Der Pionier Johann Karl stammte aus Prünst, einem Ortsteil der Gemeinde Patersdorf, und war der Sohn eines Steinlieferanten- Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einem bayerischen Pionier-Regiment (4. Kompanie). 1916 wurde er leicht verwundet. Am 31.03.1918 wurde er im Alter von 22 Jahren durch eine Fliegerbombe getötet.
Man begrub Johann Karl auf dem Soldatenfriedhof Favreuil, Block 2, Reihe F, Grab 19.
Sterbebild von Johann KarlRückseite des Sterbebildes von Johann Karl
Der theoretische Weg von Johann Karl von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Fähnrich Bernhard Belzer wurde am 31.10.1898 in Sigmaringen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 3. Chevaulegers-Regiment und war R. d. E. K. (Ritter des Eisernen Kreuzes). Am 21.05.1918 wurde er bei Bapaume im Kampf schwer verwundet. Am 01.06.1918 verstarb er an der Verwundung im Alter von nur 19 Jahren.
Bernhard Belzer hat es nicht mehr erlebt, dass er noch zum Leutnant befördert wurde, wie man der Regimentsgeschichte entnehmen kann.
Man begrub Bernhard Belzer auf dem Soldatenfriedhof Sapignies im Block 1, Grab 363.
Der Bauerssohn Alois Gangkofner stammte aus Oberwiedersbach, ein Landgut im Markt Gangkofen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Batterie des 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments als Kanonier 23.02.1916. Mit 21 Jahren stirbt er nach 1 1/2 stündigem Leide schweren Leiden bei Arras an einer durch Granatsplitter erlittenen Kopfverletzung.
Sein Grab fand Alois Gangkofner auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines, Block 6, Grab 304.
Leopold Steinhauser wurde am 27.09.1881 in Buchen, einem Ortsteil der Gemeinde Altusried geboren und lebte in Haldenwang. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Neuvireuil (auf dem Sterbebild irrtümlich als „Nevireuil“ angegeben) in Nordfrankreich bei Arras.
Ich gehe davon aus, dass die sterblichen Überreste von Leopold Steinhauser entweder noch ungeborgen auf dem Schlachtfeld ruhen, oder auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurden. In diesem Fall bin ich unsicher. Sehr viele seiner Kameraden in der 9. Kompanie, die in diesen Tagen fielen, wurden nicht identifiziert und begraben. Folgender Kamerad wurde jedoch auf dem angegebenen Friedhof in einem Massengrab begraben, als er mit Leopold Steinhauser kämpfte und fiel:
Leonhard Deutschenbauer, Infanterist, gefallen am 02.10.1914 bei bei Fresnes les Montauban
Sterbebild von Leopold SteinhauserRückseite des Sterbebildes von Leopold Steinhauser
Der Bauerssohn Peter Hartung stammte aus Zeilern und wohnte in Weilach, einem Ortsteil der Gemeinde Bidingen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat und Ersatzreservist in der 1. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Arras.
Peter Hartungs Grab ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Meine Vermutung begründet ich damit, dass Kameraden aus seiner Einheit, die im gleichen Zeitraum fielen, dort begraben wurden. Es sind dies:
Ersatz-Reservist Karl Estl, gefallen am 21.047.1915 bei Arras
Wehrmann Franz Ertl, gefallen am 13.04.1915 bei Arras
Reservist Peter Zehetmeier, gefallen am 17.04.1915 bei Arras.
Sie alle wurden dort begraben.
Sterbebild von Peter HartungRückseite des Sterbebildes von Peter Hartung
Der theoretische Weg von Peter Hartung von seinem Geburtsort, seinen letzten Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Josef Koller stammte von Eberharting, einem Teil der Gemeinde Lohkirchen und lebte zuletzt in Haigerloh, einem Ortsteil der Gemeinde Heldenstein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Am 30.01.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich bei den Kämpfen vor Arras, vermutlich bei bei Thelus.
Beim Volksbund ist keine Grablage für Josef Koller bekannt. Aufgrund der Sterbedaten von Josef Koller und dem Abgleich mit den Daten von Regimentskameraden gehe ich davon aus, dass Josef Kollers Gebeine anonym auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab ruhen. Hierzu zog ich folgende Kameraden heran:
Kaspar Dütsch, Ersatz-Reservist, 29.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Melchior Kellner, Infanterist 30.01.1916, bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Franz Lohner, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Joseph Ostler, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Infanterist Joseph Mayer, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Vermutlich war Josef Koller ebenso wie seine Kameraden auf dem Schlachtfeld beigesetzt worden. Bei der späteren Zusammenlegung der vielen kleinen eilig angelegten Soldatenfriedhöfe lagen keine vollständigen Daten zu den Gebeinen mehr vor. Eine Identifizierung der einzelnen Leichenteile war auch nicht mehr möglich. So wurden die Gebeine in ein Massengrab verfrachtet und es wurden nur die vorhandenen Daten verwendet.
Der Landwirtssohn Ignaz Stich wurde am 09.05.1892 in Blonhofen geboren und lebte auch dort. Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst in der 5. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments. Hier wurde er Ende 1916 leicht verwundet und danach in der 12. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments eingesetzt. Er wurde mit dem Bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 07.04.1918 verstarb er im Alter von 25 Jahren in einem Feldlazarett in Nordfrankreich, nachdem er zuvor in Kampfhandlungen schwer verwundet worden war.
Das Grab von Ignaz Stich befindet sich auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Ignaz StichRückseite des Sterbebildes von Ignaz Stich
Der theoretische Weg von Ignaz Stich von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Bernhard Eibl wurde am 15.06.1879 in Röthenbach geboren und lebte in München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.04.1917 verstirbt er im Alter von 38 Jahren in einem Feldlazarett bei Arras, nachdem er zuvor bei Kämpfen schwer verwundet worden war.
Das Grab von Bernhard Eibl befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast, Block 13, Grab 1083.
Der Soldat Benno Gabriel stammte aus Moosen und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.05.1915 wurde er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht bei La Basse und Arras getötet.
Seine Grablage ist unbekannt.
Sterbebild von Benno GabrielRückseite des Sterbebildes von Benno Gabriel
Der Mühlenbesitzer Josef Schachtner wurde am 04.03.1876 in Loiching geboren und war Bürgermeister und Distriktsrat. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 12.01.1916 stirbt er im Alter von 39 Jahren bei Biache in einem Lazarett, nachdem er zuvor durch einen Minensplitter schwer verletzt worden war..
Das Grab von Josef Schachtner befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast, Block 17, Grab 1074.
Sterbebild von Josef SchachtnerRückseite des Sterbebildes von Josef Schachtner
Der tehoretische Weg von Josef Schachtner von seiner Heimatstadt über seinen Sterbeort zu seinem Grab: