Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.321: Franz Neuwirth

Der Soldat Franz Neuwirth stammte aus der bayerischen Gemeinde Glonn und war der Sohn eines Schreinermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 17.04.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in den Vogesen am Eichenrain bei Münster (Oberelsass).

Über den Todestag von Franz Neuwirth berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiment:

„Die Kompanien setzten alsbald mit reger Patrouillentätigkeit ins Vorgelände ein. Der darüber verärgerte Feind sandte am 17. April einige wohlgezielte Artillerieschüsse herüber, die bei der 12. Kompanie zwei Tote und zwei Verwundete, bei der 10. Kompanie in der Nordhütte 18 Tote, 15 Schwer- und vier Leichtverwundete zur Folge hatten.“

Einer der Toten der 10. Kompanie war Franz Neuwirth.

Man begrub Franz Neuwirth auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 9.

Seine Heimatgemeinde Glonn gedenkt Franz Neuwirth noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/glonn_wk1_bay.htm

Sterbebild von Franz Neuwirth
Rückseite des Sterbebildes von Franz Neuwirth

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.320: Johann Knestl (Knestel)

Der Soldat Johann Knestl (eigentlich Knestel) wurde am 23.06.1997 in Hopferbach geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Untrasried. Er war landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist und Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 04.04.1918 fiel er während der Großen Schlacht von Frankreich bei Moreuil im Alter von 20 Jahren.

Über die Umstände des Todes von Johann Knestel berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:

„04.04.1918 Langsam dämmert der Tag herauf. Zwischen Wolkenfetzen ganz kurz im Osten blutiges Rot. Die wenigsten haben es gesehen. Vorbei – Regenschauer gehen nieder und alles hüllt sich frösteldn ein. Da, Punkt 6 Uhr lösen sich mit einem Schlag aus allen Geschützrohren die Granaten und sausen über die Köpfe hinweg. Morisel erschüttert unter ihren Einschlägen. Das ganze Dorf ist in eine Wolke von Staub und Rauch gehüllt; so geht das Feuer weiter, ab- und anschwellend bi 8 Uhr.

Inzwischen hat sich das I. Bataillon aus der Stadt heraus über die Eisenbahn- und Schlossbrücke herum vorgeschoben und umschließt Morisel von Südosten. 8.10 Uhr, wie es der Bataillonskommandeur, Hauptmann Baumann befohlen hatte, brechen gleichzeitig 3., 4. und 2. Kompanie zum Sturm gegen je einen der drei Ortseingänge vor. Der tapfere Feind wehrt sich verzweifelt hinter seinen Barriakden. Junge Zwanziger, werdet ihr würdig sein den Ahnen, die um Bazailles gerungen? Fortgerissen von den Führern drängt alles unaufhaltsam vorwärts. Schon jubelt Leutnant der Reserve Schaul der 4. Kompanie, ein von seinen Leuten vergötterter jungen Zugführer im Vollgefühl des Sieges, da streckte ihn ein Herzschuss nieder. Hören wir, was der tapfere Führer der 4. Kompanie, Leutnant der Reserve May schrieb:

Unter dem Schutze rechtzeitig heraneilender Maschinengewehre, die den Ortsrand niederhielten, arbeitete sich die Kompanie heran und drang in die Ortschaft ein. Auf der verhältnismäßig kurzen Strecke aber lagen viele, die nicht mehr weiter konnten. Ein Maschinengewehrführer streckte dem Kompanieführer sein Maschinengewehr hin: „Meine Leute sind tot, mir selbst sind beide Schenkel durchschossen.“ Ein Blick auf so manchen Getreuen – weiter! In der Ortschaft tobte schon der Kampf. Der Gegner hielt sich mit staunenswerter Zähigkeit. Von Dächern, aus Fenstern und Kellerluken, ja sogar durch die Lehmwände krachten die Schüsse der verbissenene Feinde, die erst der blanken Waffe sich ergaben. Haus um Haus musste genommen werden. Es ist selten mit gleicher Wut gekämpft worden. – Endlich gegen 9 Uhr war der jenseitige Ortsrand erreicht, aber noch immer krachten drinnen die Schüsse verzweifelt sich wehrender Feinde.

Neben den vielen Toten und Verwundeten barg der Oert noch fast 100 unverwundete Franzosen, die als Gefangene abgeschoben wurden.

Während des Ringens des I. Bataillons um Morisel hatte sich das III. Bataillon – in drei Treffen gegliedert – durch rasches Zugreifen in den Besitz des Höhenausläufers südwestlich des Ortes gesetzt und stieß nun, trefflich unterstützt von seinen überhöhend feuernden schweren Maschinengewehren durch den tief eingeschnittenen Grund mit rechtem Flügel über den Kirchhof außerhalb Morisel gegen den Wald a vor. Die Besatzung am Waldrand hielt nicht lange stand. 9. und 10. Kompanie fanden – ziemlich gleichzeitig eindringend – dort nur Verwundete und Tote. Dagegen war im Innern des Waldes ein schwer zu fassender Stützpunkt mit Schussmöglichkeit nach allen Seiten von der Feuerwalze der Artillerie nicht gefasst worden. Er machte viel zu schaffen, wurde aber dann von der 9. Kompanie unter dem trefflichen Leutnant der Reserve Kugel gestürmt. Die am jenseitigen (nördlichen) Waldrand ankommenden Kompanien hatten den Eindruck, dass der Feind die Höhe mit dem Wald b hartnäckig verteidigen würde. Vor dem Wald und aus ihm schlug den vorfühlenden Spähern kräftiges Feuer entgegen. So baute der umsichtige Bataillonskommandeur, Major Bauer, erst erneuten Feuerschutz durch die schweren maschinengewehre der 3. Maschinengewehr-Kompanie auf, ehe er die Kompanien zur Fortführung des Angriffes freigab.

Das I. Bataillon hatte nach notdürftigem Ordnen der Verbände und Neueinsatz von Maschinengewehren am Nordwestausgang von Morisel nicht gezögert, den Angriff gegen die Höhenausläufer ostwärts des Waldes a fortzusetzen. Hinter ihm wurde das preußische Reserve-Infanterie-Regiment 90 der 54. Infanterie-Division durch Moreuil und Morisel gezogen. Es sollte sich in schmaler Front und tiefer Gliederung rittlings der Straße Morisel – Castel zum Angriff entwickeln. Dank der gründlichen Arbeit, die das III. Bataillon im Wald a geleistet hatte, kam das I. Bataillon, anfangs gut vorwärts, sah sich aber dann aus der Höhe ostwärts des Waldes b der gleichen energischen Abwehr gegenüber, wie links das III. Bataillon. Dazu kam noch Flankenfeuer aus den kleinen Waldstücken im Avre-Grund. Ja, sogar vom Kirchhof Moreuil und von einer Geländefalte nordostwärts davon fegte Maschinengewehrfeuer herüber. Der Nachbar rechts hing offensichtlich noch erheblich zurück. So war auch das I. Bataillon zu einer Atempause gezwungen, die der umsichtige Bataillonskommandeur zur Neugruppierung benützte.

Nach 10 Uhr, als die Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 90 Raum nach vorne gewonnen hatten, ging der Angriff der beiden Bataillone wieder vorwärts. Und ohne Unterlass rann der Regen auf den tiefen Ackerboden, die tapferen Kämpfer in Lehmklumpen verwandelnd. Schwer war der Angriff auf Wald und Höhe b. Ein zäher, verbissener Gegner in den zahlreichen Nestern des Angriffsobjektes und neben dem allerdings abgeschwächten Flankenfeuer von rechts auch solches von links, denn das benachbarte 15. Infanterie-Regiment lag noch im schweren Ringen um Anchin-Ferme.

Welche Krisen die mehr und mehr vermischten Kompanien durchzumachen hatten und mit welch heldenhaftem Mut gefochten wurde, bezeugen die Tagebuchaufzeichnungen zweier Kampfteilnehmer.

Leutnant der Reserve May schrieb:

„Die Kompanien waren längst nicht mehr einheitlich. Feindliches Maschinengewehrfeuer machte zunächst ein weiteres Vordringen über den feindwärtigen Hang der Höhe a unmöglich. Die Maschinengewehre der Franzosen auf Höhe b hatten glänzendes Schussfeld. Da brachte der Bataillonskommandeur Hauptmann Baumann selbst die beiden Reserve-Maschinengewehre der Maschinengewehrkompanie mit vor, die auf Höhe a Stellung bezogen. Die Niederhaltung des Gegners gelang so gut, dass die Überwindung des steilen Hanges nun keine großen Schwierigkeiten mehr machte. Meine Kompanie hatte aber bis dahin derart große Verluste, dass der Angriff ohne Unterstützung nicht mehr vorzutragen war. Zufällig kam die 9. Kompanie 15. infanterie-Regiment, die ohne Führer im Gelände herumlief, heran und stellte sich unter mein Kommando, worauf eine dichte Schützenlinie formiert wurde, um den Gegner auf Höhe b im raschen kräftigen Stoß zu überrennen. Bis auf Sturmentfernung kam die Abteilung an den Gegner heran. Dann aber packte alle der Wahn, man sei zu schwach zum Sturm. Hinter den Tornister Deckung suchend, feuerte die ganze Linie. Der Feind, der zum Teil abgeschnallt hatte, fasste neuen Mut und schoss lebhaft. Wie dann einzelne Verwundete zurückglitten, die teilweise scheussliche Verletzungen erlitten hatten, war die Abteilung nicht mehr zu halten und sprang in den Grund zurück. Der Bataillonskommandeur bermerkte die Zeichen, die ich oben liegenbleibend mit dem Taschentuch gab und schickte die bisher als Reserve folgende 1. Kompanie zur Unterstützung vor. Diese nahm die im Grunde liegenden Teile der 4. Kompanie wieder mit vor. So wurde der Feind überrannt.

Ein Angehöriger der 9. Kompanie hatte sich unter dem frischen Eindurck der Geschehnisse aufgezeichnet:

Uns vorn stürmte unser schneidiger Kompanieführer, Leutnant der reserve Kugel, der einem Spielmann das Horn abgenommen hatte und ohne Unterlass das Signal „Vorwärts“ blies. Kaum zu folgen vermochten wir ihm. Er schien gefeit gegen alle Kugeln, die nur so um unsere Ohren pfiffen. Bizefeldwebel Bach mit etlichen Leuten der 10. Kompanie hatte sich Leutnant Kugel angeschlossen und leistete ihm Hilfe in dem wildverwegenen Draufgehen. Schon winkte das Endziel, ein bewaldeter Höhenrücken westlich Castel, der Senecat-Wald. Doch vor der Ortschaft stellte sich der Gegner nochmals und setzte sich ganz verzweifelt zur Wehr. Ein französischer Offizier zu Pferd ritt hinter seinen Truppen her und trieb sie mit dem Säbel in der Hand uns entgegen. Unbekümmert jedoch um die dutzendfache Übermacht stürmte ihnen Leutnant Kugel mit seinem Häuflein entgegen, ohne jegliche Verbindung und Unterstützung von rückwärts. Für ihn gab es kein Zurück. Mit Offiziers-Stellvertreter Gabler, Vizefeldwebel Bach, einem leichten Maschinengewehr und einigen beherzten Mannschaften packte er den Franzmann ungestüm an, der sich schließlich mehr und mehr aus dem Staube machte, da er einen Zusammenstoß mit unseren bayerischen Löwen scheute. Teuer war die Höhe erkauft. Von dem schneidigen Stoßtrupp war nur mehr Vizefeldwebel Bach und ein Maschinengewehrschütze übrig geblieben. Der junge wackere Führer Kugel (Leutnant der Reserve Emil Kugel, gefallen am 04.04.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Caix, Block 1, Grab 487) und die übrigen hatten ihr Leben für das Vaterland gelassen und lagen in ihrem Blute. Aber das Beispiel des tapferen Heldenhäufleins riss alle Nachfolgenden vor.

Es war fast 15 Uhr geworden, als keuchend und todmüde die Angriffsspitzen des Regiments die Straße Castel – Nouvrel überschritten, gleichzeitig waren die Neunziger mit Schwerpunkt von der Talseite her in Castel eingedrungen und boten so endlich eine sichere Flügelanlehnung. Dagegen machte die Lage in der linken Flanke ernsteste Sorgen. Da 15. Infanterie-Regiment hatte bei aller Bravour gegenüber dem rasenden Maschinengewehrfeuer aus dem Nordostrand von Nouvrel und Mon Idee seine Angriffsrichtung nicht einzuhalten vermocht und sich mit erheblichen Teilen in den Wald b verschoben. Trotzdem ließen sich unsere Bataillone nicht aufhalten. Sie drangen mit letzter Kraft in den Wald ein und erreichten am rechten Flügel schon bald nach 16 Uhr, am linken Flügel etwa 17 Uhr – längst vermischt mit Teilen des II. Bataillons – den Nordrand des Senecat. Der Franzose war unter Preisgabe des Waldes schrittweise zurückgewichen und saß in neuen Stellungen auf den Höhen südwestlich Hailles.

Das II. Bataillon hatte Befehl gehabt, hinter der Mitte der vorderen Bataillone zu folgen. Schon beim Übergang über die Avre fiel der oftbewährte Führer der 7. Kompanie, Leutnant Bernhard Wagner. Im weiteren Verlaufe musste das Bataillon jede Gelegenheit, den Schwesterbataillonen vorwärszuhelfen, vor allem durch überhöhendes Feuer der von dem jugendlich stürmischen Leutnant der Reserve Guntermann geführten 2. Maschinengewehrkompanie. In der Senke 1 km vor dem Senecat wollte der Battailonskommandeur Rittmeister der Reserve Freiherr Schenk von Stauffenberg die Kompanien in die Lücke zwischen dem I. und III. Bataillon zum Angriff einsetzen, da schlug ihm ein Granatsplitter eine schwere Wunde. Der Ausfall des verehrten Bataillonskommandeurs vermochte aber den Angriffsdrang der Kompanien nicht zu hemmen. Sie schoben in das vordere Treffen ein und unterstellten sich den beiden hier führenden Kommandeuren, Hauptmann Baumann und Major Bauer.

Damit fanden die Ereignisse des Tages ihren Abschluss. Unser Regiment hatte allein von allen Angriffstruppen und allen voran im glänzenden Schwung und ungestümen Draufgehen sein Tagesziel voll erreicht. Man war auf 13 km an das vom langen Arm der Artillerie schon berührten Amiens herangekommen.

Aber – der Tag hatte auch schwere Blutopfer gekostet. Außer den schon genannten Offizieren war noch der Artillerie-Leutnant der Reserve Franz Mühlberger der 3. Kompanie, Oberleutnant der Reserve Johann Lutterloh der 6. Kompanie und Leutnant der Reserve Anton Demharter der 2. Maschinengewehrkompanie auf dem Kampffeld geblieben.

Die nötigsten Wachen wurden aufgestellt! schrieb Leutnant der Reserve May – Todmüde und erschöpft sanken alle trotz des strömenden Regens in Schlummer, der nur für kurze Zeit aussetzte, wenn das Getöse einer in nächster Nähe krepierenden Granate zu aufdringlich wurde.“

Man begrub Johann Knestel auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Hopferbach Johann Knestel auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/untrasried-hopferbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Knestel
Rückseite des Sterbebildes von Johann Knestel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.317: Martin Schlederer

Der Soldat Martin Schlederer wurde am 13.10.1885 in Hütting geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war Zimmermann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.07.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Hollebeke (Ypern) in Flandern infolge einer Verwundung durch eine Granate.

Man begrub Martin Schlederer auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block L, Grab 2794.

Sterbebild von Martin Schlederer
Rückseite des Sterbebildes von Martin Schlederer

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.316: Joseph Gill

Der Soldat Joseph Gill stammte aus der bayerischen Gemeinde Oberschleißheim und war Maschinist. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sanitäts-Unteroffizier in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er war zum Vize-Feldwebel vorgeschlagen und mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse sowie mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet worden. Am 05.09.1917 fiel er während der Stellungskämpfe in der Champagne nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 26 Jahren bei der Eroberung der Navarin-Ferme südlich Sommepy-Tahure durch Gasvergiftung und Verwundung.

Man begrub Joseph Gill auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 7, Grab 462.

 

Sterbebild von Joseph Gill
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Gill

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.315: Dionys Auer

Der Soldat Dionys Auer stammte aus Kronsberg, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Erlbach, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des bayerischen 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.03.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Stellungskämpfe in den Siebenbürgischen Grenzkarpathen durch einen Brust- und Lungenschuss.

Die Grablage von Dionys Auer ist heute unbekannt, wie meist bei Gefallenen in dieser Region. Ich konnte auch keine Daten recherchieren, da mir keine Regimentsgeschichte vorliegt.

Sterbebild von Dionys Auer
Rückseite des Sterbebildes von Dionys Auer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.314: Friedrich Baumgartner

Der Soldat Friedrich Baumgartner wurde am 09.07.1896 in Buchreit geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Perach, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Er war landwirtschaftlicher Arbeiter in Sachsenöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gars am Inn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Douaumont durch eine Granat-Verletzung am Kopf.

Man begrub Friedrich Baumgartner auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Friedrich Baumgartner
Rückseite des Sterbebildes von Friedrich Baumgartner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.313: Georg Strasser

Der Soldat Georg Strasser (eigentlich „Straßer“) wurde am 24.04.1896 in Thomasbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1916 (Volksbund: 30.06.1916) fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren beim Zwischenwerk Thiaumont durch Verschüttung.

Über die Tage des Todes von Georg Strasser berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die für die nächsten Tage beabsichtigte Stellungsverbesserung nach vorwärts kam nicht zur Ausführung, weil die rechts anschließende 19. preußische Reserve-Division nicht vorkam. Am 28. und 29.06. war das feindliche Artilleriefeuer vorne etwas weniger stark, während die rückwärtigen Stellungen umso ausgiebiger bedacht wurden. In der Nacht jedoch setzte Trommelfeuer gegen die vordersten Stellungen ein, das sich ab 6 Uhr vormittags zum rasenden Orkanfeuer steigerte und bis 10 Uhr vormittags währte. Ein Vorstß einer feindlichen Abteilung, der um 10 Uhr erfolgte, wurde abgewiesen; einzelne Feinde, die in der durch die starken Verluste der 10. Kompanie entstandenen Lücke eindrangen, wurden von der 9. Kompanie niedergeschossen oder gefangen, auch ein feindliches Flugzeug, das das Artilleriefeuer leitete, von der 9. Kompanie abgeschossen. Auf der rückwärtigen Stellung, besonders auf der Ablainschlucht, wo sich der Regimentsstab befand, lag starkes und heftiges Steilfeuer.

Nun kam endlich die Nacht und damit die Ablösung für die beiden vorderen Bataillone durch Garde Ersatz-Regiment 6. Sie ging verhältnismäßig günstig vonstatten. Das Regiment hatte die übernommene Stellung restlos behauptet und konnte sie daher rumbedeckt verlassen.

Gesamtverlust des Regiments beim zweiten Einsatz: 22 Offiziere, 932 Unteroffiziere und Mannschaften, das sind 82 % der gesamten Einsatzstärke.“

Man begrub auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Strasser
Rückseite des Sterbebildes von Georg Strasser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.312: Franz Wimmer

Der Soldat Franz Wimmer wurde am 09.08.1896 in Anzenberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Perach. Seit Vater war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Armierungs-Bataillons. Am 10.06.1917 verstarb er im Alter von 20 Jahren im Lazarett Charlottenburg nach einer schweren Verwundung.

Man begrub Franz Wimmer auf dem Friedhof Columbiadamm (Neuer Garnisonfriedhof) in Berlin-Neukölln, Feld K2, Reihe 2, Grab 9.

Sterbebild von Franz Wimmer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Wimmer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.308: Peter Putz

Der Soldat Peter Putz stammte aus Hochwimm, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.02.1916 verstarb er im Alter von 25 Jahren im Feldlazarett Beaumont-Hamel an einem schweren Kopfschuss, den er während der Stellungskämpfe im Artois bei Vimy erhielt.

Man begrub Peter Putz auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 1052.

Sterbebild von Peter Putz
Rückseite des Sterbebildes von Peter Putz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.306: Joseph Fellinger

Der Soldat Joseph Fellinger stammte aus Scheftenhof, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Parkstetten, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.05.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe auf den Maashöhen im Ailly-Wald bei Saint-Mihiel durch einen Granatschuss.

Man begrub Joseph Fellinger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 204.

Sterbebild von Joseph Fellinger
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Fellinger