Der Gefreite Alois Huber wurde am 23.05.1889 in Hausmoning geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Teisendorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.10.1916 starb er im Alter von 28 Jahren in einem Militärspital in Gefangenschaft in Rumänien.
Die Lage des Grabes von Alois Huber ist nicht zu ermitteln.
Sterbebild von Alois HuberRückseite des Sterbebildes von Alois Huber
Josef Eder wurde am 23.06.1896 in Oberstummer, einem Ortsteil von Unterneukirchen in Bayern, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des Infanterie-Leib-Regiments, dem Alpenkorps. Am 11.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 20 Jahren beim Fort Douaumont vor Verdun, genauer gesagt bei Fleury durch Bauchschuss.
Die Regimentsgeschichte des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments berichtet über den Todestag:
„11.07.1916 Ab Mitternacht Gasschießen der Artillerie. Mit Beginn des Tages Einsetzen des Zerstörungsschießens. 7.45 Uhr Antreten zum Sturm. Die vordersten Wellen der 1., 2. und 3. Kompanie überrennen die feindliche Linie, in der dicht massiert die Franzosen zu einem Angriff bereitstehen. Der in Fleury haltende Feind wird durch Umgehung zum Weichen gebracht. Vorderste Linie gräbt sich am Tagesziel ein, nach links ohne jeden Anschluss. Anscheinend traten die Regimenter links gar nicht an, aber das kümmerte zuerst nicht. Eigene Patrouille von drei Mann bringt aus Filzlaus 2 Maschinengewehre und 70 Gefangene mit. Der Erfolg des Tages übertraf noch den des 23.06. 24 Offiziere und 1.500 Franzosen wurden gefangen, 20 Maschinengewehre und zwei Kanonen erbeutet, abgesehen von der großen Munitions- und sonstigen Beute aus den M-Räumen. Dort französischen Brigadestab mit Flammenwerfern ausgeräuchert.“
Offiziell ist für Josef Eder keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, sofern sein Leichnam geborgen wurde. Auf diesem wurden seine Kameraden der 1. Kompanie des Infanterie-Leib-Regiments begraben, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Johann Puchtler, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Leutnant Ernst Graf von Moy, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Luttenberger, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Josef Landsdorfer, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Soldat Stefan Strobl wurde am 12.11.1891 in Abtsdorf als Sohn eines Käsereibesitzers geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.07.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren an der Lomnica in Ostgalizien ( heutige Ukraine) in der Nähe von Dobrowlany.
Die Lage des Grabes ist ebenso unbekannt. Ob das Grab heute noch existiert, hablte ich für eher unwahrscheinlich.
Sterbebild von Stefan StroblRückseite des Sterbebildes von Stefan Strobl
Der Musketier Hermann Most wurde am 15.10.1891 in Neuwirtshaus geboren, einem Weiler von Kirchhasel, einem Ortsteil von Hünfeld in Hessen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 30. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in Cernay.
Die Grablage von Hermann Most ist unbekannt.
Sterbebild von Hermann MostRückseite des Sterbebildes von Hermann Most
Hier ein Beispiel aus einem Projekt, das ich seit einigen Monaten nebenher verfolge und in den kommenden Jahren Stück für Stück veröffentlicht wird. Ich habe damit begonnen, die Todesanzeigen für Gefallene des Ersten Weltkriegs in der Berliner Volkszeitung zu veröffentlichen und zu recherchieren.
Ein besonderer Fall ist dabi der des Soldaten Adam Riedl. Ich kann bislang nichts über ihn recherchieren. Ist er wirklich im Krieg gefallen? Sein name taucht weder in den Verlustlisten auf, noch ist ein Grab für ihn registriert, noch steht er auf einem Denkmal vermerkt, noch in einer anderen Datenbank oder einem anderen Dokument. Was steckt dahinter?
Wir können nur der Todesanzeige entnehmen, dass er einen lebenden Bruder, eine lebende Schwägerin und lebende Eltern hatte, als er starb. Da die Todesanzeige in der Berliner Volkszeitung erschien, gehe nich davon aus, dass er aus dem Großraum Berlin stammte.
Wie dem auch sei: Ihm sei in Ehre gedacht.
Todesanzeige für Adam Riedl in der Berliner Volkszeitung vom 29.11.1914
Quirin Kipfelsberger war der Sohn eines Landwirts aus Demling, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Großmehring. Im Ersten Weltkrieg diente er in einem bayerischen Infanterie-Regiment als Infanterist. Am 25.04.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren durch einen Granatsplitter.
Die Grablage von Quirin Kipfelsberger ist nicht mehr zu ermitteln.
Sterbebild von Quirin KipfelsbergerRückseite des Sterbebildes von Quirin Kipfelsberger
Der Sergant Nikolaus Leick stammte aus Saarlouis im Saarland. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 56. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, wurde zweimal verwundet und erkrankte schwer. Am 11.08.1918 fiel er im Alter von 27 Jahren zwischen Somme und Aisne nach vier Jahren Kriegsdienst durch eine Fliegerbombe.
Die Lage des Grabes von Nikolaus Leick ist unbekannt.
Sterbebild von Nikolaus LeickRückseite des Sterbebildes von Nikolaus Leick
Der Landwehrmann Nikolaus Jochem stammte aus Saarwellingen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 67. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 19.03.1915 fiel er bei einem Sturmangriff im Alter von 29 Jahren durch fünf Kugeln in Frankreich.
Offiziell ist für Nikolaus Jochem keine Grablage bekannt. Ich konnte auch keine Grablage ermitteln.
Sterbebild von Nikolaus JochemRückseite des Sterbebildes von Nikolaus Jochem
Der Gefreite Josef Zweck stammte aus Polzhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Laaber, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.07.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren bei den Kämpfen um das Dorf Fleury und das Zwischenwerk Thiaumont während der Schlacht um Verdun.
Offiziell ist keine Grablage für Josef Zweck bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden der 7. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments, die am gleichen Tag wie er fielen, u. a.
Infanterist Josef Auburger, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Leutnant Georg Pfeiffer, gefallen am 18.07.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Josef Andritzky, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Alois Biebl, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Jäger Johann Theobald stammte aus Saarwellingen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Eskadron des 13. Jäger-Regiments zu Pferd mit Standort Saarlouis. Am 15.10.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, nach vier Jahren Kriegsdienst während der Stellungskämpfe in Flandern.
Eine Grablage für Johann Theobald ist nicht bekannt.
Sterbebild von Johann TheobaldRückseite des Sterbebildes von Johann Theobald