Der Soldat Augustin Rauner (Schreibfehler auf Sterbebild) stammte aus Willing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Aibling, und war der Sohn eines Mühlbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.12.1915 (Volksbund: 21.12.1915) fiel er im Alter von 24 Jahren am Hilsenfirst in den Vogesen durch einen Schrapnelltreffer.
Man begrub Augustin Rauner auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Sterbebild von Augustin RannerRückseite des Sterbebildes von Augustin Ranner
Der Soldat Franz Boitswinkler stammte aus Igelsbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waging am See, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.04.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren bei Fampoux Maison Blanche in der Region um Arras.
Die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments berichtet über den Todeszeitruam von Franz Boitswinkler:
„1.4. – 1.5.
Der Feind verhielt sich sehr ruhig; nahezu keine Patrouillentätigkeit. Das Artilleriefeuer war gering. Feindliche Flieger waren bei gutem Wetter dauernd über der Stellung. Am 28. überflog zum erstenmal ein Flieger die Stellung und warf bei Fampoux Bomben ab. Der Ausbau der Stellung ermöglichte nunmehr die Tagablösung. Die Zahl der Unterstände wurde vermehrt und zahlreiche Verbindungswege von 2. zur 1. Linie geschaffen.“
Man begrub Franz Voitswinkler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Franz BoitswinklerRückseite des Sterbebildes von Franz Boitswinkler
Der Soldat Josef Falter wurde am 18.02.1898 in Waldhausen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und lebte im Ortsteil Lampertsham. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.01.1919 verstarb er im Alter von 20 Jahren im Reserve-Lazarett Bad Reichenhall
Der Soldat Joseph Heim wurde am 13.03.1894 in der bayerischen Stadt Tittmoning geboren und war Müllergehilfe von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 22 Jahren bei Thiepval durch Granatschuss.
Die Grablage von Joseph Heim ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Infanterist Christian Hofmann, gefallen am 08.07.1916 bei Thiepval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Gefreiter Konrad Bollenbach, gefallen am 08.07.1916 bei Grandcourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist August Hahn, gefallen am 08.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Karl Burkard, gefallen am 08.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Joseph HeimRückseite des Sterbebildes von Joseph Heim
Der Soldat Johann Kirchleitner wurde am 29.09.1885 Tyrlaching geboren und lebte als Hausbesitzer in Schwarzau, einemm Ortsteil der bayerischen Stadt Trostberg. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter bei der Riegerschen Pappen-Fabrik in Trostberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.06.1918 fiel er im Alter von 32 Jahren nach vier Jahren Kriegsdienst bei Ville-en-Tardenois.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Kirchleitner berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Stellungskämpfe im Courmontwald und in Boujacourt 14.6. – 14.7.
Der Divisions-Befehl für den 2.6. ordnete Festhalten der erreichten Linie an. Demgemäß setzte die Erkundung und Neugliederung zur Abwehr ein. Gleichzeitig richteten sich die Bataillone mit fieberhafter Tätigkeit in den neuen Stellungen ein. Der Gefechtsstand des Regiments befand sich an der Einmündung des Sträßchens Ville-en-Tardenois – Boujacourt in den Courmontwald.
Tagsüber lag äußerst heftiges, andauerndes Artillerie-Feuer, das auch die Nacht hindurch anhielt und erhebliche Verluste verursachte, auf dem Regimentsabschnitt. Ebensi unausgesetzt tätig waren die feindlichen Flieger. Boujacourt, das noch vom Feinde besetzt war, wurde tagsüber mit Mörsern zugedeckt und gegen 8 Uhr abends durch die 3. Kompanie ohne feindliche Gegenwirkung in Besitz genommen.
Am 3. und 4.6. hielt das Regiment die erreichten Linien, die Erkundung wurde fortgesetzt, Verbindung mit den Anschlusstruppen wurde aufgenommen. Das feindliche Artillerie-Feuer dauerte mit unverminderter Heftigkeit an, besonders lästig war die dauernde Flankierung aus dem Bois d` Eglise.
Schwerte Arbeit hatte das Sanitätspersonal zu verrichten, das sich in Kellern in Ville-en-Tardenois eingerichtet hatte. Unermüdlich war auch hier wieder dessen Tätigkeit unter der umsichtigen Leitung des Regiments-Arztes Dr. Fischer. Der Truppenverbandplatz des Regiments lag selbst wiederholt unter heftigstem Artillerie-Feuer. Hierbei wurden mehrere tüchtige Ärzte, so die Feldunterärzte Strasser (Konrad Straßer, aus Nürnberg, Feldunterarzt, gefallen am 01.06.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bligny in einem Massengrab) und Fischer (Max Fischer, aus München, Feldhilfsarzt, gefallen am 01.06.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bligny in in Block 2, Grab 116) mit einigen braven Sanitätern das Opfer der Pflichterfüllung.“
Man begrub Johann Kirchleitner auf dem Soldatenfriedhof Bligny in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann KirchleitnerRückseite des Sterbebildes von Johann Kirchleitner
Der Soldat Sebastian Brunhölzl wurde am 11.05.1897 in der bayerischen Stadt Altötting geboren und war von Beruf Zahntechniker. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier im 4. bayerischen Feldartillerie-Regiment. Er war abgeordnet zur 7. Batterie des 23. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren an der Westfront bei Bailleul.
Man begrub Sebastian Brunhölzl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Joseph Randlinger wurde am 21.03.1894 in Blabsreit geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.03.1915 wurde er während der Schlacht bei Münster schwer verwundet und gilt seit diesem Zeitpunkt als vermisst. Er wurde 20 Jahre alt. Er wurde am Reichackerkopf /Klänglesattel getötet.
Über den Todeszeitrum von Joseph Randlinger berichtet die Regimentsgeschichtd es 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„In der Frühe des 12. sollte der Feind durch öangsames Vorschieben der Stellung verdrängt werden, um den Befehl der Division, den Feind aus seinen Stellungen am Reichackerkopf, Klänglesattel und Gelände westlich davon zu werfen, gerecht zu werden. Bis auf 80 Meter schiebt sich die 2. Kompanie durch den Astverhau im Klänglesattel heran. Unter Zuhilfenahme von Schutzschilden wird es nach Einbruch der Dunkelheit nochmals versucht; auch hier ist ein weiteres Vordringen infolge des stark flankierenden feindlichen Feuers zur Ohnmacht verdammt. Ein Vorgehen am Klänglesattel wird auch als unmöglkich erkannt, solange der Feind den Reichackerkopf und Köpfle besetzt hält. Am 15. war das Bataillon in Ruhe, aber wegen eines feindlichen Angriffs auf Mönchberg und Reichackerkopf am 19. alarmiert. Leutnant der Reserve Stadelbauer wird bei der Bereitstellung infolge Sturz vom Pferd tödlich verletzt.“
Die Lage des Grabes von Joseph Randlinger ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitrum fielen, u. a.
Infanterist Georg Brindl, gefallen am 13.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 40;
Infanterist Gregor Göbl, gefallen am 14.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 39;
Unteroffizier Xaver Heimer, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Unteroffizier Paul Meier, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 5, Grab 60;
Unteroffizier Hans Raum, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Sterbebild von Joseph RandlingerRückseite des Sterbebildes von Joseph Randlinger
Der Soldat Peter Höpfl stammte aus Unterboxberg, vermutlich ein Teil des heutigen Boxberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Prackenbach, und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun während der Kämpfe auf Kalte Erde und bei Fleury. Seine Kompanie war damals im Fossewald südöstlich Beaumont und in den Wabengräben eingesetzt.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 25. Juni 7 Uhr vormittags hatte sich das feindliche Trommelfeuer zu einem wütenden Feuerwirbel gesteigert – da beobachtete Simmeth durch Rauch und Qualm hindurch eine breite französische Schützenlinie in seinem Rücken herankommen – kurz entschlossen warf er sich, untertützt durch den Gefreiten Joseph Binder (aus Tholbat bei Ingolstadt) und den Gefreiten Ludwig Schwaiger der 11. Kompanie, seiner Kampfgruppe vorauseilend, auf den Feind. Es gelang ihnen überraschend den Franzosen in die Flanke zu kommen und nach erbittertem Nahkampf, in dem sich auch besonders der Unteroffizier Friedrich Walther der 11. Kompanie auszeichnete, 200 Franzosen mit mehreren Offizieren gefangen zu nehmen. Zahlreiche Angehörige des Reserve-Infanterie-Regiments 92 wurden so wieder aus der Gefangenschaft befreit. Als die gefangenen Franzosen die unterlegene Zahl der Unseren gewahr wurden, machten sie – dem Beispiel eines ihrer Offiziere folgend, Fluchtversuche, welche jedoch durch unsere namentlich erwähnten wackeren Helden mit dem Bajonett vereitelt wurden.
Indes hatte Major Schaaf Teile des I. Bataillons und des Reserve-Infanterie-Regiments 92 kehrt machen lassen und ließ im Anschluss an die südwestlich des Thiaumontwerkes liegende 9. Kompanie den Hang nördlich des Weges, der nach der kalten Erde führt, mit Front nach Nordwesten besetzt.
Eine am rechten Flügel des I. Bataillons vorhandene gefährliche Lücke schloss er durch Herausnehmen von Kräften aus der Nordfront und durch Verlängerung des zurückgebogenen rechten Flügels des I. Bataillons.
An den Regimentskommandeur ging Meldung ab, dass unsere Stellung restlos gehalten wurde.
Am 25. Juni früh war es auch einer französischen Kompanie im Schutze der Dämmerung gelungen bis zum Thiaumontwerke vorzustoßen. Oberst Mieg konnte zunächst nicht unterscheiden, ob es zurückgehende eigene Leute oder Franzosen waren. Dann aber ein rascher Entschluss – Offiziere und Mannschaften, Ordonanzen und Fernsprecher griffen zum Gewehr und Handgranate, der stellvertretende Regimentsadjutant Leutnant Lienhard raffte alle in den benachbarten Erdnischen kauernden Leute zusammen. Ein kräftiges Hurrah – ein schneidiges Vorstürmen – die an Zahl überlegenen Franzosen streckten die Waffen. Aber noch gab der Feind seine Durchbruchsversuche nicht auf. Neuerdings setzte französisches Trommelfeuer ein – von der Brasschlucht drohte ein feindlicher Vorstoß – die Signalpatronen zur Anforderung unseres Artilleriefeuers waren zur Neige gegangen – da eilte Schwaiger ungeachtet des feindlichen Feuers zum Regimentsstab ins Werk und kehrte wohlbehalten mit Signalpatronen zurück. Der Franzose wurde durch das Sperrfeuer der Artillerie und das Abwehrfeuer der Infanterie zurückgeworfen und erlitt schwere Verluste.
Für ihr hervorragendes Verhalten erhielten Simmeth und Binder die Goldene, Schwaiger und Walther die Silberne Tapferkeitsmedaille.“
Offiziell ist für Xaver Höpfl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Hauptmann Franz Sonntag, geboren am 27.10.1877 in Augsburg, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Leutnant Wilhelm Meyer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Georg Kallert, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Jelden, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver Höpfl und Xaver PeterRückseite des Sterbebildes von Xaver Höpfl und Xaver Peter
Der Soldat Heinrich Braun war Forstamtspraktikant in Fulda im heutigen Bundesland Hessen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 10.10.1914 fiel er bei Verdun.
Man begrub Heinrich Braun auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Heinrich Braun war Mitglied der Münchener Burschenschaft Corps Hereynia.
Todesanzeige von Heinrich Braun und Ernst HölzelSymbolfoto
Der Soldat Dr. Kurt Lautenschlager stammte aus der bayerischen Stadt Wörth an der Donau und war Augenarzt in Essen an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberarzt der Reserve im Stab des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.12.1914 starb er im Alter von 33 Jahren auf einem Truppenverbandplatz bei Savonnières-en-Woëvre im Wald von Apremont-la-Forêt, unweit von Verdun, wo 1 ½ Jahre später eine der furchtbarsten Schlachten des Krieges stattfand
Dr. Kurt Lautenschlager hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.
Man begrub Dr. Kurt Lautenschlager auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.