Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.688: Konrad Mayerhofer

Der Soldat Konrad Mayerhofer stammte aus Bachleiten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen. Sein Vater war Kleinbauer (Gütlerssohn). Er selbst arbeitete als Postzusteller (Postillon) in Pleiskirchen.

Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.07.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren in bei Saint-Mihiel.

Offiziell ist für Konrad Mayerhofer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel beigesetzt wurde. Dort begrub man auch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Landsturmmann Johann Poller, gefallen am 29.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 121;
  • Landsturmmann Januarius Bahmann, gefallen am 21.07.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Gefreiter Georg Schmid, gefallen am 27.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 131;
  • Ersatz-Reservist Georg Niedermeier, gefallen am 25.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 130;
  • Gefreiter Wolfgang Haiss, gefallen am 18.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 135.

 

Sterbebild von Konrad Mayerhofer
Rückseite des Sterbebildes von Konrad Mayerhofer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.685: Josef Graf

Der österreichische Soldat Josef Graf diente im Ersten Weltkrieg als Landsturmmann in der österreichischen Armee. Am 27.08.1915 verstarb er im Alter von 36 Jahren im Reserve-Spital Laibach an einer Schusswunde, die er sich bei Kämpfen zugezogen hatte.

Eine Grablage konnte ich für Josef Graf nicht ermitteln.

Sterbebild von Josef Graf
Rückseite des Sterbebildes von Josef Graf

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.681: Mathias Lankes

Der Soldat Mathias Lankes wurde am 20.05.1875 in Dornbusch geboren, einem Stadtteil der Stadt Viersen in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier-Gefreiter in einem Feldartillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 14.06.1917 fiel er im Alter von 43 Jahren nach 5 Monaten Kriegsdienst  an der Westfront.

Die Lage des Grabes von Mathias Lankes konnte ich nicht ermitteln.

Sterbebild von Mathias Lankes
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Lankes

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.680: Heinrich Hessen

Der Soldat Heinrich Hessen wurde am 27.03.1895 in Lobberich geboren, einem Ortsteil der Stadt Nettetal in Nordrhein-Westfalen.. Im Ersten Weltkrieg diente er als Einjähriger-Gefreiter in der Leibkompanie des 1. Garde-Regiment. Zwischen dem 29.05. und 13.06.1918 fiel er beim Gefecht bei Muret et Crouttes während einer Offensive bis zum Wald von Villers-Cotterêts an der Aisne. Er fiel dabei an der 1. und 2. Pariser Stellung am Qurcq und bei La Ferté-Milon.

Die Lage des Grabes von Heinrich Hessen ist unbekannt.

Das Regiment, dem Heinrich Hessen angehörte, wurde von Prinz Eitel Friedrich von Preußen kommandiert, dem Sohn Kaiser Wilhelm II..

Sterbebild von Heinrich Hessen
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Hessen

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.677: Josef Stadler

Der Soldat Josef Stadler stammte aus Kutterling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Feilnbach, und war der Sohn eines Landwirts (Walchbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Gruppenführer in der 3. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 31.08.1917 fiel er während einer Patrouille im Alter von 26 Jahren bei Malancourt am Forges-Bach während einer Abwehrschlacht bei Verdun in Frankreich durch Granatschuss.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Stadler berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:

„31.08.1917 In der Nacht löst II. Bataillon das III. Bataillon im Unterabschnitt links ab. III. Bataillon rückt als Brigade-Reservebataillon in die Zwischenstellung Nord. Bei einem Patrouillenunternehmen gegen Stützpunkt „Oldenburg“ wurde ein Gefangener des Infanterie-Regiments 87 eingebracht.“

Vom Tod Josef Stadlers kein Wort. Nur der Erfolg wird aufgeführt. Der Einzelne zählte nichts.

Die Lages des Grabes von Josef Stadler ist unbekannt. Ich kann leider keine Vermutung äußern, da die Datenlage zu dünn ist.

Sterbebild von Josef Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.675: Johann Baptist Sax

Der Soldat Johann Baptist Sax wurde am 11.03.1992 in Ehring geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war der Sohn eines Mühlenbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde Ende September / Anfang Oktober bei Kämpfen in den Karpathen schwer verwundet und verstarb an diesen Wunden am 02.11.1916 im Alter von 24 Jahren in Hirschberg (polnisch: Jelenia Góra) in Niederschlesien (heute Polen).

Die Lage des Grabes von Johann Baptist Sax ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostfornt, unbekannt.

Sterbebild von Johann Baptist Sax
Rückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Sax

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.674: Jakob Helminger

Der Soldat Jakob Helminger stammte aus Eglsee, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Petting, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Im Juli 1915 fiel er während der Stellungskämpfe an der Somme im Alter von 25 Jahren. Er wurde am „Muldenwäldchen“ bei Maurepas.

Die Lage des Grabes von Jakob Helminger ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass sein Leichnam, wenn er geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Josef Wagenhuber, gefallen am 13.07.1915 bei Curlu, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Jakob Helminger
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Helminger

Sonderbeitrag: August Bogenschütz

Der Soldat August Bogenschütz wurde am 11.11.1895 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der 8. Kompanie des 2. Garde-Grenadier-Regiments. Seit dem 12.09.1916 ist er vermisst. Er fiel während der Schlacht an der Somme.

Die Lagd es Grabes von August Bogenschütz ist unbekannt.

In seinem Heimatort Sickingen gedenkt man August Bogenschütz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/sickingen.htm

Sterbebild von Anton August Gabriel und Josef Bogenschütz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.671: Johann Sammer

Der Soldat Johann Sammer stammte aus Ewing, vermutlich ein untergegangener Weiler der bayerischen Gemeidne Waging am See, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.10.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Gebirgskämpfe am Törzburgpass in Rumänien am Monte Clapucetu.

Die Lage des Grabes von Johann Sammer ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Ostfront, unbekannt.

Sterbebild von Johann Sammer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Sammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.668: Anton Weber

Der Soldat Anton Weber wurde am 22.03.1890 in der bayerischen Gemeinde Tacherting geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 (Regimentsgeschichte: 18.06.1915, wahrscheinlich richtig) fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei Lemberg in der heutigen Ukraine.

Über den Todestag und die Todesumstände von Anton Weber berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

Am 18. beginnt der weitere Vormarsch. In der Richtung Zaluze – Smereczyna – Hrymaki – Podemszczyzna war der Angriff nach Osten vorzutragen. Um 6 Uhr morgens des 18. Juni erfolgte das Antreten der Brigade. Im dichten Unterholz im Walde von Wielki Las  ging es nur langsam vorwärts. Die genannten Ortschaften waren aber vom Feinde frei. Das II./18 erhält den Befehl,Podemszczyzna zu besetzen. I./18 ist Divisions-Reserve am Waldrand. Ohne ernste Störung erreicht das II./18 den Westrand von Podemszczyzma; in der 2. Linie erhält die 8. Kompanie im offenen Gelände starkes Schrapnellfeuer. Nach Aufnahme der Verbindung mit der linken Anschlussabteilung (III./15) wurde festgestellt, dass der Feind Brusno Rowe stark besetzt hielt und ein Vorgehen über Podemszczyzna hinaus gegen Osten, infolge starken Flankenfeuers, aus dieser Stellung zunächst unmöglich war. Nördlich Podemszczyzna hatte vor überlegenem Gegenstoß unter großen Verlusten das Anschlussbataillon III./35 zurückgehen müssen und hielt sich nur noch mit schwachen Kräften. Das II./18 besetzt den Ostrand von Podemszczyzna und sicherte sich durch Postierungen, die auf die Höhe vorgeschoben werden. Das I./18, dem Regiment wieder zur Verfügung gestellt, sollte bei II./35 einschiebend helfen und den Punkt 273 nehmen. II./18 hatte, rechts anschließend, die Linie Punkt 273 bis 271 zu besetzen. Unterstützt von der Gruppe Holländer, schwer bedrängt durch feindliches Artilleriefeuer, gehen beide Bataillone um 5 Uhr des Nachmittags vor.

I./18 bisher gedeckt im Wald zu beiden Seiten der Straße nach Podemszczyzna wird an den dortigen Friedhof vorgezogen und stellt sich mit drei Kompanien in vorderer Linie zum Angriff bereit; 3. Kompanie und Maschinengewehr-Zug waren Bataillonsreserve.

Beim Austritt aus dem Wald empfängt die Kompanien starkes Frontal- und Flankenfeuer sowohl der Infanterie wie auch der Artillerie. Wir waren gerade zur rechten Zeit angekommen, das III./35, das den gegen 273 vorspringenden Wald noch besetzt hielt, litt sehr unter Munitionsmangel, es konnte sich kaum gegen die russische, erdrückende Übermacht halten. Wir gaben von unseren umgehängten Patronengurten  etwas ab und die 35er, die mit Gewehren 88 ausgerüstet waren, konnten die Patronen 98 wenigstens zum Einzelfeuer gebrauchen und dem Vorgehen von I./18 sich anschließen. Das Flankenfeuer zwang zur Aufgabe des umfassenden Angriffs, doch ist 273 um 5.40 Uhr im Besitz des frontal vorgehenden I./18 75 Gefangene wurden gemacht, 2 Maschinengewehre erbeutet

Die 7./18, ursprünglich zur Verfügung des Regimentskommandeurs gehalten und an den Friedhof westlich des Dorfrandes befohlen, wird, nachdem sie schon bei II./35 helfend eingegriffen hat, vom Friedhof aus I./18 unterstellt und stürmt mit I./18 unter heftigem Flankenfeuer von links auf die Höhe mit einem Zug, während die beiden anderen Züge unter schwerem Feuer in nördlicher Richtung vorgehen, wo sie im Anschluss an III./35 den Ostzipfel von Rudka nehmen.

II./18 hat die befohlene Linie um 6.06 abends erreicht, 80 Gefangene gemacht und schwenkt mit seinem linken Flügel in den Nordausgang von Brusno Rowe ein. Auch Teile von I./18 drängen nach Besetzung der russischen Stellung dort nach, erreichen den Südrand der Ortschaft und gewinnen bald Anschluss an II./18. Weil der Angriff nicht vorwärts kommen wollte, führte der Vizefeldwebel, später Offiziersstellvertreter Sebastian Maier der 1. Kompanie aus selbständigem Entschluss heraus die zweite Angriffswelle vor, nahm eine beherrschende Kuppe, auf der der Russe mit einem Maschinengewehr festen Fuß gefasst hatte, stieß dem zurückweichenden Russen in die Ortschaft Brusno Rowe nach und verhinderte sein neuerliches Festsetzen in den Gebäuden selbst. Der kühne Vorstoß des Führers brach damit auch den Widerstand vor I./18. Die Tat erscheint in um so hellerem Lichte, nachdem nicht mehr als 20 Tapfere, von Maier mitgerissen, in zähem Draufgängertum mit Kolben und Bajonett aufräumten. Auch fernerhin pfiffen die russischen Infanteriegeschosse böse durch die Straßen- und Häuserlücken hindurch, einige schwere, russische Geschütze bedachten von Zeit zu Zeit die langgestreckte Ortschaft mit dichtem Granathagel. Die russische dritte Gardedivision hatte ihre geschickt angelegte Aufnahmestellung zäh verteidigt und auch nach Vertreibung aus derselben den Widerstand noch lange nicht aufgegeben. Jede Handbreit Boden musste ihr abgewonnen werden. Dem Ungestüm und dem Siegeswillen junger Bayern zu unterliegen, war jedoch ihr Schicksal. Uns hatte der Angriff 9 Tote gekostet. Ein Offizier und 140 Mannschaften wurden verwundet, 13 Vermisste gemeldet.

Der Held des Tages, Vizefeldwebel Maier, erhielt verdientermaßen die goldene Tapferkeitsmedaille.

Mit Einbruch der Nacht wurden die Verbände neu geordnet. In I./18 hineingeratene Teile von III./35 werden westlich verschoben. 7./18 stößt zu I./18 und so gräbt sich das Regiment ein. Die auf halbem Hang liegenden Kompanien I./18 werden über Nacht nach Brusno Rowe gezogen, die alte russische Stellung bleibt besetzt.

Brusno Rowe, von den Russen mancherorts in Brand geschossen, ging in Flammen auf.

Beim Angriff auf Brusno Rowe haben sich besonders die Kompanien Semmelmann 5./18 und Schneider 6./18 verdient gemacht, die Verluste waren erträglich. Oberleutnant der Reserve Dick 7./18 war verwundet worden, mit der Führung der 7. Kompanie wurde Leutnant der Reserve von Ruckteschell betraut.“

Die Lage des Grabes von Anton Weber ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostront, unbekannt.

Sterbebild von Anton Weber
Rückseite des Sterbebildes von Anton Weber