Der Landwirt Simon Herrnreiter stammte aus Oberwinden, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aham. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des Landsturm-Infanterie-Bataillon Wasserburg. Am 22.05.1916 starb er im Alter von 44 Jahren im Reservelazarett Wittelsbacherschule in München nach siebenwöchigem Leiden, vermutlich in Folge einer Krankheit.
Der österreichische Korporal Franz Ottorfer diente beim kaiserlich und königlichen Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 1. Am 09.03.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Lubne im Bezirk Liska (Galizien).
Sterbebild von Franz OttorferRückseite des Sterbebildes von Franz Ottorfer
Franz Ranzinger stammte aus Eggenfelden. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel und Offiziersstellvertreter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Jäger-Bataillons. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse und dem Militär-Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 04.11.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Oosttaverne in Belgien während der Ersten Flandernschlacht .
Man begrub Franz Ranzinger auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Langemark Massengrab.
Der Kanonier der Reserve Johann Lehner stammte aus Triftern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Batterie des 7. Feldartillerie-Regiments.
August/September 1914 wurde er am Rücken verwundet. Am 11.10.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Soyécourt an der Somme. Die Regimentsgeschichte des 7. Feldartillerie-Regiments schreibt über sein Sterben:
„Am 11.10.1914 abends erhielt die 6. Batterie wieder schweres Feuer. Ein Volltreffer traf ein Geschütz. Der daneben stehende Munitionswagen explodierte. Kanonier Andreas Ruhm war sofort tot. Der Feind setzte die Beschießung fort. Gegen 22 Uhr traf ein Volltreffer den eingegrabenen Beobachtungsstand. Leutnant der Reserve Georg Kiderlin und der neben ihm stehende Fernsprechmann, Kanonier Johann Lehner, wurden getötet, mehrere Leute verwundet. Noch in der Nacht bezog die 6. Batterie eine andere, besser gedeckte Stellung in einer flachen Mulde unweit des Westrandes von Soyécourt.“
Offiziell ist für Johann Lehner keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine neben denen seines Kameraden Georg Kiderlin ruhen, der mit ihm zusammen getötet wurde. Dieser wurde auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt.
Der Landsturmmann Max Fürst stammte aus Meresberg. Er diente im Ersten Weltkrieg in der 2. Kompanie des Landsturm-Infanterie-Bataillon Passau I und fiel am 06.07.1916 im Alter von 41 Jahren bei Woleceth.
Sterbebild von Max FürstRückseite des Sterbebildes von Max Fürst
Der Unterjäger Georg Weibold diente im Ersten Weltkrieg in der 4. Feldkompanie des 4. Tiroler Kaiserjäger-Regiments. Er fiel im Alter von 34 Jahren in Lajiz (Galizien) durch Kopfschuss.
Der Volksschullehrer Karl Eigl stammte aus Lämmersdorf in Bayern, heute ein Ortsteil der Gemeinde Zachenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments als Offiziers-Stellvertreter und Vize-Feldwebel. Am 17.10.1915 starb er im Alter von 29 Jahren im Feldlazarett bei Drocourt nach schwerer Verwundung.
Man begrub Karl Eigl auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 13, Grab 87.
Sterbebild von Karl EiglRückseite des Sterbebildes von Karl Eigl
Der theoretische Weg von Karl Eigl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Franz Mammhofer (eigentlich Mamhofer) stammte aus Oberammergau in Bayern und war ein Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er im 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiment als Kanonier. Beim Rückmarsch aus der Antwerpen-Maas-Stellung 1918 verstarb er im Alter von 44 Jahren in Barmen in Nordrhein-Westfalen an der Grippe. Heute ist Barmen ein Teil von Wuppertal.
Andreas Osl wurde in Lohen, Pfarrei Ensdorf, heute beides Teile des oberbayerischen Marktes Kraiburg am Inn, als Sohn eines Kleinbauern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Ende 1915 wird Andreas Osl leicht verwundet, bleibt jedoch bei seiner Einheit. Am 28.01.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Arras.
Man begrub Andreas Osl auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 5, Grab 18.
Der Schneidermeister und Hausbesitzer Leonhard Hofstetter stammte aus Tarsdorf in Oberösterreich. Im Ersten Weltkrieg diente er im kaiserlich und königlichen Gebirgstrain, Eskadron Nr. 14, als Korporal. Am 23.12.1915 verstarb er im Alter von 32 Jahren im Reservespital Linz.
Sterbebild von Leonhard HofstätterRückseite des Sterbebildes von Leonhard Hofstätter