Der Soldat Josef Liegl stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim, lebte in Holzkirchen und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 – exakt 50 Jahre vor meiner Geburt – fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 22 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle durch die Sprengung feindlicher Minen.
Man begrub Josef Liegl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Bögelein wurde am 11.05.1884 in Niedergeislbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier im 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.04.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei den Kämpfen in den Vogesen durch einen Granatvolltreffer.
Man begrub Josef Bögelein auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 596.
Sterbebild von Josef BögeleinRückseite des Sterbebildes von Josef Bögelein
Der Soldat Johann Glonegger stammte aus Alzgern, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Neuötting, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 10.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht vor Nancy-Epinal im Elsass.
Die Lage des Grabes von Johann Glonegger ist offiziell unbekannt.
Sterbebild von Johann GloneggerRückseite des Sterbebildes von Johann Glonegger
Der Soldat Peter Reichenspurner wurde am 18.09.1892 in Obergarching geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Garching an der Alz, und war der Sohn eines Landwirts (Hintermeierbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 23 Jahren bei Grandcourt auf Posten.
Über den Todestag und die Todesumstände von Peter Reichenspurner berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Durch einen Regimentsbefehl vom 06.07.1916 wurde für den nächsten Tag ein Unternehmen unter Leitung des Majors Prager gemeinsam mit Hauptmann Wurm von drei Seiten gegen den Feind angeordnet. 4 Uhr morgens begann es. Einleitung: Deutsches Feldhaubitzen-Konzert. Alsdann stürmten die Leute von Prager und Wurm schneidig vor. Handgranatentrupps der 5. und 7. Kompanie (Abschnitt Wurm) unter den Vizefeldwebel Gerber und Grobholz nebst solchen der 2. und 4. Kompanie Infanterie-Regiment 185 stießen im 2. Graben in der Nähe der Meisengasse ohne besonderen Widerstand bald auf den von Norden kommenden Trupp der 8. Kompanie und der ausgezeichnet arbeitenden 11. Kompanie Infanterie-Regiment 185 (Abschnitt Prager). Von da ging es durch Verbindungsweg Nr. 6 und 7 gegen den ersten Graben vor. Nach Gerbers Verwundung zeigten sich hauptsächlich Unteroffizier Reichert und Beckert der 7. Kompanie und Rückert und Stock der 5. Kompanie als tatkräftige Führer. Eine von Stock erbeutete englische Muskete leistete ihm beste Dienste. 4.40 Uhr morgens erwiderte die feindliche Artillerie das Feuer, durch das sich niemand stören ließ. Hauptmann Wurm war, als seine anstrengende Tätigkeit an der Befehlsstelle es einigermaßen zuließ, von 6 Uhr morgens ab mitten unter seinen Leuten vorne, regelte die Besetzung der neugewonnenen Gräben, den Austausch der Handgranatenwerfer, die Verteilung und Verwendung der ungeheuren Mengen englischer Handgranaten und gab den Antrieb zu weiterem Vordringen gegen die Engländer, die sich im ersten Graben mit einem Maschinengewehr noch verzweifelt wehrten. Aber allmählich erlahmte ihr Widerstand. Als sie schließlich über freies Gelände zurückflutete, sprang Unteroffizier Rückert mit 6 Mann der 5. Kompanie auf die Rückenwehr im Graben und nahm sie unter kräftiges Verfolgungsfeuer; Leute der 7. Kompanie brachen den letzten Widerstand durch Handgranaten. Der englische Maschinengewehr-Leutnant Lewis H. Neville Grenher (1./5. York Lancester-Regiment) geriet mit dem unbrauchbar gemachten Maschinengewehr in Hauptmann Wurms Hand; er machte ihn auf den im Graben anwesenden, verwundeten englischen Oberstleutnant F. H. G. Rendell aufmerksam, der von unseren Krankenträgern zurückgebracht wurde. Nun war das letzte, am 1. Juli vom Reserve-Infanterie-Regiment 99 verlorene Grabenstück wieder in deutschem Besitz, damit das am 1. Juli begonnene und unermüdlich und tatkräftig durchgeführte Werk vollendet. Um die nämliche Stunde, zu der beim Kommandeur der 26. Reserve-Division, Generalleutnant Freiherr von Soden, die Meldung von der völligen Vertreibung des Feindes aus dem Divisions-Abschnitt einlief, übergab deine Excelenz den südlichen Teil hievon dem Kommandeur der 10. bayerischen Division, Generalleutnant Burkhardt, hocherfreut, dass ihm dieses Abschiedsgeschenk zuteil wurde.“
Man begrub Peter Reichenspurner auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Peter ReichenspurnerRückseite des Sterbebildes von Peter Reichenspurner
Der Soldat Peter Bichlmaier wurde am 05.10.1892 in Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, als Sohn eines Kleinbauern (Gütlers) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in der Auch der spätere Diktator Adolf Hitler diente. Am 31.03.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren in Nordfrankreich durch eine Granatenkugel.
Man begrub Peter Bichlmaier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 212.
Sterbebild von Peter BichlmaierRückseite des Sterbebildes von Peter Bichlmaier
Der Soldat Josef Süß wurde am 13.02.1897 in Hausham geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. in dem auch der spätere Diktator Adolf Hitler diente. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz ausgezeichnet. Am 05.10.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Schlacht an der Somme bei den heftigen Kämpfen bei Vimy in der Nähe der Ortschaft Le Barque.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Süß berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Die Divisions- und Brigadebefehle, welche die Wegnahme des Engländernestes forderten und zu einer Ehrensache des Regiments machten, wurden immer dringender. So sollte der Angriff, unterstützt durch vier Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 20, am 5. Oktober in aller Frühe wiederholt werden. Der Kommandeur des I. Bataillons beauftragte die Leutnants der Reserve Arnold und Angerer mit den vorbereitenden Erkundungen und der Durchführung. Am 4. Oktober abends meldeten jedoch beide Offiziere, dass die für die Angriffstruppe bestimmten Verstärkungen und Handgranaten nicht eingetroffen seien, sie hielten die Ausführung für verfrüht und bäten um 24 Stunden Verschiebung. Der Angriff wurde denn auch, trotzdem die höheren Stellen auf der Durchführung bestanden, nicht unternommen. Ein Hauptgrund war, dass die eigene Artillerie ständig zu kurz schoss und dadurch die Vorbereitungen lähmte. Drei Mann der Handgranatentrupps der rechten Angriffstruppe wurden durch eigene Artillerie verwundet, was um so schmerzlicher war, als die Zahl der tüchtigen Handgranatenwerfer durch die bisherigen Verluste schon stark vermindert war. Auch gelang es nicht, die handgranaten rechtzeitig nach vorne zu bringen, da die Trägertrupps beim Vormarsch durch feindliches Feuer zersprengt wurden.“
Offiziell ist für Josef Süß keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem nahe gelegenen Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Ludwig Brunnhuber, gefallen am 12.10.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Gefreiter Willi Laue, gefallen am 08.10.1916 bei Le Barque, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Gefreiter Georg Guggenbichler, gefallen am 12.10.1916 bei Le Barque, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SüßRückseite des Sterbebildes von Josef Süß
Der Soldat Sebastian Gmainer wurde am 12.02.1885 geboren und lebte in Leitzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wackersberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel in der 36. (preußischen) Minenwerfer-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.08.1917 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich durch einen Brustschuss.
Man begrub Sebastian Gmainer auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 834.
Der Soldat Carl Steller stammte aus dem hessischen Dorf Annerod, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1916 fiel er während der Schlacht in der Somme in Frankreich. Er wurde bei Bouchavesnes getötet.
Die Lage des Grabes von Carl Steller ist unbekannt.
Der Soldat August Metz stammte aus der hessischen Stadt Nidda und lebte in Metz. Er war Gerichtsreferendar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 wurde er schwer verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. Dort starb er im Alter von 23 Jahren. Er wurde ein Opfer der Schlacht an der Marne.
Die Lage des Grabes von August Metz ist unbekannt.
Der Soldat Karl Stöger stammte aus Holzhäuser, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.03.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Malancourt durch Granatschuss. Er wurde während der Kämpfe im Kampf von Avocourt getötet.
Über den Todestag von Karl Stöger berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„4.00 Uhr – 6.00 Uhr vormittags Trommelfeuer, dann französischer Angriff, der von I. und III. Bataillon und Teilen des Infanterie-Regiments 193 nach schweren Kämpfen im großen abgeschlagen wird.“
Die Lage des Grabes von Karl Stöger ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye beigesetzt wurde, wo man auch seine Kameraden aus der 11. Kompanie begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Lorenz Pohl, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Gefreiter Baptist Voit, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Oberleutnant Johannes Lenk, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Infanterist Florian Bogenrieder, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Sterbebild von Karl StögerRückseite des Sterbebildes von Karl Stöger