Der Soldat Albert Hofmayer (laut Verlustliste „Hofmaier“) wurde am 20.06.1890 in der bayerischen Gemeinde Schwabsoien geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 124. württembergischen Infanterie-Regiment. Am 15.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei Eclisfontaine, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Épinonville bei Verdun.
Was auf dem Sterbebild mit „Schlacht von Sarlois“ gemeint ist, bleibt für mich nicht nachvollziehbar. Eine solche Schlacht gab es nicht. Der Ort Saarlouis ist 139 Kilometer von Eclisfontaine entfernt.
Offiziell ist für Albert Hofmayer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Épinonville in einem Massengrab beigesetzt wurde, der nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt. 227 deutsche Soldaten wurden hier in einem Massengrab begraben, die nicht mehr zu identifizieren waren. Albert Hofmayer ist sicher einer davon.
Joseph Brandner Marxenlehen in Metzenleiten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Salzberg (Berchtesgaden). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier. Am 19.03.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren bei „Tyient“ (?) in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Joseph Brandner ist unbekannt. Ich konnte auch seine Zugehörigkeitz zu einer militärischen Einheit nicht ermitteln, genauso wie seinen Sterbeort.
Sterbebild von Joseph BrandnerRückseite des Sterbebildes von Joseph BrandnerJoseph Brandner
Der Soldat Julius Götz wurde am 28.01.1894 in Siegelau geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Gutach im Breisgau in Baden-Württemberg, und war angehender Lehrer (Schulkandidat). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der 6. Kompanie des 1. badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109. Am 09.05.1915 fiel er während der Lorettoschlacht im Alter von 21 Jahren bei Carency an der Lorettohöhe.
in franz. Kriegsgefangenschaft“.
Die Lage des Grabes von Julius Götz ist unbekannt. Ich konnte keine Grablage für auch nur einen seiner mehreren hundert Kameraden recherchieren, die im selben Zeitraum fielen. Die meisten gelten als vermisst. Offensichtlich wurden die Gräber während der heftigen und unmenschlichen Kämpfe um die Lorettohöhe immer wieder zerstört, die Gebeine immer mehr und weiter eingegraben, so dass am Ende des Krieges nichts mehr beizusetzen war. So ruhen die Gebeine von Julius Götz noch in der Erde bei Carency, gemeinsam mit seinen hunderttausend Kameraden in anderen Regimentern auf deutscher und französischer Seite.
Sterbebild von Dr. Heinrich und Julius GötzRückseite des Sterbebildes von Dr. Heinrich und Julius Götz
Der Soldat Ludwig Scheel wurde am 12.01.1894 in der hessischen Stadt Fulda geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Garde-Schütze in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des Garde-Reserve-Schützen Bataillons.. Am 03.02.1917 fiel er. Er wurde in Mitau im heutigen Lettland begraben.
Die Lage des Grabes von Ludwig Scheel ist unbekannt.
Sterbebild von Ludwig ScheelRückseite des Sterbebildes von Ludwig ScheelLudwig Scheel
Der Soldat Georg Rieger stammte aus Blamberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.05.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.
Offiziell ist für Georg Rieger keine Grablage bekannt. Ich vermuste jedoch, dass er, wenn sein Leichnam geborgen wurde, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen und in der gleichen Kompanie dienten, u. a.
Kriegsfreiwilliger Ernst Ruck, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 1270;
Wehrmann Ludwig Sommer, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 358;
Wehrmann Josef Sterr, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 354;
Reservist Mathias Winner, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 419.
Sterbebild von Georg RiegerRückseite des Sterbebildes von Georg Rieger
Der Soldat Andreas Hipp wurde am 13.11.1888 in Eiterberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rückholz, geboren. Er arbeitete als Säger in Speiden. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Foucaucourt-en-Santerre an der Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Andreas Hipp schreibt die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Erkundungsvorstöße gegen Foucaucourt
Am 2. Oktober gelang es dem zu einem Erkundungsvorstoß gegen Foucaucourt rittlings der Straße Estrées – Foucaucourt angesetzten I. Bataillons ein Handstreich. Die im Morgengrauen dicht nördlich der großen Straße vorgehende 2. Kompanie drang unter der schneidigen Führung des Leutnants Webert II überraschend in Foucaucourt ein, machte 130 Gefangene und nahm zwei Maschinengewehre weg. Leider ist der ausgezeichnete Kompanieführer beim weiteren alzu kühnen Vordringen in der Ortschaft gefallen. Mit Mühe gelang es dem Feldwebel-Leutnant Scheibe Otto der Maschinengewehrkompanie, die vereinzelt weit vorgekommene 2. Kompanie wieder aus dem stark besetzten Ort loszulösen. Das ganze Unternehmen hatte an Verlusten 3 Offiziere und Offiziersstellvertreter, 104 Unteroffiziere und Mannschaften gekostet.
Am gleichen Tage nahm die 7. Kompanie mit Schwung im Verbande des 1. Infanterie-Regiments an einem Vorstoß in der Nähe der Ferme von Fay teil. Hierbei ist ihr überragender Chef, Hauptmann Karl, gefallen.„
Offiziell ist für Andreas Hipp keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass, wenn seine Gebeine geborgen werden konnten, er auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers anonym in einem Massengrab begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden der 2. Kompanie beigesetzt wurden, die am gleichen Tag und Ort fielen, u. a.
Gefreiter Johann August Goldhan, gefallen am 02.10.1914 bei Foucaucourt-en-Santerre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Gebhard Kirchner, gefallen am 02.10.1914 bei Foucaucourt-en-Santerre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Xaver Berger stammte aus Steeg (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buchbach, und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 8. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.06.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren in der Nähe des Ortes Biaches / Dompierre bei Arras.
Am Todestag von Xaver Berger berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 02.06.1915 kroch eine Patrouille von 3 Mann bis auf 8 Meter an den feindlichen Graben vor und warf das französische Flugblatt mit einer Nummer das „Bayerischen Staatsanzeigers“ wieder zurück mit der Antwort: „Wir gratulieren Euch zu Eurem neuen Freunde. Er passt zu Euch.“ Dann schrieb der Patrouillenführer im Granatloch liegend noch ein persönliches Schreiben an den nur 8 Meter vor ihm stehenden feindlichen Posten und heftete es am Drahthindernis an. Das Schreiben lautete: „Alter Franzmann! Wenn Du dereins den Zettel finden wirst, so musst Du selbst sagen, dass Du ein schlechter Posten bist, denn hier waren am hellen Tage bayerische Löwen auf der Patrouille und haben Dir Deinen Zettel, den Du mit der Gewehrgranate herübergeschossen hast, wieder hinübergebracht.“
Die tapferen Leute der Patrouille waren der Gefreite Görz und die Infanteristen Rotheiß und Schallheimer der 11. Kompanie.„
Mit dem neuen Freund war Italien gemeint, das am Tag zuvo erklärt hatte, auf der Seite Frankreichs, Großbritanniens und Russlands zu kämpfen.
Die Lage des Grabes von Xaver Berger ist unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass, wenn seine Gebeine geborgen werden konnten, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Leutnant der Reserve Georg Wagner, gefallen am 02.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab,
Oberleutnant Hermann Reiser, gefallen am 02.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Georg Meyer (Verlustlisten: „Mayer“) stammte aus Hottenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lohkirchen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff während der Kämpfe bei Thiaumont.
Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Meyer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Für 25.05. war die Wegnahme der Thiaumont Ferme und der Linie bis zur Kiesgrube geplant. Dem III. Bataillon unter Hauptmann Bergmayer war die Hauptaufgabe zugedacht. Es trat auch 6.00 Uhr vormittags an, war aber infolge feindlichen Sperrfeuers bis zum Eintreffen in vorderster Linie schon so durch Verluste geschwächt, dass es zum Angriff auf die feindlich stark besetzte Stellung nicht mehr die Kraft fand, lediglich die 12. und Teile der 9. Kompanie waren weiter vorgedrungen, mussten aber mit Einbruch der Dunkelheit in die Höhe der anderen Kompanien zurückgenommen werden, um nicht nachts abgeschnitten zu werden. Leutnant der Reserve Rieger, Brand und Leutnant Rüspert wurden verwundet, Leutnant der Reserve Otto Paul war gefallen. Der Versuch der 9. Kompanie am Spätnachmittag die Thiaumont Ferme zu nehmen, trug zwar schwere Verluste ein, brachte aber auch nicht die Erfüllung des Auftrages.“
Offiziell ist für Georg Meyer keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch stark, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo auch Regimentskameraden begraben wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Infanterist Eugen Holzmann, gefallen am 25.05.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Willibald Huber, gefallen am 25.05.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Stephan Geißler, gefallen am 25.05.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Reservist Anton Schlecker, gefallen am 25.05.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Soldat Alois Meilhamer wurde am 02.06.1875 in Eggen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchham, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des Landsturm-Infanterie-Bataillons München. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 06.10.1918 verstarb er nach vier Jahren Kriegsdienst im Alter von 44 Jahren im Reservelazarett in der Zollhalle in München an einer Lungenentzündung, die er sich im Kriegsdienst zugezogen hatte. Er war folglich ebenfalls ein Opfer des Krieges.
Die Lage des Grabes von Alois Meilhamer ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf einem Zivilfriedhof in München im militärischen Teil begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Sterbebild von Alois MeilhamerRückseite des Sterbebildes von Alois Meilhamer
Der Soldat Dionys Auer stammte aus Kronsberg, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Erlbach, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des bayerischen 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.03.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Stellungskämpfe in den SiebenbürgischenGrenzkarpathen durch einen Brust- und Lungenschuss.
Die Grablage von Dionys Auer ist heute unbekannt, wie meist bei Gefallenen in dieser Region. Ich konnte auch keine Daten recherchieren, da mir keine Regimentsgeschichte vorliegt.
Sterbebild von Dionys AuerRückseite des Sterbebildes von Dionys Auer