Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.811: Mathias Hager

Der Soldat Mathias (Volksbund: Matthias) Hager wurde am 22.01.1880 in Dürmentingen geboren, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziers-Stellvertreter in der 6. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.02.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Höhe 425 in der Nähe von  Sennheim (französisch: Cernay)im Elsass.

Über den Todestag und die Todesumstände von Mathias Hager berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Das feindliche Zerstörungsfeuer auf Höhe 425 am 19.02.1917

Der Feind musste natürlich das lebhafte Treiben und Arbeiten auf der Höhe 425 bemerken. Um sie zu stören, konzentrierte er am 19. Februar, nachmittags von 4.45 bis 7.15 Uhr das Feuer seiner ganzen Artillerie und seiner Minenwerfer auf Abschnitt A, B und D der Höhe (etwa 1.300 Granaten und 300 schwere und mittlere Minen).

Sofort wurde das Bataillon alarmiert und in Gefechtsbereitschaft gesetzt. Dabei starb der Offiziers-Stellvertreter Hager der 6. Kompanie, ein pflichtgetreuer und wackerer Soldat, Vater von 7 Kindern, den Heldentod. Wir erwiderten hauptsächlich mit den zwei mittleren Minenwerfern, der Minenwerferkompanie 113 angehörend, und den Minen- und Ladungswerfern des II. Bataillons. Doch blieb der erwartete Infanterieangriff aus. Die Mühsam erst hergestellten Gräben und Hindernisse waren wieder einmal gründlich beschädigt und teilweise zerstört.

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Man begrub Mathias Hager auf dem Heimat-Friedhof Dürmenting in einem Einzelgrab.

Sterbebild von Mathias Hager
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Hager

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Ferwinand Rausch

Der Soldat Ferdinand Rausch stammte aus der hessischen Stadt Gießen und war der Sohn des Geheimen Schulrats Dr. Rausch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Bataillonskommandeur im Stab des II. Bataillons des 26. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse und mit der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 16.07.1916 fiel er bei Le Transloy, südlich Flers.

Man begrub Ferdinand Rausch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Ferwinand Rausch im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.810: Ernst Rieger

Der Soldat Ernst Rieger wurde am11.07.1892 geboren und stammte aus der bayerischen Stadt Trostberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier und Einjähriger-Unteroffizier in der 1. Batterie des 9. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Bazien. Die Angabe auf der Todesanzeige ist falsch.

Man begrub Ernst Rieger auf dem Soldatenfriedhof Pierrepont in Block 1, Grab 344.

Todesanzeige von Ernst Rieger

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Vizefeldwebel Otto Rohn

Der Soldat Otto Rohn stammte aus Ruppertenrod, einem Ortsteil der mittelhessischen Gemeinde Mücke. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 1. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.07.1916 starb er im Theater-Lazarett in Montmédy, nachdem er zuvor am 25.06.1916 während der grausamen Schlacht um Verdun nahe des Forts Vaux, Fort Souville und des Herbebois durch Granatschuss schwer verwundet worden war.

Man begrub Otto Rohn auf dem Soldatenfriedhof Montmédy in Block 1, Grab 72.

Die Todesanzeige für Otto Rohn im Gießener Anzeiger vom 18.07.1916

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.809: Eduar Held

Diese Todesanzeige für Edduard Held fand ich beim Lesen des Rosenheimer Anzeiger vom 05.09.1915.

Der Soldat Eduard Held stammte aus Rosenheim in Bayern und war Regierungsakzessist von Beruf (Beamter im höheren Dienst). Er diente als Leutnant der Reserve in der 5. Kompanie des 16. bayerischen infanterie-Regiments. Er wurde schwer verwundet und verstarb am 01.09.1914 im Garnisonslazarett Landau.

Vermutlich begrub man ihn auf einem regionalen Friedhof. Ob sein Grab noch heute existiert, ist unbekannt.

Todesanzeige von Eduard Held

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.808: Johann Lachermaier

Der Soldat Johann Lachermaier stammte aus Waidhausen und war Schmied-Geselle. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 21.06.1915 wurde er bei Metzeral im Münstertal schwer verwundet und verstarb am 24.06.1915 im Alter von 35 Jahren auf dem Hauptverbandplatz Münster (Elsass).

Man begrub Johann Lachermaier auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Lachermaier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Lachermaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.807: Gustav von Safferling

Der Soldat Gustav von Safferling wurde am 03.02.1862 geboren. Er war im Ersten Weltkrieg Oberst und Regimentskommandeur des 4. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 52 Jahren bei Dompièrre in Frankreich.

Ich gehe davon aus, dass man den Leichnam von Gustav von Safferling in die Heimat schaffte und dort privat begrub. Sein Grab dürfte nicht mehr existieren.

Todesanzeige für Gustav von Safferling

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.806: Karl Dempfle

Der Soldat Karl Dempfle wurde am 18.11.1874 in der bayerischen Gemeinde Rott am Inn geboren und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann und Unteroffizier in der 2. Batterie des 11. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Am 05.05.1917 fiel er im Alter von 42 Jahren bei Chaumont bei den Kämpfen an der Aisne in Frankreich.

Man begrub Karl Dempfle auf dem Soldatenfriedhof Laon-„Bousson“ in Block 8, Grab 128.

Sterbebild von Karl Dempfle
Rückseite des Sterbebildes von Karl Dempfle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.805: Sebastian Hutterer

Der Soldat Sebastian Hutterer stammte aus Stockham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war ein Kleinbauer (Irlhubergütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Alter von 30 Jahren bei Carency.

Die Lage des Grabes von Sebastian Hutterer ist offiziell unbekannt. Er ist wahrscheinlich als unbekannter Toter anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben worden, wo man auch seine Kameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, z. B.

  • Leutnant Max Scheibenbogen, gefallen am 12.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Oberjäger Karl Schubert, gefallen am 10.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Obing gedenkt Sebastian Hutterer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/obing_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Sebastian Hutterer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Hutterer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.804: Anton Ahr

Der Soldat Anton Ahr wurde am 21.08.1886 in Schelldorf geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kempten. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der ersten Kämpfen vor Arras bei Douai.

Die Lage des Grabes von Anton Ahr ist unbekannt.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Mariaberg Anton Ahr auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kempten-mariaberg_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Anton Ahr
Rückseite des Sterbebildes von Anton Ahr