Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.347: Joseph Zellner (eigentlich Zöllner)

Der Soldat Joseph Zellner (eigentlich Zöllner s. a. Verlustlisten und Volksbund) stammte aus Stockham in Bayern und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Infanterist in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz ausgezeichnet. Am 28.01.1916 fiel er bei Givenchy-en-Gohelle und den Vimy-Höhen im Alter von 27 Jahren beim 1. Angriffsgefecht von La Folie.

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Zöllner berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Der 28.01.1916 war der große Tag für das 2. Infanterie-Regiment. Nach nur vierstündiger Artillerievorbereitung erfolgte um 4.00 Uhr nachmittags gleichzeitig mit zwei gewaltigen Sprengungen am rechten und linken Flügel des Regimentsabschnittes unser Angriff. I. Bataillon unter Führung des Major von Imhof, bei dem sich der tapfere Oberleutnant Melber (Führer der 1. Kompanie) besonders hervortat, stürmte rechts vor, links griff die Kampfgruppe Zorn (5. und 7. Kompanie) an. Nach kurzer Zeit ist die feindliche Stellung in einer Ausdehnung von fast 2 Kilometer Breite in unserer Hand, der Gegner lässt uns 340 Gefangene und 9 Maschinengewehre. Er hatte durch die Beschießung und durch die beiden ihm überraschend gekommenen Sprengungen schwer gelitten. Ein äußerst heftiges Artilleriefeuer, das der Gegner dann die Nacht vom 28. auf 29.01. auf unsere Stellung legte, und dem im Morgengrauen des 29. ein feindlicher Gegenangriff folgte, forderte auch auf unserer Seite erhebliche Verluste, aber keinen Fußbreit der eroberten Stellung konnte der französische Angriff wieder zurückgewinnen. Wir verloren in diesen Kampftagen rund 400 Tote und Verwundete.“

Einer davon war Joseph Zöllner.

Man begrub Joseph Zöllner auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 5, Grab 228.

Sterbebild von Joseph Zellner
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Zellner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.346: Xaver Stürminger

Der Soldat Franz Xaver Stürminger stammte aus Birnkam, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Velden (Vils), und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.09.1918 (Volksbund und Verlustlisten geben den 18.09.1918 an) fiel er im Alter von 21 Jahren bei Bery-au-Bac und Montigny-sur-Vesle während der Stellungskämpfe an der Vesle, nördlich von Reims, durch eine Granatverwundung.

Man begrub Franz Xaver Stürminger auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 3, Grab 815.

Sterbebild von Xaver Stürminger
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Stürminger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.345: Paul Reiter

Der Soldat Paul Reiter stammte aus Kupferstadt, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmsham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 3. Kompanie des 2. Brigade-Ersatz-Bataillons. Im August 1914 wurde er bei den erbitterten Gefechten in den Vogesen schwer verwundet und verstarb am 03.09.1914 im Alter von 26 Jahren im Festungslazarett Straßburg.

Man begrub Paul Reiter auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block J, Grab 114.

Der Name von Paul Reiter ist auf dem Soldatenfriedhof Strasburg-Cronenbourg verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2009/strasbourg-cronenbourg_kgs_r_wk1_fr.htm

Sterbebild von Paul Reiter
Rückseite des Sterbebildes von Paul Reiter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.344: Joseph Stadler

Der Soldat Joseph Stadler stammte aus Barmbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 1. Ersatz-Bataillon des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.06.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Verschüttung.

Man begrub Joseph Stadler auf demSoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab. 

Sterbebild von Joseph Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.343: Albert Hofmayer

Der Soldat Albert Hofmayer (laut Verlustliste „Hofmaier“) wurde am 20.06.1890 in der bayerischen Gemeinde Schwabsoien geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 124. württembergischen Infanterie-Regiment. Am 15.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei Eclisfontaine, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Épinonville bei Verdun.

Was auf dem Sterbebild mit „Schlacht von Sarlois“ gemeint ist, bleibt für mich nicht nachvollziehbar. Eine solche Schlacht gab es nicht. Der Ort Saarlouis ist 139 Kilometer von Eclisfontaine entfernt.

Offiziell ist für Albert Hofmayer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Épinonville in einem Massengrab beigesetzt wurde, der nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt. 227 deutsche Soldaten wurden hier in einem Massengrab begraben, die nicht mehr zu identifizieren waren. Albert Hofmayer ist sicher einer davon.

Seine Heimatgemeinde Schwabsoien gedenkt Albert Hofmayer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/schwabsoien_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Albert Hofmayer
Rückseite des Sterbebildes von Albert Hofmayer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.342: Jakob Stadler

Der Soldat Jakob Stadler stammte aus Barmbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war Hausbesitzer, Musiker und Maurer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann und Infanterist in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende November – Anfang Dezember wurde er verwundet, kämpfte jedoch weiter. Am 26.12.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Saint-Laurent-Blangy, in der Nähe von Arras.

Man begrub Jakob Stadler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Jakob Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.340: Joseph Brandner

Joseph Brandner Marxenlehen in Metzenleiten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Salzberg (Berchtesgaden). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier. Am 19.03.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren bei „Tyient“ (?) in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Joseph Brandner ist unbekannt. Ich konnte auch seine Zugehörigkeitz zu einer militärischen Einheit nicht ermitteln, genauso wie seinen Sterbeort.

Sterbebild von Joseph Brandner
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Brandner
Joseph Brandner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.338: Xaver Kainz

Der Soldat Xaver Franz Kainz wurde am 16.10.1892 in Loham geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mariaposching, und war der Sohn eines Schiffbaumeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Les Éparges bei Verdun. Er war einer von 1.140 Soldaten des 4. bayerischen Infanterie-Regimentes, der in den zwei Monaten des Einsatzes bei Les Éparges fielen.

Man begrub Xaver Kainz auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

Auf dem Soldatenfriedhof Troyon ist sein Name verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_k.htm

Sterbebild von Xaver Kainz
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Kainz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.332: Georg Rieger

Der Soldat Georg Rieger stammte aus Blamberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.05.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Offiziell ist für Georg Rieger keine Grablage bekannt. Ich vermuste jedoch, dass er, wenn sein Leichnam geborgen wurde, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen und in der gleichen Kompanie dienten, u. a.

  • Kriegsfreiwilliger Ernst Ruck, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 1270;
  • Wehrmann Ludwig Sommer, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 358;
  • Wehrmann Josef Sterr, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 354;
  • Reservist Mathias Winner, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 419.

 

Sterbebild von Georg Rieger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Rieger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.331: Gottfried Stadler

Der Soldat Gottfried Stadler stammte aus Penzenried, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Offenberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als aktiver Soldat in der 12. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.02.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Saint-Mihiel.

Die Lage des Grabes von Gottfried Stadler ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Leonhard Morneburg, gefallen am 21.02.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 159,
  • Infanterist Johann Lenk, gefallen am 22.02.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 161.

 

Sterbebild von Gottfried Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Gottfried Stadler