Bahndamm Reihenfolge 4., 2., 3., 1. Kompanie bereitgestellt. Von 12 Uhr Mittag ab steigerte sich das Feuer zu größter Heftigkeit. Um 2.45 Uhr nachmittags begann der Angriff in 2 Wellen, der sich gegen die Freifeldstellung des Regiments richtete. Der Angriff wurde abgeschlagen, 200 tote Franzosen lagen vor der Stellung. Ungefähr 40 Franzosen, die sich in einer Sappe am rechten Flügel festgesetzt hatten, wurden durch die 6. Kompanie vertrieben und 16 Mann gefangen genommen. Um 3.05 nachmittags war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. Das Artilleriefeuer lebte später in großer Stärke auf, so dass ein Angriff vermutet werden konnte, der aber nicht erfolgte. Erst um 7 Uhr abends trat einige Ruhe ein. Insgesamt wurden 44 Gefangene gemacht.“

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Die Lage des Grabes von Eduard Geißl ist offiziell unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass man ihn, wenn sein Leichnam geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begrub, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Bernhard Faber, gefallen am 09.05.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Karl Bornemann, gefallen am 09.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 520;
  • Wehrmann Ludwig Blank, gefallen am 09.05.1915 bei Saint-Laurent, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Gefreiter Stephan Ortmeier, gefallen am 09.05.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Eduard Geißl
Rückseite des Sterbebildes von Eduard Geißl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.605: Carl Hauner

Der Soldat Carl Hauner wurde am 06.09.1885 geboren und lebte in der bayerischen Gemeinde Schnaitsee. Er arbeitete als Magistratsassistent in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offoziers-Aspirant in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 33 Jahren an der Westfront bei Carvin und Mons en Pévèle während der Stellungskämpfe im Artois und der Kämpfe an der Front ArmentièresLens durch einen Minentreffer.

Über den Todestag und die Todesumständer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„24.09. 5 Uhr vormittags dringt Gegner in die linke Hälfte des Postengrabens; restlose Säuberung durch Stoßpatrouillen des I. Bataillons gelingt nicht; Gefangene wurden eingebracht; der Führer der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Gleixner, fiel.“

Man begrub Carl Hauner auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 227.

Sterbebild von Carl Hauner
Rückseite des Sterbebildes von Carl Hauner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.604: Franz Mühlbacher

Der Soldat Franz Mühlbacher stammte aus Maging und war der Sohn eines Landwirts (Reichwimmerbauser). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Vogesenkämpfe in Frankreich am Hilsenfirst.

Die Lage des Grabes von Franz Mühlbacher ist offiziell unbekannt. Ich bin mir aufgrund der Lages seines Sterbeortes und der mir bekannten Örtlichkeiten sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach begraben wurde.

Sterbebild von Franz Mühlbacher
Rückseite des Sterbebildes von Franz Mühlbacher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.591: Werner Koch

Werner Koch war der Bruder von Charlotte Koch und Justus Koch, deren Schicksal ich gestern und vorgestern vorstellt habe. Er wurde am 31.10.1894 in Ottenstein geboren. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig und diente als Kriegsfreiwilliger in der 5. Kompanie des 166. Infanterie-Regiment. Am 31.10.1914 fiel er wie sein Bruder Justus im Alter von 24 Jahren bei Lihons an der Somme.

Die Lage des Grabes von Werner Koch ist unbekannt. Für keinen seiner gefallenen Kameraden seines Regimentes konnte ich eine Grablage ermitteln. Wenn seine Gebeine irgendwann geborgen wurden, waren sie wahrscheinlich nicht mehr zu identifizieren. Es könnte daher anonym auf dem rund 4 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt worden sein.

Seine Heimatgemeinde Braunschweig Völkenrode gedenkt Werner Koch noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/braunschweig-voelkenrode_wk1_wk2_ns.html

Sterbebild von Charlotte, Justus und Werner Koch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.590: Justus Koch

Justus Koch war der Bruder von Charlotte Koch, deren Schicksal ich gestern vorstellt. Er wurde am 28.09.1890 in Ottenstein geboren. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig und diente als Kriegsfreiwilliger in der 5. Kompanie des 166. Infanterie-Regiment. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Lihons an der Somme.

Die Lage des Grabes von Justus Koch ist unbekannt. Für keinen seiner gefallenen Kameraden seines Regimentes konnte ich eine Grablage ermitteln. Wenn seine Gebeine irgendwann geborgen wurden, waren sie wahrscheinlich nicht mehr zu identifizieren. Es könnte daher anonym auf dem rund 4 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt worden sein.

Seine Heimatgemeinde Braunschweig Völkenrode gedenkt Werner Koch noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/braunschweig-voelkenrode_wk1_wk2_ns.html

Sterbebild von Charlotte, Justus und Werner Koch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.588: Georg Weidinger

Der Soldat Georg Weidinger stammte aus Ramerding, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchdorf am Inn, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.03.1918 fiel er während der Großen Schlacht in Frankreich im Alter von 20 Jahren bei Jussy durch Verschüttung.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Weidinger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 23.3. ging es noch vorwärts bis zum Bois l‘ Abbé; dabei fiel Leutnant Dietl, der tapfere Führer der 8. Kompanie. In der Nacht fühlten die vordersten Patrouillen bis an das Bois de Genlis heran. Ihre Erkundung brachte die Gewissheit, dass die Engländer auf ihrem Rückzug durch Franzosen aufgenommen wurden. Französische Maschinengewehr-Nester waren in raffinierter Werise am Boden und auf den Bäumen zum Bestreichen der Wege und Schneisen aufgestellt.“

Man begrub Georg Weidinger auf dem Soldatenfriedhof St.-Quentin in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Weidinger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Weidinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.586: Philipp Mader

Der Soldat Philipp Mader stammte aus Preming, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tittling. Er kämpfte als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.10.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren während der Kämpfe in den mittleren Vogesen östlich Saint-Dié-des-Vosges (deutsch: Sankt Diedold) bei Lusse durch einen Minentreffer..

Man begrub Philipp Mader auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 485.

Sterbebild von Philipp Mader
Rückseite des Sterbebildes von Philipp Mader