Der Soldat Georg Duschl wurde am 10.01.1916 in Sonndorf geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hinterschmieding, und war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in einem Infanterie-Regiment. Am 19.05.1942 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Kapkany auf der Halbinsel Kertsch an der Ostfront in der heutigen Ukraine.
Man begrub Georg Duschl auf dem Soldatenfriedhof Sewastopol – Gontscharnoje in Block 10, Reihe 18, Grab 1376.
Sterbebild von Georg DuschlRückseite des Sterbebildes von Georg Duschl
Der Soldat Hubert Biller wurde am 16.04.1919 in Linderhof geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ettal. Sein Vater war Forstwarts in Steingaden. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einer Gebirgsjäger-Division. Am 29.09.1941 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Maläja Belosjorka (Russland), 3 km südl. Malaja-Belosjodra
Man begrub Hubert Biller auf dem Soldatenfriedhof Kirowograd – Sammelfriedhof in einem Massengrab.
Sterbebild von Hubert BillerRückseite des Sterbebildes von Hubert Biller
Der Soldat Michael Sieber wurde am 01.02.1914 in der bayerischen Gemeinde Prem geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der deutschen Wehrmacht. Am 25.06.1941 fiel er im Alter von 27 Jahren zwei Kilometer von Cholojow in der heutigen Ukraine (damals Russland) an der Ostfront.
Man begrub Michael Sieber auf dem Soldatenfriedhof Potelitsch in einem Massengrab.
Sterbebild von Michael SieberRückseite des Sterbebildes von Michael Sieber
Der Soldat Ludwig Emmelius wurde am 09.05.1881 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Sein Vater war Zigarrenfabrikant in Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant der Reserve in der 5. Batterie des 47. Feldartillerie-Regiments. Am 20.12.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Skoczykłody (damals Russland – heute Polen) an der Rawka. Er wurde während der Schlacht an der Rawka-Bzura getötet.
Am 23.07.1915 wurde Ludwig Emmelius im Familiengrab in Gießen auf dem Neuen Friedhof beigesetzt, nachdem sein Leichnam in die Heimat überführt worden war.
Der Soldat Dr. Robert Koehler wurde am 24.08.1882 in der hessischen Kleinstadt Lich geboren und war von Beruf Oberlehrer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 12. Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Am 24.05.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Cetula in Galizien / Polen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Robert Koehler berichtet die Regimentsgeschichte des 118. Infanterie-Regiments:
„Am 24. Mai fand die Schlacht bei Cetula statt.
Das Regiment erhielt den Befehl, am 24. im Anschluss an die 20. Infanterie-Division den Ostteil von Cetula zu stürmen und über Cetula bis zur Höhe 195 und 211 vorzustoßen. Das III. Bataillon mit dem 3., 4. und 5. Zug der Maschinengewehr-Kompanie wurden zum Sturm angesetzt. Als die Sonne ihre ersten Strahlen durch das Laub der Buchenwälder sandte, ging die 10. Kompanie sowie die 20. Infanterie-Division in dünnen Wellen gegen die Höhe 215 vor. Der Angriff kam gut voran und die 12. Kompanie und später die 9. Kompanie folgten, um zu unterstützen und eventuell entstandene Lücken auszufüüllen. Die 11. Kompanie in 2. Linie.
Das Vorarbeiten war zuerst leicht, dann schwerer und schließlich unmöglich. Flankierendes feindliches Infanterie- und Maschinengewehrfeuer, desgleichen flankierendes und frontales Granat- und Schrapnellfeuer hielten die Sturmkolonnen auf. Auch die Anschlusstruppe rechts kam keinen Schritt mehr weiter. Die Kompanien füllten auf und gruben sich ein. Die Verluste waren zu empfindlich geworden. Die Russen hatten den Friedhof von Cetula besetzt und ein wohlgezieltes, unermüdliches Maschinengewehrfeuer rechtzeitig eröffnet. Die eigene Artillerie, die mit leichten und schweren Kalibern den Rand des Friedhofes beschoss und die ganze Gegend mit Nebelgranaten abstreute, konnte das feindliche Feuer nicht zum Schweigen bringen. Auch das II. Bataillon, besonders die Flügelkompanie, die längs der Straße nach Cetula vorzugehen hatte, erlitt empfindliche Verluste. Auch die 2. und 4. Kompanie wurden abends, ohne Erfolg ins Gefecht geworfen; und erst als die Sonne untergegangen war, trat vollständige Ruhe ein, denn die Russen hatten sich im Dämmerlicht geschickt zurückgezogen. Um 10.45 Uhr abends war Cetula vom Feinde frei. Die Kompanien des II. und III. Bataillons besetzten darauf den Nordrand des Dorfes und hoben dort eine Verteidigungsstelle aus.
Es war ein blutiger Tag für das Regiment. Wir hatten an Toten 3 Offiziere (Oberleutnant Schweiger Kompanieführer der 9. Kompanie, Leutnant der Reserve Köhler und Leutnant der Reserve Kromm), 67 Mann und 372 Verwundete.“
Man überführte den Leichnam von Dr. Robert Koehler in die Heimat und begrub ihn auf dem Neuen Friedhof in Gießen.
Grab von Dr. Robert Koehler auf dem Neuen Friedhof in Gießen
Der Soldat Heinrich Grammersdorf stammte aus der Hansestadt Hamburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 221. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.11.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren auf einem Patrouillengang in Galizien. Er wurde bei Siemikowce getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Grammersdorf berichtet die Regimentsgeschichte des 221. Reserve-Infanterie-Regiments:
„In der Nacht um 2 Uhr wurde die 9. Kompanie, die schon am vergangenen Abend den Südostausgang von Rosochowaciec gesichert hatte, alarmiert, um auf der Straße Iszczkow-Siemikowce aufzuklären. Eine Patrouille stieß auf den Feind; die Kompanie nahm daher in Höhe 357 beiderseits der Straße Stellung mit der Front nach Süden. Die Armeereserve erhielt gegen 4 Uhr morgens den Divisionsbefehl, mit dem I. und III. Bataillon über 364 auf der Straße nach Siemikowce durchzustoßen, nachdem das Jägerbataillon, das um 2 Uhr den gleichen Auftrag bekommen hatte, sich als zu schwach erwiesen hatte. Oberstleutnant Zeller setzte das III. Bataillon in vorderer Linie ein mit der Aufgabe, das Gelände zwischen Seeufer und Straße, von Norden nach Süden vorgehend, noch vor Hellwerden zu säubern. Er selbst folgte mit dem I. Bataillon über 364. Das III. Bataillon entfaltete sich bei 356: 11. Kompanie sollte links der Straße vorgehen, 9. Kompanie, die schon bei 357 lag, sollte sich anschließen; 10. Kompanie sollte der 9. Kompanie, 12. Kompanie der 11. Kompanie folgen. Die Schützenlinien setzten sich in Bewegung. Plötzlich schwand der Nebel, der bisher die Entwicklung des Bataillons der feindlichen Sicht entzogen hatte:
die Russen, die sich wahrscheinlich zum Vorgehen bereitgestellt hatten, stürzten in dichten Massen nach vorne, besetzten schon ausgehobene Schützenlöcher und eröffneten ein mörderisches Feuer, unterstützt durch zahlreiche Maschinengewehre, die auf dem jenseitigen Seeufer in Bohatkowce eingebaut waren und die Kompanien des III. Bataillons in der Flanke fassten. Die vorgehenden Schützen kamen nicht weiter voran; sie mussten auf dem freien deckungslosen Gelände, das vom Ufer ab allmählich ansteigt und deshalb vom gegenüberliegenden Ufer aus vollkommen beherrscht wird, liegen bleiben. Entsetzliche Verluste entstanden. Ein Zug der 10. Kompanie und zwei Züge der 12. Kompanie wurden zur Verstärkung der 9. Kompanie eingeschoben; in demselben Augenblick – es war 8 Uhr geworden – brachen starke russische Schützenlinien ihrerseits zum Angriff vor. Da die Schützen des III. Bataillons vollkommen ungeordnet durcheinander lagen, mussten sie sich zurückziehen und wurden von der 10. Kompanie, welche die während der Nacht ausgehobenen Schützenlöcher der 9. Kompanie besetzt hatte, aufgenommen. Hier brach der feindliche Angriff zusammen; Russen, die an die Linie der Verteidiger herangekommen waren, wurden im Nahkampf überwältigt. 150 Gefangene wurden gemacht. Die erfolgreiche Abwehr dieses Angriffs wurde wesentlich durch das Eingreifen des I. Bataillons unterstützt. Dieses war, als das III. Bataillon auf den Feind gestoßen war, von Oberstleutnant Zeller in das Studynka-Tal geleitet worden mit dem Auftrag, das III. Bataillon durch einen Stoß in die russische linke Flanke zu unterstützen. 4. und 1. Kompanie entwickelten sich nach der Straße und stießen auf den Feind, der gerade gegen das III. Bataillon vorging; auch wurden 200 Gefangene eingebracht. Die 4. Kompanie erreichte links Anschluss an die 9. Kompanie, die 1. Kompanie wurde nach rechts durch die 2. Kompanie verlängert, während die 3. Kompanie die rechte Flankensicherung übernahm.
Am Nachmittag traf die 38. Honved-Division zur Unterstützung ein. Sie trat um 4 Uhr zum Sturm gegen den russischen Brückenkopf von Siemikowce an. Die in Stellung befindlichen Bataillone, sowie das II. Bataillon, das in der letzten Nacht von drei Kompanien Reserve-Infanterie-Regiment 222 abgelöst worden und über Sloboda-Zlota auf das Schlachtfeld geeilt war, sollten sich diesem Angriff anschließen. Das III. Bataillon, dem ein Vorgehen in dem flankierenden Maschinengewehrfeuer unmöglich war, beschränkte sich darauf, die feindlichen Gräben durch Infanteriefeuer zu beunruhigen. I. Bataillon und rechts daneben II. Bataillon, mit 6. und 7. Kompanie in vorderer Linie, gingen in Richtung Meierhof Siemikowce vor, mussten sich aber kurz vor den russischen Stellungen infolge hoher Verluste eingraben, nachdem auch die 5. Kompanie eingesetzt war; die Honved-Division, die sich mit einem Bataillon in den Regimentsabschnitt eingeschoben hatte, stürmte mit einem bewunderungswürdigen Schneid, aber auch sie hatte wenig Erfolg. Es war ein harter Kampf. In der Nacht zum 2. November wurden die Verbände geordnet und ein durchlaufender Schützengraben ausgehoben.“
Die Lage des Grabes von Heinrich Grammersdorf ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Der Soldat Erich Altmayer stammte aus Saarlautern, dem heutigen Saarlouis. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einem Pionier-Infanterie-Regiment. Am 30.09.1944 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 21 Jahren auf einem Verbandsplatz an der Ostfront.
Die Lage des Grabes von Erich Altmayer ist unbekannt.
Sterbebild von Erich AltmayerRückseite des Sterbebildes von Erich Altmayer
Der Soldat Werner Pfeffer stammte aus Limbach, Sonneberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 2. Kompanie des 95. Infanterie-Regiments. Am 05.03.1915 fiel er an der Ostfront im heutigen Polen bei Jezierzec.
Die Lage des Grabes von Werner Pfeffer ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Grab von Leutnant der Reserve Werner Pfeffer und Leutnant der Reserve Alfred Wibbeling
Der Sldat Werner Ulbrich stammte aus Schwallungen im heutigen Bundesland Thüringen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve und Kompanieführer der 3. Kompanie des 95. Infanterie-Regiments. Am 02.01.1915 fiel er bei Rawa Mazowiecka in Polen.
Die Lage des Grabes von Werner Ulbrich ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Gräber von Hauptmann Bernhard Ritter und Edler von Fischern (rechts) und Leutnant der Reserve Werner Ulbrich (links) in Rawa
Der Soldat Bernhard Ritter und Edler von Fischern stammte aus der thüringischen Stadt Bad Salzungen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann in der 9. Kompanie des 95. Infanterie-Regiments. Er fiel 30.12.1914 in Polen an der Ostfront. Er wurde bei der Erstürmung eines russischen Grabens in der Nähe von Rawa Mazowiecka getötet.
Die Lage des Grabes von Bernhard Ritter und Edler von Fischern ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr. Nach seinem Tod wurde er auf dem Friedhof von Rawa Mazowiecka beigesetzt.
Hauptmann Bernhard Ritter und Edler von Fischern, Leutnant der Reserve Riemann und Leutnant der Reserve Witthauer im September 1914Gräber von Hauptmann Bernhard Ritter und Edler von Fischern (rechts) und Leutnant der Reserve Werner Ulbrich (links) in Rawa