Der Soldat Michael Abstreiter stammte aus Münchsdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Anwesensbesitzers. Im Ersten Weltzkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Blâmont.
Man begrub Michael Abstreiter auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Sterbebild von Michael AbstreiterRückseite des Sterbebildes von Michael Abstreiter
Der Soldat Karl Gillmeier stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 wurde er während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras bei Neuvill schwer verwundet. Am 30.05.1915 (Reghimentsgeschichte, Volksbund und Verlustlisten: 29.05.1915) verstarb er im Alter von 24 Jahren bei Tournai an seinen Wunden.
Über den Tag seiner schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 13.05. traten keine entscheidenden Ereignisse ein. Der infanteristische Druck schien nachzulassen, die Hochspannung gelöst. Dafür wurde aber die Wut der feindlichen Artillerie mit ihrem Sperrfeuer auf alle wichtigen Kreuzungspunkte immer unerträglicher, hauptsächlich für die Gruppe am Bismarck-Haus, die mangels genügender Deckung nahezu schutzlos dem Granat- und Schrapnellhagel preisgegeben war. Auch die 4. Kompanie, die sich im Tsingtau-Weg vorgearbeitet hatte, hatte schweren Stand: der felsige Boden erschwerte das Eingraben; nur durch Sperren waren ihre beiden Flügel vom Feinde getrennt. Auch dieser arbeitete hier fleißig; wo er aber den Kopf aus dem Graben oder der Sappe streckte, wurde er abgeschossen.“
Man begrub Karl Gillmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 14, Grab 892.
Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des 418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.
Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.
Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger
Der Soldat Josef Oelkofer wurde am 22.06.1883 geboren und stammte aus Wisselsing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 18.07.1918 wurde er während der Schlacht bei Soissons bei Nanteuil sur Ourcq schwer verwundet und verstarb am 20.07.1918 im Alter von 33 Jahren an seiner Verwundung in einem Feldlazarett.
Die Lage des Grabes von Josef Oelkofer ist unbekannt.
Sterbebild von Josef OelkoferRückseite des Sterbebildes von Josef Oelkofer
Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.
Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:
Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.
Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.
Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.
Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.
Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.
Der Sterbeort von Adam Kaiser:
Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.
Der Soldat Johann Fröhlich wurde am 25.12.1877 in Mühlhausen geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen im Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 12. Kompanie des 185. Infanterie-Regiment. Am 28.04.1917 fiel er im Alter von 39 Jahren bei Gavrelle / Roeux während der Schlacht bei Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Fröhlich berichtet die Regimentsgeschichte des 185. Infanterie-Regiment:
„28.04.1917 Großkampftag. Nach kurzem Trommelfeuer erfolgt 5.30 Uhr vormittags ein englischer Massenangriff auf der ganzen Front. Eigenes Sperrfeuer setzt prompt ein. Durch Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer erleidet der Gegner schwerste Verluste, der Angriff bricht zusammen. Besonders schwer sind die Verluste von der 8./185., die die Verteidigung unter der bewährten Führung von Leutnant Kraft ofensiv führt und Gefangene macht. Jedoch gelingt es dem Gegner, sich mitz schwachen Kräften in einem Grabestück zwischen 2. und 8./185 festzusetzen, mit stärkeren Kräften auf dem linken Flügel von Infanterie-Regiment 25 einzudringen und bis zum Ballonwäldchen vorzustoßen. Sofortiger Gegenstoß der 4./185 mit zwei Zügen glückt nur unvollkommen, wobei Teile des Gegners hinter 2. und 8./185 gedrängt werden, die sich nun nach drei Seiten zu wehren haben. Zur Verstärkung rücken zwei Züge 1./185 mit Munition nach vorn, dafür 11./185 in den Gavrelle-, 10. in den Fresnes-Riegel. Auf die Nachricht vom Verlust von Roeux-Süd (vormittags wiedergenommen) besetzen 10./185 9 Uhr vormittags den Gavrelle-Riegel südlich der Bahn, 9. und 12. den Fresnes-Riegel; ½ 11. Kompanie wird zur Verstärkung nach vorn geschickt (zur 2. und 8./185). 11.30 Uhr vormittags werden zwei Kompanien R. 65 für den Fresnes-Riegel zur Verfügung gestellt, wodurch 9. und 12./185 frei werden. 12.40 Uhr nachmittags treten 9., 12., ½ 11. und ½ 3. Maschinengewehr-Kompanie zum Gegenstoß an, die, am hellen Tage über die Höhe vorgehend, stark unter feindliches Artillerie-Feuer leiden, nur zum Teil bis zum vordersten Graben vordringen, zum Teil 500 Meter dahinter stecken bleiben. 12./R. 65 wird zur Sicherung der rechten Flanke in den nördlichen Gavrelle-Riegel vorgezogen. 6.15 Uhr nachmittags nimmt 2. Maschinengewehr-Kompanie vom Bahndamm aus die Engländer hinter 2. und 8. Kompanie unter Feuer und zersprent sie, wodurch die beiden Kompanien im Rücken frei werden. Nach 8 Uhr abends wird gegen den Regimentsabschnitt stark gegast. 10.30 Uhr abends treffen 5. und 8./bayerische 20 im Fresnes-Riegel ein, dessen Kommando II./b 20 übernimmt; 9./R. 65 wird in den Gavrelle-Riegel vorgezogen, 10./185 schanzt bei 6./R. 65. Vor Mitterncht erfolgt ein starker feindlicher Artillerie-Feuerüberfall aller Kaliber.“
Offiziell ist für Johann Fröhlich keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Leutnant der Reserve Otto Weitsch, gefallen am 28.04.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 19, Grab 307;
Leutnant der Reserve Wilhelm Vogt, gefallen am 28.04.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 18, Grab 333;
Leutnant Walter Stud, gefallen am 28.04.1917 bei Douai, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 19, Grab 314.
Sterbebild von Johann FröhlichRückseite des Sterbebilde von Johann Fröhlich
Der Soldat Karl Tanneberg wurde 24.02.1892 in Düsseldorf im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 30. preußisches Infanterie-Regiments. Am 28.12.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff im Argonnerwald.
Die Lage des Grabes von Karl Tannenberg ist unbekannt.
Sterbebild von Karl TannebergRückseite des Sterbebildes von Karl Tanneberg
Der Soldat Georg Schneider stammte aus Oberwald, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen, und war Dienstknecht (beim Stadler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.04.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren durch eine schwere Verwundung bei Arras auf den Höhen von Vimy, westlich Bailleul.
Man begrub Georg Schneider auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 253.
Der Soldat Walter Ziemssen wurde am 04.12.1875 in Graudenz (seit 1945 polnisch: Grudziądz) geboren und lebte in Bad Honnef im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 9. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren bei Rixheim.
Man begrub Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 52.