Der Soldat Alois Metzger stammte aus Ruhmannsfelden in Bayern und war der Sohn eines Wagnermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Mecklenburgischen Verdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet und geriet am 12.08.1916 bei Maurepas während der Schlacht an der Somme in französische Kriegsgefangenschaft.
Über den Tag seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am Nachmittag des 12.08.1916 gegen 2.30 Uhr setzte schwerstes Trommelfeuer ein. Gleichzeitig mit dem ersten Schuss waren wieder zahlreiche Flieger erschienen, die das Feuer mit der größten Genauigkeit leiteten. Dumpfbrütend saßen die Leute in ihren Löchern, die Minuten wurden zu Stunden, aber immer fort in gleicher Stärke ging das Feuer bis 6.30 Uhr abends. Eine dichte Wand von Staub und Qualm machte jede Beobachtung unmöglich.
Plötzlich gegen 7 Uhr abends stürzten vier Leute der 12./R23 vor den Bataillonsunterstand und schrieen: „Geht raus, die Franzosen kommen, die Stellung der 12. Kompanie (hier wurde Alois Metzger überrannt und gefangen genommen) haben sie schon genommen. Auf diese Aufforderung hin stürzte alles aus Fuchslöchern und Stollen und besetzte den Hohlweg. Das feindliche Artilleriefeuer war inzwischen nach rückwärts verlegt worden. Deutlich sah man die Franzosen in dichten Wellen und sogar in Gruppenkolonne über die Höhe südlich Maurepas vorgehen. Unser sofort einsetzendes Gewehr- und MG-Feuer brachte jedoch ihr Vorgehen bald zum Stehen. Auch unsere Artillerie, durch Leuchtzeichen verständigt, setzte nun mit ihrem Sperrfeuer ein, der Angriff in der Front war abgewiesen, die Franzosen begannen sich auf der gegenüberliegenden Höhe einzugraben.
Unsicher waren dagegen die Verhältnisse auf dem rechten Flügel. Dort war die Ortschaft Maurepas verloren und klaffte eine mehrere 100 Meter breite Lücke. Von 9./R. 23 fehlte jede Nachricht, augenscheinlich war auch sie vom Feind überrannt. Auf Antrag des Bataillonskommandeurs wurden nun die 12./Reserve-Infanterie-Regiment 18, später noch zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 19 zur Verfügung gestellt und am rechten Flügel eingesetzt.
Am 27.07.1919 verstarb Alois Metzger nach dreijähriger Gefangenschaft im Alter von 30 Jahren in einem Lazarett in Nancy.
Man begrub Alois Metzger auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in Block 6, Grab 108.
Der Ersatz-Reservist Ulrich Neureiter wurde am 02.01.1887 in Frohnschwenden geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wilpoldsried. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er fiel am 16.10.1916 im Alter von 29 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Le Transloy und Rocquiguy.
Die Grablage für Ulrich Neureiter ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurden auch seine Regimentskameraden begraben, die im gleichen Zeitrum fielen, u. a.
Unteroffizier Leonhard Britzelmeier, gefallen am 16.10.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Leonhard Löffler, gefallen am 14.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Martin Ganslmeier, gefallen am 16.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Alfons Bunk, gefallen am 16.10.1916 bei Les Boeufs, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Der Soldat Franz Lorenz wurde am 03.10.1897 in Vorderbuchberg in Bayern geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Mitterfels, und war der Sohn des Bürgermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Armierungssoldat in einer Armierungstruppe. Am 11.06.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Mallacourt nach schwerer Verwundung.
Man begrub Franz Lorenz auf dem Soldatenfriedhof Montaigu II in Grab 500.
Sterbebild von Franz LorenzRückseite des Sterbebildes von Franz Lorenz
Der Gefreite Christian Stettner stammte aus Schwandorf in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.11.1914 bei Saint-Mihiel verwundet und verstarb drei Tage später am 06.11.1914 24 an dieser Verwundung.
Seine Grablage ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er auf dem Soldatenfriedhof Troyon oder Saint-Mihiel anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.
Sterbebild von Christian StettnerRückseite des Sterbebildes von Christian Stettner
Der Soldat Peter Vogel wurde am 19.08.1896 in Sachsenried geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schwabsoien. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Er verstarb am 20.07.1916 bei den Kämpfen um Verdun nach schwerer Verwundung im Bois d’Ailly am „Scharfen Eck“, nahe bei Saint-Mihiel.
Man begrub Peter Vogel auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 21.
Sterbebild von Peter VogelRückseite des Sterbebildes von Peter Vogel
Der Soldat Christian Kopp stammte aus Niederhornbach in Niederbayern, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfeffenhausen, und arbeitete als Lehrer an einer Präparandenschule. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberjäger in der 2. Kompanie des 3. Jäger-Regiments im bayerischen Alpenkorps. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 21.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun am Fuminrücken.
Man begrub Christian Kopp auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Christian KoppRückseite des Sterbebildes von Christian Kopp
Eugen Metzler wurde am 09.01.1896 in Niedersweiler geboren, heute ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Wolpertswende. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 4. Kompanie des 126. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.05.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren bei den Stellungskämpfen bei Berméricourt, nordöstlich Reims.
Man begrub Eugen Metzler auf dem Soldatenfriedhof Noyers-Pont-Maugis in Block B, Grab 4635.
Der Soldat Sebastian Mirlach stammte aus Ergoldsbach und war der Sohn eines Privatiers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.07.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun nach 16 Monaten Kriegsdienst durch einen Kopfschuss am Douaumont-Steilhang.
Offiziell ist für Sebastian Mirlach keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde. Dort ruhen seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landwehrmann Leonhard Brunner, gefallen am 04.07.1916 begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Johann Tiefel, gefallen am 04.07.1916 begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Soldat Sebastian Fraitzl stammte aus Hermanstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war dort als Pflegesohn aufgewachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Clery-sur-Somme nach 12 Monaten Kriegsdienst während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Sebastian Fraitzl auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Sebastian FraitzlRückseite des Sterbebildes von Sebastian Fraitzl
Der Landwehrmann Georg Reithofer stammte aus Arnstorf in Bayern und arbeitete als Hausmeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 07.03.1915 fiel er während der Winterschlacht in der Champagne im Alter von 31 Jahren bei Souain an der Marne in Frankreich.
Über den Todestag von Georg Reithofer, den 07.03.1915, berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:
„Am Morgen des 07.03.1915 setzte schwerstes Artilleriefeuer gegen unseren Kampfgraben am Südrande des Fingerwaldes, die Laufgräben und die Reservestellung am Steilhang ein. I. Bataillon war Kampfbataillon, 9. Kompanie schloss sich ihm links in der vom Landwehr-Infanterie-Regiment 116 übernommenen Stellung an. Auf die Meldung, dass der Feind 7.30 Uhr morgens seine vordersten Gräben stark besetze, wurde unsere Artillerie ersucht, ihr Vernichtungsfeuer auf diese Gräben zu legen. 9.50 Uhr vormittags sprang die feindliche Infanterie aus ihren Gräben vor, wurde aber durch unser Infanteriefeuer in sie zurückgetrieben. Ein Viertelstunde später missglückte ihr Sturmlauf in gleicher Weise. Hierauf zog der Feind seine Sturmtruppen aus seinen vordersten Gräben zurück und richtete von neuem ein Zerstörungsfeuer von furchtbarer Wirkung unseren vordersten Kampfgraben. Um 1.00 Uhr vormittags wurde von dem Beobachtungsstande der Batterie Oster, die nördlich des Finger stand, gemeldet, der Feind verlasse zu Hunderten seinen Graben und dringe in die Westspitze des Fingerwaldes ein.
Die Regiments-Reserve im Bayernlager, Bataillons-Stab III, 10. und 12. Kompanie, wurden hierauf alarmiert, nach der Fingerstellung in Marsch gesetzt und dem Kommandeur des I. Bataillons zur Verfügung gestellt. Dieser wurde beauftragt, den in den Fingerwald eingedrungenen Feind wieder hinauszuwerfen; 1/2 Reserve-Pionier-Kompanie 55 sollte hierbei mitwirken. Auf Antrag des Regiments-.Kommandeurs wurde die Brigade-Reserve – 11. Kompanie – von Somme-Py nach der Fingerstellung gesand, die Divisions-Reserve II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in das Bayernlager zogen.
Ein starkes Artilleriefeuer lag auf dem Bayernlager und dem Gelände zwischen ihm und der Stellung. Alle Fernsprechverbindungen mit der Stellung und der Artillerie waren zerstört, Meldeverbindungen durch Posten wurden gelegt.
Nachdem die 2.30 Uhr nachmittags im Bayernlage eingetroffenen Bataillone der Divisions-Reserve sich verpflegt hatten, marschierte der Regiments-Kommandeur mit ihnen und dem Rest der Pionier-Kompanie 55 gegen den Fingerwald vor. Es gelang mit der Marschkolonne den Granateinschlägen derart auszuweichen, dass die Truppe ohne Verlust ihr Ziel erreichte. II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 nebst Pionieren unter Führung von Hauptmann Klein – Oberstleutnant Reck hatte eine besondere Verwendung in der Division – wurde in die Reservestellung am Steilhang vorgeführt, während I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in dem Waldgelände zwischen Straße Tahure – Souain und dem Steilhange bereitgestellt wurde.
Inzwischen war der in den Südgraben bei der Fingerspitze eingebrochene Feind entlang der beiden Verbindungsgräben gegen den neuen Kampfgraben vorgedrungen, durch 2 an der Einmündung des rechten Verbindungsgrabens aufgestellte HG aber abgewiesen worden. Unteroffizier Johann Windisch der MG Kompanie hatte selbsttätig diese beiden Gewehre an dieser für die Abwehr wichtigen Stelle gerade noch im entscheidenden Augenblick eingesetzt. Der in der Stärke von 2 – 300 Mann bereits auf 15 Meter an den Kampfgraben herangekommene Feind wurde durch das MG-Feuer aufgerieben. Während der rechte Teil des am Südrande des Fingerwaldes gelegene, alten Kampfgrabens in der Hand des Feindes gefallen war, war es dem linken Flügel des I. Bataillons, unter der entschlossenen Führung des mit dem Unterstützungszug der 3. Kompanie entwickelt quer durch den Wald vorgeeilten Oberleutnant Grosselfinger gelungen, dem Feinde hier das Vordringen in dem Graben und das Vorbrechen aus seiner Stellung am Birkenwäldchen zu verwehren. Wirksam wurde er dabei durch die links von ihm in Stellung befindliche 9. Kompanie unter Oberleutnant Voigt unterstützt.
In der Erkenntnis, dass nur rasches Handeln zum Ziel führen könne, hatte Major Kehl alsbald nach dem Eindringen des Feindes in den Wald der 2/3 1. Kompanie, deren eines Drittel den Westgraben besetzt hielt, befohlen, den längs des linken Verbindungsgrabens vorgegangenen Feind zu vertreiben. Die Kompanie kam beim Vorgehen im feindlichen Feuer zum Teil zu weit links und in die Stellung der 9. Kompanie hinein. Mit einem Teil unter ihrem mutigen Kompanie-Führer, Oberleutnant Emminger, konnte sie Mitwirken, um den Feind bei der Einmündung des linken Verbindungsgrabens in den neuen Kampfgraben daran zu hindern, in diesen einzudringen. Oberleutnant Emminger wurde hierbei verwundet, bald darauf auch Leutnant Fräßdorf, der entschlossen die Führung der Kompanie in die Hand genommen hatte.
Nach Eintreffen der Regiments-Reserve setzte Major Kehl diese in der Weise zum Angriff an, dass 10. Kompanie entlang des rechten Verbindungsgrabens vorgehen und wieder nehmen, 12. Kompanie nebst einem Pioniertrupp unter Leutnant Grieshaber mit der 1. Kompanie zusammenwirken sollte, um den linken Verbindungsgraben wieder in die Hand zu bekommen. Die 10. Kompanie konnte über den neuen Kampfgraben nicht vordringen; die 12. Kompanie geriet bei der Entwicklung aus ihm heraus im Hindernis in Unordnung und kam auf dem Waldhange in schweres Artilleriefeuer. Im Infanteriefeuer mit „Marsch Marsch“ wurde vorgestürzt und der untere Teil des linken Verbindungsgrabens zum Südgraben erreicht. Im Graben entstand ein Feuerkampf auf nächster Entfernung. Leutnant Grieshaber trieb den Feind mit seinem Pionier-Handgranatentrupp eine Strecke weit zurück. Als dieser tapfere Führer gefallen war und die Handgranaten ausgingen, schloss man sich mit einer Sandsackbarrikade gegen den Feind ab. Unteroffizier Michael Knopf der 12. Kompanie übernahm hier die Führung. Er feuerte durch glänzendes Beispiel von Tapferkeit seine Umgebung zum Standhalten an und verteidigte allen Anstürmen zum Trotz diese wichtige Sperre, stieß sodann seinen Leuten dem weichenden Feinde nach und verleidete ihm das Wiederkommen.
Der Regiments-Kommandeur traf 5.00 Uhr nachmittags mit dem II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 am Steilhange ein. Er setzte zum Gegenangriff eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz mit 10., 11. und 8. Kompanie und 1. Pionier-Zug unter Leutnant Gogl ein und eine linke Angriffsgruppe unter Hauptmann Klein mit 2/3 5., 7. und 12. Kompanie und 1 Pionier-Zug unter Leutnant Mühl. Umfassend sollte entlang der beiden Verbindungsgräben gegen den in den Wald eingedrungenen Feind zusammengewirkt werden, die rechte Flügelgruppe sollte mit ihrem rechten Flügel hierzu am westlichen Waldrande vorgehen. Zur Unterstützung dieses Angriffs wurde Artilleriefeuer gegen die Fingerspitze und auf die feindliche Stellung südlich des Fingerwaldes angefordert.
In der Abenddämmerung brachen von der rechten Gruppe die 8. und 11. Kompanie vor. Der Sturmanlauf der 11. Kompanie wurde von dem feindlichen Infanteriefeuer, das vom rechten Verbindungsgraben her kam, gefasst. Der tapfere Kompanieführer, Hauptmann Ulrich, wurde schwer verwundet. Bald darauf fand Leutnant Kerler den Heldentod. (Anmerkung: Leutnant Otto Kerler, gefallen am 07.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Der linke Flügel der Kompanie warf sich in den vom Feinde besetzten rechten Verbindungsgraben. Beim Sprung in den Graben fiel der seinen Leuten voranstürmende Leutnant Schuckmann. Seine letzten Worte waren: „Da haben wir unseren Erfolg!“ (Anmerkung: Leutnant Friedrich Schuckmann, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Von den Leuten der 11. Kompanie wurde der Feind in dem Graben allmählich zurückgedrängt. Die 8. Kompanie war der 11. rechts gestaffelt gefolgt. Als der Sturmanlauf der Kompanie nach der Verwundung ihres Führers, Hauptmann Wirth, zusammenzubrechen drohte, riss Leutnant Emrich mit seinem Unterstützungszug die vorderste Linie mit sich fort und blieb im Vorgehen, obwohl er verwundet wurde. In der Dunkelheit kam er zu weit nach links und gelangte in den rechten Verbindungsgraben. Hier kämpfte Leutnant Prähuber der 5. Kompanie, der sich aus freien Stücken mit wagemutigen Leuten von der Besatzung des zweiten Kampfgrabens dem Angriff angeschlossen hatte, mit Teilen der 11. Kompanie zusammen. Leutnant Gogl war mit einem Teil der Pioniere zu ihm gestoßen. Die beiden Offiziere trieben den Feind zurück, wobei Leutnant Gogl schwer verwundet wurde. Nach Eintreffen des Leutnants Emrich wurde das Vordringen in dem Verbindungsgraben über seine Gabelung hinaus fortgesetzt. Leutnant Emrich drang in der rechten, Leutnant Prähuber in der linken Abzweigung vor, bis Leutnant Emrich durch Blutverlust geschwächt zusammenbrach und Leutnant Prähuber ebenfalls verwundet wurde.Die Mannschaften gingen nun führerlos in den neuen Kampfgraben zurück.
Vom Vorgehen der linken Angriffsgruppe, 7. und 2/3 5. Kompanie, war die letztere abgerissen und gelangte mit einem Teile an den rechten Flügel. Die 7. Kompanie unterstützte die entlang des linken Verbindungsgrabens vorgehende 12. Kompanie bei ihrem Vordringen gegen den Südgraben. Dieser wurde nahezu erreicht.“
Während dieser Kämpfe fiel Georg Reithofer.
Man begrub Georg Reithofer auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg ReithoferRückseite des Sterbebildes von Georg Reithofer