Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.204: Alois Volkmuth

Der Soldat Alois Volmuth stammte aus der Gemeinde Niederlauer in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 22. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.03.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren in Frankreich in der Schlacht um Verdun während der Kämpfe im Wald von Avocourt und Malancourt (Bois de Malancourt).

Die Lages des Grabes von Alois Volkmuth ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch rechts sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Josef Georg Wanger, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Weidner, gefallen am 20.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Ferdinand Ohnmacht, gefallen am 08.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Richard Kopfgans, gefallen am 08.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Otto Königstein, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Alois Volkmuth

Die Gefallenen des Frankfurter Hauptfriedhofs – Teil 4: Alfred Mangold

Der Soldat Alfred Mangold wurde am 07.04.1893 in bayerischen Stadt Münnerstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.06.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun in einem Lazarett in Frankfurt am Main.

Man begrub Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main in Reihe F, Grab 42.

In seiner Heimatstadt Münnerstadt gedenkt man Alfred Mangold noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/muennerstadt_lk-bad-kissingen_wk1_wk2_bay.html

Grab von Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.203: Joseph Sigg

Der Soldat Joseph Sigg wurde am 24.05.1894 in Klosterbeuren als Sohn eines Mühlbesitzers geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 24.03.1917 verstarb er im Alter von 23 Jahren nach einem Bauchschuss in einem Feldlazarett in Frankreich. Diese in der damaligen Zeit (Antibiotika war noch nicht entdeckt) meist tödliche Verletzung erhielt er während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly in der Nähe des Camp des Romains (Römerlager) am „Kuhkopf“.

Man begrub Joseph Sigg auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 19, Grab 110.

Sterbebild von Joseph Sigg
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Sigg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.202: Simon Schoder

Der Soldat Simon Schoder wurde am 26.10.1893 in Langenmosen in Bayern als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Spada.

Über den Todestag von Simon Schoder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am frühen 24. September musste der Angriff weitergeführt werden. Schon waren die ersten Schützenlinien in lautlosem Vorgehen auf den Höhenkamm gekrochen, da sah man vor sich französische Abteilungen, nördlich und südlich der Straße Lamorville – Lacroix, in überlegener Zahl marschieren. Unsere vordersten Schützen eröffneten sofort das Feuer – nun kam Leben in die feindlichen Haufen – aber auch die französische Artillerie blieb nicht untätig. Von Nordwest, aus Richtung la Gelouse und von links seitwärts, aus Fort les Paroches sausten die schwersten Granaten heran und brachten uns starke Verluste bei. Die französische Infanterie aber setzte zu einem gewaltigen Angriff in breiter Front an und bald brach ein furchtbares Infanteriefeuer über uns los. Einer der ersten Führer, der hier schwer verwundet wurde, war Hauptmann Karl Fischer, Führer der 11. Kompanie.

Nun kam unsere Vorwärtsbewegung ins Stocken.

Schon lag der Franzose auf 600 Meter gegenüber; immer mehr verdichteten sich seine Schützenlinien, immer stärkere Unterstützungen rückten nach, durch die Gunst des Geländes gedeckt. Die Preußen waren noch nicht da – unsere Lage begann immer kritischer zu werden. Die Verluste mehrten sich in unheimlicher Weise. Unter anderem wurde auch der Regimentsadjutant Schuster und der Bataillons-Adjutant I. Bataillon Leutnant Röhm schwer verwundet.

Eine zwischen dem 13. und 10. Regiment entstandene gefährliche Lücke hatte Oberstleutnant Mieg mit den Kompanien 6. Infanterie-Regiment ausgefüllt.

Das III. Bataillon lag am Hang der Höhe 294, das I. Bataillon links gestaffelt mit Front gegen Höhe 269; letztere war mit Sicherungen der Kompanie Heinzmann besetzt.

Gegen Mittag wurde ein französischer Vorstoß aus dem Gelousewald vom 13. Regiment abgewiesen; indes verstärkte sich das feindliche Artilleriefeuer immer mehr und überschüttete besonders das III. Bataillon 13. Infanterie-Regiments (Hofmann).

Unser 10. Regiment war ständig in der Flanke heftig beschossen und erlitt erhebliche Verluste.

Teile des 3. und 8. Feldartillerie-Regiments aus Senonville, Lavigneville und Gilaumontwald her feuernd, konnte keine Entlastung bringen.

Da sah man plötzlich, etwa um die zweite Nachmittagsstunde, das preußische 47. Regiment vorbrechen. Aber die vorzüglich beobachtende französische Artillerie überschüttete es derart mit Schnellfeuer, dass der schneidig vorgetragene Angriff zusammenbrach.

Nun verdoppelten die Franzosen ihre Anstrengungen, unsere Dünnen Linien, in denen mehr Tote und Verwundete als kampffähige Schützen lagen, zu durchbrechen. Die feindliche Artillerie flankierte in entsetzlicher Weise. Immer neue französische Kompanien rückten heran. Als dann noch Teile des 6. Infanterie-Regiments, die den befehl bekamen, bei Camp des Romains einzugreifen, herausgezogen wurden, schien die Lage unhaltbar, zumal die Rückwärtsbewegung dieser Teile des 6. Infanterie-Regiments Verwirrung anrichtete.

Oberstleutnant Mieg war inzwischen in der vordersten Kampflinie eingetroffen; das Einsetzen seiner Persönlichkeit in höchster Gefahr belebte den Mut der Kämpfenden und es gelang, dank dem vorbildlichen Einfluss beherzter Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, unsere schwachen Linien zum Ausharren anzufeuern, die bedrohte Stellung bis zum Anbruch der Dunkelheit zu halten und die drohende Umfassung durch die weit überlegene französische Infanterie abzuwehren.

Besonders hielten unsere von feindlichen Gruppen oft bedrohten Maschinengewehr-Schützen zäh und standhaft aus – hier seien rühmend erwähnt der Unteroffizier Friedrich Fischer, der Gefreite Leonhard Binder, die Landwehr-Leute Georg Neuer und Josef Horndasch sowie der Reservist Johann Wagner.

Um 8 Uhr abends begann die Gefechtstätigkeit abzuflauen; der Gegner hatte offenkundig auch stark gelitten , denn als unsere Kompanien abbauten, folgte er nicht einmal mit Patrouillen nach.

Mit kaum 200 Mann ging unser III. Bataillon gemäß Brigandebefehl in eine Vorpostenstellung in die Waldstellung 1 km südwestlich Spada zurück, wo es 2 Uhr nachts eintrag. Das I. Bataillon rückte mit seinen Resten für die Nacht nach Chaillon ab.“

Man begrub Simon Schoder auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab. ⇒ http://www.denkmalprojekt.org/2009/saint-mihiel_kgs_wk1_namen_s1_fr.htm

Sterbebild von Simon Schoder
Rückseite des Sterbebildes von Simon Schoder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.200: Paul Biebl

Der Soldat Paul Biebl stammte aus Ohlmühle und war der Sohn eines Müllers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 10. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Baccarat.

Man begrub Paul Biebl auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Paul Biebl
Rückseite des Sterbebildes von Paul Biebl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.199: Franz Hofreiter

Der Soldat Franz Hofreiter stammte aus Freilassing war der Sohn eines Landwirts und arbeitete als Rangierhilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 8. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Kriegserholungsheim Bad Reichenhall an einer Verletzung, die er sich bei einem Unglück bei den Kämpfen auf den Maashöhen zwischen Vaux-les-Palameix und Lamorville zuzog.

Die Lage des Grabes von Franz Hofreiter ist offiziell unbekannt. Ich gehe davon aus, dass er auf dem Friedhof von Bad Reichenhall im militärischen Bereich begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.

Sterbebild von Franz Hofreiter
Rückseite des Sterbebildes von Franz Hofreiter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.198: Georg Kittl

Der Soldat Georg Kittl stammte aus Ensmannsreut, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Waldkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 3. Batterie des 1. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 08.09.1917 verstarb er im Alter von 22 Jahren in Focsani (Rumänien) an einer schweren Erkrankung (vermutlich Typhus), nachdem er 8 Tage gelitten hatte. Er hatte 31 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Georg Kittl auf dem Soldatenfriedhof Focsani – Osuar in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Waldkirchen gedenkt Georg Kittl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/waldkirchen_oelbergkapelle_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Georg Kittl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Kittl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.197: Georg Krottenthaler

Der Soldat Georg Krottenthaller stammte aus Hartmannsreuth, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weidenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er nicht, wie auf dem Sterbebild angegeben, im 16. bayerisches Infanterie-Regiment, sondern laut amtlichen Verlustlisten in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 29 Jahren in der Schlacht von Fresnes.

Die Lage des Grabes von Georg Krottenthaller ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass, wenn seine Gebeine geborgen wurden, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Infanterist Sebastian Staudacher, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Hermann Gierisch, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Artur Lange, gefallen am 03.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Johann Huber, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Georg Krottenthaler
Rückseite des Sterbebildes von Georg Krottenthaler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.196: Stefan Diethei

Der Soldat Stefan Diethei wurde am 11.12.1886 in Leubas geboren und arbeitete als Lehrer in Flotzheim in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant in der 12. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.04.1918 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Großen Schlacht in Frankreich bei Hébuterne.

Über den Todestag von Stefan Diethei berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 4./5. wurde die zweite Bereitstellung, zugleich Sturmausgangsstellung , eingenommen. Es gelang dies erst nach ungeheuren Mühen. Ununterbrochen regnete es, die Geschosstrichter waren mit Wasser, Gräben, soweit solche vorhanden, mit knietiefem Schlamm gefüllt; die Führer, die das II. Bataillon zu stellen hatte, hatten sich verirrt und kamen überhaupt nicht mehr. Feindliche Feuerüberfälle brachten Verluste und vermehrten die Unordnung. Endlich am 5. morgens gegen 8 Uhr war die Sturmausgangsstellung bezogen:

Rechts: I. Bataillon, Reihenfolge 1., 2., 3., 4. Kompanie Links: III. Bataillon, Reihenfolge 10., 12. Kompanie; dahinter 9., 11. In 2. Linie: II. Bataillon, Reihenfolge 8., 7., 5., 6. Kompanie. Die Maschinengewehr-Kompanien waren bei ihren Bataillonen. Rechts Anschluss an Reserve-Infanterie-Regiment 10, links an Reserve-Infanterie-Regiment 119. Das Reserve-Infanterie-Regiment 7 hatte hinter dem linken Flügel unseres Regiments zu folgen.

Punkt 5 Uhr morgens hatte das Wirkungsschießen unserer Artillerie und unserer Minenwerfer begonnen, die feindliche Artillerie erwiderte nur schwach. Umso lebendiger wurde die feindliche Infanterie, als die Sicht zwischen 7 und 8 Uhr besser wurde, mit ihren Maschinengewehren, die vom Ortsrand von Hebuterne und von der Höhe nordöstlich Colincamps die Bereitstellungsräume bestrichen, ohne von unserer Artillerie gefasst zu werden. Die dem Regiment zugeteilte Begleit-Batterie, deren Aufgabe es gewesen wäre, die Maschinengewehr-Nester in direktem Schuss zu bekämpfen, konnte nach Meldung ihres Führers wegen der Geländeschwierigkeiten nicht vorgebracht werden. Zwei leichte Minenwerfer des I. Bataillons, sowie 2 Züge Maschinengewehre II. Bataillons taten zwar ihr Möglichstes, konnten aber die schwierige Aufgabe allein nicht lösen.

8.45 Uhr vormittags setzte unser Trommelfeuer ein. Der Kommandeur des III. Bataillons benützte die Gelegenheit, den Abstand zum Feinde zu verringern und schob seine Kompanien so nahe als möglich an unser Artilleriefeuer heran. Auch das II. Bataillon folgte seinem Beispiel.

Durch diese Bewegungen veranlasst legten etwa 3 feindliche leichte Batterien Sperrfeuer auf und vor unsere erste Linie, das von geringer Wirkung war.

Um 9 Uhr wandert die Feuerwalze nach vorwärts, unsere ganze erste Linie erhebt sich aus Gräben, Löchern, Trichtern wie ein Mann, um dem Feuer zu folgen, kampffreudig mit dem sicheren Gefühl des Erfolges. Da setzt der Feind nach wenigen Stunden mit gut sitzendem Maschinengewehrfeuer ein aus Richtung Hebuterne, der Höhe nordwestlich davon und von Colincamps her. Empfindliche Verluste treten ein. Ein Teil der Stürmenden wirft sich hin, andere stürzen vorwärts; Trümmer der 1. und 4. Kompanie arbeiten sich bis an das unversehrte feindliche Drahthindernis heran. Hier erlahmt ihre Kraft. Es war kein Zweifel mehr, der Angriff war gescheitert. Dies wurde 10.30 Uhr vormittags der Brigade gemeldet.

Dem 10. Reserve-Infanterie-Regiment zu unserer Rechten und dem 119. Infanterie-Regiment zu unserer Linken war es nicht besser ergangen. Letzteres hatte Signy-Ferme erreicht. Der Kommandeur I. Bataillon hatte seine Maschinengewehr-Kompanie in 2 Gruppen eingesetzt, um offen am gegenüberliegenden Hang feuernde Maschinengewehre zu bekämpfen. Dabei wurde der Maschinengewehr-Kompanie Führer, Leutnant Schnabel, tödlich getroffen, während er einen neuen Feuerbefehl gab, der einzige Kompanie-Offizier verwundet, die Maschinengewehr-Kompanie durch Artillerie- und Maschinengewehrfeuer zugedeckt.

Die 8. Kompanie, welche hinter dem rechten Flügel des I. Bataillons gefolgt war, wehrte einen von der Höhe bei Hebuterne herabkommenden Gegenstoß erfolgreich ab.

Um 12.20 Uhr kam von der Brigade telefonischer Befehl:

„Den Befehl über die linke Kampfgruppe Reserve-Infanterie-Regiment 7 und 12 übernimmt der Kommandeur Reserve-Infanterie-Regiment 7. Kampfgruppe Aschenauer stellt sich bis 5 Uhr nachmittags zur Fortsetzung und Durchführung des Angriffs bereit.“ Die Ausführung dieses Befehls war nur möglich, wenn unsere Artillerie in der Lage war, die Voraussetzung dazu zu schaffen. Was ihr am Morgen mit großem Munitionsaufwand während 4 Stunden nicht möglich war, das konnte ihr am Nachmittag in einem einstündigen schwächlichen Wirkungsschießen erst recht nicht gelingen. Der Angriff unterblieb.“

Man begrub Stefan Diethei auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Stefan Diethei
Rückseite des Sterbebildes von Stefan Diethei

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.195: Friedrich Haydn

Der Soldat Friedrich Haydn stammte aus Unterhöhenstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Waldkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Munitionskolonne des 8. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Am 23.09.1918 fiel er im Alter von 27 Jahren bei MoorsledeZonnebeke durch eine Fliegerbombe.

Offiziell ist für Friedrich Haydn keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass, sollten noch sterbliche Überreste nach dem Bombentreffer vorhanden gewesen sein, diese anonym auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab beigesetzt worden sind. Dort ruhen auch seine Regimentskameraden, die auf gleichen Schlachtfeld fielen, u. a.

  • Kanonier Theobald Schiller, gefallen am 22.08.1917 bei Zonnebeke, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Block B, Grab 13605;
  • Unteroffizier Franz Lindner, gefallen am 16.08.1917 bei Zonnebeke, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Block B, Grab 13809;
  • Kanonier Georg Bohrer, gefallen am 22.08.1917 bei Zonnebeke, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Block B, Grab 12048;
  • Kanonier Karl Karge, gefallen am 20.08.1917 bei Zonnebeke, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Block B, Grab 13605.

 

Sterbebild von Friedrich Haydn
Rückseite des Sterbebildes von Friedrich Haydn