Johann Baptist Obersteiner stammte aus Engelsberg und war der Sohn eines Straßenbauers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.08.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Landersbach im Münstertal (Elsass).
Das Grab von Johann Baptist Obersteiner befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 4, Grab 197.
Das Schicksal seines Bruders, Simon Obersteiner, habe ich gestern vorgestellt.
Sterbebild von Johann Baptist ObersteinerRückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Obersteiner
Der theoretische Weg von Johann Baptist Obersteiner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Martin Feckl stammte von Blachlhub (gehört zu Schwindkirchen, einem Ortsteil von Dorfen) und kämpfte als Soldat im Ersten Weltkrieg in der 7. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.08.1915 wurde er im Alter von 25 Jahren während der Vogesenkämpfe bei Sondernach im Münstertal getötet.
Offiziell ist für Martin Feckl keine Grablage bekannt. Eine Recherche beim Volksbund blieb erfolglos. Ich gehe jedoch davon aus, dass Martin Feckls sterblichen Überreste auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab ruhen. Meine Recherchen ergaben, dass Kameraden aus seiner Kompanie, die am selben Tag fielen, dort ruhen, beispielsweise der Infanterist Josef Alt.
Martin Feckls Bruder Anton Feckl diente in der 2. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments und starb nach Verwundung bei einem Sturmangriff in Rumänien am 14.11.1916 um 11 Uhr in einem Lazarett. Seine Grablage ist unbekannt.
Sterbebild von Anton FecklSterbebild von Martin FecklRückseite des Sterbebildes von Martin Feckl
Der Bauerssohn Michael Maier, Bruder von Jakob Maier, den ich gestern vorstellte, stammte aus Scherzlthambach, einem Ortsteil von Gangkofen. Als Soldat und Infanterist diente er im Ersten Weltkrieg in der 12. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments (das Regiment, dem auch Adolf Hitler angehörte). Am 20.07.1916 verstirbt er im Alter von 31 Jahren im Feldlazarett Nr. 10, nachdem er zuvor am 19.07.1916 während der Schlacht an der Somme einen Kopfschuss erhielt.
Das Grab von Michael Maier befindet sich heute auf dem Soldatenfriedhof Wavrin, Block 2, Grab 93.
Johann Nigl stammte aus Bischofsreut, Ortsteil der Gemeinde Haidmühle. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments als Landsturmmann. In der gleichen Einheit kämpfte auch sein Bruder, Josef Nigl. Am 08.01.1916 wurde Johann Nigl im Alter von 32 Jahren bei Urbeis durch einen Granattreffer getötet.
Das Grab von Johann Nigl befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 3, Grab 6.
Richard Grohs war der Bruder von Ferdinand Grohs, den ich gestern vorgestellt habe. Er wurde am 05.05.1916 in Weibern geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er im 6. Kavallerie-Regiment im Radfahrer-Aufklärungs-Schwadron. Am 30.04.1942 wird er in Russland im Kampf getötet. Der Verbleib seines Leichnams ist heute unklar. Seine Grablage ist unbekannt.
Welch ein Verlust für die Eltern – beide Brüder sinnlos in einem verbrecherischen Krieg getötet. Man kann sich kaum vorstellen, wie leidvoll dies für den Vater und die Mutter für den Rest ihres Lebens gewesen sein muss.
Foto auf dem Sterbebild von Richard GrohsSterbebild von Richard Grohs
Gleich zwei Mitglieder der Familie Fraunhofer aus Gastorf wurden Opfer des Ersten Weltkrieges. Josef Fraunhofer war Reservist und diente im 2. Reserve-Infanterie-Regiment. Er fiel am 18.08.1914, also gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges bei den Kämpfen in Lothringen. Er wurde 26 Jahre alt. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.
Johann überlebte seinen Bruder um zwei Jahre und zwei Monate. Er diente als Gefreiter beim Regimentsstab des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Dort war er Fernsprecher. Er war mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet worden. Am 21.10.1916 wurde er im Alter von 24 Jahre getötet. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Maissemy, Block 4 Grab 540.
Konrad und Bernhard Schmid, zwei Brüder, stammten aus dem Dorf Detzenweiler, heute ein Ortsteil der Gemeinde Horgenzell. Beide dienten im Ersten Weltkrieg als Musketiere in der 10. Kompanie des 124. Infanterie-Regiments.
Am 15.09.1915 fiel Konrad Schmid im Alter von 23 Jahren bei den Kämpfen in den Argonnen bei Vienne le Chateau. Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye im Block 2, Grab 1656 begraben.
Fast drei Jahre später fiel sein Bruder Bernhard am 07.09.1918 bei Abwehrkämpfen in der Nähe von Bray im Alter von 24 Jahren (Geburtsdatum: 30.05.1895). Zunächst begruben die Engländer ihn. Heute ruhen seine Gebeine auf dem Soldatenfriedhof Rancourt, Block 2 Grab 690. Bernhard war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der württembergischen Verdienstmedaille ausgezeichnet.