Der Krämer und Hausbesitzer Augustin Reif stammte aus Halfing, einer Gemeinde in Bayern. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 29.08.1936 verstarb er im Alter von 47 Jahren. An seinem relativ frühen Tod dürften die Strapazen des Krieges nicht unschuldig gewesen sein.
Sterbebild von Augustin ReifRückseite des Sterbebildes von Augustin Reif
Der Landwehrmann Xaver Wagner war ein Landwirt aus Oberdollingen, einer Gemeinde in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.05.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in Frankreich, vermutlich bei Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Xaver Wagner keine Grablage bekannt. Man begrub Xaver Wagner vermutlich auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab, wo seine Kameraden aus der 10. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen:
Kriegsfreiwilliger Thomas Uhl, gefallen am 06.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Anton Bergmeister, gefallen am 08.05.1915 im Ailly Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter August Graf, gefallen am 06.05.1915 im Ailly Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver WagnerRückseite des Sterbebildes von Xaver Wagner
Der theoretische Weg von Xaver Wagner von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und vermutlichen Grab:
Der Gymnasiast Lorenz Holland wurde am 30.10.1898 in Furthmühle geboren und ging in die 7. Klasse des Gymnasiums in Eichstätt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. Ersatz-Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.03.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren Serain an der Aisne.
Man begrub Lorenz Holland auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 3, Grab 1059.
Josef Perzl stammte aus Affecking, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Kelheim, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 14. bayerischen Infanterie-Regiment als Infanterist. Am 11.09.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Ginchy.
Offiziell ist für Josef Perzl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er gemeinsam mit den am gleichen Tag gefallenen Kameraden der 12. Kompanie auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab anonym beigesetzt wurde, beispielsweise bei der nach dem Krieg vollzogenen Zusammenlegung von Friedhöfen:
Unteroffizier Josef Wein, gefallen am 11.09.1916 bei Ginchy, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Offiziersanwärter Karl Teicher, gefallen am 10.09.1916 bei Ginchy, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Ernst Käpplinger, gefallen am 15.09.1916 bei Ginchy, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Johann Gimpl, gefallen am 11.09.1916 bei Ginchy, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef PerzlRückseite des Sterbebildes von Josef Perzl
Josef Eibl wurde am 24.12.1898 in Edhof geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schaufling, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 10.08.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Lihons in Frankreich während der Schlacht an der Römerstraße.
Offiziell ist für Josef Eibl keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort fanden seine Kameraden aus dem 7. bayerischen Infanterie-Regiment ihre letzte Ruhestätte, die am gleichen Tag fielen wie Josef Eibl:
Infanterist Joseph Wünsch, gefallen am 10.08.1918 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Gefreiter Christoph Jahn, gefallen am 10.08.1918 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Georg Hader, gefallen am 10.08.1918 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef EiblRückseite des Sterbebildes von Josef Eibl
Der theoretische Weg von Josef Eibl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:
Der Landsturmmann Johann Streicher (eigentlich Johannes) wurde am 08.05.1885 in Mädle geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Aalen in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpft er in der 2. Kompanie des 247. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.03.1918 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Aveluy in Nordfrankreich an der Somme während der großen Schlacht in Frankreich.
Offiziell ist keine Grablage für Johann Streicher bekannt. Ich vermute, er wurde nach dem Krieg auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab anonym beigesetzt wurde, da seine Gebeine nicht mehr identifizierbar waren. Dieser Friedhof ist der zu seinem Sterbeort nächstliegende Soldatenfriedhof.
Sterbebild von Johann StreicherRückseite des Sterbebildes von Johann Streicher
Der Kleinbauer Andreas Prüll stammte aus Ellersdorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Freudenberg (Oberpfalz) und lebte zuletzt in Nessating, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Pfreimd. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 2. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.04.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Saint-Mihiel vor Verdun.
Offiziell ist für Andreas Prüll keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab beigesetzt wurde, als man nach dem Krieg die unzähligen Klein- und Feldfriedhöfe zusammenlegte. Auf diesem Friedhof liegen auch seine Kameraden aus der 2. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments begraben, die am gleichen Tag wie Andreas Prüll fielen:
Reservist Michael Besenreuther, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Albert Böhm, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Unteroffizier Johann Grünthaler, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Leutnant der Reserve Oskar Jäckel, gefallen am 23.04.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Johann Loher stammte aus Nußbaum, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Herbertsfelden, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie (Irrtum auf Sterbebild) des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Frankreich während der furchtbaren Kämpfe auf Kalter Erde und bei Fleury, alos während der Schlacht um Verdun.
Offiziell ist für Johann Loher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er während der Zusammenlegung von Begräbnisstätten auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurde die anderen am gleichen Tag gefallenen Kameraden von Johann Loher aus der 11. Kompanie beigesetzt:
Landsturmmann Josef Walch, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Karl Herkommer, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann LoherRückseite des Sterbebildes von Johann Loher
Der Infanterist Johann Birner wurde am 07.04.1897 in Unterpennading (Schreibfehler auf Sterbebild) als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Freudenberg (Oberpfalz) in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.11.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Putna im rumänischen Siebenbürgen.
Für Johann Birner ist wie so oft bei Gefallenen der Ostfront keine Grablage bekannt.
Sterbebild von Johann BirnerRückseite des Sterbebildes von Johann Birner
Der Gefreite Anton Neheider war ein Landwirt aus Irreck, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Velden (Vils). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.04.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem Lazarett in Frankreich an einer Lungenentzündung, einer Erkrankung, die unter den Soldaten damals häufig vorkam. Sie mussten, nicht immer hinreichend mit wäremender Kleidung ausgestattet, Stunden und Tage in Kält und mit Wasser gefüllten Schützen- und Laufgräben ausharren, ständig bedroht von feindlicher Artillerie und Angriffen. Teilweise wurden die Kämpfer über Wochen nicht mehr richtig trocken. Füße begannen bei lebendigem Leib zu faulen – ein furchtbares Leiden auf beiden Seiten.
Man begrub Anton Neheider auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 19, Grab 101.
Sterbebild von Anton NeheiderRückseite des Sterbebildes von Anton Neheider