Der Soldat Fritz Rogge (eigentlich Friedrich) stammte aus Wendemark bei Werben (Elbe) im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjährig-Freiwilliger in einem Feldartillerie-Regiment. Am 29.03.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren in den Ardennen.
Man begrub Fritz Rogge auf dem Soldatenfriedhof Monthois in Block 5, Grab 695.
Der Soldat Luitpold Schwaiger stammte aus der bayerischen Gemeidne Laufen. und war Student der Ingenieurwissenschaften. Er war Mitglied der Burschenschaft Apollo. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziersstellvertreter in der 1. Batterie des 6. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Am 15.11.1914 fiel er bei Wytschaete in Belgien.
Man begrub Luitpold Schwaiger auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block E, Grab 1.446.
Der Soldat Fritz Schulz stammte aus Artern in Preußen und war Doktor der Geisteswissenschaften. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve und Offiziersstellvertreter in der 1. Batterie des 6. Reserve-Feldartillerie-Regiments. Er wird während der ersten Flandernschlacht bei den Kämpfen an der Yser schwer verwundet und stirbt am 15.11.1914 in einem Lazarett in Köln verwundet.
Vermutlich wurde Fritz Schulz auf einem lokalen Friedhof in Köln im militärischen Bereich begraben. Das Grab dürfte heute noch existieren.
Der Soldat Alexander Spielmann war in Leipzig-Reudnitz Lehrer. Im Ersten Weltkrieg diener er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 47. Brigade-Ersatz-Bataillons. Zwischen dem 20.08. und 12.09.1914 fiel er an nicht mehr feststellbarem Ort.
Die Lage des Garbes von Alexander Spielmann ist unbekannt.
Der Soldat Joseph Danzer stammte aus Neppersdorf, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neukirchen vorm Wald, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als landsturmmann in der 2. Kompanie des 5. bayerischen Armierungsbataillons. Am 03.09.1916 wurde er im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich durch eine Fliegerbombe getötet.
Man begrub Joseph Danzer auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 28, Grab 1.013.
Sterbebild von Joseph DanzerRückseite des Sterbebildes von Joseph Danzer
Der Soldat Karl Mühlbauer stammte aus der bayerischen Gemeinde Arnschwang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 22. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.06.1917 wurde er schwer verwundet und verstarb am 25.06.1917 im Alter von 23 Jahren in einem Feldlazarett in Frankreich.
Man begrub Karl Mühlbauer auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 6, Grab 235.
Sterbebild von Karl MühlbauerRückseite des Sterbebildes von Karl Mühlbauer
Der Soldat Johann Rothkopf stammte aus Hasleham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tiefenbach (Passau) und war Hausbesitzer und Zimmermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 6. Batterie des 1. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 20.05.1918 fiel er im Alter von 43 Jahren nach 37 Monaten Kriegsdienst nach schwere Verwundung durch Granatvolltreffer während der Kämpfe am Kemmelberg bei Kemmel und Dranoutre.
Man begrub Johann Rothkopf auf dem Soldatenfriedhof Wicres Village in Block 1, Grab 34.
Sterbebild von Johann RothkopfRückseite des Sterbebildes von Johann Rothkopf
Der Soldat Franz Aschenbrenner stammte aus Dobl, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Vilshofen, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in einer Maschinengewehr-Kompanie. Am 22.07.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren nach 19 Monaten Kriegsdienst während der dritten Flandernschlacht Belgien.
Man begrub Franz Aschenbrenner auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block L, Grab 2.947.
Sterbebild von Franz AschenbrennerRückseite des Sterbebildes von Franz Aschenbrenner
Der Soldat Max Riesinger stammte aus Ötzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tiefenbach, und war der Sohn eines grundbesitzlosen Tagelöhners (Inwohner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Jäger der Reserve in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal bei Vitrimont (Regimentsgeschichte Frescati, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Deuxville) während eines nächtlichen Sturmangriffs.
Man begrub Max Riesinger auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.
Sterbebild von Max RiesingerRückseite des Sterbebildes von Max Riesinger
Der Soldat Johann Gilk wurde am 23.09.1890 in Landmannsdorf geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adelzhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.08.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht an der Uherka im heutigen Polen. Er fiel bei den Ortschaften Petrilow / Chutza.
Über den Todeszeitraum von Johann Gilk berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 08.08.1915 3.30 Uhr nachmittags wird unter dem Schutz unseres um 2.45 Uhr eröffneten Artilleriefeuers bis an das Westenede des sehr lang gestreckten niedergebrannten Dorfes Petrilow herangegangen, auf 800 – 1.000 Meter an die feindliche Stellung, die hier mitten durch die Ortschaft verläuft. Die feindliche gegenwehr war nicht besonders wirksam. In der Nacht zum 09.08. wird dann auf Sturmentfernung an die feindlichen Werke herangegangen. Innere Flügel der Bataillone 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Turtschek) und 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Kardel). Jedes der vorderen Bataillone (I. und III.) erhält ein besonderes Werk als Angriffsobjekt zugewiesen. 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment ist ganz nahe an das mit VIIb bezeichnete östliche der beiden im Angrifsstreifen des Regiments liegenden Werke herangekommen und hat Gasse im Drahthindernis erkundet. Das Artilleriefeuer und damit auch der geplante Sturm müssen wegen Unsichtigkeit verschoben werden. Erst mittags kann wirksam geschossen werden. Noch sind die starken Werke ziemlich unversehrt. Der Sturm wird auf 1.15 Uhr nachmittags festgesetzt. Doch schon 12.15 Uhr meldet Leutnant Tutschek dem Regimentskommandeur, durch dessen Vermittlung er sich vorher mit der Mörserbatterie verständigt hatte, durch den Fernsprecher, dass eben zwei Mörserschüsse in VIIb lagen, ob er antreten dürfe. Der Regimentskommandeur erklärte sein Einverständnis, wünschte der Kompanie Glück und verständigte die Artillerie und die Nebentruppen. Wenige Minuten später drang die Kompanie im Verein mit der 3. Kompanie unter Leutnant der Reserve Steiner in das Werk ein, das sie dem russischen Leib-Garderegiment Preobraschenks abnahm. Der Einbruch war Dank der Schneid und Entschlusskraft des Leutnants Tutschek und seiner Kompanie gelungen; doch den Erfolg festzuhalten kostete noch viel Mut, Zähigkeit und leider auch viel Blut anderer Kompanien. Der 11. Kompanie gelingt es nicht, in das Nebenwerk einzudringen, aber durch ihr Vorgehen deckt sie die Flanke der 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment. Starkes feindliches Artilleriefeuer und heftige Gegenangriffe setzen ein. Das I./3. bayerisches Infanterie-Regiment, das sofort weitere Kräfte an das Werk nachgeschoben hat, beantragt gegen Abend wiederholt dringen die Ablösung mit der Begründung, die Gefechtskraft der schon durch die vorhergehenden Nächte ermüdeten Truppe erlahme. Es musste daher die Ablösung durch das II./3. bayerisches Infanterie-Regiment befohlen werden, die aber unter den äußerst schwierigen Verhältnissen – der Gegner setzte die Wiedereroberungsversuche beinahe ununterbrochn fort – nur zum Teil gelang. 1.30 Uhr morgens erfolgt ein besonders heftiger Gegenangriff von zwei russischen Garderegimentern, ebi dessen Abwehr sich außer den noch nicht abgelösten Teilen der 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment, besonders auch das 5./3. und 8./3. bayerisches Infanterie-Regiment und Teile der Maschinengewehr-Kompanie auszeichnen. Zwischen die tapferen Verteidiger hinein treibt aber der weit überlegene Feind doch einen Keil russischer Gardisten in das ausgedehnte Werk vor, das jedoch die Dreier trotzdem weiterhin heldenhaft verteidigen, von allen Seiten gepresst und umflutet. So war am Morgen die heldenmutige Besatzung im Werke selbst durchbrochen, belagert und abgeschnitten. Alle Bestrebungen des Regiments, die Tapferen zu entsetzen, oder wenigstens Verbindung mit ihnen zu bekommen, versagten, bis endlich am 10.08. 4 Uhr nachmittags durch eine besonders tapfere Telefonpatrouille, die trotz des Kreuzfeuers den Draht in den Graben brachte, wenigstens mit dem einen Flügel der Werkbesatzung Verbindung erreicht wurde. Das hob ihre übrigens noch keineswegs erlahmte Ausdauer und ermöglichte bald auch einige Unterstützung durch Zufuhr von Handgranaten und Munition. Um die Lage zu halten, forderte der Regimentskommandeur Artillerieunterstützung und befiehlt für 5.30 Uhr abends erneut allgemeinen Sturm des Regiments, der zwar zu keinem weiteren Einbruch führt, aber die feindlichen Gegenangriffe doch zum Stehen bringt. Während dieses die übrigen russischen Kräfte beschäftigenden Angriffs gelingt den Dreiern im Werk VII die Überwältigung des etwa eine Kompanie starken Russennestes durch einen wohlgelungenen Handgranatenüberfall. Nur wenige russische Gardisten werden nach tapferer Gegenwehr gefangengenommen. Die meisten waren gefallen. 11 Uhr abends wird das Regiment vom 22. bayerischen Infanterie-Regiment abgelöst und teils als Brigade-, teils als Divisionsreserve zurück nach Gut Chutza und in den Wald nordöstlich davon gelegt.-„
Die Lage des Grabes von Johann Gilk ist unbekannt.