Der Soldat Lorenz Stanglmair stammte aus Trillhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Au in der Hallertau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 18.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Dorna Watra und Kirlibaba im heutigen Rumänien, als seine Einheit den russischen Angriff zum Stehen brachte, durch Kopfschuss.
Die Lages des Grabes von Lorenz Stanglmair ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Istfront, unbekannt.
Morgen stelle ich das Schicksal seines Bruders, Michael Stanglmair, vor
Sterbebild von Lorenz StanglmairRückseite des Sterbebildes von Lorenz Stanglmair
Der Soldat Alois Haßlberger wurde am 21.06.1881 in Weingarten geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhrpolding, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1915 verstarb er im Alter von 34 Jahren in Folge einer Erkrankung in Nordfrankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.
Die Lages des Grabes von Alois Haßlberger ist unbekannt.
Sterbebild von Alois HaßlbergerRückseite des Sterbebildes von Alois Haßlberger
Der Soldat Hans Nordlohne wurde am 06.03.1914 in Cloppenburg geboren. Er diente in der Zeit des Nationalsozialismus im 16. Infanterie-Regiment. Am 31.05.1936 kam er im Alter von 22 Jahren durch einen Unglücksfall ums Leben.
Die Lage des Grabes von Hans Nordlohne konnte ich nicht ermitteln. Ich vermute, es existiert nicht mehr.
Sterbebild von Hans NordlohneRückseite des Sterbebildes von Hans Nordlohne
Der Soldat Ludwig Kremhelmer stammte aus Hüttenkofen in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 08.07.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Montauban-de-Picardie durch einen Granat-Volltreffer in Frankreich.
Die offizielle Grablage von Ludwig Kremhelmer ist unbekannt. Es ist auch sehr fraglich, ob und was von seinem Körper nach dem Volltreffer noch übrig war. Häufig war in solchen Situationen von dem Toten nichts mehr übrig, was man noch beerdigen konnte.
Wenn sterbliche Überreste von Ludwig Kremhelmer übrig blieben und beigesetzt werden konnten, dann wurden Sie nach meinem Dafürhalten anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt begraben, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Georg Kleder, gefallen am 08.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Anton Schäffler, gefallen am 03.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Leutnant Johann Schäfler, gefallen am 02.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Gefreiter Johann Edhofer, gefallen am 05.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Ludwig KremhelmerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Kremhelmer
Der Soldat Peter Liebhart stammte aus Mößling, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mühldorf am Inn. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Richt-Unteroffizier in einer Sturmgeschütz-Abteilung der Wehrmacht. Am 05.10.1943 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Welikije Luki im heutigen Russland.
Die Lage des Grabes von Peter Liebhart ist unbekannt.
Sterbebild von Peter LiebhartRückseite des Sterbebildes von Peter Liebhart
Der Soldat Ludwig Meier stammte aus Fellern,eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Schneiderbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Batterie des 1. bayerischen Fußartillerie-Regiment. Am 02.08.1915 verunglückte er im Alter von 31 Jahren tödlich bei Kämpfen an der Somme in Frankreich.
Leider konnte ich keinen genauen Sterbeort recherchieren. Auch die Lage seines Grabes ist unbekannt und ich kann keine Vermutung äußern.
Sterbebild von Ludwig MeierRückseite des Sterbebildes von Ludwig Meier
Der Soldat Alois Pöschl stammte aus der bayerischen Gemeinde Nußdorf, wurde am 04.06.1882 geboren und war Besitzer einer Ziegelei. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments. Am 04.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei Fleury-devant-Douaumont im Alter von 33 Jahren durch eine Granatsplitterverletzung.
Offiziell ist für Alois Pöschl keine Grablage bekannt. Die Gefallenen von Felury-devant-Douaumont wurden jedoch in Hautecourt-lès-Broville beigesetzt. Daher vermute ich, dass er dort anonym in einem Massengrab begraben wurde.
Sterbebild von Alois PöschlRückseite des Sterbebildes von Alois Pöschl
Der Soldat Gregor Streit wurde am 04.05.1878 in Steißlingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Armierungssoldat in der 2. Kompanie des 6. preußischen Armierungsbataillons. Am 01.08.1918 verstarb er im Alter von 40 Jahren in Baden-Baden an einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Gregor Streit ist offiziell unbekannt.
Sterbebild von Gregor StreitRückseite des Sterbebildes von Gregor Streit
Der Soldat Bernhard Landwehr wurde am 16.07.1888 in Dilsberg geboren, einem Ortsteil der Stadt Neckargmünd in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 55. Landwehr-Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 16.07.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Langenval.
Die Lage des Grabes von Bernhard Landwehr ist unbekannt.
Sterbebild von Bernhard LandwehrRückseite des Sterbebildes von Bernhard Landwehr
Der Soldat Ewald Stöppler wurde am 25.10.1896 in Nordwalde gebroren, eine Gemeinde im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 4. Kompanie des 130. preußischen Infanterie-Regiments. Am 23.08.1916 wurde er bei einem Gefecht bei Fleury-devant-Douaumont während der Schlacht um Verdun schwer verwundet. Am 10.09.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren im Feldlazarett 4 in Frankreich.
Über den Tag der schweren Verwundung von Ewald Stöppler berichtet die Regimentsgeschichte des 130. preußischen Infanterie-Regiments:
„6. Kompanie löst am 23.08.1916 morgens die 2./98. bei Fleury ab und schlägt 4 Uhr und 7 Uhr nachmittags starke Angriffe ab. Nachts vergast der Feind die Fleurystellung, so dass das zum Gegenangriff herangezogene II. Bataillon erst um 5.50 Uhr in Stellung gelangt (5./98.; 8., 6./130.; 6., 7., 8. und 12./98; 5./130 Reserve; alles unter III./98).
Schon um 6 Uhr vormittags beginnt die Artillerievorbereitung und um 6.15 Uhr vormittags der Sturm. Da es nicht gelungen war, alle Kompanien rechtzeitig zu benachrichtigen, stürmen nur 6. und 7./98 und 6. und 8./130 vor. Diese gelangen bis an die 1. französische Linie, wo sie mit Maschinengewehr-Feuer empfangen werden. Bald greifen Schwarze die rechte Flanke der 8. Kompanie an. In heftigem Nahkampf, unterstützt durch ein Maschinengewehr, werden diese Söhne Frankreichs zurückgeschlagen. Vizefeldwebel Soltwedel fällt hierbei, ebenso der Fähnrich Fuchslocher, als er einen Verwundeten bergen will. Im lebhaften feindlichen Feuer bleiben die Kompanien den Tag über zwischen den Linien liegen. Als es gilt, eine Meldung zum Fort zu bringen, meldet sich der Gefreite Koppa der 8. Kompanie freiwillig und führt seinen Auftrag am hellichten Tag in dem völlig ebenen von drei Siten einsehbaren Gelände von Trichter zu Trichter springen aus.
Abends verstärkt die 5. Kompanie die 8. und 6./98, 7. Kompanie löst 12./98 ab. 3. und 4. Kompanie werden zusammen mit 5. und 7./56 in die Lücke zwischen 33. Infanterie-Division und 14. Infanterie-Division eingesetzt, wo 5./98 vermisst wird.“
Die Lage des Grabes von Ewald Stöppler ist unbekannt. Ich vermute, er könnte auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt worden sein könnte. Ich habe jedoch keine Anhaltspunkte dafür finden. Es ist eine reine Spekulation.