Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.947: Ignaz Geiger

Der Soldat Ignaz Geiger stammte aus der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Schneidermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 28.04.1916 verstarb er im Alter von 37 Jahren im Festungslazarett Straßburg-Neudorf an einer Krankheit.

Wo Ignaz Geiger letztlich begraben wurde, lässt sich nicht mehr ermitteln. Vermutlich begrub man auf einem Straßbuger Friedhof in der Nähe des Lazarettes.

Seine Heimatgemeinde Bad Kohlgrub gedenkt Ignaz Geiger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Ignaz Geiger
Rückseite des Sterbebildes von Ignaz Geiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.946: Josef Erhard

Der Soldat Josef Erhard wurde am 21.10.1896 ini Guggenberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.06.1916 wurde er während der Schlacht um Verdun bei Douaumont schwer verwundet. Am 13.06.1916 verstarb er an seinen schweren Wunden im Alter von 19 Jahren in einem Lazarett bei Longuyon.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Erhard berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:

„So dämmerte der 9. Juni herauf. Noch hielten bunt vermischt die Kompanien des Regiments den tagsvorher gewonnenen Boden, während wiederum erfolglose Angriffe des 1. Infanterie-Regiments und der bayerischen Jäger über sie hinweggingen. In der Nacht zum 10. folgte die sehr schwierige Ablösung, dann traten die wackeren Kämpfer den langen und gefährlichen Weg in die Ruhelager an, die man kaum 48 Stunden vorher entschlossen und hoffnungsfroh verlassen hatten. Wie klein war der Haufe geworden! „Ich hatt‘ einen Kameraden…“

Man begrub Josef Erhard auf dem Soldatenfriedhof Longuyon in Block 2, Grab 40.

Auf einem Familiengrab in Bad Kohlengrub gedenkt seine Familie noch immer Josef Erhard: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_frdhf_wk1_wk2_bay.html

Seine Heimatgemeinde Bad Kohlgrub gedenkt Josef Erhard ebenfalls noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef Erhard
Rückseite des Sterbebildes von Josef Erhard

Sonderbeitrag: Severin Leyerer

Der Soldat Severin Leyerer stammte aus Climbach, einem Ortsteil der hessischen Stadt Allendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 7. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht an der Marne bei Cernay-en-Dormois.

Man begrub Severin Leyerer auf dem Soldatenfriedhof Séchault in einem Massengrab.

In seinem Heimatort Climbach gedenkt man Severin Leyerer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/climbach_stadt-allendorf_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Gesangverein Liederkranz Climbach für Severin Leyerer und Philipp Conrad

Sonderbeitrag: Philipp Conrad

Der Soldat Philipp Conrad stammte aus der hessischen Ortschaft Climbach, einem Ortsteil der Stadt Allendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Wehrmann in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren an der Marne bei Servon-Melzicourt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Philipp Conrad berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Reserve-Infanterie-Regiments:

24.09.14. Morgens Befehl zum Erneuern des Angriffs. R.I.R. 116 auch in vorderster Linie. 12° soll ohne Rücksicht auf die Nachbarn angetreten werden. Sofort setzt heftiges feindliches Artilleriefeuer ein, I. gewinnt Gelände, II. nicht. Abends Befehl, nach Absuchen des Gefechtsfeldes in die alte Stellung zurückzugehen. Verluste: 8 Offiziere und Offizierstellvertreter. Gefallen Offz.Stellv. Ringen; verwundet Oblt. d. R. Oehl, Oblt. d. L. Sprengel, Lt. d. R. Stimmel, Schemenski, Offz.Stellv. Handwerk, Schürmann, Anton. Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften: 30 tot, 104 verwundet. Die Gefechtsstärke des Regiments beträgt noch 15 Offiziere, 1094 Unteroffiziere und Mannschaften. Ausgerückt war das Regiment mit 71 Offizieren, 2852 Unteroffizieren und Mannschaften.

Die Lage des Grabes von Philipp Conrad ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt beigesetzt wurde, der in seiner Sterberegion angelegt wurde.

In seinem Heimatort Climbach gedenkt man Philipp Conrad noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/climbach_stadt-allendorf_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Gesangverein Liederkranz Climbach für Severin Leyerer und Philipp Conrad

Sonderbeitrag: Otto Fischer

Der Soldat Otto Fischer stammte aus der hessischen Stadt Lorsch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Fahnenjunker in der 6. Kompanie des 116. infanterie-Regiments. Am 06.10.1914 verstarb er nach schwere Verwundung am 10.09.1914 bei Maurupt-le-Montois an der Marne im Festungslazarett Koblenz.

Über den Tag der schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:

„Am Abend des 9. Sept. kam der Befehl für ein Unternehmen, das in der Geschichte der Division beispiellos dasteht. Ein Unternehmen, das sich von den vielen Grauenhaften jener Schreckenstage am tiefsten im Gedächtnis festgesetzt hat, an das sich jeder, der daran teilgenommen, nur mit Schauern erinnern kann. Das vom Feinde stark besetzte Maurup sollte in der kommenden Nacht überrumpelt und gesäubert werden. Alles war auf den Schutz der Dunkelheit, auf größte Stille und Schnelligkeit berechnet. So waren auch die Vorbereitungen: Das Gepäck wurde zurückgelassen, nur Sturmgepäck mit Eisernen Portionen wurde mitgenommen. Die Schlösser wurden aus den Gewehren genommen und zum Schutz getragen, die Seitengewehre wurden aufgepflanzt. Kein Schuß sollte den ruhenden Gegner zu früh wecken, am Schießen sollte man den Feind, an Hieb und Stoß den Freund erkennen. Weiße Armbinden wurden ausgegeben; sie sollten beim Vorgehen den Nebenmann zeigen und Handgemenge vermeiden helfen. Um 3 Uhr vorm. waren alle Vorbereitungen zu Ende. In lautloser Stille hatte das I.R. 115 seine Linien in Breite von 1 km aufgestellt. Das I.R. 116 und ein Bataillon 117 folgte gestaffelt und hatte den Flankenschutz zu übernehmen. Um 4 Uhr vorm. setzten sich die sieben Bataillone leise in Bewegung. Kein Kommando ertönte. In guter Ordnung schritten die Kompagnien über die Felder. Da fällt vorn ein Schuß. Ein französischer Posten ist aufmerksam geworden. Die Antwort ist ein tausendstimmiges Hurra! So jähe ist die Stille der Nacht selten gestört worden. Die feindlichen Posten und Feldwachen werden überrannt, alles stürmt ins Dorf. Dort entsteht ein fürchterliches Handgemenge, gespenstisch erleuchtet von einzelnen brennenden Häusern. A. Brendel schildert das als ein Dorftagungswunder. Schrecken sind die Verluste, die die Regimenter erlitten haben, nicht mehr Zeit zum Fliehen, jetzt ist nur Mehr. Von Hof zu Hof, von den hell erleuchteten Längsstraßen der Häuser, stürmt das Dorf, die Kompagnien der drei Regimenter kämpfen sich fort, von einem Hof zum anderen in heftigem Kampfe mit dem Feinde. Ein wildes Handgemenge, das sich in der Straße fortsetzt, von Schreien und Kommandorufen begleitet, von Bajonettstößen und Kolbenschlägen. Um 5 Uhr ist das Dorf in Flammen, die letzten französischen Truppen fliehen. Um 5 Uhr ist das Dorf in deutscher Hand. Häuser, Höfe und Gärten, Schrei, Fliehen und Verfolgen im alten Straßen, Hieb und Stoß, Kolbenschläge und Bajonettstiche, dazwischen das Schreien und Stöhnen der Schwerverwundeten, alles im flackernden Feuerschein der brennenden Scheunen und Höfe: Ein schrecklicheres Bild hat das Auge im Kriege nie gesehen.

In blinder Wut stießen die Truppen durch bis zur Südwestecke des Dorfes. Hier konnten sich Teile des I. und II. Batls. wieder zusammenfinden. Sie wurden als Reserve und linke Flankensicherung zurückgenommen in die Lehmgruben nördlich von Maurupt. Das übrige, hauptsächlich Leute des III. Batls., versuchte zunächst, eine feindliche Batterie wegzunehmen, die südöstlich von Maurupt stand und tags zuvor durch ihr Feuer sehr lästig geworden war. Aber sie war bereits verschwunden. Darum schwankten sie rechts ab und gingen vermischt mit 115 und 117 weiter vor. In einer Lehmgrube südwestlich von Maurupt sammelten sie sich, um bei Hellwerden gegen Monton vorzugehen. Der Gegner flutete in Richtung Cheminin und erlitt hierbei starke Verluste durch das Maschinengewehrfeuer. Nachmittags des 21.9. gelang es, bereits im Begriffsteile einzurücken. Zur Verlängerung dieser Stellung nach Osten wurde noch das I. Btl. in den Birkengehölz südlich Monton lang. Hier etwa 100 Mann unseres Regiments, die unter den Befehl des Hptm. Haak von J.R. 117 traten. Aber auf das Grabenstich kam nach kurzer Zeit starkes Artilleriefeuer, das mit großer Genauigkeit gezielt war. Besonders ungemütlich waren die schweren Kaliber, die ununterbrochen dicht vor und hinter dem Graben einschlugen. Es waren Stunden harter Geduldsprobe und starker Anforderungen an die Nerven, die noch zitterten unter dem Eindruck der Greuel der Nacht. Gegen Abend traf der Befehl ein, daß das Regiment sich in der alten Stellung bei den Ziegeleien sammeln sollte. So wurden dann im Schutze der Dunkelheit die Höhen südlich von Maurupt geräumt. Sie waren die am weitesten nach Süden gelegene Stellung, die das Regiment im Verlaufe dieses Krieges inne hatte.

Der vierte und schwerste Tag der heißen Kämpfe an der Marne war zu Ende. Wieder war es gelungen, den Gegner trotz Übermacht und zäher Gegenwehr zu werfen. Eine glänzende Waffentat war vollbracht, der Weg an die Marne war erzwungen, der Feind in die Flucht, die Aussicht für weiteres Vordringen war nicht geringer als bisher. Die Gefechtsstärke der Kompagnien war freilich sehr gering geworden. 8 Offiziere, 531 Unteroffiziere und Mannschaften hatte das Regiment in den drei Tagen wieder verloren. Major von Alten, um dessen Person sich die heftige Fehde der französischen und deutschen Presse drehte, erhielt am 9. einen Kopfschuß und begab sich am folgenden Tage zur ärztlichen Behandlung nach Sermaize. Dort wurden ihm tags darauf durch einen Volltreffer beide Beine zerschmettert. Er geriet nach dem Rückzug ebenso wie Lt. Haagner den Franzosen in die Hände und starb. Die Haltlosigkeit der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen kann von jedem Mitkämpfer bezeugt werden. Außerdem fanden ihr Grab an der Marne: Oberlt. Firmenich, Lt. Gösler, Keller, Nicolaus und Menge. Als Helden sind sie gefallen, zusammen mit einer großen Zahl wackerer Unteroffiziere und Mannschaften. Verwundet wurden Maj. Foller, Lt. Wolf, Bläs und Licht. An den Folgen seiner schweren Verwundung starb der Fahnenj. Klief. Besonders groß war die Zahl der Vermißten, 154 Mann. Eine Folge des unerwartet einsetzenden eiligen Rückzugs von der Marne, der es unmöglich machte, das Schlachtfeld genauer abzuschuchen und die vielen Schwerverwundeten bei dem Mangel an Fahrzeugen rechtzeitig von den Verbandplätzen abzufahren. Unter ihnen befand sich Lt. Theis, der Adjutant des I. Batls.“

Man begrub Otto Fischer auf einem Friedhof in Lorsch.

Die Todesanzeige für Otto Fischer im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.945: Josef Mangold

Der Soldat Josef Mangold stammte aus Grub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.06.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras bei Roclincourt durch einen Granatsplitter.

Man begrub Josef Mangold auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Bad Kohlgrub gedenkt Josef Mangold noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef Mangold
Rückseite des Sterbebildes von Josef Mangold

Sonderbeitrag: Georg Harnisch

Der Soldat Georg Harnisch stammte aus der Ortschaft Watzenborn, einem Ortsteil der hessischen Stadt Pohlheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 5. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 22.09.1914 wurde er bei Reims nahe Merlet schwer verwundet. 17 Tage später, am 09.10.1914, verstarb er im Alter von 28 Jahren im Krankenhaus Eitorf an der Sieg an seiner Verwundung.

Über den Tag und die Umstände der schweren Verwundung von Georg Harnisch berichtet die Regimentsgeschichte des 116. infanterie-Regiments:

„22. September bis 3. November 1914.

Gleich am nächsten Morgen wurde wieder weitermarschiert. Das war das Bild jener ganzen Zeit: Marsch, Gefecht, Marsch, Gefecht. So ging es nun fast volle fünf Wochen. Anstrengung und Witterung schlugen bis dahin geringe Wunden. Nur der Kampf brachte die Verluste. Aber der um so größere. Kein Wunder. War es doch seit dem 22. Aug. ein Schlagen mit einem hartnäckigen Gegner, der alles daran setzte, dem Spiel eine Wendung zu seinen Gunsten zu geben. Nun ging es also weiter, unbestimmtem Ziel und ungewissem Schicksal entgegen. Der Weg führte nordwestwärts. „

Man begrub Friedhof Watzenborn nach Überführung seines Leichnams in die Heimat auf dem Friedhof von Watzenborn. Ob sein Grab heute noch existiert, werde ich in den nächsten Tagen feststellen, wenn ich den Friedhof aufsuche.

Die Todesanzeige für Georg Harnisch im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Eduard Heyer

Der Soldat Eduard Heyer stammte aus Krofdorf, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offizierstellvertreter bzw. Vizefeldwebel in der 12. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Bois de Ville in Frankreich.

Man begrub Eduard Heyer auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 4, Grab 334.

Die Todesanzeige für Eduard Heyer im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.944: Franz Paul Degele

Der Soldat Franz Paul Degele stammte aus Vorderkehr, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub. Er war Landwirt. Am 20.08.1917 verstarb er im Alter von 42 Jahren an einer schweren Krankheit.

Er verstarb vermutlich in der Heimat und wurde im Dorf begraben. Sein Grab existiert wahrscheinlich nicht mehr.

Sterbebild von Franz Paul Degele
Rückseite des Sterbebildes von Franz Paul Degele

Sonderbeitrag: Otto Müller

Der Soldat Otto Müller stammte aus der hessischen Stadt Lollar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der 4. Kompanie des 11. Jäger-Bataillons. Am 17.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne im Alter von 21 Jahren in der Region zwischen PontavertGuignicourt und Berry-au-Bac an der Aisne.
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Über den Todestag und die Todesumstände von Otto Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 11. Jäger-Bataillons:

„Der heraufdämmernde Tag brachte aber keinen erneuten Angriff des Feindes. Nur das Infanteriefeuer flackerte stärker auf und am Nachmittag auch das der französischen Feldgeschütze. Nach Einbruch der Dunkelheit griff der Feind Berry-au-Bac an und drängte das Regiment Augusta aus dem Ort heraus. Da die linke Flanke des Bataillons nunmehr stark gefährdet war, wurde die linke Flügelkompagnie bis zur Straße Guignicourt—Pontavert zurückgebogen und durch 3. Kompagnie, sowie 2 Züge der Maschinengewehrkompagnie verstärkt. Heftiges Granatfeuer lag auf den Stellungen, und der Tag war für das Bataillon verlustreich, obgleich es nicht eigentlich gekämpft hatte. Oberleutnant v. Scheffer, Leutnant d. R. v. Sachs und 25 Oberjäger und Jäger wurden verwundet, 2 Oberjäger und 5 Jäger fielen. Erst gegen Morgen konnten die Feldküchen vorgezogen werden und Essen ausgegeben.“

Die Lage des Grabes von Otto Müller ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Otto Müller im Gießener Anzeiger