Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.771: Joseph Gschaider

Der Landsturmmann Joseph Gschaider stammte aus Lehen, heute ein Ortsteil der bayerischenGemeinde Simbach bei Landau und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.05.1916 fiel er nach schwerer Verwundung im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Kopfschuss

Man begrub Joseph Gschaider auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Grab 636.

Seine Heimatgemeinde Simbach gedenkt Joseph Gschaider noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/simbach_b_landau-haunersdorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Gschaider
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Gschaider

Der theoretische Weg von Joseph Gschaider von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.770: Joseph Aßbeck

Der Infanterist Joseph Aßbeck stammte aus Oberschabing, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach bei Landau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Douaumont während der Schlacht um Verdun. Er wurde getötet bei der Erstürmung der feindlichen Gräben, des I-Werkes und der Batterie-Anlagen südwestlich des Fort Douaumonts.

Über den sterbetag von Joseph Aßbeck schreibt die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Bis 01.06.1916 blieb das Bataillon mit kurzer Unterbrechung in seiner Stellung. An diesem Tage 6.00 Uhr früh stürmten nach heftigem Trommelfeuer östlich anschließende deutsche Truppen den Caillette-Wald.
Da beschlossen die Führer der 11. und 12. Kompanie (Oberleutnant Eder, + 13.06.1916 und Leutnant der Reserve Lang + 12.06.1916) auch ihrerseits das 150 Meter vor ihnen liegende sehr stark besetzte französische I (Infanterie)-Werk und die anschließende Batteriestellung wegzunehmen. Die 10. Kompanie (Führer Leutnant der Reserve Altinger, hierbei tüdlich verwundet) schloss sich an.

Im heftigsten Handgranatenkampf rollte ein Zug der 11. Kompanie (Führer Leutnant Roßmann, hierbei gefallen) den feindlichen Graben auf, schneidige Stoßtrupps aller drei Kompanien frangen unterstützt von MG von allen Seiten gegen das I-Werk und die Batteriestellung vor und trieben die Besatzung von dem Eingang in das Innere. Handgranatensalven erzwangen die Übergabe der tapferen Verteidiger. Das gesamte französische Bataillon, etwa noch 370 Mann einschließlich des Stabes, wurde gefangen genommen, drei MG erbeutet.

Die siegreichen Kompanien stießen etwa 100 Meter über das eroberte Werk vor und gruben sich dort ein.

Zum Festhalten des Errungenen und zur Unterstützung der sehr schwachen Kompanien schob auf eigenen Entschluss hin die bisherige Reservekompanie (9.) durch heftigstes feindliches Sperrfeuer hindurch auf der ganzen Linie ein; kurz darauf wurde ihr tapferer Führer, Max-Joseph-Ritter Leutnant von Hopffer, tödlich verwundet.“

Man begrub Joseph Aßbeck auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Simbach bei Landau gedenkt Joseph Aßbeck noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/simbach_b_landau_wk1u2_bay.htm

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.769: Georg Aigner

Der Armierungssoldat Georg Aigner wurde am 16.04.1873 in Kattenberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in einem Landsturm-Bataillon. Am 14.02.1917 verstarb er im Alter von 43 Jahren im Lazarett Saarburg nach 8 tägiger schwere Krankheit.

Man begrub Georg Aigner auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in Block 1, Grab 845.

Sterbebild von Georg Aigner
Rückseite des Sterbebildes von Georg Aigner

Sonderbeitrag: Die Geschichte von Pierre Decoux

Pierre Decoux FRAD087_110. Histoire de Pierre Decoux. – Europeana 1914-1918, Europe – CC BY-SA. https://www.europeana.eu/item/2020601/https___1914_1918_europeana_eu_contributions_12440

Pierre Decoux wurde in Cussac geboren. Er trat am 3. August 1914 in das 21. Artillerie-Regiment (Matrikelnummer 1973) ein, mit dem er an die Argonnenfront, dann in die Schlacht an der Marne und an die Front Lothringens geschickt wurde, bevor er nach Arras vorrückte. Während dieser Kämpfe war er deutschen Giftgasangriffen ausgesetzt.

Aufgrund einer schweren Gesichtsverletzung am 12.06.1915 wurde er jedoch endgültig von der Front evakuiert, er wurde wegen „Wunden evakuiert, nachdem ein Pferd ihm ins Gesicht trat und er die Schneidezähne und oberen Eckzähne, zwei Schneidezähne und einen unteren Eckzahn gebrochen hatte, was das Kauen unmöglich macht“. Es wird auch festgestellt, dass Pierre Decoux mehrere Prellungen an Kopf, Brust und rechtem Bein hat. Am 23. Juni 1915 kehrte er ins Depot zurück.

Von seiner Vergasung hat er auch Folgeerscheinungen an seinen Augen und wird für den Rest seines Lebens eine spezielle Brille tragen.
Am 1. Oktober 1915 wurde er der Reserve des 112. Schweren Artillerier-Rgiments zugeteilt.

Er wurde mit der Siegesmedaille und der Gedenkmedaille des Ersten Weltkriegs ausgezeichnet.

Gemälde von Pierre Decoux

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.768: Max Maier

Der Soldat Max Maier stammte aus Simbach (bei Landau), und war der Sohn eines Bahnarbeiters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 3. leichten Munitions-Kolonne des 21. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments. Am 24.03.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 21 Jahren in der Nähe von Ivoiry bei Montfaucon-d’Argonne durch einen Rückenschuss.

Man begrub Max Maier auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Simbach gedenkt Max Maier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/simbach_b_landau_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Max Maier

Montfaucon-d’Argonne

Rückseite des Sterbebildes von Max Maier

Sonderbeitrag: Antonin Dessevre Labry – gefallen im Wald von Ailly

Häufig berichte ich hier von deutschen Soldaten, die im Wald von Ailly, östlich Saint-Mihiel und südlich Verdun fielen. Mir liegt diese Region der ehemaligen Schlachtfelder besonders am Herzen. Heute stelle ich das Schicksal einen französischen Soldaten vor, der auf der anderen Seite der Front kämpfte und sein junges Leben verlor:

Antonin Dessevre Labry wurde 1888 in Jambles geboren. Er war Krankenträger im 10. französischen Infanterieregiment. Er wurde im April 1915 mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Am 07.07.1915 wurde er von deutschen Truppen an den Vorposten des Waldes von Ailly (Maas) getötet:

Man begrub ihn zuerst auf dem Friedhof von Marbotte (Maas) auf der Nécropole nationale de Marbotte. Später wurde sein Leichnam nach dem Krieg seiner Familie übergeben. Er ist auf dem Friedhof von Jambles begraben und im Denkmal für die Toten der Gemeinde eingetragen. Posthum wurde ihm die Militärmedaille verliehen.

Antonin Dessevre Labry

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.762: Josef Neumeier

Der Ersatz-Reservist Josef Neumeier stammte aus Steinbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Mainburg, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 28 Jahren durch Kopfschuss.

Man begrub Josef Neumeier zunächst in Doaumont. Später wurde er auf den Soldatenfriedhof  Azannes II. in Block 2, Grab 886 umgebettet.

Sterbebild von Josef Neumeier
Rückseite des Sterbebildes von Josef Neumeier

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.760: Gallus Loibl

Der Gefreite Gallus Loibl wurde am 30.10.1891 in Oberhaindlfing geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolfersdorf, und war der Sohn eines Zimmermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie (Regimentsgeschichte: 12. Kompanie) des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.04.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Kämpfe um Höhe 304 im Wald von Malancourt vor Verdun nach 20 Monaten Kriegsdienst.

„In der Nacht vom 24.04./25.04.1916 rückte auch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment diesmal als Unterabschnittsreserve wieder in die Stellung; II./ 3. bayerisches Infanterie-Regiment und 2/3 der MG Kompanie bleiben noch in den Quartieren als Korpsreserve. Die Beschießung und Feuerüberfälle waren andauernd sehr heftig, so brachte dem Regiment z. B. der 25.04. 29 Mann Verluste. Trotz dieser schwierigen Verhältnisse gelang es dem I./3. bayerisches Infanterie-Regiment eine schwach ausgebaute Stellung etwa 400 Meter vor dem Stützpunkt am Ostrand des Waldes von Avocourt vorzuschieben. Wenn sich nun auch das Wetter allmählich besserte, so hatten der lange Einsatz (seit Anfang März), die geschilderten Umstände in den Stellungen, die schweren Beschießungen und neuerdings auch typhusähnliche Erkrankungen den Kampfwert der Truppe stark herbgedrückt. Die Ersatztransporte mussten oft unmittelbar vor dem Wiederabrücken in die Stellung oder in dieser selbst eingegliedert werden und brachten daher nicht die nötige Auffrischung.“

Man begrub Gallus Loibl auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Der Bruder von Gallus Loibl, Anton Loibl, diente im 1. bayerischen Infanterie-Regiment in der 11. Kompanie, fiel am 19.10.1915 und wurde auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 6, Grab 293 begraben.

Sterbebild von Gallus Loibl
Rückseite des Sterbebildes von Gallus Loibl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.745: Josef Mitterreiter

Heute und morgen stelle ich mal wieder ein Brüderpaar vor:

Der Soldat Josef Mitterreiter stammte aus Spiegelsberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in der Nähe des Forts Douaumont.

Man begrub Josef Mitterreiter auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tacherting gedenkt Josef Mitterreiter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/tacherting-peterskirchen_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Sebastian und Josef Mitterreiter
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian und Josef Mitterreiter

Der theoretische Weg von Josef Mitterreiter von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.744: Sebastian Butz

Der Soldat Sebastian Butz stammte aus Sondermoning, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Nußdorf, und war Pflegesohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Maschinengewehr-Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 20.03.1918 fiel er nach 44 Monaten Kriegsdienst im Alter von 26 Jahren bei der Höhe 310 am Vaux-Kreuz bei den Stellungskämpfen vor Verdun.

Die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments schreibt über den Todestag von Sebastian Butz:

„20.03.1918 Feuerkraft der feindlichen Artillerie gering. Ab 11 Uhr vormittags eigenes Gasschießen „Frühlingslüfte“ auf feindliche Stellung, Bereitschaftslager in der Hermitageschlucht und Hassouleschlucht und Anmarschwege. 2 Uhr nachmittags Zerstörungsfeuerüberfall gegen feindliche Gräben, der nach 2 Minuten schwaches Sperrfeuer auslöst. 7.05 Uhr nachmittags wurde von II./30 und I./32. unter Leitung des Oberleutnants Unna, Kommandeur 32. bayerisches Infanterie-Regiment, das Unternehmen „Sonnenaufgang“, zu dessen Vorbereitung die beiden Bataillone seit 26. Februar zurückgezogen und nur auf 5 Tage als Bereitschaftsbataillone für Erkundung eingesetzt waren, durchgeführt. Die Sturmabteilungen, verstärkt durch Pioniere der Division und Flammenwerfertrupps des Garde-Reservepionier-Regiments 2, unterstützt durch Artillerie und Minenwerfer der eigenen und Nachbardivision drangen um 7.05 Uhr nachmittags überraschend in 1.100 Meter Breite 600 Meter tief in die französische Stellung ein. Sie überrannten die erste feindliche Postenlinie, den feindlichen K1 und K2-Graben und drangen bis in die Bruleschlucht vor, wo der dort liegende Bataillonskommandeur mit seinem ganzen Stabe überwältigt und gefangen genommen wurd. Der Feind erlitt, wo er sich zur Abwehr stellte, hohe blutige Verluste. Der Erfolg der Stürmer waren: 10 Offiziere und 299 Mann, die gefangen eingebracht worden sind; erbeutet wurden zwei leichte und zwei schwere MG der französischen Regimenter 92 und 418. Die 26. und 153. französische Infanterie-Division wurden damit erneut festgestellt. Die eigenen Verluste waren: 8 Mann tot, 3 Mann vermisst, 2 Offiziere, 52 Mann verwundet. Wetter trübe und regnerisch.“

Einer der Gefallenen war Sebastian Butz.

Man begrub Sebastian Butz auf dem Soldatenfriedhof Mangiennes in Block 6, Grab 108.

Sterbebild von Sebastian Butz
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Butz