Joseph Gründl stammte aus Hochschatzen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte als Infanterist er in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 24.06.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Saint-Mihiel während der Kämpfen vor Verdun.
Joseph Gründl wurde auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 11, Grab 181 begraben.
Sterbebild von Joseph GründlRückseite des Sterbebildes von Joseph Gründl mit Grabfoto
Der Landwirt Balthasar Lindl stammte aus Zell, einem Ortsteil der Stadt Aibling in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments al Ersatz-Reservist. Am 17.06.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren im Bois d’Ailly während der Kämpfe vor Saint-Mihiel, in der Nähe von Verdun, nach einer Verschüttung durch eine Mine.
Man begrub Balthasar Lindl auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Balthasar LindlRückseite des Sterbebildes von Balthasar Lindl
Der theoretische Weg von Balthasar Lindl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Max Lehner war der Sohn eines Landwirts aus Grund, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Max Lehner keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden des 20. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Franz Köpf, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 314;
Gefreiter Georg Baumann, gefallen am 28.08.1916 bei Apremont, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Georg Schmatz, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab (zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet;
Infanterist Anton Weber, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab (zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet.
Auch Max Lehner wurde in den Verlustlisten zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet. Dies stellte sich jedoch später wie bei Weber und Schmatz als Irrtum heraus. In den Wirren bei den Kämpfen um Apremot und in dem dort sehr unübersichtlichen Gelände war dies kein Wunder.
Sterbebild von Max LehnerRückseite des Sterbebildes von Max Lehner
Der theoretische Weg von Max Lehner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Gutsbesitzer Ignaz Döring wurde am 15.11.1885 in Marktleugast in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Am 30.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Apremont während der ersten Kämpfe vor Verdun.
Über den Zeitraum des Todes von Ignaz Döring schreibt die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„28. – 30.09. Das Erdwerk im Bois Brûlé soll genommen werden. In der Frühe rennt III. Bataillon dagegen an, am Abend II. Bataillon, sie kommen aber nicht durch das Drahthindernis. Auch richtet der Franzose wiederholt Gegenstöße gegen unsere Linien, stets begleitet von heftigem Artillerie-Feuer. Besonders die 12. Kompanie (Hauptmann von Berg) hat bei Apremont manchen Stoß auszuhalten.“
Das Schicksal von Ignaz Döring wird nicht einmal erwähnt. Es hatte keine Bedeutung. Fast scheint es, wenn man den Text liest, als habe es keine Toten und Verwundeten gegeben. Euphemismus pur!
Man begrub Ignaz Döring auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Kanonier Johann Georg Kendler stammte aus Zell, Pfarrei Ruhpolding. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Batterie des 12. bayerischen Fußartillerie-Bataillons Am 29.04.1917 erlag er im Alter von 21 Jahren bei Saint Mihiel einer schweren Verwundung, die er sich bei Kämpfen vor Verdun zugezogen hatte.
Man begrub Johann Georg Kendler auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 320.
Der Unteroffizier Josef Mittermaier wurde am 12.01.1888 geboren, stammte aus Operding (Schreibfehler auf Sterbebild), heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Walpertskirchen, und diente im Ersten Weltkrieg in der 5. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.05.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren nach 33 Monate Kriegsdienst während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly bei Saint-Mihiel im Rahmen der Schlacht vor Verdun in Lothringen. Sein Regiment lag dort östlich des sogenannten „Römerlagers“ am sogenannten Kuhkopf, an der Deneziersschlucht.
Man begrub Josef Mittermaier auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 2, Grab 51.
Sterbebild von Josef MittermaierRückseite des Sterbebildes von Josef Mittermaier
Der Landwehrmann Xaver Wagner war ein Landwirt aus Oberdollingen, einer Gemeinde in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.05.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in Frankreich, vermutlich bei Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Xaver Wagner keine Grablage bekannt. Man begrub Xaver Wagner vermutlich auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab, wo seine Kameraden aus der 10. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen:
Kriegsfreiwilliger Thomas Uhl, gefallen am 06.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Anton Bergmeister, gefallen am 08.05.1915 im Ailly Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter August Graf, gefallen am 06.05.1915 im Ailly Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver WagnerRückseite des Sterbebildes von Xaver Wagner
Der theoretische Weg von Xaver Wagner von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und vermutlichen Grab:
Der Kleinbauer Andreas Prüll stammte aus Ellersdorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Freudenberg (Oberpfalz) und lebte zuletzt in Nessating, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Pfreimd. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 2. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.04.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Saint-Mihiel vor Verdun.
Offiziell ist für Andreas Prüll keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab beigesetzt wurde, als man nach dem Krieg die unzähligen Klein- und Feldfriedhöfe zusammenlegte. Auf diesem Friedhof liegen auch seine Kameraden aus der 2. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments begraben, die am gleichen Tag wie Andreas Prüll fielen:
Reservist Michael Besenreuther, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Albert Böhm, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Unteroffizier Johann Grünthaler, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Leutnant der Reserve Oskar Jäckel, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Reservist Thomas Haslauer wurde am 14.12.1889 als Sohn eines Kleinbauern in Schlott geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hohenwart. Er arbeitete als Vizehausmeister bei Müllerbräu. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. bayerischen Pionier-Bataillon, 1. Feld-Pionier-Kompanie. Am 07.10.1914 fiel er im Bois Brûlé bei Saint-Mihiel, kurz vor Verdun.
Offiziell ist für Thomas Haslauer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er als unbekannter Toter anonym auf dem Soldatendfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Dort wurden seine Kameraden aus der 1. Feld-Pionier-Kompanie begraben, die in dem gleichen Zeitraum im Brûlé Wald gefallen sind, beigesetzt:
Unteroffizier Josef Heuser, gefallen am 01.10.1914 im Bois Brule, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Unteroffizier Ludwig König, gefallen am 07.10.1914 im Bois Brule, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3 Grab 731;
Pionier Johann Fellner, gefallen am 07.10.1914 im Bois Brule, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4 Grab 396;
Pionier Georg Kastner, gefallen am 07.10.1914 im Bois Brule, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Thomas HaslauerRückseite des Sterbebildes von Thomas Haslauer
Der theoretische Weg von Thomas Haslauer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Infanterist Franz Ruderer stammte aus Innenried (Schreibfehler auf Sterbebild), heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Zwiesel, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Er fiel am 06.05.1915 im Alter von 26 Jahren bei den Kämpfen vor Saint-Mihiel.
Franz Ruderer wurde auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 17 begraben.