Der Soldat Josef Graffe wurde am 06.11.1907 in Saarlautern geboren, dem heutigen Saarlouis. Er diente im Zweiten Weltkrieg als Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment der Wehrmacht. Am 27.09.1943 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Melitopol in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Josef Graffe ist unbekannt.
Sterbebild von Josef GraffeRückseite des Sterbebildes von Josef Graffe
Der Soldat Xaver Erhard (auf Sterbebild falsch geschrieben!) wurde in Kinsau in Bayern geboren und lebte als Tagelöhner in Bernbeuren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.03.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei einer Minensprengung bei Dompierre-Becquincourt in Nordfrankreich.
Zu den Todesumständen von Xaver Erhard gibt die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments einen interessanten Bericht:
„Seine besondere Eigenart bekam der Stellungskrieg vor Dompierre aber durch eine andere, viel unheimlichere Kampfart als alles Schießen es sein konnte, durch das Minieren.
Schon Ende Oktober 1914 glaubten unsere Grabenbesatzungen Anzeichen wahrzunehmen, dass der Gegner sich in unterirdischen Gängen an unsere Gräben heranarbeite. Im Dezember war diese Nachricht zur Gewissheit geworden und es mussten schleunigst Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um die französischen Sappeure abzuweisen. Nichts anderes konnte helfen, als Anlage von eigenen Minenstollen an den gefährdeten Plätzen. So wurden denn in den Abschnitten b und c gegenüber dem sogenannten „Birkenwäldchen“, in dem der Gegner Miniergut in großen Mengen ausschüttete, eine Anzahl von Stollen angelegt. War das zunächst auch in der Hauptsache Aufgabe der Pioniere, so wurde das Minieren doch bald durch den Umfang, den es annahm und wegen der deshalb notwendigen Abstellung von Arbeitskräften aus dem Regiment ebensosehr eine Aufgabe der Infanterie.
Ein Vorstß, der am 08.12.1914 vom III. Bataillon gegen das „Birkenwäldchen“ unternommen wurde, um die dortige Minieranlagen des Gegners zu zerstören, hatte keinen Erfolg, weil das notwendige Zusammenwirken zwischen Infanterie und Artillerie nicht zustande kam. So wurde dort das Minieren auf beiden Seiten fortgesetzt. Ganz überraschend für uns erfolgten dann am 19. und 20.01.1915 zwei große feindliche Sprenungen an einer anderen Stelle, nämlich am Nordwesteck von Dompierre, wo damals der linke Flügel des Regiments war. Beide Sprengungen, durch die zwei große Trichter dicht vor unserer Stellung entstanden, verursachten glücklicherweise keine Verluste, aber von da ab kostete diese unterirdische Wühlarbeit einer Menge von unerschrockenen Kämpfern das Leben. Den Franzosen freilich ist es dabei gewiss nicht besser ergangen. Am Nordwesteck von Dompierre, wo darauf auch unsererseits eine Anzahl von Stollen angelegt wurde, nahm diese Kampfart bald die schärfsten Formen an. Eine Sprengung folgte dort auf die andere und, da sich dort dauernd auch Artillerie und Minenwerfer an der Zerstörung beteiligten, so sprach man mit Recht im Regiment von dieser Stelle als dem „scharfen Eck“.
…
Eine neue, für uns recht verlustreiche Überraschung glückte den Franzosen durch eine große Sprenung am 23.03.1915 in der sogenannten Friedhofsstellung von Dompierre. Auch hier wurden von uns erst nachträglich die Abwehrstollen begonnen.
Da gleichzeitig auch in der Kiesgrubenstellung, also am rechten Flügel des Regiments, das Minieren hüben und drüben in vollem Gange war, so spielte diese Kampfart mit ihren Begleiterscheinungen tatsächlich die wichtigste Rolle in der beiderseitigen Gefechtstätigkeit. Von Ende März 1915 ab bemühten sich beide Parteien angestrengt, sich im Minieren zuvorzukommen und seit April gab es fast keinen Tag mehr, an dem nicht an irgend einer Stelle gesprengt wurde. Die wunderlichsten Erscheinungen nahm dieser Minenkampf an. Mit feinen Apparaten (Mikrophone) suchte man feindliche Miniergeräusche zu erlauschen oder man täuschte dem Gegner mit eingebauten Klopfapparaten eigene Arbeiten vor. Nicht selten geschah es, dass unsere Mineure auf Stollen des Feindes stießen, mit den dort arbeitenden Franzosen in Kampf gerieten und einige töteten oder gefangen nahmen. Ebenso war es bald nichts Ungewöhnliches, wenn unsere Pioniere eine feindliche Sprengladung vorfanden und wegnahmen oder wenn bei einer eigenen Sprengung ein feindlicher Minenherd mit in die Luft flog.“
Man begrub Xaver Erhard auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver ErhartRückseite des Sterbebildes von Xaver Erhart
Der Soldat Rupert Hipp wurde am 22.02.1880 in Linden, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Schlacht an der Somme bau Maurepas.
Über den Todestag und die Todesumstände von Rupert Hipp schreibt die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Im Laufe des 25.08.1916 machte sich der Einsatz von Gardetruppen fühlbar, die in glänzender Verfassung das Schlachtfeld betraten, auf dem unser Regiment, zerschossen und zermürbt, 13 Tage und Nächte schon lag, mit starken Verlusten und Kompaniestärken zuletzt von durchschnittlich 40 Gewehren; es hatte unter den schwersten Verhältnissen seine letzte Kraft hergegeben.
In den Vormittagsstunden rückte die 9. und 10. des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 zur Verstärkung unseres I. Bataillons in die Le Forest-Stellung, deren Halten laut Brigadebefehl die Hauptaufgabe des Tages war und die außerdem noch mit der 11. Kompanie besetzt blieb, während 9. und 12. im rechten Nebenabschnitt lagen. Hier bestand Anschluss mit Reserve-Infanterie-Regiment 7, nach links nur Augenverbindung mit dem vorwärts gestaffelten Nebenabschnitt der 1. Garde-Division. Mit Ausnahme der 3. Kompanie konnte I./R. 12 gegen Abend in die R 1-Stellung abrücken, wo auch die Reste von II./R. 12 lagen.
Durch die Ereignisse der Nacht vorher, den Einsatz der Garde, der sich am hellen Tag vollzog, und die Ablösung wurde die Vermischung der Verbände unvermeidlich. Rechnet man hinzu noch die nächtlichen Verpflegungs- und Munitionstrupps, die sich mit den taktischen Verbänden auf dem Vor- und Rückmarsch kreuzten, die feindliche Feuerwirkung, so ist es verständlich, dass die II. Stellung nicht so lückenlos besetzt war, die Kompanien in sich nicht so geordnet und geschlossen, wie es die ständige Gefechtsbereitschaft bei der Nähe des Feindes erfordert hätte. Doch dieser war zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
Im Laufe des 25. wurde dem Regiment das II. Bataillon der Elisabether unterstellt und tagsüber in der R 1-Stellung, 8. Kompanie in Rancourt, untergebracht. Es erhielt gegen 9 Uhr abends den befehl, mit 3 Kompanien eine neue Linie rechterr Flügel an Straße Le Forest – Maurepas, linker am Hohlweg südöstlich Maurepas etwa 600 Meter vor der II. Stellung anzulegen, die 8. Kompanie eine Riegelstellung im Anschluss an den rechten Flügel des links vorwärts liegenden 4. Garde-Regiments zu Fuß. Es wurde Mitternacht, als die Elisabether hierzu abrückten. Der unermüdliche Führer des II. Bataillons, Hauptmann Schäfer stellte sich persönlich für das zweckmäßige Vorführen und die Einweisung der Garde an Ort und Stelle zur Verfügung, die gegen 4 Uhr vormittags kampflos den befohlenen Abschnitt erreichte und sich eingrub.“
Offiziell ist die Lage des Grabes von Rupert Hipp unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab begraben wurde, wo auch seine Kameraden aus der 11. Kompanie beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Infanterist Georg Limbacher, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Kaiser, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Joseph Bachmeier, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Konrad Georg Danner, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Rupert HippRückseite des Sterbebildes von Rupert Hipp
Der Soldat Laurenz Zimmermann wurde am 08.03.1880 in Odesheim geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 7. Garde-Grenadier-Regiments. Laut Sterbebild fiel er am 16.12.1916 im Alter von 36 Jahren bei den Gefechten an der Somme im Westen. Laut Ehrentafel seines Regimentes fiel er am 16.08.1916 bei Louvemont. Ich halte die Angaben der Ehrentafel für zuverlässiger, u. a. weil am 16.12. kein weiterer Soldat seines Kompanie fiel, am 16.08.1916 jedoch sechs weitere Kameraden der 8. Kompanie.
Offiziell ist die Lage Grabes von Laurenz Zimmermann unbekannt.
Der Soldat Franz Zwinger wurde am 26.12.1877 in der bayerischen Gemeinde Altensteig Pforzen geboren und war Landwirt von Beruf. Um Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 3. Ersatz-Eskadron der 1. Train Ersatzabteilung. Am 07.06.1918 verstarb er im Alter von 40 Jahren in einem Lazarett in München.
Die Grablage von Franz Zwinger ist nicht feststellbar. Ich bin mir jedoch sicher, dass Franz Zwinger auf einem Münchener Friedhof im militärischen Teil beigesetzt wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Der Soldat Benedikt Hirschberger stammte aus der bayerischen Gemeinde Kirchham und war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in einer Panzerabteilung. Anfang Mai 1945 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Lippen (polnisch: Lipno) in Niederschlesien – ehemals Deutschland – heute Polen.
Die Lage des Grabes von Benedikt Hirschberger ist unbekannt. Zunächst wurde er in Lippen begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, ist eher fraglich.
Sterbebild von Benedikt HirschbergerRückseite des Sterbebildes von Benedikt Hirschberger
Der Soldat Hermann Thurner wurde am 18.04.1916 geboren und stammte aus Flirsch in Österreich. Am 10.09.1944 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem russischen Kriegsgefangenenlager bei Smolensk an der Ruhr.
Die Lage des Grabes von Hermann Thurner ist unbekannt.
Der Soldat George Sainton Kaye Butterworth, MC wurde am 12. Juli 1885 in der britischen Hauptstadt London geboren und war ein britischer Komponist, der vor allem für die Orchesteridylle The Banks of Green Willow und seine Liedvertonungen von A. E. Housmans Gedichten aus A Shropshire Lad bekannt wurde. Er wurde für seine Tapferkeit während der Kämpfe bei Pozières im Ersten Weltkrieg mit dem Militärkreuz ausgezeichnet und fiel in der Schlacht an der Somme.
Butterworth wurde in Paddington, London, geboren. Bald nach seiner Geburt zog seine Familie nach York, damit sein Vater Sir Alexander Kaye Butterworth eine Stelle als Generaldirektor der North Eastern Railway antreten konnte, die dort ihren Sitz hatte. Ihr Zuhause war Riseholme, ein Haus auf der Driffield Terrace, das später Teil der Mount School wurde.
George erhielt seinen ersten Musikunterricht von seiner Mutter, die Sängerin war, und er begann schon früh zu komponieren. Als kleiner Junge spielte er Orgel für Gottesdienste in der Kapelle seiner Vorbereitungsschule, der Aysgarth School, bevor er ein Stipendium für das Eton College erhielt. In Eton zeigte er frühes musikalisches Potenzial, als während seiner Zeit dort eine „Barcarolle“ für Orchester gespielt wurde (sie ist längst verschollen).
Butterworth ging dann an das Trinity College in Oxford, wo er sich mehr auf die Musik konzentrierte und Präsident des University Music Club wurde. Er freundete sich auch mit dem Volksliedsammler Cecil Sharp an; der Komponist und Volkslied-Enthusiast Ralph Vaughan Williams; der spätere Direktor des Royal College of Music, Hugh Allen; und ein Bariton und zukünftiger Dirigent, Adrian Boult. Butterworth und Vaughan Williams unternahmen mehrere Reisen in die englische Landschaft, um Volkslieder zu sammeln (Butterworth sammelte selbst über 450, viele davon 1907 in Sussex und manchmal mit einem Phonographen), und die Kompositionen beider wurden stark von dem beeinflusst, was sie sammelten. Butterworth war auch ein erfahrener Volkstänzer, der sich besonders für die Kunst des Morris-Tanzes interessierte. Er war eine Zeit lang bei der English Folk Dance and Song Society (deren Gründungsmitglied er 1906 war) als professioneller Morris-Tänzer angestellt und war Mitglied des Demonstration Teams.
Nachdem er Oxford verlassen hatte, begann Butterworth eine Musikkarriere, schrieb Kritiken für die Times, komponierte und unterrichtete am Radley College in Oxfordshire. Er studierte auch kurz Klavier und Orgel am Royal College of Music, wo er unter anderem mit Hubert Parry zusammenarbeitete, obwohl er weniger als ein Jahr blieb, da das akademische Leben nichts für ihn war.
Vaughan Williams und Butterworth wurden enge Freunde. Es war Butterworth, der Vaughan Williams vorschlug, eine symphonische Dichtung, an der er arbeitete, in sein London Symphony Orchestra zu verwandeln. Vaughan Williams erinnerte sich:
„Eines Tages unterhielten wir uns miteinander, als er in seiner schroffen und schroffen Art sagte: „Weißt du, du solltest eine Symphonie schreiben.“ Ich antwortete… dass ich nie eine Symphonie geschrieben hatte und auch nie vorhatte, … Ich nehme an, Butterworths Worte haben mich gestochen, und jedenfalls habe ich mir einige Skizzen angesehen, die ich für … eine symphonische Dichtung über London und beschloss, sie in symphonische Form zu bringen … Von diesem Moment an dominierte die Idee einer Symphonie meinen Kopf. Ich zeigte George die Skizzen Stück für Stück, als sie fertig waren, und da erkannte ich, dass er mit sehr wenigen Komponisten eine wunderbare Fähigkeit zur Kritik an den Werken anderer Männer und zur Einsicht in ihre Ideen und Motive besaß. Ich kann ihm nie genug dankbar sein für alles, was er für mich bei dieser Arbeit getan hat, und seine Hilfe hat auch vor Kritik nicht Halt gemacht.“
Als das Manuskript zu diesem Stück verloren ging (es war kurz vor Kriegsausbruch nach Deutschland geschickt worden, entweder an den Dirigenten Fritz Busch oder zum Kupferstich), half Butterworth zusammen mit Geoffrey Toye und dem Kritiker Edward J. Dent Vaughan Williams bei der Rekonstruktion des Werkes. Vaughan Williams widmete das Stück Butterworths Andenken nach seinem Tod.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs trat George Butterworth zusammen mit einigen seiner Freunde, darunter Geoffrey Toye und R. O. Morris, als Gefreiter in die leichte Infanterie des Herzogs von Cornwall ein, nahm aber bald eine Stelle als Subalterner (2. Leutnant) im 13. Bataillon der leichten Infanterie von Durham an und wurde später vorübergehend zum Leutnant befördert. Er war in der Armee als G. S. Kaye-Butterworth bekannt. Butterworths Briefe sind voller Bewunderung für die einfachen Bergarbeiter der Grafschaft Durham, die in seinem Zug dienten. Als Teil der 23. Division wurde die 13. DLI in den Einsatz geschickt, um die westlichen Zugänge zum Dorf Contalmaison an der Somme zu erobern. Butterworth und seinen Männern gelang es, am 16. und 17. Juli 1916 eine Reihe von Schützengräben in der Nähe von Pozières zu erobern, deren Spuren noch heute in einem kleinen Wäldchen zu finden sind. Butterworth wurde bei dem Gefecht leicht verwundet. Für seine Aktion wurde Temporary Lt. George Butterworth, 31 Jahre alt, mit dem Militärkreuz ausgezeichnet, das am 25. August 1916 im Amtsblatt veröffentlicht wurde, obwohl er es nicht mehr erlebte. Die Begründung für die Medaille lautet wie folgt:
„Für auffällige Tapferkeit in Aktion. Nachdem sein Kapitän verwundet worden war, befehligte Butterworth seine Kompanie mit großer Geschicklichkeit und Kaltblütigkeit, und mit seiner Energie und völliger Missachtung der Gefahr gab er an der Front ein gutes Beispiel. Sein Name war schon früher wegen seiner guten und tapferen Arbeit bekannt geworden.“
Die Schlacht an der Somme trat jetzt in ihre intensivste Phase ein. Am 4. August erhielt die 23. Division den Befehl, einen als Munster Alley bekannten Kommunikationsgraben anzugreifen, der sich in deutscher Hand befand. Die Soldaten hoben einen Angriffsgraben aus und nannten ihn zu Ehren ihres Offiziers „Butterworth-Graben“. In verzweifelten Kämpfen in der Nacht vom 4. auf den 5. August und trotz des Eigenbeschusses der australischen Artillerie eroberten Butterworth und seine Bergleute die Munster Alley und hielten sie, wenn auch mit schweren Verlusten. Am 5. August um 04:45 Uhr wurde Butterworth inmitten verzweifelter deutscher Versuche, die Stellung zurückzuerobern, von einem Scharfschützen durch den Kopf geschossen. Sein Leichnam wurde von seinen Männern hastig am Rand des Grabens begraben, aber nach den heftigen Bombardements der letzten zwei Jahre des Konflikts nie für eine formelle Umbettung geborgen.
Als sein Brigadekommandeur, Brigadegeneral Page Croft, an Butterworths Vater schrieb, um ihn über seinen Tod zu informieren, stellte sich heraus, dass er nicht gewusst hatte, dass sein Sohn mit dem Militärkreuz ausgezeichnet worden war. Ebenso war der Brigadier erstaunt, als er erfuhr, dass Butterworth einer der vielversprechendsten englischen Komponisten seiner Generation gewesen war. Brigadier Croft schrieb, dass Butterworth „ein brillanter Musiker in Friedenszeiten und ein ebenso brillanter Soldat in Zeiten des Stresses“ war.
Es herrscht Verwirrung darüber, welche Auszeichnung(en) Butterworth genau erhalten hat. Es wird gesagt, dass er den MC zweimal gewonnen hat, aber das ist falsch. Dieses Missverständnis mag entstanden sein, weil Butterworths Tapferkeit während des Somme-Feldzugs regelmäßig unter Beweis gestellt wurde. Zuerst wurde er Anfang Juli in Depeschen erwähnt und dann am 9. Juli bei Bailli Wood für den MC „für auffällige Tapferkeit im Einsatz“ empfohlen, dann wieder – erfolgreich – „für das Kommando seiner Kompanie mit großem Geschick und Gelassenheit“, als er am 16. und 17. Juli verwundet wurde. Brigadier Page-Croft erwähnte gegenüber Butterworths Vater auch, dass er die Medaille in der Nacht, in der er starb, erneut „gewonnen“ hatte. Das Militärkreuz wurde damals jedoch nicht posthum verliehen, und so hätte er es auch nie zweimal erhalten können. [9]
Butterworths Leiche wurde nie geborgen, obwohl seine nicht identifizierten Überreste möglicherweise auf dem nahe gelegenen Pozières Memorial, einem Friedhof der Commonwealth War Graves Commission, liegen, und sein Name erscheint auf dem Thiepval Memorial. George Butterworths The Banks of Green Willow ist für einige zum Synonym für die Aufopferung seiner Generation geworden und wurde von einigen als Hymne für alle „Unbekannten Soldaten“ angesehen. Sir Alexander Butterworth errichtete eine Gedenktafel an der St. Mary’s Priory Church in Deerhurst, Gloucestershire, zum Gedenken an seinen Sohn und seinen Neffen Hugh, der 1915 in Loos starb. (Reverend George Butterworth, der Großvater des Komponisten, war im vorigen Jahrhundert Vikar von St. Mary’s gewesen). Sir Alexander veranlasste 1918 auch den Druck eines Gedenkbandes zum Gedenken an seinen Sohn. Sein Name ist einer der 38 auf dem Kriegsdenkmal des Royal College of Music.
Der Soldat Karl Mader wurde am 14.04.1917 bei Kälberweide geboren, lebte in Metten in Bayern und war Landwirt von Beruf. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einem Artillerie-Regiment und nahm an den Feldzügen gegen Frankreich und an der Ostfront teil. Am 23.07.1943 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Libowka / Orel.
Man begrub Karl Meder auf einem Friedhof bei Sikejewo in Russland.
Der Soldat Max Heitzer war Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Er fiel an einem nicht mehr feststellbaren Datum im Alter von 37 Jahren bei Kamenez im heutigen Weißrussland (Belarus).
Die Lage des Grabes von Max Heitzer ist unbekannt.
Sterbebild von Max HeitzerRückseite des Sterbebildes von Max Heitzer