Der Infanterist Paul Wagner stammte aus Wimmeröd (Schreibfehler auf Sterbebild), heute ein Orsteil der bayerischen Gemeinde Malching, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Estrées (Aisne) in Frankreich.
Man begrub Paul Wagner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Paul WagnerRückseite des Sterbebildes von Paul Wagner
Der theoretische Weg von Paul Wagner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Landsturmmann Ludwig Ambros Then wurde am 09.12.1875 in Großeibstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Höhe „Kalte Erde“ während eines Sturmangriffs.
Über den Todestag Ludwig Ambros Then berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:
Für den 23.06.1916 war ein groß angelegter Angriff von sechs Divisionen in Vorbereitung. Allgemeine Angriffsrichtung war Zwischenwerk Thiaumont, Fleury, Fort Souville. Der Angriff wurde am 22.06. durch eine ausgiebige, 24 Stunden dauernde Artillerievorbeschießung mit Explosiv- und Gasgranaten eingeleitet. Im Abschnitt der 1. bayerischen Infanterie-Division stand das 24. Infanterie-Regiment in vorderster Linie. Das II. Bataillon bildete die erste Welle, das III. Bataillon sollte als zweite folgen. Das I. Bataillon hatte den Verbindungsdienst.
Vom II. Bataillon standen (von rechts nach links) 7., 8. und 5. Kompanie vorn, die 6. Kompanie folgte als Unterstützung.
Um 8.00 Uhr vormittags begann der Infanteriesturm. Die ersten Wellen kamen schnell vorwärts. Die 7. Kompanie fand die in ihrem Angriffsstreifen nahe der Ausgangsstellung liegende „Batterie d“ vollständig zerstört. Unsere Artillerie hatte gut gearbeitet. Ein in der Nähe befindliches „I-Werk“ wurde im Handgranatenkampf bezwungen. Der Feuerwalze folgend, arbeitete sich die Kompanie am Zwischenwerk Thiaumont vorbei an den Südosthang der „Kalten Erde“, bis sie schließlich durch das zu langsam vorspringende Sperrfeuer unserer Artillerie zum Stillstand gezwungen wurde. Auf gleicher Höhe mit der 7. Kompanie bahnte sich die 8. Kompanie im teilweise schweren Handgranatenkampf ihren Weg. Bald überschwemmten Reserven des rechts an das 24. Infanterie-Regiment anschließenden 10. bayerischen Infanterie-Regiment die dünn gewordenen Linien und zerrissen den Zusammenhang. Die Vorwärtsbewegung kam vorrübergehend ins Stocken. Der Aufenthalt wurde zum Ordnen der Verbände benutzt, so gut es ging. Im weiteren Vortragen des Angriffs, den Oberleutnant Freiherr von Adrian kommandierte, wurde der Grund zwischen Fleury und „Kalter Erde“ erreicht.
Die 5. Kompanie erhielt bald nach dem Antreten aus „Batterie a“ starkes MG-Feuer. Nach blutigem Handgranatenkampf wurde der Widerstand gebrochen. In rastlosem Vorwärtsdrängen wurde um 9.00 Uhr die Höhe nordwestlich Fleury und Westrand des Dorfes erreicht. Hier blieb die ihres tapferen Führers beraubte Kompanie liegen.
Die 6. Kompanie war schon bei der Bereitstellung zu weit nach links gekommen. Um den vorgeschriebenen Weg einhalten zu können, schob sich die Kompanie nach Beginn des Sturmes, dem Bahndamm folgend, nach rechts und stieg zur „Weinbergschlucht“ hinunter.
Das III. Bataillon war um 7.45 Uhr vormittags aus der Chaffourschlucht angetreten. Im zügigen Vorschreiten hatte es bald die ersten Angriffswellen erreicht und vermischte sich mit Teilen des II. Bataillons 24. Infanterie-Regiment, des 10. bayerischen Infanterie-Regiments und des Infanterie-Leib-Regiments. Im Verbande dieser Regimenter beteilgte es sich an dem Angriff.
Die gesamte Beute des Regiments betrug etwa 20 KG und 5 – 600 Mann als Gefangene. An eigenen Verluisten waren zu beklagen: 1 Offizier und 30 Mann tot, 6 Offiziere, 225 Mann verwundet, 98 Mann vermisst.“
Man begrub Ludwig Ambros Then auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Ludwig Ambros ThenRückseite des Sterbebildes von Ludwig Ambros Then
Johann Strohmenger wurde am 23.02.1891 in Gambach in Unterfranken geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Karlstadt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sergant in der 10. Kompanie des 9. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 11.09.1914 wurde er leicht verwundet, gesundete jedoch wieder. Am 27.04.1918 wurde er bei der Schlacht um den Kemmelberg bei Loker schwer verwundet und verstarb am 08.06.1918 im Alter von 27 Jahren in einem Feldlazarett an der zugezogenen schweren Verwundung.
Über den Tag seiner schwere Verwundung schreibt die Regimentsgeschichte des 9. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In der Nacht vom 26./27. drang das 5. Infanterie-Regiment in den südlichen Teil von Brulooze ein, das Reserve-Infanterie-Regiment 5 nahm Loker.
Am 27. und 28. lag schwerstes Artilleriefeuer aller Kaliber auf dem 9. Infanterie-Regiment. Vom II. Bataillon fiel Leutnant Freiher von Siebold, Leutnant Völker wurde verwundet.“
Man begrub Johann Strohmenger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 5, Grab 443.
Sterbebild von Johann StrohmengerRückseite des Sterbebildes von Johann Strohmenger
Karl Wieberger stammte aus Laufen in Bayern und war Telegraphenarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Batterie des 7. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments als Fahrer. Am 26.09.1914 wurde er bei Vermandovillers an der Somme in Frankreich verwundet und starb am 27.09.1914 im Alter von 23 Jahren an seiner Verwundung. Vermutlich wurde Karl wieberger auch anonym auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt, wo auch seine Kameraden ruhen, die im gleichen Regiment dienten und im gleichen Zeitraum fielen..
Sterbebild von Karl WiebergerRückseite des Sterbebildes von Karl Wieberger
Andreas Spormeier stammte aus Wetzberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren in Frankreich während der Stellungskämpfe im Oberelsass am Schratzmaennele hoch über Münster (Elsass).
Offiziell ist für Andreas Spormeier keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anony auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 105;
Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 2, Grab 551;
Oberleutnant Gustav Voigt, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 130;
Hauptmann Alois Ruidisch, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272;
Leutnant Josef Prähuber, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272.
Sterbebild von Andreas SpormeierRückseite des Sterbebildes von Andreas Spormeier
Der Unteroffizier Kajetan Steinmassel stammte aus Streulach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Petting, und war der Sohn eines Schmieds. Er arbeitete als Maschinist für die Brauerei Schönram. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Für seine militärischen Leistungen erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Am 18.12.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Arras.
Man begrub Kajetan Steinmaßl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Kajetan SteinmasselRückseite des Sterbebildes von Kajetan Steinmassel
Der Gefreite Josef Söldner stammte aus Vilshofen in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Le Fraiteux, einem Ortsteil der Gemeinde Ban-de-Sapt, während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen in Frankreich.
Man begrub Josef Söldner auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SöldnerRückseite des Sterbebildes von Josef Söldner
Der Soldat Otto Kleefeldt stammte aus der Reichshauptstadt Berlin. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 4. Kompanie des 39. Füsilier-Regiments. Am 20.04.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren an der Westfront in Frankreich bei Perthes-lès-Hurlus.
Offiziell ist für Otto Kleefeld keine Grablage bekannt, es liegt jedoch nahe, dass er in dem nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Souain begraben wurde. Vermutlich ging die Identität seines Leichnams bei der Zusammenlegung der zahllosen Feldfriedhöfe nach dem Krieg verloren.
Todesanzeige für Otto Kleefeldt in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915
Der Soldat Georg Koerber stammte aus Berlin-Lichterfelde. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 8. Kompanie des 48. Infanterie-Regiments. Am 25.04.1915 wurde er bei den heftigen Kämpfen bei Les Éparges südlich Verdun durch einen Halsschuss schwer verwundet. Einen Tag später, am 26.04.1915 verstarb er im Alter von 18 Jahren im Feldlazarett Nr. 3 des 5. Armee-Korps in Hattonville an seiner Verwundung.
Über den Tag der schweren Verwundung von Georg Koerber berichtet die Regimentsgeschichte des 48. Infanterie-Regiments:
„111. und 9. Infanterie-Division haben die Stellungen beiderseits der Grande Tranchée der Colonne im Sturm genommen, dabei 1.600 Gefangene gemacht und 17 Geschütze erobert. 113. Infanterie-Division steht 8 Uhr vormittags zur Verfügung des Armee-Ober-Komandos auf der Grande Tranchée de Colonne, Anfang am Wege St. Remy-les-Palameiy.
Infanterie-Regiment 48 wird auf Befehl des Armee-Ober-Komandos der 111. Infanterie-Division, 221. Infanterie-Brigade unterstellt und erhält 5.50 Uhr nachmittags von letzterer, General von Lüttwitz, den Befehl zum weiteren Vorgehen; die französische Besetzung sei nur schwach, die Aufgabe leicht und dankbar.
Auf dem Wege zum Bereitstellungsplatz treten durch feindliches Schrapnell- und Granatfeuer schon Verluste ein. Es stellt sich heraus, dass die feindliche Linie doch stärker besetzt ist, als angenommen wurde. Eine Orientierung im Walde mit dichtem Unterholz und Gestrüpp bei der inzwischen eingetretenen Dunkelheit ist unmöglich. Deshalb wird im Einvernehmen mit Infanterie-Regiment 76 und Reserve-Infanterie-Regiment 130 ein erneutes Vorgehen erst für den 26.04.1915 5 Uhr vormittags angesetzt. In vorderer Linie befinden sich Infanterie-Regiment 76, III./48, Infanterie-Regiment 130, Lücken in der Besetzung werden nicht festgestellt.“
Man begrub Georg Koerber auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 24, Grab 437.
Todesanzeige für Georg Koerber in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915