Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.742: Alois Maier

Der Soldat Alois Maier stammte aus Schlapping, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach bei Landau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Batterie des 2. bayerischen Fußartillerie-Regiments. Am 23.04.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 23 Jahren im Wald von Béthincourt durch die Verwundung durch ein Artillerie-Geschoss.

Offiziell ist für Alois Maier keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn nach dem Artillerie-Treffer noch etwas davon übrig war, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye beigesetzt wurden, wo man auch seinen Kameraden von der 6. Batterie, Heinrich Drackert, begrub, der ebenfalls am 23.04.1916 fiel.

Sterbebild von Alois Maier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.740: Alois Leopold

Der Soldat Alois Leopold wurde am 04.06.1893 in Steinlohe geboren, einem Ortsteil der bayerischen gemeinde Tiefenbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er leicht verwundet. Anfang 1916 wurde er erneut verwundet und starb an der Verwundung am 24.01.1916 im Alter von 22 Jahren im Feldlazarett in Saint-Mihiel.

Man brgub Alois Leopold auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 134.

Seine Heimatgemeinde Steinlohe gedenkt Alois Leopold noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/tiefenbach-steinlohe_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Alois Leopold
Rückseite des Sterbebildes von Alois Leopold

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.738: Georg Berninger

Der Soldat Georg Berninger wurde am 01.04.1892 in der bayerischen Gemeinde Rannungen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Souville-Schlucht durch einen Kopfschuss.

Man begrub Georg Berninger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Rannungen gedenkt Georg Berninger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/rannungen_lk-bad-kissingen_bay.html

Sterbebild von Georg Berninger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Berninger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.736: Josef Eichenseer

Der Soldat Josef Eichenseer stammte 11.03.1877 Hitzendorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hohenfels, und war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 8. Kompanie des 5. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 16.12.1916 geriet er während der Stellungskämpfe während der Schlacht um Verdun verwundet in französische Gefangenschaft und verstarb einen Monat später am 18.01.1917 im Alter von 40 Jahren in Marseille.

Man begrub Josef Eichenseer auf dem Friedhof St. Pierre in Marseille.

Sterbebild von Josef Eichenseer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Eichenseer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.732: Georg Fenk

Der Soldat Georg Fenk stammte aus der bayerischen Stadt Dorfen und war Bahnarbeiter von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 9. Batterie des 4. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse  aus. Am 19.08.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren nach drei Jahren Kriegsdienst im Duissy (Regimentsgeschichte Cuisy-Wald) Wald bei Verdun.

Sterbeort von Georg Fenk:

Hinsichtlich des Todesdatum von Georg Fenk liegen drei unterschiedliche Daten vor:

19.09.1917 laut Sterbebild
10.08.1917 laut Volksbund
18.08.1917 laut Regimentsgeschichte

Man begrub Georg Fenk auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Fenk
Rückseite des Sterbebildes von Georg Fenk

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.730: Karl Eiblmeier

Der Soldat Karl Eiblmeier stammte aus Münchham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ering, und arbeitete als Viktualienhändler und Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.08.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 33 Jahren im Feldlazarett Nr. 2 bei Piennes.

Man begrub Karl Eiblmeier auf dem Soldatenfriedhof Piennes in Block 4, Grab 298.

Sterbebild von Karl Eiblmeier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Eiblmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.729: Joseph Nitzl

Der Soldat Joseph Nitzl stammte aus Schönau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kröning, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.09.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht um Verdun in Frankreich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Man begrub Joseph Nitzl auf dem Soldatenfriedhof Azannes II. in Block 3, Grab 6.

Sterbebild von Joseph Nitzl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Nitzl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.711: Anton Fertl

Der Soldat Anton Fertl stammte aus Thann, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Saint-Mihiel.

Die Lage des Grabes von Anton Fertl ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie geborgen werden konnten, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Gefreiter Johann Brunnhuber, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Fritz Singer, gefallen am 05.05.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Johann Danner, gefallen am 05.05.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Michael Sauer, gefallen am 05.05.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Fertl
Rückseite des Sterbebildes von Anton Fertl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.706: Joseph Gigler

Der Soldat Joseph Gigler wurde am 04.11.1897 Oberbocksberg geboren und arbeitete als Kaminkehrer in Hausham. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren während der letzten Kämpfe vor Verdun in Frankreich. Er wurde bei der Ortschaft Brieulles-sur-Meuse getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Gigler berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Vor Verdun

26. September bis 11. November 1918

Seit dem „Schwarzen Tag des 8. August“ war eine siegreiche Beendigung des Krieges, die nur durch eine große Offensive zu erreichen war, zur Unmöglichkeit geworden. Mit 1 Millionen Streitern war Amerika auf den Plan getreten, lauter Männern im Vollbesitz ihrer unverbrauchten Nerven, wohlgenährt und glänzend ausgerüstet. Das deutsche Heer, in die Abwehr gezwungen, war entschlossen mit seinem schartigen, aber noch lange nicht stumpfen Schwert, unter Einsatz seiner letzten Kraft dem Vaterland einen ehrenvollen Frieden zu erkämpfen. In allem Bitteren, das es schon erlebte, sollte ihm auch das noch ohne seine Schuld versagt sein.

In einer rückwärtigen Stellung, der Hermann-Huding-Brunhilde-Stellung, die sich von den holländischen Grenze über Tournai – Le Cateau, nördlich Laon, dann über Rethel und Vouziers zur Maas bei Dun hinzog, wollte man sich entscheidend zur Wehr setzen. Der Feind seinerseits hatte allen Grund, den deutschen Armeen keine Zeit zur Erholung zu lassen und noch vor dem fünften Kriegswinter die Entscheidung zu erzwingen.

Von der Nordsee bis zur Maas brandete die Flut des Angreifers. Schritt für Schritt wichen die deutschen Truppen fechtend in die „Hermann-Huding-Brunhilde-Stellung“ zurück.

Die feindlichen Hauptstöße richteten sich von Ypern auf Brüssel, über Cambrai, St. Quentin auf Maubeuge und von den Argonnen auf Sedan.

In diesen Septembertagen traf uns die Hiobsbotschaft, dass die bulgarische Armee vor einem Angriff der Saloniki-Armee zusammenbrach und in alle Winde zerstob. Schon vorher hatte Österreich wieder einmal ein nicht nur nutzloses, sondern sogar schädliches Friedensangebot gemacht.

Am 25.09. mittags wurde das Regiment mit Lastkraftwagen nach Ecury und Réville näher an die Kampffront herangeschoben. Das I. Bataillon, dem nur drei Wagen zur Verfügung standen, verlud die Maschinengewehr-Kompanie, Munition und Tornister und erreichte mit den Infanterie-Kompanien am späten Abend sein Marschziel. Kaum in der neuen Unterkunft angelangt, wurde wiederum Marschbereitschaft befohlen. Das Regiment wurde nun auf das westliche Maas-Ufer geworfen und erreichte am 26. gegen 6 Uhr vormittags die Gegend bei Brieulles, das wegen starker Beschießung nicht betreten werden konnte. 1 ½ Stunden später kam das I. Bataillon mit Landmarsch an, nachdem es beim Übergang über die Maas schon empfindliche Verluste erlitten hatte – unter anderem fiel auch Leutnant Kohn, der Führer der 4. Kompanie, mit seinen sämtlichen Ordonanzen. Die abgesprengte 1. Kompanie stieß erst gegen 10 Uhr nachts wieder zum Bataillon.

Am 26.09. war der feindliche Großangriff in der Champagne und östlich der Argonnen losgebrochen. Südlich Monfaucon hatten amerikanische Massen die deutschen Stellungen hinter dem Forges-Bach durchstoßen und waren im Vorgehen gegen den Monfaucon. Um diesen Stoß aufzufangen, musste die 5. bayerische Reserve-Division auseinandergerissen, so wie sie ankam, regimentsweise eingesetzt werden.

Mit dem 26.09. begann für das Regiment eine ununterbrochene Reihe schwerer Kämpfe gegen einen vielfach überlegenen Feind, die erst wenige Tage vor dem Waffenstillstand ihren Abschluss fanden. Die taktische Überlegenheit der Unterführer, die Kriegserfahrung, Zähigkeit und Pflichttreue der Truppe befähigten das Regiment, das nur noch einmal kaum nennenswerten Ersatz erhielt, in schwierigem, unübersichtlichem Gelände den amerikanischen ungefügten Massen 44 Tage lang erfolgreichen Widerstand zu leisten, bis es zu Schlacke ausgebrannt mit blankem Schild das blitgetränkte Schlachtfeld verließ.

Das Regiment wurde zur Bereitstellung im Münsterlage (II. Bataillon), im Lager Wassermühle (III. Bataillon) und bei Brieulles befohlen. Alle diese Orte lagen unter feindlichem Fernfeuer.

Der um 11 Uhr vormittags eingetroffene Befahl, dass das Regiment die bei Cuisy verlorene Hauptwiderstandslinie wieder zu nehmen habe, war durch die inzwischen eingetretenen Ereignisse überholt und wurde dahin abgeändert, östlich Nantillois – Montfaucon in Richtung auf Cuisy anzugreifen.

Hierzu wurden in einer Mulde zwischen Ogon-Wald und Fays-Wald bereitgestellt:

III. Bataillon rechts, II. Bataillon links, I. Bataillon verblieb vorläufig an seinem Platz im Wald von Brieulles.

Der Regiments-Kommandeur befahl mündlich an die versammelten Kommandeure:

„III. und II. Bataillon greifen gemeinschaftlich aus der Bereitstellung in südöstlicher Richtung an, II. Bataillon hat Richtung und Anschluss, Angriffsrichtung auf die Mitte dieses dreieckigen Wäldchens I. Bataillon folgt links gestaffelt. Die Höhe südlich des dreieckigen Wäldchens ist zu nehmen und zu halten. Die Maschinengewehre und je ein leichter Zug Minenwerfer bei ihren Bataillonen. Antreten wird vom Regiment befohlen. Regiments-Befehlsstelle vorläufig am Ogon-Wald.“

5.35 Uhr nachmittags wurde angetreten, Bataillone in zwei lichten Wellen. Unter dem Schutz der schweren Maschinengewehre und leichten Minenwerfer wurde der erste Kilometer leicht überwunden, 5.50 Uhr die vorderste eigene Linie, die von der 2./Reserve-Infanterie-Regiment 7 gebildet war, erreicht und der Feind aus seiner Stellung dicht östlich Straße Nantillois – Brieulles vertrieben.

Das feindliche Maschinengewehr-Feuer aus dem Wäldchen und von der Höhe beiderseits desselben war recht empfindlich. Insbesondere Litt die 8. Kompanie. Sprungweise vorwärts! Die leichten Minenwerfer bereiten mit Vernichtungsfreuer den Einbruch vor, Artillerie steht dem Regiment nicht zur Verfügung.

Mit Einbruch der Dunkelheit schreitet 6. und 8. Kompanie mit „Hurra“ zum Sturm, die benachbarten Kompanien schließen sich an. Um 8.45 Uhr abends ist nicht nur das Wäldchen, sondern auch die beherrschende Höhe dahinter unser, der Feind flüchtet und lässt vier Maschinengewehre und Gefangene in unserer Hand. Sogleich wird Ordnung geschaffen, Vorposten vorgeschoben, die Verbindung nach links mit einer Kompanie Infanterie-Regiment 147, nach rechts mit dem I./Reserve-Infanterie-Regiment 7 hergestellt.

Ein dreimaliger Versuch des Feindes, sich während der Nacht vom 26./27. wieder in den Besitz der verlorenen Stellung zu setzen, wurde von den Kompanien des II. Bataillons vereitelt. Der Maschinengewehr-Zug des Leutnant Prucker hat dabei entscheidend mitgewirkt.“

Die Lage des Grabes von Joseph Gigler ist offiziell unbekannt. Es liegt jedoch nahe, dass man seine Gebeine anonym in einem Massengrab auf dem nahegelegenene Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse begrub.

Dort begrub man übrigens auch den württembergischen Generalleutnant Eugen von Dorrer aus Roßfeld, kommandierender General der 44. Reserve-Division, der bei Montfaucon-d’Argonne schwer verwundet im Reserve-Feldlazarett 32 verstarb. Auch er wurde in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Joseph Gigler
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Gigler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.705: Josef Staber

Der Soldat Josef Staber wurde am 23.09.1893 in Berbling geboren, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Bad Aibling, und war der Sohn eines Landwirts (Zachbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun laut Sterbebild in Folge einer Verschüttung durch einen Granattreffer beim Fort Thiaumont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Staber berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Der 26. Juni, wie der 25., ein trüber, regnerischer Tag, brachte wohl starkes Zerstörungsfeuer der feindlichen Artillerie, aber keinen Angriff. Zur Ausfüllung der Lücke zwischen dem I. und III. Bataillon wurde die 12. Kompanie dem I. Bataillon unterstellt und von diesem in die Batterie b. nördlich Punkt 820 vorgezogen. Kaum hatte sich die Kompanie in der auch stark mit Verwundeten (hauptsächlich Franzosen) belegten Batterie einigermaßen zurechtgefunden, als sie der Franzose in Brand schoss. Gewaltige Feuersäulen stiegen aus ihr hoch, eine Explusion folgte der anderen. Die Kompanie vermochte sich zum Teil wohl noch zu retten. Immerhin sind 39 Mann in den Flammen elend umgekommen. Viele andere hatten schwere Brandwunden erlitten. Wohl sandte der Kommandeur des III. Bataillons die 9. Kompanie, in Rettungstrupps aufgelöst, vor, aber sie vermochte dem lichterloh brennenden Objekt nicht beizukommen. Der Brand dauerte noch bis zum Mittag des folgenden Tages. Leutnant der Reserve Bode, der damals die 12. Kompanie führte, vertrat in einem längeren anschaulichen Bericht die Ansicht, dass die Batterie vom Feinde zur Sprengung vorbereitet war und die Sprengladung durch Zeitzünder zur Detonantion gebracht wurde.„

Josef Staber ist also wahrscheinlich nicht bei einer Schüttung gefallen, sondern elendig in einem Betonunterstand verbrannt. Ein furchtbarer Tod! Vermutlich wollte man der Familie ersparen, die grausamen Details des Todes ihres Bruders, Sohns zu erfahren, und gab einen sanfteren Tod an.

Offiziell ist die Grablage von Josef Staber unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Johann Archinger, gefallen am 26.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hosef Weinmüller, gefallen am 26.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Johann Willibald, gefallen am 26.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Balthasar Adam, gefallen am 26.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Staber
Rückseite des Sterbebildes von Josef Staber